Ode an die Freude

„Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.
Freude heißt die starke Feder
In der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
Die des Sehers Rohr nicht kennt. …“

Text: Friedrich Schiller (publiziert 1786)

Musik: Ludwig van Beethoven (9. Sinfonie)

Das zugrundeliegenden Thema: Die französische Revolution 1789

Die Ode an die Freude avancierte schnell zum Volksgedicht. Der Text wurde in Deutschland früh als Bekenntnis zu den Idealen der Französischen Revolution verstanden.

Beethoven, ein Verfechter der demokratischen Bewegung, komponierte seine Musik eindrucksvoll zu den Versen, die eine gleichberechtigte Gesellschaft, verwoben mit einem Band aus Freundschaft und Freude, beschreibt.

Zum Zeitpunkt der Uraufführung, 1824, war die französische Revolution Geschichte. Man versuchte in Europa die alte Ordnung wieder herzustellen. So war sein Werk ein Paukenschlag, musikalisch und inhaltlich, gegen das neue alte System.

Die Europawahl 2019 könnte uns an diese Zeit erinnern. Die Ideale der französischen Revolution waren Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Leider hat mit der Krönung Napoleons das alte System wieder Fahrt aufgenommen. Und doch … es hat sich etwas verändert. Heute herrscht in weiten Teilen Europas die Demokratie, zumindest auf dem Papier.

Ich gebe es zu: Ich wusste bis dato nicht so recht, ob ich überhaupt  wählen wollte. Was/wen soll ich da wählen? Keine Ahnung, kein Interesse, Lethargie. Meine Söhne schickten mir vor einiger Zeit einen Link zu einem Youtube-Video (https://youtu.be/4Y1lZQsyuSQ). Das solle ich mir unbedingt anschauen. Das tat ich. Ich war und bin immer noch erschüttert. Hier wurden plausibel Dinge aufgedeckt, die ich schon immer irgendwie wusste oder ahnte. Es geht um das schnöde Geld und um die Macht, die sich kaufen lässt. Von wegen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Allerdings sollte man sich das Video mit wachem Verstand ansehen: Ich weiß nicht, welche Statistiken und Belege für die Behauptungen tatsächlich echt oder relevant sind. Die Hauptbotschaft aber trifft ins Schwarze.

Mit der Europa-Wahl haben wir die Möglichkeit, etwas an diesem System zu ändern oder es eben doch beim Alten zu belassen.

Parallelen zur französischen Revolution tun sich auf. Wir begehren auf, wenn es ungerecht wird. Hoffentlich. Wir haben es gut, denn wir haben die Freiheit der Wahl. Bei der Revolution ging es etwas blutiger zu.

Nach der Revolution war erstmal anscheinend wieder alles beim Alten. Vielleicht wird das auch so sein nach der Europa-Wahl.

Allerdings ist die Saat gestreut.

Langsam und mit vielen Hindernissen hielt die Demokratie in Europa Einzug. Und mit der Demokratie gab es Bündnisse und Verträge, die in der Entstehung der heutigen EU gipfelten. Dieser Prozess dient der Sicherung des Friedens, unseres Wohlstandes und der Freiheit zwischen den Staaten. Die EU ist im Prozess; es gibt immer wieder Herausforderungen, wie die Flüchtlingswelle oder den Brexit Englands. Und trotzdem, mit Geduld und Spucke, mit Beharrlichkeit und dem Glauben an die Werte, wird sich alles zum Positiven wenden. Dessen bin ich mir sicher.

Ich bin froh, dass ein guter Teil der jungen Menschen politisch gebildet ist. Ich spreche von Greta Thunberg und die vielen Jugendlichen, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen oder von Influenzern, wie dieser junge Mann, der das besagte Video erstellte. Ich bin froh, dass unsere Kinder sich nicht alles gefallen lassen, auf die Straße gehen und sich dessen bewusst sind, dass jede Stimme zählt.

Jede/r einzelne von uns ist aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht denken Sie, dass Sie doch alleine nichts bewegen können. Fatal ist, wenn alle EU-Bürger so denken und nicht zur Wahl gehen. Dann gewinnen nämlich die, die wir vielleicht nicht wollen. Die 12 Sterne auf der Europäischen Flagge stehen übrigens für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas.

Lassen wir uns vom Götterfunken entzünden und „Freude“ ins System einkehren.

Bitte gehen Sie wählen.

Was war zuerst da: Das Ei oder der Schmetterling?

Aus dem Ei schlüpft eine kleine Raupe.

Die Raupe frisst und häutet sich so oft, bis sie ihre eigentliche Größe erreicht hat.

Im Kokon wartet sie manchmal Jahre, bis sie so weit ist.

Wenn sich der Schmetterling entfaltet hat, legt er seine Eier ab und stirbt.

Für mich ist das Ei zuerst dagewesen. Der Schmetterling hat sich aus der Raupe entwickelt und diese aus dem Ei.

In der kleinen Raupe ist bereits alles angelegt – jede Zelle hat schon die Informationen, die es braucht, einen Schmetterling entstehen zu lassen.

Auch bei uns Menschen sind wir vollkommen und ganz gemeint. Wir haben die Aufgabe, uns genügend anzufüttern: Wissen, Vertrauen, Spaß, Kunst, Musik, Liebe. Manchmal finden wir nicht das richtige Futter, manchmal fallen wir runter. Das überleben wir und versuchen es im besten Fall erneut. Wir knabbern uns so durch.

Wenn wir uns nicht auf die Futtersuche begeben, werden wir krank oder verkümmern.

Es braucht Zeit zu „reifen“. Irgendwann ist es soweit: Wir fangen an, unser Potenzial zu entfalten, so wie es gemeint ist.

Ich bin noch eindeutig in meiner Fressphase. 😀

Wo sind Sie? Ich wünsche Ihnen Beharrlichkeit und Wissenshunger auf Ihrem persönlichen Weg.

Viva la Musica – Es lebe die Musik!

„Die Musik aber ist der wichtigste Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten.“ (Platon)

Wer liebt sie nicht, die Musik? Ich kenne niemanden, dem sie egal wäre. Musik berührt, sie ist Energie, die in uns schwingt. Forschungen belegen die positive Wirkung: Ganze Hirnzellenareale bilden sich neu, strukturieren sich um bzw. verknüpfen sich, wenn man musiziert oder sich intensiv mit Musik beschäftigt. Musik fördert die Intelligenz und soziale Kompetenz, steigert die Konzentration und beruhigt oder putscht auf. Dabei scheint es egal zu sein, ob man Heavy Metall oder klassische Musik hört oder produziert – wichtig ist, dass die Gefühle dabei angenehm sind.

Musik spricht die Gefühle an, körperlich werden Hormone ausgeschüttet, Stimmungen werden intensiviert oder aufgelöst – je nach Art der Musik.

Wenn man Musik „produziert“, also selbsttätig wird, beim Singen, dem Spielen eines Instrumentes oder beim Tanzen, wirkt die Musik stärker als beim eher passiven Zuhören. Beim gemeinsamen Musizieren stimmt man sich auf seine Partner ab, man hört aufeinander und tariert sich aus: laut – leise, schnell – langsam, kurz – gebunden. Takte und Noten verfeinern zudem das mathematische Gedächtnis.

Übung macht den Meister: Trainiert man öfter, intensivieren sich die Lernerfahrungen, d.h. man erlangt Sicherheit und kann sich auf neue Erfahrungen mit Musik, wie dem Improvisieren oder Komponieren, einlassen. Und ganz wichtig: Musik macht Spaß!

Nicht umsonst wird Musik therapeutisch eingesetzt; dies geschieht passiv und aktiv, z.B. werden Hirnareale bei Schlaganfall- und Demenzpatienten stimuliert, körpereigene Opiate können bei Menschen mit Depressionen freigesetzt werden und bei Komapatienten können gestische und mimische (Lächeln) Reaktionen ausgelöst werden.

Musik ist allumfassend, sie harmonisiert und schwingt. Im Idealfall schwingt sie auf 432 Hertz (= Schwingungen pro Sekunde). Das ist die natürliche Schwingung unseres Kosmoses. Dies führt dazu, dass wir uns bei Musik im Gleichtakt einschwingen, uns beruhigen, also harmonisieren können.

[Information: Der frühere Kammerton A unserer westlichen Tonleiter lag bei 432 Hertz. 1939 wurde der Kammerton weltweit auf 440 Hertz erhöht. Der Kammerton A wird genutzt, um Musikintrumente einheitlich zu stimmen.]

Unsere Gesellschaft nimmt die Musik, sowie die schönen Künste wenig ernst; höchstens als nettes Beiwerk. Das kognitive Lernen steht an erster Stelle, das Erlernen von Naturwissenschaften und Sprachen wird über alles andere gestellt. Schließlich will man ja im Berufsleben bestehen. Darauf werden bereits Kindergartenkinder konditioniert mit Englisch für Unterentwickelte. Viele LehrerInnen und ErzieherInnen getrauen sich nicht mehr zu singen oder haben mit Kunst nichts am Hut.

Wir sind eigentlich sehr „sinnesfreudig“, d.h. wir können die Welt ertasten, anschauen, erhören, erriechen und schmecken. Das Gehirn ist die Schaltstelle und sortiert. Wir aber geben unserer Schaltstelle die Macht über alles und lassen unsere Sinne verkümmern.

Es wird Zeit, umzudenken: Künstlerisches Tun ist ein schöpferischer Akt, Ressourcen werden freigesetzt, wir sind kreativ und finden Lösungen in allen Bereichen. Jemand, der malt, singt, kocht, tanzt … spürt sich selbst und „begreift“ im wahrsten Sinne des Wortes. Dann erst kann er in die Kognition gehen. So passiert übrigens Lernen.

Ich möchte Sie ermutigen, schöpferisch tätig zu sein: Malen, schreiben, stricken, kochen, töpfern, bildhauen und/oder musizieren Sie, am besten mit einem Lied auf den Lippen. Und nehmen Sie sich dabei ernst. Jeder Mensch ist ein Künstler. Machmal muss man etwas graben, um ihn zu finden. Aber es lohnt sich, denn Kunst und besonders die Musik, können Sie dabei unterstützen, Ihren persönlichen Weg zu finden.

Viva la Musica, denn Musik ist Leben!

Muttertag

Ich wünsche allen Müttern dieser Welt einen schönen Muttertag und sage DANKE!!!

Liebt Eure Kinder, aber vergesst Euch nicht dabei. Seid für sie da, aber opfert Euch nicht auf. Hört auf Euer Innerstes und verlasst Euch darauf.

Besinnt Euch auf Eure eigene Kraft, geht Euren Weg, angstfrei.

Lebt Euren Kindern Freiheit vor, denn nur durch Vorbilder lernen sie. Gebt Euren Kindern Flügel und fliegt voran.

Vertraut. Lebt. Liebt.

Besuch des Pflanzenmarktes im Hessenpark

Das Freilichtmuseum in Neu-Anspach ist für mich immer wieder ein Ausflugsziel, das sich lohnt: Alte Häuser, Scheunen, Mühlen, Stallungen aus Hessen wurden an ihren eigentlichen Standorten nummeriert, abgebaut und im Hessenpark wieder aufgebaut. So ähnlich wie bei „Malen nach Zahlen“.

Der Pflanzenmarkt findet an zwei Wochenenden im Jahr statt und zieht sich durch ein weites Areal im Hessenpark-Gelände: Die restaurierten alten Gebäude, Kunsthandwerkliches, frisch gebackenes Brot, ein Meer von Blumen …

Dieser Markt ist ein Feuerwerk für die Sinne: Die Farben und Gerüche, die vielen schönen Dinge in ländlicher Umgebung haben mein Herz aufgehen lassen.

Ich versuche, die positiven Gefühle mit in die neue Woche zu nehmen. Einige Anregungen für meine Arbeit mit Kindern habe ich jetzt auch im Koffer. Z.B. möchte ich schauen, welche alten Kunsthandwerke ich den Kindern vorstellen und sie dafür begeistern kann. Ich habe gelernt, dass es eine hessische Handwerkerlebnisroute gibt. Vielleicht gibt es ja bei uns in der Nähe eine Manufaktur? Oder wir laden einen Handwerker ein, der uns in seine Kunst einführt? Das werde ich noch recherchieren.

Ihnen wünsche ich einen guten Start in den Alltag. Vielleicht haben Sie kürzlich auch etwas Schönes erlebt, dass Sie über die Woche „retten“ möchten? Über Ihre Kommentare freue ich mich.

Fotostory Pflanzenmarkt: https://photos.app.goo.gl/1rpXceXHxLe1pEqcA

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Achtung Urheberrecht: Fotos und Text: Monika Rauch

In der Ruhe liegt die Kraft

Heute nutzte ich meine freie Zeit zum Ausschlafen, Balkonschrubben und Pflanzen.

Alles ging ging mir leicht von der Hand. Ich tat das, was ich schon die ganze Zeit tun wollte. Ich arbeitete eines nach dem anderen ab.

Ich fühlte mich friedvoll und ruhig. Die Arbeit floß mir aus der Hand.

Ich musste nicht – ich wollte tun! Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich ganz entspannt eine ganze Menge „weggeschafft“ habe, ganz ohne inneren Druck. Ich nutzte die Kraft, die aus der Ruhe entspringt.

Es ist manchmal ganz schön schwer, gelassen und ruhig die anstehenden Aufgaben zu erledigen. Und daraus noch Kraft zu ziehen. Wenn ihr mögt, begleite ich Euch bei Euren Prozessen.

Ein Saunatag

Wir gehen sehr gerne in die Sauna; am liebsten nach Hanau. Dort sind wir meist 4 – 6 Stunden und lesen, schreiben und schlafen sehr viel.

Im Bistro bei Pizzabrot und alkoholfreiem Weizenbier kommt es oft zu netten Gesprächen mit anderen Saunagästen.

Zwischendurch schwitzen wir ordentlich. Mein Gefährte so richtig hart bei 90° mit diversen Aufgüssen; ich mag es lieber etwas gemäßigter bei niedrigen Temperaturen. Treffpunkt ist dann das Dampfbad.

Warum ich das alles schreibe?

Es ist eine gute Form, vom Alltag runterzukommen und Kraft zu tanken. Außerdem ist es ein körperlicher Reinigungsakt. Man schwitzt und schwemmt einiges, was sich so angesammelt hat an Schlackstoffen, Schadstoffen und/oder Keimen heraus. Natürlich sollte man viel Flüssigkeit zu sich nehmen in Form von Wasser oder gerne auch mit alkoholfreiem Bier, das mit Mineralstoffen und Elektrolyten versorgt – und schmeckt.

Ich persönlich gehe noch aus einem anderen Grund in die Sauna. Ich nutze die Zeit zur Meditation und inneren Reinigung. Ich schaue, welche Ballaste ich mit mir rumschleppe und wie ich sie auflösen kann:

  • Was habe ich letzte Woche erlebt?
  • Was ging mir nahe?
  • Was war gut?
  • Was habe ich gesagt/getan, was weniger gut war? Sollte ich jemanden um Entschuldigung bitten? Und/oder mir selbst verzeihen?
  • Wie geht es weiter privat/beruflich?
  • Welche Wünsche hab‘ ich?
  • Kann ich neue Ziele definieren?
  • Wo sollte ich umdenken?

Mittels kinesiologischem Abfragen komme ich schnell zum Kern meiner momentanen Befindlichkeiten. Manches kann ich direkt ausbalancieren. Manches braucht etwas länger (s. Methoden). Daran arbeite ich dann zuhause weiter.

Einen Tag in der Sauna zu verbringen ist für mich friedvoll und ausbalanciert. So kann ich mit neuen Anregungen und Ideen voller Kraft ins Leben hinausgehen.

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