Den Berg hoch ins Zauberreich

Kennt Ihr das kleine Land bei Bergen? Ihr braucht nur etwas Mut und Fantasie, wenn Ihr verzaubert werden möchtet.

Gleich am Anfang begrüßte uns der weise Schrat und erklärte mit strenger Mine die Regeln: „Lauft langsam. Öffnet Eure Augen. Fühlt den Wind. Riecht den Duft. Schaut, aber mischt Euch nicht ein. Lasst die anderen ihr Tagwerk tun. Ihr dürft nur den einen Weg gehen – nämlich Euren. Und ganz wichtig: Vertraut! Dann wird Euch Schönes widerfahren.“
Mit klopfenden Herzen gingen wir durch das Tor der schwarzen Dornen. Es raschelte und klapperte und wir hörten genau zu: „Wir sind wehrhafte Beschützer der Felder und Weiden und allem, was da lebt. Seid achtsam mit der Natur!“ Die Knospen wisperten uns zu: „Schaut, wie perfekt wir sind. Wir tragen bereits alles in uns.“ Als Beweis verströmen sie einen milden Duft.
Frische Böen fegten uns zwischen die Beine und trieben uns den Berg hoch. „Ha, ha, versucht mal auf dem Weg zu bleiben!“ Wir lachten zurück und liefen einfach weiter, denn wir waren stärker als der Wind.
Ungeahntes weites Land zeigte seine raue Schöheit. Wir atmeten tief ein und dabei öffnete sich unser Herz.
Oben auf dem Berger Berg empfing uns die kluge Pferdedame Charlotte: „Ihr dürft mich gerne streicheln, das mag ich wirklich sehr. Aber passt auf mein Pony auf, ich komm‘ gerade vom Friseur!“ Erst zaghaft, dann immer mutiger, ließen wir uns auf die Nähe ein. Es war unglaublich: Jede zärtliche Berührung kam doppelt zu uns zurück. Wir verabschiedeten uns von Charlotte und beobachteten, wie fleißige Wichtelmänner die Strohhalme rollten. Die mächtige Strobe weit hinten rief uns zu: „Geht weiter, lasst sie in Ruh‘ ihr Tagwerk tun!“
Die beiden Sträucher standen ganz nah am Weg: „Was meint Ihr, wer wir sind? Das weiß doch jedes Kind. Im Herbst, wenn wir unsre Früchte tragen, könnt Ihr erneut uns fragen. Aber jetzt geht. Es dämmert schon, wie Ihr seht.“

Als wir beim Auto waren, drehten wir uns noch einmal um. Ein sanfter Schleier umhüllte das Land. Und oben blinkte ein Stern: „Behaltet uns in Euren Herzen. Erinnert Euch. Folgt Eurem Weg nun ohne Schmerzen. Besucht uns wieder. Jederzeit. Dann halten wir für Euch die Früchte bereit!“

Fotos und Texte: Monika Rauch

Ausflug zur Kinder- und Jugendfarm

Die herbstliche Jahreszeit ist eine gute Gelegenheit, die Kinder- und Jugendfarm kennenzulernen. Die Farm liegt in Feldrandlage in Maintal-Hochstadt. Die Kinder- und Jugendfarm ist als Verein konzipiert und lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Zu den Öffnungszeiten ist immer jemand da, der erklärt und unterstützt. An manchen Wochenenden wird dort ein Übernachtungslager für Eltern- und Kinder angeboten. Außerdem kann man dort auch Kindergeburtstage feiern. Auf dem Gelände gibt es einiges zu erkunden und zu tun:

Bogenschießen Jeder hat drei Schuss frei, dann muss man sich wieder hinten anstellen. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf eine Runde aussetzen.

Bauen Sägen, hämmern und anmalen – an einer Hütte arbeiten oder etwas Anderes kreieren …

… Über die Hügel rennen, verstecken, Rollen spielen, im Baumhaus klettern, schaukeln, wippen, springen, säen und pflanzen …

… und wilde Tiere beobachten und wieder freilassen.

Ein Highligth ist das große Lagerfeuer mit Stockbrot

Anfangs sind manche Kinder etwas verunsichert: Was soll ich denn hier machen? Also erstmal vorsichtig das Terrain sondieren … und auf einmal hat man etwas für sich entdeckt. Einige Kinder finden neue Spielgefährten, andere beschäftigen sich mit Dingen, für die sie bisher kein Interesse hatten. Insgesamt ist es sehr harmonisch und ruhig. Es ist ja auch mittlerweile erforscht, dass Betätigung in der freien Natur die Sinne beruhigt. Das liegt u.a. am Sonnenlicht, der frischen Luft, der Erde, am Geruch, den Farben und den Naturgeräuschen. Wer entspannt ist, kann kreativ und im Flow sein. Das konnte ich immer wieder beobachten.

Ich empfehle sehr gerne diese Einrichtung. Kinder bekommen hier ein Stück Freiheit geschenkt fern von Konsum- und Medienterror.

Aus dem Vereins-Flyer (unbezahlte Werbung):