Blogs

Wohin geht’s im neuen Jahr?

Heute Abend kommen Freunde und wir machen es uns gemütlich mit Raclette und netten Gesprächen. Ich habe ein paar Ideen, wie wir den Abend (neben der Mampferei) gestalten könnten:

  • Das Jahr Revue passieren lassen: Was waren die wichtigsten Stationen?Was war schön, was weniger?Wovon möchten wir uns gerne verabschieden? Wovon möchten wir mehr?
  • Visionen für das neue Jahr entwickeln.
  • Ziele formulieren
  • Teilschritte ausdenken.
  • Vor dem Jahreswechsel Zettelchen schreiben, an Raketen kleben und in die Luft jagen – das, was weg kann und das, was wir uns vom Universum wünschen.

Das hatte ich schon mal vor ein paar Jahren getan, glaubt mir, es ist wirklich alles in Erfüllung gegangen; allerdings nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Euch allen wünsche ich einen schönen Jahresausklang und ein gutes 2020!


Vielen Dank für Eure Treue!

Bis im nächsten Jahr, Eure Monika

Fotos/Bilder Monika Rauch

Maria im Stress?

Wie war das noch mal mit der Weihnachtsgeschichte? Da reitet eine hochschwangere Frau auf einem Esel. Es rüttelt und schüttelt. Es ist heiß. Sie hat Durst. Sie spürt jeden Stein. Ab und zu zieht sich ihr Bauch zusammen. „War das eine Wehe?“ Ihr Mann macht sich Sorgen: „Wir müssen dringend irgendwo unterkommen.“

Wenn die werdende Mutter aufgeregt ist oder traumatische Erfahrungen macht, kann sich der Stress auf das Kind übertragen. Die Erfahrungen könnten sein weiteres Leben beeinflussen. War das bei Jesus auch so? Haben sich die Erlebnisse vor seiner Geburt auf sein Leben ausgewirkt?

Oder war Maria so voller Vertrauen, dass sie ganz gelassen bleiben konnte trotz der Umstände kurz vor der Niederkunft? Ihr wurde prophezeit, dass sie den Sohn Gottes zur Welt bringen würde. Also ist auch dafür gesorgt, dass alles seine Richtigkeit hat.

Vielleicht ist das das Geheimnis: das Wissen, dass alles gut werden wird. Urvertrauen. Vielleicht hatte Maria dieses.

Weihnachten ist die Geschichte vom Licht, das die Dunkelheit vertreibt, ein Versprechen auf Erneuerung und Wiedergeburt. Warum sagt man, Weihnachten sei das Fest der Liebe? Weil Jesus von der Liebe predigte? Für mich ist Weihnachten die Erinnerung an unser Vertrauen. Vertrauen auf uns und auf die Schöpferkraft. Vertrauen bedeutet übrigens Glauben. Was glaubst Du?

Die Krippe steht in der Marienkirche in Hanau

Fotos: Monika Rauch

Wintersonnenwende – die längste Nacht und der kürzeste Tag im Jahr

Ab dem 22.Dezember um 5.19 Uhr werden auf der nördlichen Halbkugel die Tage wieder länger. Zeitgleich mit der Sonnenwende ist der astronomische Winteranfang. Die Sonne wird neu „geboren“ und steht für den Neubeginn allen Lebens. Der Jahresreigen beginnt von vorne. Das Licht besiegt die Dunkelheit. Unsere Vorfahren nannten die tiefste Nacht des Jahres Mutternacht (althochdeutsch Modranecht) aus dem Glauben heraus, dass die Erdmutter das Licht gebiert. In vielen Kulturen gab es ähnliche Feste zu dieser Zeit, z.B. gab es in den nordischen Ländern das Julfest. Noch heute wünscht man sich in Skandinavien zu Weihnachten „God Jul“.

Weihnachten wurde übrigens genau in diese Zeit gelegt, um die heidnischen Sitten auszumerzen. Lichter in den Tannen symbolisieren den Sieg des Lichtes über die Nacht – genau wie die Geburt Christi Licht in die Welt bringt und das Versprechen der Wiedergeburt. So bleibt uns doch noch etwas Kultur unserer Ahnen erhalten – trotz Christianisierung.

Es kommt Licht ins Dunkel, obwohl der Winter erst im Anmarsch ist. Es wird sicherlich kälter und stürmischer. Aber wir wissen, dass das nur eine Periode ist, die vorüber geht. Die Tage werden länger und die Sonne gewinnt an Kraft.

Zwischen dem 25.12. bis 6.1. liegen zudem die Rauhnächte, in denen sich die Grenzen zwischen unserer und der Geisterwelt verwischen sollen.

Die Wintermonate bringen Kälte und Dunkelheit mit sich. Wir haben das Bedürfnis, uns auszuruhen. Ist ja auch klar: Im Sommer haben wir maximal 16 Stunden Tageslicht und im Winter um die 8 Stunden. Die Sonne als Stimmungsaufheller fehlt, unser Körper produziert z.B. weniger Vitamin D.

Die Dunkelheit lädt zum Verweilen, Ausruhen, Nachdenken an. Wir können die Zeit nutzen für Treffen mit der Familie oder Freunden, dabei wird erzählt, gelacht und nachgedacht.

Arbeiten, die im Sommer liegen geblieben sind, werden jetzt erledigt. Ich rebele meine getrockneten Kräuter und mache daraus Tees, Auszüge, Tinkturen oder Salben. Oder ich reinige unsere Möbel gründlich. Manchmal überkommt es mich und ich flicke Wäschestücke oder nähe Knöpfe an. Gerne gehe ich raus und versuche etwas Tageslicht abzubekommen und ich liebe es zu saunieren.

Und natürlich ist jetzt die Zeit für kreative Arbeiten. Denn alles, was Spaß macht, lässt Glückshormone im Körper kreiseln und das ist doch so ähnlich wie mit Sonnenlicht.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mich darüber aufgeregt hatte, dass ich so wenig Tageslicht abbekomme. Doch mittlerweile ist die Dunkelzeit mein Freund geworden. Ich nehme sie als Geschenk an für das ich dankbar bin.

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal Zeit genommen zum: Märchen und Geschichten erzählen, Kochen, Backen, Handarbeiten, Malen, Musizieren, Schnitzen, Werkeln …?

Habt eine gute Dunkelzeit und macht das, was Euch Spaß macht.

Monika

Rosen und Weihnachten

„Ein Mensch bemerkt mit bitterm Zorn, dass keine Rose ohne Dorn. Doch muss ihn noch viel erbosen, dass sehr viel Dornen ohne Rosen.” Eugen Roth (1895 – 1976)

Sie gilt als die Königin der Blumen – die Rose. Ursprünglich kommt die wilde Rose aus China und hat sich im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt ausgebreitet.

Man unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Wildrosen sind „unbehandelt“, sie haben keine gefüllten Blüten und bilden Hagebutten. Sie bieten Bienen und Hummeln ausreichend Nahrung. Kulturrosen sind das Ergebnis von Kreuzungen und Veredelungen. Mittlerweile gibt es über 30.000 Sorten und jede hat eine etwas andere Form, Größe und/oder Farbe. Die meisten Rosen haben – botanisch korrekt ausgedrückt – Stacheln, manchmal auch unter den Blättern.

Ihre Blüten haben ätherische Öle, denen sie ihren typischen Duft verdanken. Daher findet man Rosenöle in vielen Kosmetikprodukten. Auch als Heilpflanze hat die Rose einen guten Ruf, sie dient als Mittel bei Leber- und Gallenproblemen oder bei Stress, Kummer, Angst und zur Beruhigung. Früher diente die Rose auch als Nahrungsmittel.

Heute wird sie vor allem wegen ihrer „Schönheit“ und ihres Duftes verehrt. Rosen werden als Zeichen der Liebe, Freundschaft, Versöhnung, Respekt, Dankbarkeit … verschenkt. Jede Farbe hat eine andere Bedeutung.

Auch in der Kunst- und Kulturszene hat die Rose ihren festen Platz: Unzählige Lieder, Gedichte und Gemälde drehen sich um die Rose.

Oft wird der scheinbare Widerspruch zwischen ihrer Anmut und ihrer Gefährlichkeit aufgezeigt; so schön und doch so verletzend durch ihre Dornen (richtig: Stacheln) kann sie sein. Dabei haben die Stacheln durchaus einen Sinn – sie dienen vor allem als Fraßschutz und als Kletterhilfe beim Ranken.

Die Zeit um den Jahreswechsel sollte ähnlich wie eine Rose sein: Edel, duftend, bunt, harmonisch, ein Symbol der universellen Liebe. Wären da nicht auch noch diese Stacheln! Sie treten in Form von Streit, Konsumterror, Hektik und Erwartungsdruck auf. Auf diese Störungen würden wir gerne verzichten. Aber wir müssen ja schließlich einkaufen, Geschenke besorgen, das Weihnachtsessen vorbereiten, diverse Feiern besuchen. Müssen wir wirklich? Zu Bestzeiten war ich auf unzähligen Weihnachtsfeiern von Schulen und Kitas, Sportvereinen, Treffs mit Kollegen, Freunden und der Familie – oft mehr als 10 Veranstaltungen pro Saison. Und da war ich nicht nur Teilnehmerin, nein da habe ich mein Helfersyndrom schön ausgelebt mit Vorbereitungen, Aufräumen, Verkaufen, Kuchenbacken usw. Nach Weihnachten war ich fix und alle. Wem wollte ich eigentlich was beweisen?

Diese Dornen, die hätten wir manchmal gerne weggezüchtet. Wir wünschten, dass einmal alles glatt ginge, dass alles „vollkommen“ sei – wie bei einer schönen Rose. Aber eine schöne Rose ist nicht nur perfekt, sie braucht einen Schutz.

So ist das auch in der Zeit vor Weihnachten. Brauchen wir nicht auch Schutz vor den vielen Einflüssen, die über uns gegossen werden? Werbung gaukelt uns vor, was wir nicht wirklich brauchen. Wir lassen uns täuschen und vergessen uns dabei manchmal selbst.

Wir sehnen uns oft nach einem friedvollen Dezember. Und Weihnachten ist da ein willkommener Anlass: das Fest des Friedens und der Liebe. Wir wünschen uns Verbundenheit mit anderen Menschen, der Familie und guten Freunden. Und oft genug klappt das nicht, weil die anderen uns nicht geben können oder wollen, was wir erwarten.

Ich sehne mich besonders in der Zeit vor dem Jahreswechsel nach Ruhe. Statt meinem Bedürfnis nachzugehen, hatte ich mich jahrelang „gekümmert“. Ich musste – so dachte ich damals. Heute ist mir klar, dass einiges falsch lief. Ich strampelte in der Tretmühle und sah keinen Ausweg. Meinen Frust entlud ich in Streitereien mit meinem Partner.  Oh du schöne Weihnachtszeit!

Heute entwickle ich mehr und mehr ein Bewusstsein dafür, was mir wirklich wichtig ist:

  • Was brauche ich jetzt?
  • Wie kann ich mich entlasten?
  • Wo kann ich mir Hilfe holen?
  • Wie viele Geschenke brauchen meine Kinder?
  • Wie schütze ich meine Kinder vor den Werbeeinflüssen?
  • Welche Feiern sind mir wichtig, welche nicht?
  • Wo schaffe ich mir Ruhe-Oasen?
  • Essen gehen oder selber kochen?

Um wirklich zur Ruhe zu kommen, werde ich kreativ: Ich singe, male oder schreibe. Ich versuche, alle Arbeiten, wie z.B. das Einpacken der Geschenke, das Plätzchenbacken, das Kochen usw. in einer schönen Atmosphäre zu gestalten – z.B. mit etwas Kerzenlicht und Musik. Ich konzentriere mich auf mich, indem ich meditiere oder energetisch austeste, was jetzt kommen oder gehen möchte. Ich halte einen Jahresrückblick und setze mir Ziele fürs neue Jahr. Das kann man auch gut mit Kindern tun; gemeinsam das Jahr Revue passieren lassen, sich an den guten Dingen erfreuen und sich von den schlechten verabschieden. Oder raus in die Natur gehen, egal bei welchem Wetter. Ich höre immer öfter auf mein Bauchgefühl und lerne dabei zu unterscheiden, was wichtig ist und was nicht.

Ich liebe sie, die Rosen. Alle! Wenn ich richtig überlege, ist sie mir am liebsten, die kleine zarte Wildrose mit ihrem dezenten Duft und ihren Stacheln. Es ist perfekt, wie sie ist; wild und frei. Sie dient als Nahrung und trägt Früchte. Viel mehr als die Kulturrose, die so edel gezüchtet wurde, dass sie manchmal ohne Schnitt und Stütze nicht überleben kann.

Die Rose als Symbol für die Weihnachtszeit: Was zeigen uns die Dornen? Wo tut es weh, wo werden wir verletzt und was können wir dagegen tun? Wie schaffen wir es, gute Nahrung für Leib und Seele zu finden, für uns und unsere Kinder? Und letztendlich: Trägt das, was wir tun, Früchte? Geht es uns damit gut?

Ich wünsche Euch eine gesegnete Weihnachtszeit! Sie wird Segen bringen, wenn wir es schaffen, uns mit uns selbst zu verbinden. Innen- nicht außen.

Eure Monika

Gesundes Frühstück

Geht es Euch auch so? Eure Kinder mögen nur ganz bestimmte Sachen essen? Z.B. trocknes helles Brot, möglichst ohne Kruste?

Wenn Ihr Zeit habt, oder am Vorabend, könnt Ihr mit Euren Kindern eine Müslimischung vorbereiten – jeder nach seinem Geschmack aus Getreideflocken, Samen, Nüssen, Obst, Trockenfrüchten.

Granatkerne zu puhlen, ist herausfordernd, aber es gibt ja noch anderes Obst.😊 Milch drübergießen, ich liebe z.B. Hafermilch – fertig. Süße bringen Bananen und Trockenfrüchte (oder zur Not Birkenzucker). Und schon habt ihr ein vollwertiges Frühstück.

Damit das auch gegessen wird, macht es Sinn, Eure Kinder in den ganzen Prozess einzubinden. Lasst sie entscheiden, mischen, schnibbeln, Milch drübergießen.

Sie lernen dabei auch eine ganze Menge: abwägen, abmessen, neues ausprobieren, schneiden, entscheiden, abschmecken.
Das gemeinsame Tun fördert zudem die Verbundenheit untereinander und verhilft den Kindern zu mehr Selbstvertrauen und Eigenverantwortung.

Viel Spaß und Zutrauen! Vielleicht dauert es etwas, bis alles läuft. Gut Ding braucht eben Weile.

November

Ich streife gerne durch die Felder meines Heimatortes. Und wenn ich diese Wege auch schon hundert Mal gelaufen bin, sind sie doch nie gleich. Beim letzten Mal lagen noch Kürbisse, Zucchini und Kartoffeln auf den Äckern. Ein paar letzte Äpfel hingen an den Bäumen und leuchtend rote Hagebutten setzten farbige Akzente. Die Luft war ein wenig feucht. Es war nicht sonderlich kalt an diesem Novembertag. Es war still, Schwärme von Spatzen flogen auf und suchten sich neue Futterplätze. Von weitem hörte ich das Krächzen einiger Krähen. Diese Szenerie wirkte tief in mir, besonders, als sich die Sonne für einige Augenblicke durch den Dunst kämpfte.

Ich hätte es aber auch anders wahrnehmen können: „Es ist nass und trüb draußen, altes Gemüse modert auf den Feldern, es stinkt nach faulen Äpfeln und das Gekrächze der Krähen geht mir auf die Nerven. Alles stirbt.“ Wahrscheinlich hätte ich auch nicht bemerkt, dass mal kurz die Sonne herauskam.

Es stimmt ja: Der Sommer ist endgültig vorbei. Die Zugvögel fliegen in den Süden, Mensch und Tier bevorraten sich und richten die Winterquartiere her. Die Tage sind kurz, Dunkelheit und trübe Tage herrschen vor. In dieser Zeit verabschieden sich viele Menschen vom Leben. Nicht umsonst sind der Volkstrauertag und der Ewigkeitssonntag im November angesiedelt.

Und trotzdem: Diese Jahreszeit zeigt uns so viel: Die Ernte ist eingefahren, jetzt werden die Früchte verarbeitet. Sie werden gelagert, getrocknet, aufbereitet. Allein diese Tätigkeiten lassen uns zur Ruhe kommen und geben Gelegenheit, nachzudenken. Im übertragenen Sinn dürfen wir schauen, ob unser Tun Früchte getragen hat: Was habe ich dieses Jahr alles gemacht? Was war gut, was weniger? Welche Schmerzen musste ich aushalten und habe ich etwas gelernt? Was plane ich für die nächste Zeit? Wofür will ich den Winter nutzen? Komme ich zur Ruhe?

Wir haben die Wahl, wie wir mit den Gegebenheiten umgehen: Sehen wir z.B. den November als notwendiges Übel, mit dem wir uns irgendwie arrangieren müssen? Oder nehmen wir diese Zeit dankbar an, um zur Ruhe zu kommen und Kräfte zu sammeln? Den Augenblick genießen, mit der Familie und Freunden zusammen sein, erzählen, lesen, Tee trinken … dafür ist jetzt Gelegenheit. Wie in der Natur auch, ist die Saat doch schon gelegt für die kommende Saison – sie braucht aber noch die Ruhe, um richtig aufgehen zu können.

Novembersterben
Sanft legt die Natur ihre Spur. Hält Nahrung bereit für die dunkle Zeit.
Der Rest zerfällt und wartet, bis das Jahr von vorne startet.
Friedlich und dankbar will ich es wagen, den Segen hinauszutragen.
Wir sind ein Teil dessen was wächst und stirbt. In unsrer Hand liegt, wie was wirkt.



Novemberlicht
Sanft durchdringt ein Strahl den Dunst.
In Licht getaucht die Welt, erhabene Kunst.

Fotos und Texte: Monika Rauch

Stress

Wenn Du im Stress, also belastet bist, setzt Dein Organismus Hormone wie Adrenalin und Kortisol frei. Diese aktivieren den Körper und lassen ihn reagieren.

Diese Reaktionen sind erst einmal gut, denn Du kannst in Gefahrensituationen schnell und konzentriert aktiv werden. Alle nicht relevanten Funktionen werden kurzfristig abgeschaltet. In der Regel reagierst Du mit Angriff, Flucht, oder Erstarren.

Stehst Du allerdings dauerhaft unter Druck, ist Dein Körper permanent in „Habachtstellung“. Dein Körper ist überflutet mit Stresshormonen und die verursachen auf Dauer Schäden. Körperlich kann sich chronischer Stress in Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magengeschwüren, Ticks, Bluthochdruck, Gewichtszunahme usw. niederschlagen. Dauerstress wirkt sich auf Dein gesamtes System aus, Puls, Herzschlag und Atmung sind ebenso betroffen. Dein Unterbewusstes reagiert mit Gereiztheit, Abschotten, Genervtsein oder Clownerie und Hyperaktivität. Wenn Dein Stresslevel erhöht ist, bist Du weniger arbeits- und leistungsfähig. Das sieht man bei Prüfungsstress oder starkem Lampenfieber. Immer bist Du in Deiner Ganzheit betroffen, es ist schwer, so zu agieren, wie Du eigentlich gemeint bist.

Die Ursachen für chronischen Stress sind unterschiedlich: Traumata, also existenzbedrohende unverarbeitete Erlebnisse, Erwartungsdruck, Existenzängste, Krankheiten, aber auch Computerspiele oder Filme (auch Zeichentrick) könnten verursachen, dass in Deinem Körper permanent ein gefährliches Hormoncocktail wirkt.

Wenn Du also feststellst, dass Du leicht in Stress gerätst und in Nullkommanix „auf der Palme“ bist oder aber im Gegenteil, sehr lethargisch reagierst, und Du schwer da rauskommst, solltest Du handeln. Hast Du Kinder, die „hyperaktiv“ sind oder sich nur im „Schneckentempo“ bewegen, könnte das tatsächlich an Stress liegen.

1. Ursachenforschung betreiben: Was ist der ursprüngliche Stressauslöser?

  • Unzufriedenheit
  • Überarbeitung
  • Traumata
  • Erwartungsdruck
  • Angst
  • Kummer
  • Verluste
  • hoher PC-/Smartphone-/TV-Konsum
  • Überforderung
  • Familiensysteme

2. Symptome behandeln mit

  • Bewegung
  • Natur
  • Meditationen
  • Yoga
  • Sauna
  • Gesprächen
  • Reduzieren von TV und Videospielen (!!!)
  • Freies Spiel
  • Musizieren
  • Kreatives Arbeiten: handarbeiten, werken, malen, zeichnen, schreiben, kochen …
  • Geschichten erzählen

Es gibt auch andere Methoden , seinen Stress zu „bearbeiten“, z.B. durch Mißbrauch von Alkohol und Drogen, sämtliche Süchte, Schuldzuweisungen … erleichtern kurzfristig vom inneren Druck. Letztendlich stresst man sich damit noch zusätzlich; schon allein, wenn man ein schlechtes Gewissen wegen seines selbstschädigenden Verhaltens hat.

Übrigens: Man unterscheidet zwei Arten von Stress; positiven Stress (Eustress) und negativen Stress (Disstress). Bei positiven Stress bist Du in leichtem Erregungszustand, der es Dir ermöglicht, gespannt Deine „Jobs“ mit Spaß zu erledigen.

Um mehr Lebensqualität zu erhalten und um gesund zu sein, solltest Du andauernden Stress ernst nehmen und handeln.