Grüne Tomaten

Kennt Ihr noch den Film „Grüne Tomaten“ mit Julia Roberts in einer Hauptrolle? Der Film spielt in Alabama im Whistle Stop Cafe. Dort treffen sich die Menschen und die Handlung entspinnt sich. Das landestypische Gericht frittierte grüne Tomaten wird wird neben den Dramen des Lebens gebacken und serviert.

Rezept aus Alabama Die noch unreifen grünen Tomaten werden in Scheiben geschnitten, gewürzt, paniert und in Fett ausgebacken. Sie werden oft mit einem Käsedipp serviert oder pur genossen.

Der Sommer ist vorbei und ich hab‘ mir Gedanken gemacht, wohin mit den vielen noch unreifen grünen Tomaten.

Nachreifen lassen

Tomaten reifen am liebsten im Dunkeln nach. Am besten geht das in Kombination mit Äpfeln und/oder Bananen. Diese geben Ethylen-Gas ab und signalisieren den Tomaten zu erröten. Manchmal klappt es – manchmal nicht.

Von einer älteren Freundin habe ich gerade den Hinweis erhalten, dass ihre Eltern die grünen Tomaten in einen Korb mit Torf gelegt hätten – diese wären gänzlich bedeckt worden. Der Korb stand im warmen Raum und es dauerte etwa eine Woche, bis die Tomaten rot wurden.

Solanin – die Dosis macht das Gift.

Tomaten sind (wie Kartoffeln, Auberginen und Paprika) Nachtschattengewächse. Diese Pflanzen enthalten das Alkaloid Solanin. Das Solanin baut sich beim Rotwerden der Tomaten ab. Es ist dann noch im Strunk enthalten, darum sollte man diesen nicht mit essen. Beim Verzehr von kleinen Mengen grüner Tomaten ist es unbedenklich, bei größeren Mengen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen kommen. Pflanzen nutzen Solanin als eingebauten Schutzmechanismus, um sich vor Schädlingen, Pilzen und Fressfeinden zu verteidigen. Das Alkaloid ist hitzebeständig, so dass Kochen wenig nutzt. Allerdings ist es wasserlöslich und geht in den Sud über. Daher ist blanchieren vor der Weiterverarbeitung eine gute Option – das Wasser sollte natürlich weggegossen werden. Schwangeren und Kindern würde ich weniger solaninhaltiges Essen geben. Aber wo fangen wir da an? Bei Kartoffel, grünen Paprika, Auberginen? Das sollte jeder für sich entscheiden und austesten.

Isoliertes Solanin – ein Heilmittel

Forschungen mit dem isolierten Toxin legen nahe, dass es bei bestimmten Krebsarten zum Zelltod führt. Außerdem besitzt es anti-inflammatorische, antibiotische, antivirale und antifungale Eigenschaften. Aber bitte nicht diese Nahrungsmittel tonnenweise zu sich nehmen!

Grüne Tomaten einlegen

Grüne Tomaten im Sud aus Wasser, Essig, Salz, Zucker Die Tomaten werden mit Kräutern, Senfkörnern, Koriander, Chillies, Piment, Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeerblättern unterschiedlich geschichtet und mit dem warmen Sud übergossen und anschließend eingekocht (29 bis 30 Minuten). Ich hab jedes Glas etwas anders bestückt, frische Kräuter waren Estragon, Petersilie und Basilikum. Den Sud habe ich erhitzt. Wasser und Essig sind im Verhältnis 1:1 gemischt, gesalzen hab ich nach Geschmack. Das ungeöffnete Glas dürfte einige Monate haltbar sein, wenn alles richtig gemacht wurde.
Grüne Tomaten mit warmer Vinaigrette aus Essig, Öl, Senf, Honig, Salz und Pfeffer. Die Tomaten werden mit Glasgewichten beschwert, so dass sie vollständig mit der Brühe bedeckt sind – das beugt einer Schimmelbildung vor. Gelagert werden die Tomaten im Kühlschrank. Sie sind einige Monate haltbar, wenn sie mit sauberen Löffeln entnommen werden und mit dem Sud bedeckt bleiben.

Andere Rezepte für grüne Tomaten findet Ihr reichlich im Internet, z.B. von Chutneys, Relishes, Fermentationen.

By the way Ich habe hier über die unreifen Tomaten berichtet. Diese sind nicht zu verwechseln mit den Sorten grüner reifer Tomaten, deren Solaningehalt im Normalbereich liegt.

Spirituelles

Foto m: Pixabay – herzlichen Dank!

Die rote pralle Tomate steht für Lebenskraft, Erdung, Herz und leidenschaftliche Energie.

Die grüne Tomate ist noch im Prozess, sie schützt sich vor Fraßfeinden und Krankheiten. Sie ist noch „grün hinter den Ohren“ und braucht Zeit, ihr Potenzial zu entfalten.  Psychosomatisch steht die unreife Tomate für Abgrenzung, Giftigkeit oder den „Schatten“. (Nachtschattengewächs). Dies weist darauf hin, dass man sich noch schützen muss bei bestimmten Lebensthemen.

Dass die Tomaten nicht mehr von alleine rot werden, zeigt das Ende eines natürlichen Zyklus im Außen (die Herbstsonne fehlt). Daher trägt es eine tiefe spirituelle Symbolik in sich, das, was nicht mehr zu ändern ist, anzunehmen und zu transformieren.

Indem man die grünen Früchte verarbeitet, hört man auf, einer idealisierten, perfekten Reife hinterherzujagen. Das, was im im Hier und Jetzt da ist – auch wenn es unfertig oder unvollkommen wirkt, wird angenommen. Es ist ein Akt der radikalen Akzeptanz eigener Lebensprozesse.

Durch das Kochen und Verarbeiten (das Element Feuer in der Küche) betreibt man „spirituelle Alchemie“. Die unbändige, manchmal bittere oder abwehrende Energie des Unreifen wird gewandelt in etwas Nährendes – durch Zuwendung, Gewürze und Wärme. So wird Energie quasi vom „Überlebensmodus“ (Wurzel) in die „Liebe und Heilung“ (Herz) geführt.

Selbstbemächtigung – Nährendes schaffen.

Eine Bitte an Euch

Forscht doch mal bei Euren Eltern/Großeltern/Nachbarn, Freunden, wie man die grünen Tomaten am Saisonende verarbeit bzw. verarbeitet hat. Ein Kommentar würde mich freuen.

Eure Monika

Unsere Sommertour2025

Liebe Leute, lange ist er her – unser Sommerurlaub. Viel ist passiert seither, das ist aber eine andere Geschichte. Ich möchte Euch unsere letzte Tour zeigen. Sie war etwas ganz besonderes: Wir waren nämlich wirklich ganz gechillt und hatten eine gute Route. Ich zeig hauptsächlich Bilder und vielleicht fällt mir das eine oder andere dazu ein. Schaut halt selbst:

Von Maintal nach Kärnten an den Weißensee

Wie gut, dass wir um 4:00 Uhr in der Früh gestartet sind. So kamen wir recht entspannt voran.

Den Weißensee nennt man auch“Karibik der Alpen“: Das klare, türkise Wasser und die gute Wasserqualität (Trinkwasserqualität) machen ihn zu einem beliebten Badesee. Außerdem liegen die Orte in einer „Sackgasse“, d.h. es führt keine Straße drum herum, so dass man nicht einfach vorbei fährt, sondern gezielt dort hinreist, so wie wir eben. Der Weißensee ist mit 945 m der höchstgelegene See Kärntens.

Nach zwei Tagen sind wir weitergereist in Richtung Kroatien.

Über Land nach Poreč

Wir sind so gerne in Poreč in der Villa Rausch – hier hats eine schöne Atmosphäre mitten auf dem Lande.

Von Istrien nach Dugi Otok

Vom Hafen in Zadar sind wir mit der Fähre zur Insel Dugi Otok gefahren. Die Fahrt mit der Fähre dauerte etwas über 2 Stunden, für die Strecke von Poreč  bis Zadar haben wir ca. 4 Stunden gebraucht.

Auf Dugi Otok gehen die Uhren langsamer – hier ist es ursprünglich und es sind wenige Touristen vor Ort. Unsere Unterkunft war ein kleines Haus mit Garten mitten in einem kleinen Dorf. Nachdem wir die Insel erkundet hatten, sind wir am liebsten mittags zum kleinen Strand im Dorf gegangen.  Meist haben wir danach in der Konoba am Hafen gespeist. Tatsächlich spielten hier noch die einheimischen Kinder so „richtig“, also ohne Handy. Das war wie in einer anderen Welt.

Lest gerne meinen Blog über energetische Pflanzen auf der Insel: https://monika-rauch.com/2026/01/18/kraeuter-als-wegweiser/

Von Dugi Otok zu den Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen liegt im bergigen Karstgebiet Zentralkroatiens, etwa auf halber Strecke zwischen Zagreb und der Adriaküste. Er besteht aus 16 terrassenförmig angeordneten Seen, die durch über 90 Wasserfälle miteinander verbunden sind.

Die Seen sind in obere und untere Seen gegliedert und von dichten Buchen-, Tannen- und Fichtenwäldern umgeben. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und türkis, was auf den hohen Gehalt an Kalk (Calciumcarbonat) zurückzuführen ist. Durch natürliche chemische und biologische Prozesse bilden sich ständig neue Sinter- bzw. Travertinbarrieren, die die Seen voneinander trennen. Genau diese fortlaufende, dynamische Landschaftsentwicklung macht den Park einzigartig.
Daher gehört er zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Um dieses empfindliche Ökosystem zu schützen, werden Besucher zeitlich gestaffelt in festen Besucherblöcken in den Park eingelassen. Die tägliche Besucherzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung bzw. der Ticketkauf im Voraus ist dringend notwendig, besonders in der Hauptsaison. Die Eintrittskosten liegen bei ca. 40 Euro in der Hauptsaison. Ein Besuch in der Nebensaison lohnt sich auf alle Fälle, weil weniger los ist und die Kosten geringer ausfallen.

Baden im Fluß in der Nähe des Naturschutzgebietes

Nach einem heißen Tag mit glühenden Füßen im Nationalpark fanden wir ein Kleinod ganz in der Nähe – das Naturbad im Fluss Korona in Slunj. Hier konnten wir im Fluß schwimmen und es gab fast keine Touristen.

Von den Plitvicer Seen in die Steiermark und Graz

Wir checkten für einige Tage ein Gasthaus direkt an einem kleinen Badesee ein. Von dort machten wir eine Tour in die Landeshauptstadt Graz.

Nach Hause

Nach ca. neun Stunden sind wir zuhause angekommen erfüllt mit schönen Erlebnissen. Ich schreibe diesen Blog als Reiseerinnerung für mich und meinen Mann und für alle, die es interessiert.

Selbstbemächtigung = reisen und lernen

Kräuter als Wegweiser

Im Sommer machten wir Urlaub auf der  kroatischen Insel Dugi Otok. Wir lebten in einem Steinhaus im alten Ortskern. Es ist sehr ruhig auf der ganzen Insel und bietet nur wenig für die Massen – genau das, was wir brauchten. Manchmal war es auch langweilig, was letztlich gut tat. So konnten wir ganz unaufgeregt zur Ruhe kommen.

In der Phytotherapie heißt es, dass das in der Umgebung wächst, was der Mensch gerade am nötigsten braucht. 

Als alte Kräuterhex entdeckte ich einige Kräuter und Pflanzen im Garten und rund ums Haus:

Aloe Vera – Hautpflege: kühlend, fleuchtigkeitsspendend, wundheilend – z.B. bei
Sonnenbrand, kleineren Verbrennungen, Hautirritationen
Dachwurz (Sempervivum tectorum) – Wundheilung bei kleineren Hautverletzungen, Insektenstichen, entzündungshemmend (v. a. äußerlich bei Hautproblemen),
schmerzlindernd, leicht antiseptisch, Hausmittel bei Ohrenschmerzen (Saft ins Ohr geträufelt – traditionell!)
Fetthenne (Sedum spp., z. B. Sedum telephium oder Sedum spectabile) – wundheilend, kühlend (ähnlich Aloe – äußerlich), entzündungshemmend bei kleinen Hautverletzungen, Warzen (traditionell), schwach abführend (innerlich – selten), in der Volksmedizin bei Hühneraugen und Warzen (Blätter als Auflage)
Lavendel (Lavandula angustifolia) – beruhigend, angstlösend, schlaffördernd,  bei Nervosität, Unruhe, Einschlafstörungen, bei Hautreizungen, Insektenstichen, krampflösend bei Magen-Darm- Beschwerden, antimikrobiell
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) – kreislaufanregend, durchblutungsfördernd, bei
Muskelverspannungen, Rheuma
konzentrationsfördernd (anregend)
verdauungsfördernd,
antioxidativ, antibakteriell

Pflanzen, besonders Kräuter, wirken nicht nur rein „mechanisch“, also über deren Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe etc., sondern sie wirken auch feinstofflich z.B. durch ihren Geruch, den Farben, ihrer Struktur, letztendlich über ihre Energie. Zum Beispiel liefert ein Kopfsalat, der ohne Erde gezüchtet wurde, wenig bis gar keinen Nährwert. Eine Pflanze, wie z.B. Rosmarin, hat messbar mehr Wirkstoffe, wenn sie in ihrer mediterranen Heimat aufwächst (bedingt durch Boden, Sonne etc.) als in unseren Gefilden. Und so ist auch ihre Energie stärker bzw. schwächer .

Energetische Eigenschaften und Gemeinsamkeiten von Lavendel, Dachwurz, Aloe, Fetthenne, Rosmarin

Auch wenn sie botanisch teils sehr verschieden sind (Heil- und Duftpflanzen vs. sukkulente Speicherpflanzen), verbinden sie auf der spirituellen und energetischen Ebene einige bemerkenswerte gemeinsame Eigenschaften.

1. Schutz & Abwehr

Alle fünf Pflanzen wirken energetisch schützend – sie helfen, negative Schwingungen, emotionale Fremdenergien oder destruktive Einflüsse fernzuhalten.

Besonders Dachwurz, Aloe und Fetthenne sind alte Schutzpflanzen – sie wurden früher auf Dächern oder vor Fenstern gepflanzt, um Blitz, Unheil oder Geister abzuwehren.

Lavendel und Rosmarin schützen auf feinstofflicher Ebene (Aura, Gedanken, Emotionen).

2. Heilung & Selbstregeneration

Alle fünf Pflanzen aktivieren Selbstheilungskräfte, sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene.

Aloe, Fetthenne und Dachwurz speichern Wasser und symbolisieren die Fähigkeit, Lebensenergie zu speichern und wieder aufzubauen – sie stehen für Regeneration, innere Ruhe und Versorgung.

Lavendel bringt seelische Heilung, Rosmarin stärkt die Lebenskraft und fördert die Durchblutung auf allen Ebenen – auch im spirituellen Sinne.

3. Reinigung & Klärung

Lavendel und Rosmarin haben stark reinigende Eigenschaften für Aura, Räume und energetische Felder.

Aloe, Fetthenne und Dachwurz reinigen eher auf stille, tiefe Weise – durch ihre Ruhe und Speicherqualität wirken sie klärend auf Emotionen, mentale Unruhe und gestresste Energiefelder.

4. Erdung & Stabilität

Fetthenne, Dachwurz und Aloe sind in der Erde verwurzelte, ruhige Pflanzen mit Speicherfunktion – sie fördern Zentrierung, Erdung und innere Festigkeit.

Auch Lavendel kann durch seinen Duft und seine Wirkung zur Erdung nach geistiger Arbeit beitragen.

5. Stärkung der Lebensenergie (Chi/Prana)

Diese Pflanzen helfen, die Lebensenergie wieder ins Fließen zu bringen.

Rosmarin wirkt anregend und kräftigend, Lavendel harmonisierend, Aloe kühlend und beruhigend.

Fetthenne und Dachwurz speichern Energie – sie sind also Träger und Bewahrer von Lebenskraft.

Andere Pflanzen

Im Garten wuchsen noch andere Pflanzen, allerdings nicht in den Mengen wie die oben beschriebenen:

Kumquat – die Zwergorange punktet mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt; die wilde Mandel kann gegen Demenz und Diabetes helfen und senkt den Cholesterinspiegel; der Duft der Bitterorangenblüte senkt Stress; der Salbei wirkt wie ein natürliches Antibiotikum, das Currykraut wirkt abschwellend, ausgleichend, entzündungshemmend; die Granatapfelkerne können den Blutdruck senken und Entzündungen lindern; Feigen sind reich an Mineralien und regulieren des Säure-Basen-Haushalt.

Die Woche auf der Insel mit der Ruhe, den Pflanzen, der Sonne, dem Meer, dem Duft, dem Essen und den freundlichen Menschen lud unsere Speicher auf. Der Urlaub war sehr energetisierend und wir werden diesen Ort bestimmt wieder besuchen.

Selbstbemächtigung = Pflanzenenergie   wirken lassen

Am alten Berg

im Lilienwald

Das schöne Vorfrühlingswetter lud mich und meine Freundin ein, auf Wanderschaft zu gehen. Diesmal sind wir durch den Wald gelaufen zwischen Rodheim – Okarben und Petterweil.  Wir Rodheimer nennen den Wald „Alter Berg“ (= Aale Bersch) und die Karbener sagen „Lilienwald“. Lilien haben wir keine gesehen, dafür aber ganz viel Natur:

Auf der anderen Seite

Eigentlich wollte ich rechtzeitig zum Essen um 18:00 Uhr bei meiner Mutter sein – aber beim Ausruhen und Plauschen auf einer Bank mit Blick auf die Auenlandschaft hatten wir etwas die Zeit vergessen, was einen Rüffel meiner Mutter zur Folge hatte. Der Tag war einfach wunderbar und das anschließende Abendessen mit meiner Mami ebenso.

Selbstbemächtigung = entspannt die Heimat erschließen

Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein!

Die Blumen hat mir heute mein Mann mitgebracht und ich freu‘ mich sehr darüber. 

Jeder Tag birgt eine Chance!

Liebe – immer!

Selbstbemächtigung = das Glück in den kleinen Dingen finden

Gelbe Affodill (Junkerlilie, Goldwurz, Asphodeline lutea)

Diese Pflanzen habe ich im Nationalpark Biokovo in Kroatien abgelichtet.


Pflanzentyp Mehrjährige Staude aus der Familie er Liliáceae (Liliengewächse)

Standort Trockenheitsresistent –  ist im zentralen und östlichen Mittelmeergebiet und in Vorderasien beheimatet, wächst auf steinigen Wiesen, an Felshängen oder in Zwergstrauchbeständen. Sie bevorzugt eher trockene, durchlässige, kalkhaltige, sandig-steinige Böden an warmen und sonnigen Standorten.

Verwendung Die Pflanze wird in der traditionellen Heilkunde besonders bei Hauterkrankungen, Verbrennungen und Hautreizungen verwendet. Sie besitzt zusammenziehende, schmerzstillende und abschwellende Wirkungen. Hauptsächlich wird die Wurzelknolle genutzt. In der Küche verwendet man Knolle und Blüten, da diese essbar sind (im Gegensatz zum weißen Affodill).

Mythlogie Der Gelbe Affodill symbolisiert Erneuerung und Wiedergeburt. In der Antike wurde er oft mit dem Jenseits in Verbindung gebracht. Lilien an sich stehen für Schönheit, Reinheit, Würde und Weiblichkeit.

Selbstbemächtigung = andere  Kulturen und deren „Gewächse“ kennenzulernen

Mauerblümchen – Ritzenliebe

Als Mauerblümchen wird im übertragenen Sinne eine nur wenig beachtete Person genannt. Meist bezieht sich die Bezeichnung auf Mädchen oder Frauen, so auch in einer Erklärung, in der es heißt, ein Mauerblümchen sei ein Mädchen, das „beim Tanzen wenig oder gar nicht aufgefordert wird“.

Wikipedia.de

Das unscheinbare Mauerblümchen aber hat eine Stärke, die sich nur beim genaueren Betrachten erschließt. Vielleicht kann man es ihm sogar ein wenig gleich tun, damit man stärker durchs Leben geht.

Mit wohlwollendem Blick auf uns und andere, dem Überdenken der eigenen Handlungsweise und mit Liebe und auch mit Verzeihen können wir als zarte Pflänzchen einen starken Halt finden.

Diese Pflanzen habe ich in Fugen und auf Natursteinen entdeckt:

Links unten könnte Schöllkraut sein
Links unten: Farn – daneben: Storchschnabel

Einige Kräuter habe ich im Spätherbst in Südtirol gefunden. Dort leben sie in kleinen Felsspalten. Sie haben sie etwas mehr Platz für ihre Wurzeln als im Mauerwerk:

Die Verkleinerungsform „chen“ am der Blume sagt einiges über den Charakter der Blume aus: Sie ist klein und duckt sich anscheinend in ihrer „Ritze“. Genauer betrachtet aber hat sie durchaus ihre Funktion in der Natur: Sie begrünt Mauern und felsige Flächen. Dabei wurzelt sie tief in die Erde und schützt somit vor Erosion. Sie bietet einen Lebensraum für Kleintiere, Vögel und Insekten. Ihr Humus schaft wiederum frische Erde, sodass sich noch mehr „Pflänzchen“ ansiedeln können. Also bereiten Mauerblümchen fruchtbaren Boden für neue Generationen vor.

Sie schaffen es aus Ritzen und Steinen empor – welch eine Kraft!

Ritzenliebe

Da hockst Du nur, Du kleines zartes Pflänzchen und krallst Dich fest an Deinen Platz.

So lock ich Dich: Willst Du mit mir tanzen, mein Liebchen und Blütchen, mein Schatz?

Nein, nein – ich pflück Dich nicht, ich schau Dich nur an. Deine Stärke zieht mich in Bann.

Auch wenn ich Dich nähme, Deine Wurzel würd bleiben und neu austreiben.

So leg ich den Samen im Mauerwerk aus und werd in den Ritzen dicht neben Dir sitzen.

Monika Rauch

Selbstbemächtigung = mit starken Wurzeln fest verankert sein

Unser Garten

Unser Garten ist in stetem Wandel. Ich pflanze an, säe aus, experimentiere und lerne dabei. Bin noch nicht mal eine „Halb-Profitöse“, bin aber mit Freude dabei.

Kräuterbeet

In unserem Garten, besonders im Kräuterbeet, haben sich einige Pflänzchen vermehrt, die ich bisher noch gar nicht im jungen Stadium kannte . Im Herbst knappe ich immer mal ein paar Samen von Wildblumen ab und werfe sie ins Beet, wahrscheinlich kommen daher die Nachtkerzen und die wilden Möhre. Den Samen hatte ich allerdings schon vor zweü Jahren ausgestreut.

Manche wilde Pflänzchen ernte ich mit Wurzeln und versuche sie zu „kultivieren“.

Von rechts nach links: Storchenschnabel und Klettlabkraut zum Wurzelziehen, Gänseblümchen, Nachtkerze, Feldsalat?, ein Stück Kräutergarten, Schaumkraut, Braunelle, wilde Möhre, Gäbsedistel, Efeu, ?, Gänseblümchen, rote Johannisbeere, Nachtkerze, Oregano, Pippau oder Distel.

Ich versuche, möglichst viele heimische Pflanzen in den Garten zu holen, besonders ins Kräuterbeet, aber auch zwischen den „normalen“ Blumen.

Sommerküche

Im Frühjahr 2020 habe ich zwei neue Küchen bekommen: eine neue aus hellem Eichenholz im Haus und eine Sommerküche. Mein Mann hat dafür den Schuppen mit Fliesenresten, günstigen Bodenfliesen aus dem Bauhaus und Farben vorangegangener Renovierungen verschönert. Als Herd haben wir ein Campinggestell mit Gasanschluss konstruiert. Wasser und Strom waren eh schon im Schuppen, also wurden Durchlauferhitzer, Spülbecken, Armaturen und einen Kühlschrank erneuert und Teile der alten Holzküche drumherum gebaut.

Im Sommer leben wir wir im Garten, es ist einfach schön, dort zu schnippeln und brutzeln, lange Abende zu sitzen, mit Freunden oder unseren Kindern zu palavern. Das möchten wir gar nicht mehr missen.

Gartenhaus mit Sommerküche, der Süßkirschbaum und die noch einigermaßen intakte Tujahecke.

Vogelbesuch

In diesem Jahr sind wesentlich weniger Vögel bei uns zu Besuch. Daher habe ich Futter- und Wasserstellen errichtet und Nistkästen aufgehängt. Die Vögel, die das gerne annehmen, sind Tauben, die überall ihren „Dreck“ hinterlassen und freche Elstern, die die kleineren Vögel abschrecken. Die Elstern sind schon irgendwie clever, denn regelmäßig schaukeln sie ein Futterhäuschen so stark, dass Futter auf den Boden fällt. Das wird dann gleich aufgepickt.

Gartenteich

Letztes Jahr hatte ich eine alte Plastikwanne mit Steinen und Wasserpflanzen ausgestattet. Leider ist der Kunststoff über den Winter porös geworden. Daher besorgten wir uns einen Holzbottich und siedelten die Pflanzen um und kauften noch einige hinzu:

Hochbeete

In meinen Hochbeeten wachsen das Jahr über Pastinaken, Kohlrabi, Zwiebeln, Salate, Gurken,Tomaten, 
Kapuzzinerkresse und andere Kräuter.

Erntezeit

Im Spätsommer und im frühen Herbst ist der Tisch reich gedeckt und ich freue mich aufs Verarbeiten.

Das war ein vergangenes Gartenjahr und ich schreibe gerade einen neuen Gartenblog. Also wird dieser schnell – sozusagen „post mortem“ veröffentlicht.

Selbstbemächtigung = in und mit der Natur leben

Schönes Fichtelgebirge

Endlich mal wieder ein Kurzurlaub! Reiseziel war ein Hotel in Weißenstadt im Fichtelgebirge. Leider war ich ziemlich erkältet, so konnte ich keine anstrengenden Touren laufen – und doch habe ich einiges gesehen und konnte das genießen.

Das Fichtelgebirge liegt in Nordostbayern in Deutschland und erstreckt sich über die Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Hof und Kulmbach. Das Mittelgebirge grenzt im Norden an das Vogtland, im Osten an das Egerland (Tschechien), im Süden an die Fränkische Schweiz und im Westen an das Obermainische Hügelland. Der höchste Berg ist der Schneeberg (1.051 m). Wichtige Flüsse wie die Saale, Eger, Naab und die Quellflüsse des Mains entspringen hier.

Das Fichtelgebirge ist eine reizvolle Urlaubs- und Erholungsregion mit  weitläufigen Fichtenwäldern, markanten Granitbergen mit eindrucksvollen Felstürmen und Steinformationen.

Die Gesteinsblöcke, die überall in den Wäldern zu finden sind, regen zu allerlei Sagen an, z.B. diese:

Die Sage vom Riesen auf dem Schneeberg

Bild: Pixabay

Vor langer Zeit lebte auf dem höchsten Berg des Fichtelgebirges, dem Schneeberg (1.051 m), ein gewaltiger Riese. Er war so groß, dass er mit wenigen Schritten die umliegenden Täler durchqueren konnte.

Obwohl er furchteinflößend aussah, war der Riese gutmütig und tat den Menschen nichts Böses. Doch er hatte eine merkwürdige Angewohnheit: Wenn ihm langweilig war, spielte er mit riesigen Felsbrocken. Er hob sie hoch, warf sie in die Luft oder rollte sie den Berg hinunter ins Tal. Oft donnerte es dann so laut, dass die Menschen glaubten, ein Unwetter ziehe auf.

Eines Tages jedoch übertrieb es der Riese. Ein besonders großer Felsen rollte mit solcher Wucht ins Tal, dass er mehrere Bäume entwurzelte und einen Bach staute. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fürchteten sich sehr und baten die Götter um Hilfe.

Daraufhin erschien ein alter, weiser Mann auf dem Schneeberg. Er sprach ein mächtiges Wort und plötzlich erstarrte der Riese. Seine Gestalt verwandelte sich in Felsen und wurde eins mit dem Berg. Bis heute sollen die großen Granitblöcke auf dem Schneeberg Überreste des versteinerten Riesen sein.

Manche Wanderer berichten, dass sie bei starkem Wind manchmal ein tiefes Grollen hören – als ob der Riese im Inneren des Berges noch immer schlafe.

Am Felsenlabyrinth

Die Luisenburg, in der Nähe von Wunsiedel, ist Europas größtes Felsenlabyrinth und Nationales Geotop. Leider konnten wir nicht rein wegen der Winterschließung. Aber auch am Rande konnten wir sehen, welche Kräfte hier gewirkt haben:

Bergbau im Fichtelgebirge

Bereits seit dem frühen Mittelalter betrieb man im Fichtelgebirge Erzbergbau. Abgebaut wurden vor allem Gold, Zinn, Eisen, Minerale, Erden und Steine (Basalt, Braunkohle, Diabas, Granit, Lehm, Speckstein, Ton, Torf). In jüngerer Zeit entdeckte man Uranerzlagerstätten. In Hammerwerken (siehe Ortsnamenendungen mit -hammer) an den Fichtelgebirgsflüssen, in Schmelzöfen und Schmiedebetrieben erfolgte die Weiterverarbeitung der Metalle. Die Wälder des Gebirges lieferten das erforderliche Holz für die Herstellung von Holzkohle. Im 30jährigen Krieg ging der Bergbau danieder, die Erzlagerstätten waren weitgehend ausgebeutet. Alexander v. Humboldt versuchte im 18. Jahrhundert den Bergbau nochmals zu beleben. Viele Städte und Orte (z.B. Wunsiedel, Weißenstadt, Arzberg, Fichtelberg-Neubau, Goldkronach) verdanken ihre Entstehung dem Bergbau.

Quelle:  Bayern-Fichtelgebirge.de

Pflanzen und Tiere

Man bezeichnet das Fichtelgebirge als Drehscheibe der Artenvielfalt. Große zusammenhängende Wälder bieten scheuen Waldbewohnern mit weiträumigen Lebensraumansprüchen ausreichend Platz und Ruhe. Hier leben Luchse, Europäische Wildkatzen, Auerhühner, Schwarzstörche, Sperlings- und Raufußkauze, Uhus und Rothirsche. Auch gibt es hier eine Population von Kreuzottern, den einzigen Giftschlangen Deutschlands. Es gibt einige Spinnenarten, Insekten und viele Kleintiere, die hier ihren Rückzugsort gefunden haben. An und in den Gewässern tummeln sich unter anderem Eisvogel, Wasseramsel und Biber. In den sauberen Bächen konnte die Flussperlmuschel überleben, in ihrem Umfeld gibt es Feuersalamander.

Das Fichtelgebirge ist für seine Ureinwohner bekannt. Hier lebt die letzte natürliche Population von Auerhühnern Bayerns außerhalb der Alpen. (Bilder: Pixabay)
In den Moorgebieten wachsen Pflanzen, die gut mit saurem Boden klarkommen: Binsen, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Fichten uvm.
Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist eine Pionierpflanze, die höchstens um die 120 Jahre alt werden kann. Sie ist anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, grundwasserbeeinflussten oder zeitweise überschwemmten oder sumpfigen Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, wie  im Spreewald südlich von Berlin. Im Volksglauben wird sie mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht, da sie an unwirtlichen Standorten gedeiht. Erlenholz ist äußerst beständig im Wasser. Es wurde in der Jungsteinzeit für Pfahlbauten verwendet. Auch Venedig wurde auf Eichen- und Erlenholz errichtet.
Heilwirkung: Die Schwarzerlenknospen zeigen eine entzündungshemmende Wirkung. Sie lindern Infektionen im Atem- und Verdauungstrakt und helfen bei Allergien mit Ekzemen. Das Knospen stärken das Immunsystem und beugen so beispielsweise grippalen Infekten vor.
Baumschwämme sind Pilze, die sich von Holz ernähren. Sie schädigen zwar gesunde Bäume, sorgen aber auch für den Abbau von toten Bäumen. Ihr Geflecht befindet sich im Innern der Stämme. Sichtbar sind lediglich die Fruchtkörper der Pilze. Dieser Baum ist eine abgestorbene Rotbuche.

Weißenstadt

Im Stadtgebiet von Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis. Zudem findet man sehr viele Scheunen außerhalb des  Weißenstädter Ortkerns. Sie sind eine städtebauliche Besonderheit. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1823 wurden die  Scheunen aus der Stadt gelagert. Sie reihen sich am Rande der Altstadt und prägen noch heute das Ortsbild.

Am Fichtelsee

Im März bei 14°C und Sonnenschein ist der See noch gefroren. Ein Rundweg führt um den See.

Über die Jahrhunderte intensiven Torfabbaus schrumpfte das Hochmoor. Im Jahr 1607 wurde ein Damm gebaut – der Fichtelsee entstand. Ein kleiner abgetrennter Teil konnte als Moor erhalten bleiben.

Ente beim Schlittern

Die Bezeichnung „Fichtel“ stammt eher nicht von den vielen Fichten und Nadelbäumen, sondern von der alten Bezeichnung „Vyth“, von der sich später der Name „Vichtelberg“ ableitete und aus dem dann „Fichtel“ wurde. In alten oder regionalen Schreibweisen könnte „Vyth“ eine Variante von „Vith“, „With“ oder „Wyth“ sein, möglicherweise mit Bezug auf Wälder (engl. wood) oder Wasser (wyth in alten Sprachen).

Übergang zum kleinen Hochmoor
Moor
Der alte Damm trennt den See vom Hochmoor.

Mit dem Lift auf den Ochsenkopf (1.024 m ü.NN.)

Mit der Gondel ging es bequem nach oben. Unten links sieht man die Quelle des Weißen Mains.

Der Name Ochsenkopf wird 1495 in Bergwerksakten genannt. Das in Fels eingemeißelte Stierhaupt auf dem Berggipfel in der Nähe eines Stolleneingangs war vermutlich der Namensgeber für den ganzen Berg. Heute gibt es hier zwei Gondellifte und einige Schlepplifte. Etwas unterhalb der Bergstation befindet sich die Quelle des Weißen Mains,  der sich bei Kulmbach mit dem Roten Main zum Strom Main (an dem ich lebe) vereint.

Es war ein sonniges und inspirierendes Wochenende,  an dem ich viel gesehen und gelernt habe, trotz langer Regenerationspausen. Zunächst wollte ich zuhause bleiben und bin froh, dass ich zu der Reise überredet wurde. Als ich wieder zuhause war, war ich fast wieder auf dem Damm.

Selbstbemächtigung = reisen, lernen, gesund werden

Ölauszüge von Schwarzkümmel, Hagebutte, Mistel

Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Bilder von Pixabay

Schwarzkümmelöl wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Hier eine Übersicht der traditionellen Anwendungen.

Innere Anwendung

  • Immunstärkend
  • Magen-Darm-Beschwerden: verdauungsanregend, lindernd bei Blähungen und anderen Magenbeschwerden
  • Atemwege: hilft bei Erkältungen, Asthma oder Allergien
  • Entzündungshemmend
  • Dosierung:  1–2 Teelöffel täglich, pur oder mit Honig vermischt

Äußere Anwendung

  • Hautpflege: hilft bei trockener, gereizter, entzündlicher Haut, z. B. bei Neurodermitis oder Akne
  • Haarpflege: fördert Haarwuchs und reduziert Schuppen
  • Massageöl: wird wegen seiner wärmende Eigenschaft gerne verwendet
  • Wundpflege: bei kleinen Hautverletzungen oder Ekzemen

Hagebutten (Rosa canina)

Hagebuttenöl (Wildrosenöl) hat traditionell ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Naturheilkunde, sowohl innerlich als auch äußerlich. Hier eine Übersicht:

Innere Anwendung

  • Gelenkgesundheit: entzündungshemmend bei Arthrose und Rheuma
  • Immunsystem: hilft freie Radikale abzufangen
  • Herz-Kreislauf: kann Cholesterin regulieren und somit das Herz  schützen
  • Haut von innen: Verbesserung des Hautbildes, Pflege bei trockener von innen heraus

Äußere Anwendung

  • Hautregeneration: traditioneller Einsatz bei Narben, Dehnungsstreifen und Pigmentflecken
  • Anti-Aging: durch  ungesättigte Fettsäuren (wie Linolsäure, Linolensäure) und Antioxidantien (wie Vitamin E und Provitamin A) Reduzierung von Falten und Verbesserung der Hautelastizität
  • Entzündungshemmend/beruhigend: bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Ekzemen
  • Feuchtigkeit: spendet Feuchtigkeit bei trockener und rissiger Haut
  • Sonnenschäden: Regeneration nach starker UV-Belastung

Mistel (Viscum album)

Innere Anwendung

  • Kreislaufregulierend: ausgleichend bei niedrigem oder hohem Blutdruck
  • Immunsystem stärkend
  • Krebstherapie: In der anthroposophischen Medizin wird Mistel in Form von Injektionen unterstützend bei Krebserkrankungen verwendet, um das Immunsystem zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Nervensystem: wirkt beruhigend bei innerer Unruhe oder nervöser Erschöpfung.
  • Stoffwechsel: Anwendung als Tee bei leichten Stoffwechselstörungen und zur Entschlackung
  • Misteltee (aus den Blättern und Zweigen) – wichtig ist hier die kalte Zubereitung, da manche Wirkstoffe hitzeempfindlich sind.
  • Wichtig: Die Mistel enthält auch giftige Bestandteile, deshalb sollte sie immer mit Vorsicht und bestenfalls nach Rücksprache mit einem Heilpraktiker oder Arzt angewendet werden. Insbesondere frische Beeren und größere Mengen können giftig sein.

Äußere Anwendung

  • Durchblutungsfördernd: Einsatz von Salben oder Umschläge bei Gelenkbeschwerden, rheumatischen Schmerzen oder Muskelverspannungen
  • Schmerzlindernd: Wickel oder Kompressen mit Misteltee können die Durchblutung anregen und Schmerzen lindern.
  • Wundheilung: selten Anwendung bei schlecht heilenden Wunden oder Hautentzündungen

Ölauszüge

Alle Pflanzen werden zu  gleichen Teilen mit Olivenöl püriert und im Wasserbad für mindestens 2 Stunden bei 40° bis 70°C ausgezogen. Danach wird das Gemisch gefiltert. Das Hagebuttenöl verwende ich pur und die beiden anderen Ölauszüge werden zu Salben verarbeitet.

Salben herstellen

Mistelsalbe mit ätherischem Lorbeeröl (welches beruhigend, erdend und aufheiternd + antibakteriell, antiviral und pilzbekämpfend wirkt) Schwarzkümmelsalbe mit ätherischem Rosmarinöl (welches beruhigend, entspannend und belebend + entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt)

Zur Salbenherstellung wird der Ölauszug erwärmt und darin wird Bienenwachs geschmolzen (10 bis 20 % der Flüssigkeit). Ein Teil des Bienwachses kann mit Kakao- oder Sheabutter ersetzt werden. Die Salbe wird in Döschen gefüllt und beschriftet. Hinzu kommen noch einige Tropfen ätherischer Öle. Diese erhöhen die Haltbarkeit der Salben, duften gut und haben noch eigene Heilwirkungen. Den abgefilterten Trester aller drei Pflanzen verwahre ich in einem Schraubglas auf. Diesen kann man als warme Packung gegen Hautirritationen oder athritische Schmerzen verwenden.

Die Salben sind von mir entwickelt worden, weil einige Bekannte und ich Mittel gegen Hauterkrankungen und Arthritis/Rheuma benötigen. Ich werde über die Wirkung berichten.

Selbstbemächtigung = den Heilungsprozess selbst in die  Hand nehmen

Weitere Blogs von mir zu den Themen: https://monika-rauch.com/2023/02/05/misteln-viscum/

Kostbares Hagebuttenöl