Erkenntnisse auf Mallorca II

Tour: Cala Millor – Puig de Sant Salvador – Felanitx – Cala Serena – Cala Figuera
Diesmal ging es die Ostküste herunter auf der Ferienstraße. Angeblich würde diese direkt an der Küste entlang führen, aber das Navi wollte nicht. Wir versuchten es auf eigene Faust und landeten in irgendwelchen Sackgassen zwischen Touri-Bunkern. Also wieder auf die Ferienstraße, die durch hügelige Landschaften führt. Und da kamen unsere (schon wieder) leicht gereizten Nerven zur Ruhe: Olivenbäume, Pinien, Felder und Wiesen übersäht mit gelben und weißen Blüten.

Das erste Ziel war Puig de San Salvador, einem Aussichtspunkt und altem Kloster auf dem über 500 m hohen Hausberg von Felanitx. Wieder schlängelte sich eine schmale Straße serpentinenartig den Berg hoch bzw. runter. Und wieder etliche Radfahrer, die wir routiniert überholten. Oben angekommen, war (wenn auch etwas diesig) der Blick aufs Flachland die Reise wert:

Unser nächstes Ziel war die Keramik-Manufaktur ‚Cerámicas Mallorca‘ in Felanitx. Der Weg hat sich gelohnt:

Von außen ein ansprechendes Haus mit Schaufenstern und einer Holztür. Innen eröffnet sich ein liebevoll eingerichteter Verkaufsraum. Die Besitzerin Francisca führte mich durch ihre Werkstatt und dabei kamen wir ins Gespräch. Das Unternehmen wurde von ihrem Vater gegründet und hatte um die 80 Angestellte. Zunächst führten ihre Geschwister die Firma weiter und danach sie. Heute bekommt sie Unterstützung von ihrem Mann und zwei pensionierten ehemaligen Mitarbeitern, die leichtere Arbeiten und teilweise das Anmalen übernehmen. Ab und zu kommen Schulklassen zu Workshops.

Wenn man gute Keramik produzieren will, muss vieles beachtet werden: Die geformte Tonmasse muss vorsichtig getrocknet werden, bevor sie bei Temperaturen bis über 1000° C gebrannt wird. Das Glasieren ist noch mal eine extra Prozedur und das Auskühlen dauert Tage. Diese Arbeit ist ein Kunsthandwerk und jede Tasse, jeder Teller ist ein Unikat.

Wir unterhielten uns sehr angeregt, wie bereichernd Kunst im Leben ist. Würden alle Menschen das tun, was sie lieben, also mit Herzblut dabei sein, müsste sich keiner bei der Arbeit quälen. Für Francisca ist ihre Arbeit ihre Leidenschaft, ihre ‚pasión‘. Sie musste aus Altem Neues schaffen; die Firma umstrukturieren und ihr neues Leben einhauchen.

Ich empfehle einen Besuch der Manufaktur, im Sortiment sind u.a. Teller, Tassen, Schüsseln, Platten und bemalte Kacheln. Alles im mallorquinischen Stil mit modernen Elementen. Die Preise sind moderat, die Ware ist hochwertig und einfach schön.

Nächstes Ziel war „eigentlich“ Cala Figuera. Allerdings kamen wir an ein Schild vorbei: Cala Serena. Ich meinte zu meinem Reisegefährten, dass ich dort vor über 30 Jahren als Kinderanimateurin gearbeitet hätte. Was ihn veranlasste, sofort dort hinzufahren. Ich wusste gar nicht so recht, wie mir geschah. Plötzlich standen wir vor dem Clubhotel – ich war ziemlich aufgeregt und musste mehrmals tief durchatmen, bis ich es schaffte, das Gelände zu betreten. Viele schöne Erinnerungen verbinden mich mit dem Ort. Noch heute träume ich von dieser unbeschwerten Zeit. Drinnen, an der Rezeption, war es dann sehr einfach. Wir unterhielten uns mit einer sehr freundlichen Dame, die dort seit über 30 Jahren arbeitet. Sie kannte einige Kollegen von damals und konnte mir ein wenig von ihnen berichten. Im Club erinnerte kaum noch etwas an früher. Das Meiste war umgebaut und saniert, sehr nobel. Auch die Animation ist wesentlich dezenter als früher. Wir mussten mehr oder weniger laut auf uns aufmerksam machen: „Hallo, ich bin die Moni vom Miniclub. Magst du uns dort besuchen?“ Mittags gab es den Clubtanz „Urlaubsreif, das ist die beste Jahreszeit …“ Und abends war Show auf der Bühne; da war ich am allerliebsten (bin ich immer noch gerne).

Tolles Haus, ohne Zweifel, doch mag ich auf meinen Reisen lieber Land und Leute kennenlernen. So ein Cluburlaub ist sicherlich sehr bequem und entspannend, aber man ist doch irgendwie auf einer Insel. Als wir wieder im Auto saßen, war ich sehr froh, dass ich dort gewesen bin. Es war sozusagen ein kleine nostalgische Rückschau auf meine junge Zeit.

Am Nachmittag kamen wir gerade richtig an, um den Fischern beim Ausladen zuzuschauen. Cala Figuera ist einfach zauberhaft:

Was hat mir dieser Tag gebracht? Welche „Erkenntnisse“ konnte ich mitnehmen?

  • Radfahrer lassen sich gut überholen. Ich kann dabei ruhig weiteratmen.
  • Keramikarbeit ist ein Kunsthandwerk.
  • Francisca ist eine nette Frau auf meiner Wellenlänge.
  • Heute wird nur noch dezent animiert.
  • Ich bin immer noch die junge Frau von damals, nur mit mehr Erfahrungen.
  • Die Rezeptionistin war auch auf meiner Wellenlänge.
  • Cala Figuera ist ein wundervoller Platz, um runterzukommen.

Ein ereignisreicher Tag ging zuende. Das Leben ist wunderbar!

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Veröffentlicht von

Monika Rauch

Ich begleite Prozesse bei Familien Als Coachin begleite ich Sie als Mütter, Väter und Ihre Kinder, sowie Großeltern in besonderen Lebenssituationen. Mögliche Themen sind: Ängste, Blockaden, Stress, Mobbing, Streitigkeiten, Trennungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Sinnfragen. Gemeinsam erarbeiten wir neue Ziele und Strategien, um Veränderungen zu erreichen. Ich arbeite hauptsächlich mit den Techniken Sea-Balance und Baby-Healing nach ulriqe.de. Mittels kinesiologischer Abfrage werden Problematiken, versteckte Gefühle, Blockaden und verhindernde Glaubenssätze ermittelt und schnell und unkompliziert gelöscht bzw. transformiert. Diese Techniken gebe ich ihnen mit auf den Weg, so dass Sie selbständig weiterarbeiten können. Als Fortbildnerin begleite ich Prozesse von PädagogInnen, LehrerInnen, Kitas und Schulen. Ich unterstütze Sie bei der Gestaltung von Elternabenden, gebe Impulsvorträge und Seminare zum Thema Selbstbemächtigung mit dem Schwerpunkt der Portfolio-Arbeit. Als Künstlerin bin ich selbst im Prozess. Ich singe male, zeichne, schreibe, fotografiere, dichte, töpfere, schauspiele. Dabei tobe ich mich kreativ aus. Mit meiner Kunst drücke ich mich aus, sie schenkt mir Zufriedenheit und zeigt mir den Weg zu mir selbst. Künstlerisches Tun fließt immer in meine Arbeit mit ein. Ich arbeite ganzheitlich, religionsunabhängig und sektenfrei.

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