Über mich

Ich heiße Monika Rauch. Ich bin seit fast 30 Jahren verheiratet und habe zwei Söhne, die 21 und 22 Jahre alt sind. Beide wohnen seit kurzem in einer eigenen Wohnung in der Nähe. Ich habe alle möglichen Stufen als verheiratete berufstätige Mutter durchlebt. Von heiter bis wolkig mit stürmischen Abschnitten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich das eine oder andere Mal weinend da saß, als die Sonne in die Wohnung schien und mir zeigte, was noch alles zu tun war. Ich stand unter Druck, wollte alles perfekt haben, den Haushalt, die Kinder, die Ehe. Mit meinen Jungs fuhr ich zur Logopädin, Ergotherapeutin, Fußball, Handball, Karate. Ich begleitete ihre Kita- und Schulzeit mit vielen Gesprächen, Elternabenden etc. Zwischendurch bauten wir ein Haus und ich fing an, als Erzieherin zu arbeiten. In meiner Partnerschaft lief es nicht immer so glatt, wie ich es anfangs erträumte. Wenn mich mein Mann kritisierte, erklärte und rechtfertigte mich. Das, was ich zu sagen hatte, interessierte scheinbar nicht.

Halt, nicht dass Du jetzt denkst, ich sei ein unscheinbares Hascherl gewesen! Nein, wirklich nicht, ich konnte schön laut werden und auch meinen Kopf durchsetzen, ich war redegewandt und zuweilen witzig. Innerlich aber fühlte ich mich hilflos, überfordert, zerrissen und wusste nicht, wie ich was verändern konnte. Ich schleppte meinen Mann in die Familienberatung und fuhr zweimal zur Mutter-Kind-Kur. Ich wollte etwas ändern, wusste aber nicht was und wie.

Eigentlich wollte ich doch wie diese tolle Rama-Familie leben, immer mit Sonne, einem Haus einem treuumsorgenden Gatten. Ich hatte auch ganz genaue Vorstellungen, was und wie ich die Kindererziehung gestalten wollte … na ja: Theorie und Praxis triften da etwas auseinander.

Die erste wegweisende Veränderung brachte mir meine zweite Mutter-Kind-Kur ein. Wir waren über die Weihnachtsferien im Schwarzwald. Die Leiterin des Kurheimes gab mir den Tipp, aufzuschreiben 1. was ich auf keinen Fall möchte und 2. was ich mir für die nähere Zukunft wünsche. So schrieb ich eine Menge kleiner Zettel. Silvester klebte ich diese an Raketen und schoss sie in die Luft (sehr zur Freude meiner Jungs). Danach änderte sich so einiges in meinem Leben, ich wechselte meinen Job und lernte mit der Zeit, nach mir zu schauen und mir meine innere Freiheit zurückzuholen. Mein Leben wurde spannend, die Jungs haben sich gut entwickelt. Ich habe alte Leidenschaften wiederbelebt und neue gefunden. Ich singe, male, schreibe. Mein Beruf ist zu meiner Berufung geworden.

Was ich dabei gelernt habe? Nichts, wirklich nichts ändert sich, wenn Du es von anderen erwartest; es kommt kein Prinz, der Dich aus Deiner Misere erlöst. Niemand küsst Dich wach und rettet Dich. Es ändert sich nur etwas, wenn Du anfängst, etwas zu verändern. Ändere Deine Sichtweise, stell´ Dich Deinen Ängsten. Geh´ auf Forschungsreise, z.B. was Deine hinderlichen Glaubenssätze sind. Lebe Dein Leben und nicht das, was andere Dir vorschreiben.

Seit einiger Zeit habe ich meine Coaching-Praxis eröffnet; „Wege zur Selbstbemächtigung“. Ich helfe Menschen, besonders Müttern, Ihren Weg zu sehen und zu gehen, sich also die Macht wieder über sich selbst zurückzuholen. Ich helfe z.B. dabei, eigene Interessen und Bedürfnisse in Einklang mit denen der Familie zu bringen.

Foto: Monika Rauch