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Ein Saunatag

Wir gehen sehr gerne in die Sauna; am liebsten nach Hanau. Dort sind wir meist 4 – 6 Stunden und lesen, schreiben und schlafen sehr viel.

Im Bistro bei Pizzabrot und alkoholfreiem Weizenbier kommt es oft zu netten Gesprächen mit anderen Saunagästen.

Zwischendurch schwitzen wir ordentlich. Mein Gefährte so richtig hart bei 90° mit diversen Aufgüssen; ich mag es lieber etwas gemäßigter bei niedrigen Temperaturen. Treffpunkt ist dann das Dampfbad.

Warum ich das alles schreibe?

Es ist eine gute Form, vom Alltag runterzukommen und Kraft zu tanken. Außerdem ist es ein körperlicher Reinigungsakt. Man schwitzt und schwemmt einiges, was sich so angesammelt hat an Schlackstoffen, Schadstoffen und/oder Keimen heraus. Natürlich sollte man viel Flüssigkeit zu sich nehmen in Form von Wasser oder gerne auch mit alkoholfreiem Bier, das mit Mineralstoffen und Elektrolyten versorgt – und schmeckt.

Ich persönlich gehe noch aus einem anderen Grund in die Sauna. Ich nutze die Zeit zur Meditation und inneren Reinigung. Ich schaue, welche Ballaste ich mit mir rumschleppe und wie ich sie auflösen kann:

  • Was habe ich letzte Woche erlebt?
  • Was ging mir nahe?
  • Was war gut?
  • Was habe ich gesagt/getan, was weniger gut war? Sollte ich jemanden um Entschuldigung bitten? Und/oder mir selbst verzeihen?
  • Wie geht es weiter privat/beruflich?
  • Welche Wünsche hab‘ ich?
  • Kann ich neue Ziele definieren?
  • Wo sollte ich umdenken?

Mittels kinesiologischem Abfragen komme ich schnell zum Kern meiner momentanen Befindlichkeiten. Manches kann ich direkt ausbalancieren. Manches braucht etwas länger (s. Methoden). Daran arbeite ich dann zuhause weiter.

Einen Tag in der Sauna zu verbringen ist für mich friedvoll und ausbalanciert. So kann ich mit neuen Anregungen und Ideen voller Kraft ins Leben hinausgehen.

Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung.

Eine friedfertige, tolerante Gesellschaft – oder: Wann ist eine Integration von Flüchtlingskindern gelungen?

Das meint dieBundesländerbeauftragte (http://www.bundesauslaenderbeauftragte.de/integration.html) zum Thema Integration:

„In einem allgemeinen Verständnis bedeutet Integration die Eingliederung in ein Ganzes, die Herstellung einer Einheit aus einzelnen Elementen oder die Fähigkeit einer Einheit, den Zusammenhalt der Teilelemente auf Grundlage gemeinsamer Werte und Normen zu erhalten. … Bezogen auf das soziale Zusammenleben bedeutet Integration, dass kulturell und anderweitig verschiedene Personen und Gruppen einer Gesellschaft gleichberechtigt zusammenleben. In diesem Zusammenhang hat Integrationspolitik die Aufgabe, Rahmen für Integration zu schaffen, d.h. Fragen der rechtlichen Gleichbehandlung anzugehen, den Abbau von Diskriminierung voranzubringen, gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung zu fördern und zu unterstützen. …“

Unsere Gesellschaft soll die Zuwanderer akzeptieren, tolerieren, Zugang zur Bildung ermöglichen und somit gesellschaftliche Chancen eröffnen. … Im Gegenzug dazu müssen die Migranten sich einfügen, gesellschaftliche Normen und Werte akzeptieren und die Landessprache erlernen. Dies soll dazu beitragen, ein persönliches Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln bzw. sich als Teil der Gesellschaft zu sehen.

In der Praxis habe ich mit Flüchtlingskindern aus verschiedenen Ländern zu tun. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell Kinder es schaffen, unsere Sprache zu erlernen. Anfangs gehen sie in Intensivklassen, doch sobald die Sprache eingermaßen sitzt, gehen sie ganz normal zur Schule. Allerdings werden sie manchmal in Klassen eingestuft, die ein bis zwei Jahre unter ihrem Altersschnitt liegen. Das ist sinnvoll gedacht, weil es mit der Sprache noch etwas hapert und der Unterrichtsstoff der vorherigen Schulen nicht bekannt ist. Manche Kinder, die bereits in der Pubertät sind, sind mitunter mit Grundschulkindern in einer Klasse. Die Interessen könnten unterschiedlicher nicht sein, so ist es schwierig mit der gegenseitigen Annäherung.

Da es eine große Anzahl an geflüchteten Familien gibt, sind in Schulen und Kindertagesstätten momentan viele Kinder, die die arabische Sprache sprechen. Die Religion ist meist muslimisch. Das Bildungsniveau ist sehr unterschiedlich; von akademisch, mittelständig oder bildungsfern, ist alles vertreten.

Im Alltag ist es nicht immer leicht, mit den Herausforderungen, die die unterschiedlichen Kulturen mit sich bringen, klarzukommen. Wenn Kinder neu in der Einrichtung sind, bekommen sie normalerweise eine Eingewöhnung, was allerdings aufgrund der Sprachhürde etwas schwierig ist.

Da die Mehrzahl der Migrantenkinder arabisch spricht, bilden sich Cliquen, aus rein diesen Kindern. Das ist sehr verständlich, wegen der Sprache, der Religion und Kultur und dem, was die Kinder bereits erlebt haben. Sie spielen, basteln, malen zusammen oder die Jungs spielen Fußball. Leider nur untereinander. So kommt es bereits zu Rivalitäten zwischen ihnen und den „Einheimischen“. Sie treten in Konkurrenz miteinander und es kommt zu fremdenfeindlichen Äußerungen auf beiden Seiten.

Unser Job ist es, vermittelnd einzutreten, Grenzen zu setzen und klare Regeln aufzustellen, z.B.: auf dem Fußballplatz gibt es „gemischte“ Gruppen.

Das Wichtigste ist jedoch die Kommunikation:

  • Vermitteln, dass Deutsch das Verständigungsmittel für alle ist.
  • Gleichzeitig ist es wichtig, die eigene Sprache zu sprechen, das gibt Sicherheit.
  • Heimische Regeln und Normen vermitteln.
  • Erzählen lassen, wie man in den anderen Ländern lebt. Z.B. Wie ist es da in der Schule? Warum tragen manche Mädchen ein Kopftuch? Welche Regeln gibt es dort?
  • Flüchtlingserfahrungen aufarbeiten, im Einzelgespräch oder in der Kleingruppe.

Um die Kinder gut zu integrieren, sollten wir auch bedenken und berücksichtigen, dass manche von ihnen traumatisiert sind. D.h. sie mussten lebensbedrohliche Erfahrungen machen, die bearbeitet werden sollten.

Je weiter der Spracherwerb der einzelnen fortschreitet, um so einfacher wird die Verständigung; manche Kinder sprechen schon so gut deutsch, dass sie als Dolmetscher helfen können.

Angst vor dem Fremden, dem anderen, ist einer der Hauptgründe der Fremdenfeindlichkeit. Diese macht auch vor Kindern keinen Halt. Daher sind Gespräche zwischen allen Beteiligten das A und O. Am besten mit einer Brise Humor gewürzt. Beim Witzeerzählen und gegenseitigen Übersetzen haben wir uns schon vor Lachen gebogen, auch wenn wir manchmal nicht so recht wussten, warum man da lacht. Aber wir haben bemerkt, wir sind uns doch alle recht ähnlich: Wir machen gerne Quatsch, versuchen uns manchmal über Grenzen hinwegzusetzen oder spielen gut und gerne Fußball …

Für mich sind Kinder Kinder und Menschen sind Menschen. Schaut man erst einmal hinter die Kulissen, wird klar, dass wir alle doch sehr ähnlich ticken. Hinter für uns befremdliches Verhalten stehen Erfahrungen und Erlebnisse, die wir nur verstehen können, wenn wir kommunizieren. Wenn Kinder weinen, wenn sie die Sirene vom Feueralarm hören, können wir vielleicht ermessen, was sie vorher erlitten hatten. Wenn Jungs meinen, ihr Geburtsrecht sei es, Mädchen und Frauen zu drangsalieren, sollten wir das Wissen im Hinterkopf haben, dass sie in einer Männergesellschaft aufgewachsen sind. Natürlich müssen wir ihnen diesen Zahn ziehen, liebevoll und bestimmt. Wenn Mädchen ein Kopftuch tragen, ist das für sie eine Selbstverständlichkeit, ein Ausdruck ihrer Religiosität und ihrer Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft. Das gibt Sicherheit. Wir sehen darin vielleicht ein Zeichen der Unterdrückung von Frauen. Das ist aber unsere Sichtweise. Unser Grundgesetz sieht die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor (zumindest auf dem Papier); unsere Aufgabe ist es, dies durch unser Verhalten vorzuleben.

Eine gute Integration gelingt, wenn wir klar sind in dem, was wir tun. Wir, als „KindergärtnerInnen“ legen Samen bei allen Kindern. Diese müssen gegossen und gehegt werden: Wir kommunizieren immer und immer wieder mit allen Seiten, erklären und klären, versuchen Rivaliäten abzubauen und Gemeinsamkeiten zu finden. Wir bieten Projekte und Gespräche an, die Möglichkeiten zur Annäherung schaffen. Wir leben Demokratie, lassen die Kinder mitentscheiden und abstimmen. Auch sollten wir auch uns selbst evaluieren:

  • Wie weit leben wir selbst Demokratie?
  • Wie sieht unser Frauenbild und Männerbild aus?
  • Wie tolerant sind wir selbst?
  • Was können wir lernen?
  • Welche Ängste haben wir bei Fremden?

Eine Brücke zu bauen, die eine gegenseitige Verbindung schafft, die Resourcen jedes einzelnen Kindes, egal welcher Herkunft, zu erkennen und zu fördern, ist unser täglich Brot in der Pädagogik. Das, was wir im „Kleinen“ mit den Kindern erleben und lernen, könnten wir auch im „Großen“ also in der Gesellschaft, nutzen: Die Ressourcen jedes einzelnen Menschen individuell fördern um eine tolerante, vielfältige, angstfreie und freiheitliche Gesellschaft zu gestalten.

Osternacht – Magie, die dem Augenblick innewohnt

Glockengeläut. Tief in meinem Inneren schwingt etwas mit.

An Ostern feiern wir die Auferstehung von Jesus – und die Möglichkeit, die sich daraus für uns ergibt.

Auferstehung?

Für mich eine Zeit, über den Lebens-(Un-)Sinn nachzudenken.

Stille einkehren lassen. Zur Ruhe kommen, gerne bei Kerzenschein und einem Glas Sekt.

Eine Reise nach innen, um daraus gestärkt hervorzugehen: Bewusst werden, wer ich bin und dass ich ein Teil des Kosmos‘ bin. Dankbar sein.

Glockengeläut. Ein magischer Moment.

Vielleicht ist das auch Auferstehung?

Ich wünsche allen meinen Freunden und Bekannten und meiner Familie eine gute Osterzeit, angefüllt mit vielen wunderbaren und magischen Momenten.

Ausflug zur Kinder- und Jugendfarm

Die herbstliche Jahreszeit ist eine gute Gelegenheit, die Kinder- und Jugendfarm kennenzulernen. Die Farm liegt in Feldrandlage in Maintal-Hochstadt. Die Kinder- und Jugendfarm ist als Verein konzipiert und lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Zu den Öffnungszeiten ist immer jemand da, der erklärt und unterstützt. An manchen Wochenenden wird dort ein Übernachtungslager für Eltern- und Kinder angeboten. Außerdem kann man dort auch Kindergeburtstage feiern. Auf dem Gelände gibt es einiges zu erkunden und zu tun:

Bogenschießen Jeder hat drei Schuss frei, dann muss man sich wieder hinten anstellen. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf eine Runde aussetzen.

Bauen Sägen, hämmern und anmalen – an einer Hütte arbeiten oder etwas Anderes kreieren …

… Über die Hügel rennen, verstecken, Rollen spielen, im Baumhaus klettern, schaukeln, wippen, springen, säen und pflanzen …

… und wilde Tiere beobachten und wieder freilassen.

Ein Highligth ist das große Lagerfeuer mit Stockbrot

Anfangs sind manche Kinder etwas verunsichert: Was soll ich denn hier machen? Also erstmal vorsichtig das Terrain sondieren … und auf einmal hat man etwas für sich entdeckt. Einige Kinder finden neue Spielgefährten, andere beschäftigen sich mit Dingen, für die sie bisher kein Interesse hatten. Insgesamt ist es sehr harmonisch und ruhig. Es ist ja auch mittlerweile erforscht, dass Betätigung in der freien Natur die Sinne beruhigt. Das liegt u.a. am Sonnenlicht, der frischen Luft, der Erde, am Geruch, den Farben und den Naturgeräuschen. Wer entspannt ist, kann kreativ und im Flow sein. Das konnte ich immer wieder beobachten.

Ich empfehle sehr gerne diese Einrichtung. Kinder bekommen hier ein Stück Freiheit geschenkt fern von Konsum- und Medienterror.

Aus dem Vereins-Flyer (unbezahlte Werbung):


Erkenntnisse auf Mallorca IV – Auf Wiedersehen!

Tour: Cala Millor – Puig de Randa – Cala Pi

Diesmal ging es ins Landesinnere zu Mallorcas einzigem Tafelberg, wieder eine kurvige Straße mit den unermüdlichen Radfahrern, die wir lässig überholten. Oben stehen eine restaurierte Klosteranlage und ein paar unschöne Antennen. Der Blick aufs Flachland war fast klar, wir konnten gut bis Palma und zum Gebirge blicken:

Das gestrige Gala-Dinner machte uns noch zu schaffen, so suchten wir nach einer geeigneten Ruhestätte und fanden diese in der Cala Pi, einer fjordähnlichen Bucht, leider ohne Toiletten in der Nähe (es gibt kleine Felsvorsprünge …). Dort legten wir uns windgeschützt in den Sand und verbrachten einen beschaulichen Nachmittag. Hierher werden wir bestimmt noch mal kommen und in einem der kleinen Hotels übernachten.Unser letzter Tag auf Mallorca ging zuende, abends aßen wir in Puerto Christo am Hafen, das war ein guter Abschluss mit schönem Ausblick!

Leider geht jede Reise einmal zuende, so ging es auch uns. Wir genossen noch einmal die frische grüne Landschaft auf der Fahrt zum Flughafen. Wir wissen, im Herbst sind wir wieder da, wahrscheinlich mit Domizil an der Cala Pi.

Welchen Gewinn hat/te diese Reise für mich?

  • Ich lernte Geduld zu haben und meinem Partner zu vertrauen, also beim Autofahren. 🙂
  • Die Farben, die Sonne, das Meer, die Luft … streichelten meine Seele und beruhigten mich.
  • Ich bin nicht traurig, weil die Reise zuende ist – ich freue mich, dass ich mit neuer Kraft in den Alltag gehen kann.
  • In meinem Kopf haben sich viele neue Ideen für meinen Blog, meine Coachingpraxis und meine Kunst gebildet – ich werde sie in die Tat umsetzen. Ich habe also neue Ziele, die ich mir gleich aufschreiben werde.
  • Im Hotel oder auch in den Restaurants wurde mir bewusst, wieviel Plastik-Verpackungen im Umlauf sind, sogar den Zucker gab es nicht mehr in Tütchen aus Papier, sondern aus Plastik. Ich werde meinen Plastikverbrauch senken. Also noch ein Ziel.
  • Zwischendurch las ich im Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés und gewann neue Einsichten. Wahrscheinlich schreibe ich demnächst darüber oder drehe ein Video. Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen, mich mehr zu bewegen um mich etwas zu straffen – diese Abnehmerei ist mir einfach zu blöde. Ich gehe gleich schwimmen und das dann zwei bis drei mal die Woche. Schon wieder ein Ziel.
  • Die innere Leichtigkeit, die sich mir während der Reise erschloss, behalte ich als Grundgefühl bei.

So einfach ist das alles! Einfach machen. Ich wünsche Euch eine gute Zeit! Durchstöbert meine Homepage und hinterlasst, wenn Ihr mögt, einen netten Kommentar. Eure Monika

Erkenntnisse auf Mallorca III

Sa Coma: Ruhetag! Nach einem reichhaltigen Frühstück waren wir rechtschaffen müde. Also erstmal ein Domizil am Pool aufschlagen – nein, wir reservieren keine Liegen! Temperatur war um die 20°C, es war sonnig mit frischem Wind. Mit dem Gesicht in der Sonne dösten wir ein. Dann wurde es zu warm. Also Sonnenschirm auf, aber wie funktioniert das blöde Ding? Nachdem ich an allen möglichen Schnüren zog, tat sich nix und ich legte mich ermattet nieder. Dann kam der Retter in der Not, ein gutaussehender Herr mit grauen Schläfen, und zog die richtige Leine, et voilá: Ich lag im Schatten! Nach einiger Zeit war es zu kalt; gut, dass meine Jacke griffbereit war. Lesen, schreiben, dösen, sonnen, meditieren … jetzt wollten wir uns aber bewegen!

Also Strandpromenade checken: Tote Hose! Es war noch etwas früh in der Saison, wenige Bars und Geschäfte hatten geöffnet. Gut so, da wir eh unsere Ruhe haben wollen! Jetzt ging es endlich runter ans Wasser, brrr, schön kalt mit ca. 16°C. Wir liefen die kleine Bucht ab und gingen noch ein paar Schritte einen Wanderweg. Da gab es einiges zu sehen:

Flora

Et Fauna

An diesem Tag hatten wir noch lustige Gespräche in der Sauna. Mein Reisegefährte wurde dort zum Wedeln verpflichtet, weil wir Frauen anatomisch dazu nicht in der Lage seien.

Abends (fr)aßen wir uns beim riesigen Gala-Dinner durch: lecker, lecker! Und mussten dieses schweratmend mit einem Carlos Primero verdauen:

Gut, dass es dazu Nüsschen für den kleinen Hunger gab! Ich überlegte, wie ich die acht Stunden bis zum Frühstück ohne zu essen durchhalten sollte.

An diesem Tag hatte ich auch einiges gelernt, ich frage mich nur, was.

Z.B.?:

  • Es gibt Tiere auf Mallorca – und Pflanzen.
  • In der Sonne kann’s warm werden und im Schatten kalt.
  • Jacken kann man als Kopfkissen und zum Anziehen benutzen.
  • Beim Gala-Dinner sollte man sich nicht über(fr)essen.
  • Ein Carlos hilft in vielen Lebenslagen.
  • Ein Ruhetag ist gemütlich.
  • Im Hotel ist Fahrradfahren verboten.
  • Ausruhen kann in Stress ausarten.
  • Morgen geht’s wieder auf Tour.

Erkenntnisse auf Mallorca II

Tour: Cala Millor – Puig de Sant Salvador – Felanitx – Cala Serena – Cala Figuera
Diesmal ging es die Ostküste herunter auf der Ferienstraße. Angeblich würde diese direkt an der Küste entlang führen, aber das Navi wollte nicht. Wir versuchten es auf eigene Faust und landeten in irgendwelchen Sackgassen zwischen Touri-Bunkern. Also wieder auf die Ferienstraße, die durch hügelige Landschaften führt. Und da kamen unsere (schon wieder) leicht gereizten Nerven zur Ruhe: Olivenbäume, Pinien, Felder und Wiesen übersäht mit gelben und weißen Blüten.

Das erste Ziel war Puig de San Salvador, einem Aussichtspunkt und altem Kloster auf dem über 500 m hohen Hausberg von Felanitx. Wieder schlängelte sich eine schmale Straße serpentinenartig den Berg hoch bzw. runter. Und wieder etliche Radfahrer, die wir routiniert überholten. Oben angekommen, war (wenn auch etwas diesig) der Blick aufs Flachland die Reise wert:

Unser nächstes Ziel war die Keramik-Manufaktur ‚Cerámicas Mallorca‘ in Felanitx. Der Weg hat sich gelohnt:

Von außen ein ansprechendes Haus mit Schaufenstern und einer Holztür. Innen eröffnet sich ein liebevoll eingerichteter Verkaufsraum. Die Besitzerin Francisca führte mich durch ihre Werkstatt und dabei kamen wir ins Gespräch. Das Unternehmen wurde von ihrem Vater gegründet und hatte um die 80 Angestellte. Zunächst führten ihre Geschwister die Firma weiter und danach sie. Heute bekommt sie Unterstützung von ihrem Mann und zwei pensionierten ehemaligen Mitarbeitern, die leichtere Arbeiten und teilweise das Anmalen übernehmen. Ab und zu kommen Schulklassen zu Workshops.

Wenn man gute Keramik produzieren will, muss vieles beachtet werden: Die geformte Tonmasse muss vorsichtig getrocknet werden, bevor sie bei Temperaturen bis über 1000° C gebrannt wird. Das Glasieren ist noch mal eine extra Prozedur und das Auskühlen dauert Tage. Diese Arbeit ist ein Kunsthandwerk und jede Tasse, jeder Teller ist ein Unikat.

Wir unterhielten uns sehr angeregt, wie bereichernd Kunst im Leben ist. Würden alle Menschen das tun, was sie lieben, also mit Herzblut dabei sein, müsste sich keiner bei der Arbeit quälen. Für Francisca ist ihre Arbeit ihre Leidenschaft, ihre ‚pasión‘. Sie musste aus Altem Neues schaffen; die Firma umstrukturieren und ihr neues Leben einhauchen.

Ich empfehle einen Besuch der Manufaktur, im Sortiment sind u.a. Teller, Tassen, Schüsseln, Platten und bemalte Kacheln. Alles im mallorquinischen Stil mit modernen Elementen. Die Preise sind moderat, die Ware ist hochwertig und einfach schön.

Nächstes Ziel war „eigentlich“ Cala Figuera. Allerdings kamen wir an ein Schild vorbei: Cala Serena. Ich meinte zu meinem Reisegefährten, dass ich dort vor über 30 Jahren als Kinderanimateurin gearbeitet hätte. Was ihn veranlasste, sofort dort hinzufahren. Ich wusste gar nicht so recht, wie mir geschah. Plötzlich standen wir vor dem Clubhotel – ich war ziemlich aufgeregt und musste mehrmals tief durchatmen, bis ich es schaffte, das Gelände zu betreten. Viele schöne Erinnerungen verbinden mich mit dem Ort. Noch heute träume ich von dieser unbeschwerten Zeit. Drinnen, an der Rezeption, war es dann sehr einfach. Wir unterhielten uns mit einer sehr freundlichen Dame, die dort seit über 30 Jahren arbeitet. Sie kannte einige Kollegen von damals und konnte mir ein wenig von ihnen berichten. Im Club erinnerte kaum noch etwas an früher. Das Meiste war umgebaut und saniert, sehr nobel. Auch die Animation ist wesentlich dezenter als früher. Wir mussten mehr oder weniger laut auf uns aufmerksam machen: „Hallo, ich bin die Moni vom Miniclub. Magst du uns dort besuchen?“ Mittags gab es den Clubtanz „Urlaubsreif, das ist die beste Jahreszeit …“ Und abends war Show auf der Bühne; da war ich am allerliebsten (bin ich immer noch gerne).

Tolles Haus, ohne Zweifel, doch mag ich auf meinen Reisen lieber Land und Leute kennenlernen. So ein Cluburlaub ist sicherlich sehr bequem und entspannend, aber man ist doch irgendwie auf einer Insel. Als wir wieder im Auto saßen, war ich sehr froh, dass ich dort gewesen bin. Es war sozusagen ein kleine nostalgische Rückschau auf meine junge Zeit.

Am Nachmittag kamen wir gerade richtig an, um den Fischern beim Ausladen zuzuschauen. Cala Figuera ist einfach zauberhaft:

Was hat mir dieser Tag gebracht? Welche „Erkenntnisse“ konnte ich mitnehmen?

  • Radfahrer lassen sich gut überholen. Ich kann dabei ruhig weiteratmen.
  • Keramikarbeit ist ein Kunsthandwerk.
  • Francisca ist eine nette Frau auf meiner Wellenlänge.
  • Heute wird nur noch dezent animiert.
  • Ich bin immer noch die junge Frau von damals, nur mit mehr Erfahrungen.
  • Die Rezeptionistin war auch auf meiner Wellenlänge.
  • Cala Figuera ist ein wundervoller Platz, um runterzukommen.

Ein ereignisreicher Tag ging zuende. Das Leben ist wunderbar!

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Was man auf Mallorca lernen kann

Tour Palma Aeropuerto -Valldemossa – Soller – Lluc – Sa Coma … tolle Kulisse bei aufregender Fahrt im Tramatura-Gebirge. Wir haben locker 1000 Radfahrer überholt. Viel Aufregung, als wir hinter einigen Autos herkrochen, die nicht überholten. Und noch mehr Aufregung, als wir die Radler-Rudel überholten. Dabei nutzt die Aufregung niemanden.

Ich frage dann: Was kann ich aus dieser Situation lernen? Wie kann ich sie für mich nutzen?

So hatten wir Zeit, die atemberaubende Landschaft wahrzunehmen und den Moment zu genießen. Und wir übten uns in Geduld , indem wir auf den richtigen Überhol-Moment warteten. Das Stärkste, was wir jedoch erfuhren, war die Zuversicht, dass schon nix passieren würde, das nenn‘ ich Vertrauen. All‘ das passierte an einem einzigen Tag. Was für ein Gewinn! *

Schlecht drauf, oder was?

Was tun, wenn man nicht so in die Pötte kommt? Wie komme ich in die Leichtigkeit?
In Leichtigkeit leben

Kennen Sie das auch? Samstag morgens, Sie haben sich so einiges für den Tag vorgenommen: Das erledigen, was die Woche über liegengebliegen ist. Sie wachen auf und wollen am liebsten weiterschlafen. Sie nehmen Ihr Smartphone in die Hand, doch irgendwann müssen Sie mal müssen. Der Blick auf die Uhr verrät Ihnen, dass sie schon 2 Stunden „gedaddelt“ haben. Mist, nix Produktives geleistet! Schnell wieder ins Bett. Schlafen. Oder doch Handy? Das schlechte Gewissen siegt (vielleicht) aber nichts geht locker von der Hand. Es dauert ewig, bis Sie sich fertig gemacht haben. Alles fällt schwer. Und dann kommt Ihr Partner und macht Ihnen Vorhaltungen. Wo Sie sich doch selber schon nicht leiden können. Streit ist vorprogrammiert. Weil es Ihrem Partner vielleicht ähnlich geht. Auch so ein mieser Anfang. …

Wie aber raus aus dem Schlechte-Laune-Modus und rein in die Leichtigkeit?

  • Wochenende = Erholungszeit – Machen Sie es sich bewusst, dass Ihr Geist und Ihr Körper die ganze Woche über zu tun hatten, also auch mal runterfahren müssen.
  • Schreiben Sie eine Arbeitsliste. Das hilft, die Übersicht zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Schrauben Sie Ihre Erwartungen an sich und andere runter, so können Sie Enttäuschungen vermeiden.
  • Fokussieren Sie sich auf sich: Was ist für mich momentan am wichtigsten? Was bringt mir Befriedigung? Schauen Sie, was Sie wollen. Sie müssen nicht den Erwartungen der anderen entsprechen.
  • Erden Sie sich. Gehen Sie in die Natur und bewegen sich dabei: in den Wald, in den Tierparkt, in den Garten oder auch in ein Gartencenter. Frische Luft, Wind, Sonne, Wolken, Vogelgezwitscher helfen uns, wieder zu uns selbst zu finden. Wir sind dem Ursprünglichen nahe und werden nicht durch Hausmauern eingegrenzt. Indem Sie außen in die Freiheit gehen, kommt die innere Freiheit leichter zurück.
  • Seien Sie kreativ: Malen, Gedichte schreiben, musizieren, eine Hütte mit den Kindern bauen, ein Beet liebevoll gestalten, ein neues Rezept probieren. Kreativität bringt Sie in den Flow. So können auch die unangenehmeren Arbeiten leichter von der Hand gehen.
  • Finden Sie den Spaß an unattraktiven Arbeiten, z.B. kann man beim Bügeln wunderbar seinen Gedanken nachhängen.
  • Balancieren Sie sich aus. Mittels Yoga, Meditationen oder Fragetechniken (z.B. von Sea-Balance) „rücken“ Sie den Fokus wieder auf sich.

Vielleicht sind/waren Sie auch nur „schlecht drauf“, weil Sie die ganze Woche über zu viel auf die anderen geschaut und sich dabei aus den Augen verloren haben? Vielleicht nehmen Sie auch vieles sehr schwer? Ich behaupte, dass das Leben leicht gemeint ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne, leichte Zeit.

Ihre Monika Rauch


Wann wohl das Leid ein Ende hat?

Über Kummer und Leid Teil II

Im ersten Teil des Blogs schrieb ich darüber, dass das Leid in unserer Kultur einen großen Stellenwert hat. Um zu lernen, müssen wir aber nicht leiden, sondern können ebenso aus guten Erfahrungen schöpfen.

Heute schreibe ich über den Kummer, den viele Menschen mit sich herumtragen. Traurigkeit, Depression, Krankheit, für die es viele Ursachen gibt. Oft sind sie in der Kindheit zu finden. Manchmal übernimmt man auch die Empfindungen von anderen Menschen, man trägt sozusagen deren Päckchen. Manches ist ererbt.

Jede/r, die/der diesen Kummer hat, hat mein volles Mitgefühl. Manchmal jedoch beschleicht mich ein Verdacht: Kann es sein, dass man gar nicht raus will aus der Nummer? Wie ist das, wenn man feststeckt und keinen Ausweg sieht? Oft resigniert man und richtet sich, so gut es eben geht, darin ein. Er/sie will nur noch seine/ihre Ruhe. Was auch verständlich ist.

Wir meinen: „Der Arzt hat gesagt, man sei unheilbar krank und dann gibt es nun mal keinen Ausweg.“ „Ich bin krank und das ist ererbt.“ „Forscher haben festgestellt, dass man Depressionen am besten mit Medikamenten behandelt.“ „Die Wissenschaft hat festgestellt, das Coca-Cola Fett enthält!“ „Ich bin übergewichtig weil ich undiszipliniert bin.“ „Ich habe Unfälle, weil ich tollpatschig bin.“ „Ich ziehe eben immer wieder die falschen PartnerInnen an.“ …

Das Wort ist sehr mächtig: Das, was uns gesagt wird oder was wir glauben, leben wir gerne. Jemand sagt etwas und wir richten uns danach. Wir geben klein bei, weil diese Tatsachen irgendwo festgemeißelt scheinen; besonders, wenn studierte Leute etwas behaupten. Oder die Eltern sagen im Nebensatz, dass wir als Kinder so oder so sind oder irgendetwas nicht können. Und schwupp: Wir verinnerlichen das und leben es mitunter unser Leben lang. Das nennt man Glaubenssätze.

Ich behaupte, Krankheiten, Unfälle, schwierige Lebenssituationen passieren nicht zufällig (darin bin ich nicht allein, siehe z.B. die Bücher von Detlefsen/Dahlke „Krankheit als Weg“, von Luise Hay „Krankheit als Sprache der Seele“) . Sie weisen auf eine tieferliegende Ursache hin. In der Psychosomatik gibt es immer ein inneres Gegengewicht zur äußeren Erscheinung. Hat man z. B. Rückenschmerzen, könnte man fragen, wer einem den Buckel runterrutschen kann.

Jedes stark-emotional Erlebte (z.B. Traumata, Schrecksekunden, Streit, Angst…) kann dazu führen, dass man dissoziiert, wie es Traumapädagogen nennen. D.h. man spaltet einen Teil von sich ab, der dann nicht mehr zur Verfügung steht. Das kann schnell gehen, besonders wenn es mit heftigen Gefühlen zu tun hat. Mit vielen Methoden, z.B. Gesprächstherapien, Yoga, Meditation ist es möglich, sich auf sich selbst zu konzentrieren und inneres Gleichgewicht zu erlangen. Mir helfen die Kulturtechniken Sea-Balance und Baby-Healing schnell und effiezient, „ganz“ zu werden.

Im Leiden zu verharren ist keine Option, das hat was von Vogel-Strauß-Politik: Den Kopf in den Sand stecken und warten, bis sich alles beruhigt hat. Ich glaube, dass viele verharren und/oder resignieren, weil sie ihre Macht an andere (dem Arzt, dem Guru, dem Lehrer, dem Gatten …) abgegeben haben und so zum Spielball werden. Was kann helfen? Alternativen suchen, d.h. Focus auf sich legen, nicht vom eigenen Leben ablenken lassen, indem man auf die Anderen schaut. Sind Sie einfach Sie selbst in innerer Freiheit und: Fangen Sie an, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Niemand kann ein Heilsversprechen abgeben; allerdings haben Sie es in der Hand, über Ihr Denken und Leben zu bestimmen. Wahrscheinlich wird dadurch eine Besserung eintreten, weil Sie Macht und Würde über sich erlangen.

In einem Lied von Ilse Weber heißt es „… wann wohl das Leid ein Ende hat – wann sind wir wieder frei …? Auch wenn sich das Lied auf etwas anderes bezieht, meine ich, dass die Aussage so richtig ist: Wenn das Leid beendet ist, dann sind wir frei.

Fotos/Bilder: Monika Rauch