Grüne Tomaten

Kennt Ihr noch den Film „Grüne Tomaten“ mit Julia Roberts in einer Hauptrolle? Der Film spielt in Alabama im Whistle Stop Cafe. Dort treffen sich die Menschen und die Handlung entspinnt sich. Das landestypische Gericht frittierte grüne Tomaten wird wird neben den Dramen des Lebens gebacken und serviert.

Rezept aus Alabama Die noch unreifen grünen Tomaten werden in Scheiben geschnitten, gewürzt, paniert und in Fett ausgebacken. Sie werden oft mit einem Käsedipp serviert oder pur genossen.

Der Sommer ist vorbei und ich hab‘ mir Gedanken gemacht, wohin mit den vielen noch unreifen grünen Tomaten.

Nachreifen lassen

Tomaten reifen am liebsten im Dunkeln nach. Am besten geht das in Kombination mit Äpfeln und/oder Bananen. Diese geben Ethylen-Gas ab und signalisieren den Tomaten zu erröten. Manchmal klappt es – manchmal nicht.

Von einer älteren Freundin habe ich gerade den Hinweis erhalten, dass ihre Eltern die grünen Tomaten in einen Korb mit Torf gelegt hätten – diese wären gänzlich bedeckt worden. Der Korb stand im warmen Raum und es dauerte etwa eine Woche, bis die Tomaten rot wurden.

Solanin – die Dosis macht das Gift.

Tomaten sind (wie Kartoffeln, Auberginen und Paprika) Nachtschattengewächse. Diese Pflanzen enthalten das Alkaloid Solanin. Das Solanin baut sich beim Rotwerden der Tomaten ab. Es ist dann noch im Strunk enthalten, darum sollte man diesen nicht mit essen. Beim Verzehr von kleinen Mengen grüner Tomaten ist es unbedenklich, bei größeren Mengen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen kommen. Pflanzen nutzen Solanin als eingebauten Schutzmechanismus, um sich vor Schädlingen, Pilzen und Fressfeinden zu verteidigen. Das Alkaloid ist hitzebeständig, so dass Kochen wenig nutzt. Allerdings ist es wasserlöslich und geht in den Sud über. Daher ist blanchieren vor der Weiterverarbeitung eine gute Option – das Wasser sollte natürlich weggegossen werden. Schwangeren und Kindern würde ich weniger solaninhaltiges Essen geben. Aber wo fangen wir da an? Bei Kartoffel, grünen Paprika, Auberginen? Das sollte jeder für sich entscheiden und austesten.

Isoliertes Solanin – ein Heilmittel

Forschungen mit dem isolierten Toxin legen nahe, dass es bei bestimmten Krebsarten zum Zelltod führt. Außerdem besitzt es anti-inflammatorische, antibiotische, antivirale und antifungale Eigenschaften. Aber bitte nicht diese Nahrungsmittel tonnenweise zu sich nehmen!

Grüne Tomaten einlegen

Grüne Tomaten im Sud aus Wasser, Essig, Salz, Zucker Die Tomaten werden mit Kräutern, Senfkörnern, Koriander, Chillies, Piment, Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeerblättern unterschiedlich geschichtet und mit dem warmen Sud übergossen und anschließend eingekocht (29 bis 30 Minuten). Ich hab jedes Glas etwas anders bestückt, frische Kräuter waren Estragon, Petersilie und Basilikum. Den Sud habe ich erhitzt. Wasser und Essig sind im Verhältnis 1:1 gemischt, gesalzen hab ich nach Geschmack. Das ungeöffnete Glas dürfte einige Monate haltbar sein, wenn alles richtig gemacht wurde.
Grüne Tomaten mit warmer Vinaigrette aus Essig, Öl, Senf, Honig, Salz und Pfeffer. Die Tomaten werden mit Glasgewichten beschwert, so dass sie vollständig mit der Brühe bedeckt sind – das beugt einer Schimmelbildung vor. Gelagert werden die Tomaten im Kühlschrank. Sie sind einige Monate haltbar, wenn sie mit sauberen Löffeln entnommen werden und mit dem Sud bedeckt bleiben.

Andere Rezepte für grüne Tomaten findet Ihr reichlich im Internet, z.B. von Chutneys, Relishes, Fermentationen.

By the way Ich habe hier über die unreifen Tomaten berichtet. Diese sind nicht zu verwechseln mit den Sorten grüner reifer Tomaten, deren Solaningehalt im Normalbereich liegt.

Spirituelles

Foto m: Pixabay – herzlichen Dank!

Die rote pralle Tomate steht für Lebenskraft, Erdung, Herz und leidenschaftliche Energie.

Die grüne Tomate ist noch im Prozess, sie schützt sich vor Fraßfeinden und Krankheiten. Sie ist noch „grün hinter den Ohren“ und braucht Zeit, ihr Potenzial zu entfalten.  Psychosomatisch steht die unreife Tomate für Abgrenzung, Giftigkeit oder den „Schatten“. (Nachtschattengewächs). Dies weist darauf hin, dass man sich noch schützen muss bei bestimmten Lebensthemen.

Dass die Tomaten nicht mehr von alleine rot werden, zeigt das Ende eines natürlichen Zyklus im Außen (die Herbstsonne fehlt). Daher trägt es eine tiefe spirituelle Symbolik in sich, das, was nicht mehr zu ändern ist, anzunehmen und zu transformieren.

Indem man die grünen Früchte verarbeitet, hört man auf, einer idealisierten, perfekten Reife hinterherzujagen. Das, was im im Hier und Jetzt da ist – auch wenn es unfertig oder unvollkommen wirkt, wird angenommen. Es ist ein Akt der radikalen Akzeptanz eigener Lebensprozesse.

Durch das Kochen und Verarbeiten (das Element Feuer in der Küche) betreibt man „spirituelle Alchemie“. Die unbändige, manchmal bittere oder abwehrende Energie des Unreifen wird gewandelt in etwas Nährendes – durch Zuwendung, Gewürze und Wärme. So wird Energie quasi vom „Überlebensmodus“ (Wurzel) in die „Liebe und Heilung“ (Herz) geführt.

Selbstbemächtigung – Nährendes schaffen.

Eine Bitte an Euch

Forscht doch mal bei Euren Eltern/Großeltern/Nachbarn, Freunden, wie man die grünen Tomaten am Saisonende verarbeit bzw. verarbeitet hat. Ein Kommentar würde mich freuen.

Eure Monika

Ölauszüge von Schwarzkümmel, Hagebutte, Mistel

Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Bilder von Pixabay

Schwarzkümmelöl wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Hier eine Übersicht der traditionellen Anwendungen.

Innere Anwendung

  • Immunstärkend
  • Magen-Darm-Beschwerden: verdauungsanregend, lindernd bei Blähungen und anderen Magenbeschwerden
  • Atemwege: hilft bei Erkältungen, Asthma oder Allergien
  • Entzündungshemmend
  • Dosierung:  1–2 Teelöffel täglich, pur oder mit Honig vermischt

Äußere Anwendung

  • Hautpflege: hilft bei trockener, gereizter, entzündlicher Haut, z. B. bei Neurodermitis oder Akne
  • Haarpflege: fördert Haarwuchs und reduziert Schuppen
  • Massageöl: wird wegen seiner wärmende Eigenschaft gerne verwendet
  • Wundpflege: bei kleinen Hautverletzungen oder Ekzemen

Hagebutten (Rosa canina)

Hagebuttenöl (Wildrosenöl) hat traditionell ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Naturheilkunde, sowohl innerlich als auch äußerlich. Hier eine Übersicht:

Innere Anwendung

  • Gelenkgesundheit: entzündungshemmend bei Arthrose und Rheuma
  • Immunsystem: hilft freie Radikale abzufangen
  • Herz-Kreislauf: kann Cholesterin regulieren und somit das Herz  schützen
  • Haut von innen: Verbesserung des Hautbildes, Pflege bei trockener von innen heraus

Äußere Anwendung

  • Hautregeneration: traditioneller Einsatz bei Narben, Dehnungsstreifen und Pigmentflecken
  • Anti-Aging: durch  ungesättigte Fettsäuren (wie Linolsäure, Linolensäure) und Antioxidantien (wie Vitamin E und Provitamin A) Reduzierung von Falten und Verbesserung der Hautelastizität
  • Entzündungshemmend/beruhigend: bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Ekzemen
  • Feuchtigkeit: spendet Feuchtigkeit bei trockener und rissiger Haut
  • Sonnenschäden: Regeneration nach starker UV-Belastung

Mistel (Viscum album)

Innere Anwendung

  • Kreislaufregulierend: ausgleichend bei niedrigem oder hohem Blutdruck
  • Immunsystem stärkend
  • Krebstherapie: In der anthroposophischen Medizin wird Mistel in Form von Injektionen unterstützend bei Krebserkrankungen verwendet, um das Immunsystem zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Nervensystem: wirkt beruhigend bei innerer Unruhe oder nervöser Erschöpfung.
  • Stoffwechsel: Anwendung als Tee bei leichten Stoffwechselstörungen und zur Entschlackung
  • Misteltee (aus den Blättern und Zweigen) – wichtig ist hier die kalte Zubereitung, da manche Wirkstoffe hitzeempfindlich sind.
  • Wichtig: Die Mistel enthält auch giftige Bestandteile, deshalb sollte sie immer mit Vorsicht und bestenfalls nach Rücksprache mit einem Heilpraktiker oder Arzt angewendet werden. Insbesondere frische Beeren und größere Mengen können giftig sein.

Äußere Anwendung

  • Durchblutungsfördernd: Einsatz von Salben oder Umschläge bei Gelenkbeschwerden, rheumatischen Schmerzen oder Muskelverspannungen
  • Schmerzlindernd: Wickel oder Kompressen mit Misteltee können die Durchblutung anregen und Schmerzen lindern.
  • Wundheilung: selten Anwendung bei schlecht heilenden Wunden oder Hautentzündungen

Ölauszüge

Alle Pflanzen werden zu  gleichen Teilen mit Olivenöl püriert und im Wasserbad für mindestens 2 Stunden bei 40° bis 70°C ausgezogen. Danach wird das Gemisch gefiltert. Das Hagebuttenöl verwende ich pur und die beiden anderen Ölauszüge werden zu Salben verarbeitet.

Salben herstellen

Mistelsalbe mit ätherischem Lorbeeröl (welches beruhigend, erdend und aufheiternd + antibakteriell, antiviral und pilzbekämpfend wirkt) Schwarzkümmelsalbe mit ätherischem Rosmarinöl (welches beruhigend, entspannend und belebend + entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt)

Zur Salbenherstellung wird der Ölauszug erwärmt und darin wird Bienenwachs geschmolzen (10 bis 20 % der Flüssigkeit). Ein Teil des Bienwachses kann mit Kakao- oder Sheabutter ersetzt werden. Die Salbe wird in Döschen gefüllt und beschriftet. Hinzu kommen noch einige Tropfen ätherischer Öle. Diese erhöhen die Haltbarkeit der Salben, duften gut und haben noch eigene Heilwirkungen. Den abgefilterten Trester aller drei Pflanzen verwahre ich in einem Schraubglas auf. Diesen kann man als warme Packung gegen Hautirritationen oder athritische Schmerzen verwenden.

Die Salben sind von mir entwickelt worden, weil einige Bekannte und ich Mittel gegen Hauterkrankungen und Arthritis/Rheuma benötigen. Ich werde über die Wirkung berichten.

Selbstbemächtigung = den Heilungsprozess selbst in die  Hand nehmen

Weitere Blogs von mir zu den Themen: https://monika-rauch.com/2023/02/05/misteln-viscum/

Kostbares Hagebuttenöl

Jagdfieber

Kennt Ihr das auch? Ich scanne schon beim Autofahren die Wiesen und Wegeränder. Wenn ich dann begehrliche Objekte entdecke, muss mein Chauffeur auch schon mal drehen und halten.

Wenn mein Jagdinstinkt geweckt ist, gibt’s kein Halten mehr. Heute z.B. wollte ich nur mal kurz „guggen“ – mein Mann wartete dann geduldig die 1,5 Stunden und räumte derweil das Auto auf. Vielen Dank!!!

Auf der „Pirsch“ bewege ich mich langsam, dankbar und behutsam von Pflanze zu Pflanze. Die Kräuter meiner Wahl sammle ich so, dass noch genügend übrig bleibt. Ich nehme nur das, was ich gut kenne, um giftige Verwechsler auszuschließen. Wenn ich mir unsicher bin, versuche ich über eine PflanzenApp (PlantNet) herauszufinden, welches Gewächs ich gerade entdeckt habe. Zuhause (und manchmal vor Ort) recherchiere ich im Internet oder Büchern über Nutzen und Heilwirkung. Manchmal frage ich auch meine liebe Kräuterfrau und Lehrmeisterin. Ich schreibe meine Blogs, stelle die Bilder ein und erweitere so mein Wissen.

Pflanzen lehren mich, inne zu halten und behutsam zu sein. Sie zeigen mir auf, wie wunderbar die Natur ist und wie heilsam sie ist.

Zuhause werde ich die gesammelten Kräuter weiter verarbeiten:

  • Spitzwegerich, getrocknet aus Tee und als Alkoholauszug – wirkt gegen Mückenstiche und bei Husten
  • Echtes Johanniskraut, getrocknet als Tee oder ausgezogen in Öl (Rotöl) hilft äußerlich gegen leichte Verbrennungen und beruhigt innerlich bei Verstimmungen
  • Hagebutten getrocknet als wohlschmeckender Tee mit hohem Vitamin-C-Gehalt oder als Mandelöl-Auszug für die Haut
  • Odermennig als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden (bitter)
  • Wiesenlabkraut als Tee oder Alkoholauszug bei Magen-Darm-Beschwerden, als natürlicher Cholesterinsenker, bei Harnwegsinfekten (bitter)
  • Echte Luzerne als Tee gegen gegen Arthritis, Harnwegsinfektionen, Nieren-, Blasen- und Prostatabeschwerden, als Cholesterinsenker (bitter)
  • Wegwarte als Tee/ Alkoholauszug bei Reizmagen, Leber- und Verdauungsstörungen, bei Hautunreinheiten ,(bitter)

Die bitteren Kräuter sind auch sehr gut geeignet zum Ausleiten von Giftstoffen, Schwermetallen, Medikamentenrückständen etc. Dafür kann eine 4- bis 6-wöchige Kur, mit einigen Tassen Tee über den Tag verteilt, geeignet sein.

Falls eine Kur sinnvoll erscheint, bitte sich selbst gut beobachten und einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen, besonders bei schweren Erkrankungen oder Allergien.

Selbstbemächtigung = achtsam und dankbar jagen

Novemberschönheiten

Dieses Jahr ist es so wunderbar mild im November und wenn man die Augen offen hält, kann man noch so einiges entdecken.

Kratzdistel Insektenfreundin, Samen und Wurzeln sind eßbar. Rosette der zweijährigen Nachtkerze, Blüten und Samen enthalten wertvolle Öle, die entzündungshemmend und blutdrucksenkend wirken. Feuerdorn, immergrün, schwach giftig, Beeren dienen als Vogelnahrung. „Knallerbse“/Schneebeere, leicht giftig, Vogelnahrung, Tee aus Rinde wurde bei TB und Geschlechtskrankheiten eingesetzt, Bodenreinigerpflanze. Rainfarn hochgiftig, gut gegen Insekten und Gewürm. Berufkraut schützt vor den bösen Blick und Verwünschungen. Neugeborene wurden früher in einem Sud daraus gebadet um sie zu schützen.
Amaranth Samen liefern Vitamine und Nährstoffe, gut im Müsli. Mariendistel hochwirksames Lebermittel. Natternkopf harntreibend, fiebersenkend, hustenlindernd, gegen Kopfschmerzen, äußerlich bei Verstauchungen, Quetschungen, Zerrungen, Kamille beruhigend, entzündungshemmend. Königskerze bei Erkältungen. Storchschnabel entzündungshemmend, lindernd.
Rosenblüten und Ringelblumen sind entzündungshemmend und wundheilend. Cosmea sind insektenfreundlich und eßbar.
Es ist noch soviel da und ich ernte gerne etwas für einen frischen Tee.
Natur zieht sich zurück - dunkle Zeit, stilles Glück. 
Z.B. Tee aus Weißnessel, Brennnessel, etwas hartem Spitzwegerich, Löwenzahn, Schafgarbe, Nelkenwurz, Storchschnabel, Hagebutte. Die Vogelmiere kommt ins Pesto.

Jeder einzelne Sonnenstrahl, jede Blüte und jedes Kraut nehme ich dankbar an. Ich freue mich, dass der Rückzug in den Winter langsamer als sonst vonstatten geht. Die Ruhe in der der Natur ist mir willkommen, denn sie lässt mich das alte Jahr verarbeiten und Kraft sammeln für eine neue Zeit.

Selbstbemächtigung = langsamer Rückzug

(Hyper-)Aktivtag

Es war Samstag und ich wollte mich eigentlich ausruhen. Gut, das Brot für die Woche sollte schon vorbereitet werden. Daher rührte ich mal eben den Ansatz an und stellte ihn in Heizungsnähe. Dann plazierte ich mich selbst neben die Heizung (und dem Anstellgut), um ein bisschen zu schreiben. Dabei sinnierte ich übers Frühstück. Da ich noch das Nachthemd anhatte und es draußen trüb war, suchte ich mir ein schnelles Rezept im Netz heraus. So musste ich mich von meinem warmen Plätzchen erheben und loslegen. Geht ja schnell, dachte ich. Aber irgendwie kam eins zum anderen und ich war fast den ganzen Tag auf den Beinen.

Brötchen backen

Das Rezept war so auf Pinterest zu finden. Der Urheber ist „GuteKüche.ch“.

Brot

Das Anstellgut blubberte an der warmen Heizung ziemlich schnell ziemlich stark d.h. der Teig musste bereitet werden.

Den Sauerteig hatte ich mit Dinkel-Vollkornmehl vorbereitet. Die Zutaten für den Teig sind: – Anstellgut – Weizen- und Roggenvollkornmehl, sowie etwas helles Weizenmehl – Wasser – Salz.
Teig (teilweise) mit Koriandersamen und Kümmel würzen und über Nacht im Kühlschrank „kaltgaren“ lassen. Morgens wird das Brot gebacken und verspeist.

Brotkuchen

Beim Wursteln fielen mir getrocknete Brotreste in die Hände. Dank Suchmaschine fand ich ein Grundrezept für einen Brotkuchen.

Rezept: 500 g Brotreste würfeln und in 500 ml Milch ein bis zwei Stunden einweichen, die überschüssige Milch abgießen, 100 g Zucker, Obst nach Wahl (ich habe zwei Äpfel reingeschnippelt), eine Tüte gemahlene Mandeln, zwei Eier, etwas Backpulver, Haferflocken und Vollkornmehl für die Konsistenz und dann … Ab in den Ofen für eine Stunde bei 180 °C! Das Kuchenbrot ist megasaftig und man kann alles verwenden, was man übrig hat: Obst, Saaten, Trockenfrüchte, Nüsse, Schoki usw. Es ist höchstens das Fett der Nüsse drinnen und wenig Zucker. Eine vegane Variante funktioniert ebenso mit Ei-Ersatz oder Apfelmus und Pflanzenmilch.

Mazerate absieben

Demnächst will ich mit den Pflanzenauszügen Salben und Cremes herstellen. Daher wird es Zeit, die Tinkturen und Öle von ihren Kräutern zu trennen.

Zunächst war die Tinktur dran, die am längsten im Schrank steht: Seit 2021 wartet das Schöllkraut auf seinen Einsatz. Die Farbe ist echt gut, gelb-grün. Da es leicht giftig und ätzend ist, ist es nur für die äußere (!) Anwendung gedacht. Äußerlich soll es, mehrmals täglich aufgetupft, gegen Warzen und Hühneraugen helfen. Blog übers Schöllkraut: https://monika-rauch.com/2022/11/06/schoellkraut/
Bei der Mazertion werden Pflanzenteile in Wasser (Tee), hochwertigen Ölen, Essig, Honig, Zucker, Alkohol … (Tinkturen aus: Korn, Wodka, Rum, 98%igem Alkohol) ausgezogen. Die Mazerate aus Öl können warm oder kalt ausgezogen werden. Ich habe hier Öle mit Schafgarbe Johanniskraut, Hagebutten und Tinkturen mit verschiedenen Kräutern abgesiebt, abgefüllt und etikettiert.

Draußen

Den ganzen Tag drinnen und das auch noch im Nachthemd! Was sollen denn die Leute sagen? Omg! Daher: Katzenwäsche, was Altes anziehen und raus in den Garten!

Die Blätter wurden zusammengerecht und dann mit dem Rasenmäher geschreddert. Anschließend habe ich die Beete mit dem Rasen-Laub-Gemisch gemulcht. Der Mulch liefert dem Boden Nährstoffe und schützt ihn. Tiere finden im Laub Schutz (sofern ich sie nicht verschreddett habe).
Nachher brauchte ich eine halbe Stunde, bis ich den Rasenmäher vom Lehm befreit hatte.

Aufräumen

Wenn ich in der Küche werkele, putze ich zwischendurch die Flächen, spüle und räume auf. Trotzdem sieht es leicht nach Schlachtfeld aus.

Eigentlich hatte ich keinen Bock mehr. Aber wat mut, dat mut!

Meinen Aktivtag unterbrach ich am Abend, um mich mit einer Freundin zu treffen. Später tranken wir noch einen Kaffee bei mir und verspeisten dazu ein Stück Brotkuchen. Naja, der Kaffee mobilisierte meine letzten Kräfte für die Restarbeiten. Total erschossen, aber glücklich, fiel ich in einen komatösen Tiefschlaf.

Was ist das, das ich wie eine Bekloppte schaffe und das in meiner Freizeit? Es kommt bei der Arbeit eins zum anderen, ich suche nach Rezepten, überlege mir einen Zeitplan und organisiere, damit alles gut läuft. Ich bin ganz bei der Sache und im Flow. Zudem bin ich hochzufrieden, dass ich alle möglichen „Reste“ gut verwerten konnte. Für mich ist das Selbstbemächtigung = Selbstversorgung + Selbstfürsorge.

Da ich immer mal solche „Anfälle“ habe, hier noch ein ähnlicher Artikel von mir: https://monika-rauch.com/2022/10/02/flash-cooking/

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Die Blüte- und Erntezeit des Schöllkrautes liegt zwischen Mai und Oktober. Die Pflanze kann bis zu 70 cm hoch werden. (Foto:Pixabay)

Seit längerer Zeit wartet das Schöllkraut auf seinen Einsatz. Ich hatte Blätter, Stengel und Blüten im August 2021 angesetzt und ganz hinten in den Schrank gestellt, damit man es nicht versehentlich innerlich konsumiert. Beim Aufräumen ist es mir in die Hände gefallen, und da es einwandfrei riecht und aussieht, werde ich es nutzen. Die Farbe ist gelb-grün. Da es leicht giftig und ätzend ist, ist es nur für die äußere (!) Anwendung gedacht.

Gefiltert, in dunkle Flaschen gefüllt und etikettiert. Schaut mal, wie schön kräftig die Farbe ist.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Warnhinweis Extrakte des Schöllkrautes wurden einige Zeit in pharmazeutischen Magenmitteln (Iberogast) eingesetzt, aber vom Markt genommen, da sie in Verdacht stehen, Leberschäden hervorzurufen. Daher die Pflanze bitte nur äußerlich oder als homöopathisches Mittel nutzen!

Bitterstoffe, Alkaloide und Flavonoide erhöhen die Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes und des Unterleibes, sie wirken krampflösend, beruhigend und galletreibend. Äußerlich soll es, mehrmals täglich aufgetupft, gegen Warzen, Hühneraugen, Ekzeme, Schwielen und Schuppenflechte helfen. Hier helfen die antiviral wirkenden Alkaloide. Man kann den Milchsaft, der aus den Stengeln und Blättern tritt, direkt auftragen oder man nutzt eine Tinktur, die etwas schwächer wirkt. Da der Saft leicht ätzend ist, sollen die kranken Stellen nur punktuell betupft werden. Falls allergische Reaktionen, Jucken oder Brennen auftreten, sollte das Mittel abgesetzt werden.

Das Schöllkraut hat viele Eigenschaften. So empfehle ich auszusortieten: Was hilft, kann genutzt werden. Was vergiftet und verätzt, sollte man eben bleiben lassen. Wie im wahren Leben.

Selbstbemächtigung = was gut tut, nutzen und was vergiftet und ätzt, meiden.

Griechische Blütengrüße

Während unseres letzten Kretaurlaubes hab‘ ich einige die Blühpflanzen unter die Lupe genommen:

Woher hat das das Wandelröschen (Lantana camara) seinen Namen? Ganz einfach – es verändert seine Farben. Verschiedenen Rot- und Purpurtöne, Orange, Gelb, Weiß; mit zunehmender Blühdauer werden sie dunkler und verfärben sich, sodass die Blütenstände oft eine bunte Mischung von verschiedenen Farbtönen beinhalten. Volksheilkundlich wurde die Pflanze äußerlich gegen Lepra, Windpocken, Masern, Geschwüren verwendet. Die Frucht ähnelt der Brombeere, ist aber giftig. Ursprünglich kommt das Röschen aus Amerika und ist in vielen Ziergärten anzutreffen.
Oleander (Nerium oleander) ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Hibiskus (Lubera) wirkt durstlöschend, abführend, harntreibend, gallentreibend, antibakteriell und krampflösend. Bleiwurz (Plumbago) stammt aus Südafrika und wird wegen ihrer blauen Farbe gerne als Zierstrauch gesetzt. Heilkundlich wird die Pflanze nicht verwendet.
Der Zierstrauch stammt aus den Tropen Amerikas. Die Samen der Wunderblume sind giftig. „Die Wunderblume (Mirabilis) verdankt ihrem Namen höchstwahrscheinlich der wundersamen Eigenschaft, verschiedenfarbige Blüten an jeder einzelnen Pflanze zu tragen. Dies geht auf eine Besonderheit im Erbgut der Samen zurück.“
(mein-schoener-garten.de)
Über den Tabak habe ich einen extra Blog geschrieben: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/

Im Sommer ist es auf Kreta ziemlich trocken. Lichtblicke in den Küstenregionen sind oft die blühenden Sträucher. Zum Beispiel säumen kilometerweit Oleandersträucher die Überlandstraßen, was sehr hübsch aussieht.

Selbstbemächtigung = nach Lichtblicken Ausschau halten

Pflanzenportrait und Geschichte: Tabak

In meinem Urlaub auf Kreta fallen mir einige Pflanzen auf, die ich bisher noch gar nicht kannte. So auch diese Tabakpflanze, die auf einem ausgetrockneten Feld ein kleiner Lichtblick ist.

Blaugrüner Strauchtabak (Nicotiana Glauca)

Tabak ist „gefährlich“, es enthält das Nervengift Nikotin. Allerdings macht die Dosis das Gift. Das Nachtschattengewächs wurde lange vor Kolumbus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent angebaut.

Bei den indigenen Völkern wurde Tabak geraucht, geschnupft oder sogar als Saft getrunken. Es wurde oral, anal und vaginal angewendet. Allerdings galt Tabak als Heilpflanze und als Mittel für rituelle Handlungen, welches keinesfalls nur zum Spaß konsumiert werden durfte.

Tabak hilft seit Jahrtausenden den Schamanen in die Geisterwelt einzudringen – die Wirkung geht von bewusstseinserweiternd über einen Trancezustand bis hin zum Tod. Auch bei Friedensritualen wurde die Pflanze eingesetzt. Wer kennt sie nicht, die Friedenspfeife?

Nikotin, auch Nicotin, benannt nach Jean Nicot, ist ein Alkaloid, das vorwiegend in der Tabakpflanze und in geringerer Konzentration auch in anderen Nachtschattengewächsen vorkommt.

https://www.chemie.de/lexikon/Nikotin.html

Als Heilpflanze (am besten homöopathisch oder äußerlich) hilft Tabak gegen entzündliche Beschwerden, Autoimmunerkrankungen und gegen Parasiten.

Der französische Gesandte am portugiesischen Hof, Jean Nicot (1530 – 1600), war fest davon überzeugt, dass der Tabak sinnvoller verwendet werden kann, als es in der Mitte des 16. Jahrhunderts der Fall war.

https://www.museum-wiesental.de/heimatmuseum/arbeiten-im-ort/zigarrenindustrie/

Tatsächlich kam die Pflanze im 16. Jahrhundert zunächst als Heil- und Zierpflanze nach Europa. Die leicht zu kultivierende Pflanze konnte mit Laub gestreckt werden und stand somit auch den einfachen Bevölkerungsschichten zur Verfügung. Zur damaligen Zeit wurde das Rauchen jedem empfohlen, damit der Rauch Krankheiten und Beschwerden vertriebe. Allerdings wurde ein maßvoller Umgang empfohlen, weil die Wirkung sonst ins Gegenteil umschlagen würde. In den Kriegen rauchten viele Soldaten, weil Tabak den Hunger dämpfte und angeblich die Aufmerksamkeit erhöhte.

Der Konsum von Tabak verbreitete sich europa- und weltweit sehr rasch. Allerdings wurde das angebliche Wundermittel von Kirchen, manchen moslimischen Religionsführern und auch im dritten Reich nicht gutgehießen. Wer rauchte, wurde exkommuniziert oder gleich geköpft. Im Nazi-Deutschland sollten junge Frauen aufs Rauchen verzichten, damit sie gesunde, stramme Staatsbürger produzieren können.

In Deutschland hat der Anbau von Tabak eine 400jährige Tradition, die langsam zu Ende geht, da unser Klima nicht die beste Voraussetzung für einen heute profitablen Anbau schafft.

Heute wird der Tabakkonsum stark reglementiert, indem die Steuer auf Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak usw. sehr hoch ist. Außerdem kleben auf jeder Zigarettenpackung abschreckende Bilder von Menschen mit Mundkrebs und Raucherbeinen.

Rauchen ist trotz verschiedener Wirkweisen gesundheitsschädigend und kann tödlich sein: „Nikotin ist suchterregend, potenziell krebsfördernd und giftig“ erklären drei Pneumologen-Verbände auf ihrer Seite „Lungenärzte im Netz“. Laut Bundesgesundheitsministerium sterben in Deutschland über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Ich hatte glücklicherweise nie richtig geraucht. Mich interessiert die Pflanze einzig aus der phytotherapeutischen Sicht.

Selbstbemächtigung = maßhalten

Pflanzen im Frühsommer

Gerne ziehe ich durch die Lande: morgens, wenn die Luft noch frisch und klar ist oder abends, wenn es ruhiger wird und kühler. Ich bin dankbar für den reich gedeckten Tisch, den die Natur bereit hält. Kräuter, Gemüse und Früchte wirken sich auf unsere Gesundheit positiv aus und helfen uns, im seelischen Gleichgewicht zu bleiben.

Goldfelberich/Gilbweiderich wirkt blutstillend. Fingerhut ist stark giftig,Finger weg! (Dessen Extrakt wirkt in geringen Dosen bei Herzschwäche.) Giersch schmeckt gut als Gemüse und hilft bei Entzündungen und Erkältungskrankheiten. Pastinake unterstützt bei Magen-Darm-Beschwerden, Nierenleiden, Unruhezuständen.

Einige wenige klinische Untersuchungen bestätigen die Wirkungen der Heilpflanzen (siehe unten: ESCOP, HMPC, Kommission E). Allerdings werden oft nur einzelne Inhaltsstoffe untersucht, nicht aber die Kombination/das Zusammenspiel derselben. Klinische Forschungen über Heilpflanzen gibt es häufiger im Baltikum, in Russland und im Balkan. Wir in Deutschland tun uns schwerer, unser Heilpflanzenwissen mit Forschungen zu vertiefen. Ich vermute, dass bei uns Traditionen im Allgemeinen keinen großen Stellenwert haben. Wir versuchen alles wissenschaftlich zu belegen (was seine Berechtigung hat) und lassen das Leben und dessen Mysterium nicht zu uns durchdringen. Das hat manchmal zur Folge, dass wir unseren Ursprung und unsere Wurzeln, das Wissen unserer Ahnen und somit unsere Entwicklung nicht anerkennen und leben. Manchmal sind wir von unserer Natur/von unserem Inneren abgetrennt und es fehlt was ganz Entscheidendes. Vielleicht schreibe ich darüber einen Extra-Blog.

Rosen – große Liebe https://monika-rauch.com/2022/07/01/rosen/
Rotklee, enthält einen höheren Anteil an Phytohormonen als Soja, hilft bei Beschwerden der Menstruation, der Prostata, der Wechseljahre. Apfel hilft bei Durchfall, zur Zahnreinigung gegen Entzündungen und Demenz. „An apple a day keeps the doctor away.“ Weißklee hilft bei Erkältungen, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Vergiftungen. Kamille beruhigt bei Entzündungen der Haut und der Verdauungsorgane. Süßkirschen können bei Bluthochdruck, Gicht und Demenz hilfreich sein. Der Hundsrose und ihrer Frucht, der Hagebutte, ist sogar ein altes Kinderlied gewidmet:  “Ein Männlein steht im Walde”. Sie helfen bei Hauterkrankungen, Erkältungen, Rheuma, Gicht.
Lavendel beruhigt, die Ziererbse blüht schön pink, die Wurzel des Alantes wirkt bei Appetitlosigkeit, Bronchitis, Darmentzündung, Gallenbeschwerden, Reizhusten, bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden, gegen Würmer. Hornklee findet Anwendung bei Schlafstörungen, Unruhezuständen, starker Nervosität, Angst, Herzschwäche, Hautentzündungen, Krämpfen. Die Kugeldistel sieht schön aus und ist eine Bienenweide. Sie kann bei Nieren- und Leberleiden helfen. Das rote Mädesüß ist mit unserem Mädesüß verwandt und kommt aus Amerika. Es wächst bei mir als Zierstaude im Garten.
Obstsorten: Brombeere Die Frucht ist gut bei Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Zahnfleischentzündungen; die Blätter wirken bei Durchfall. Himbeeren haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und helfen bei Durchfall und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und einem geschwächten Immunsystem. Holunder im Garten ersetzt den Apotheker, er hilft bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress,Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren Pflaume (übrigens: Mirabellen, Renekloden, Zwetschgen sind Kreuzungen der Pflaume) unterstützt den Körper bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress, Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren. Traube hilft bei Gicht-, Rheuma- und Arthroseschmerzen, sie unterstützt die Gewichtsreduktion und schmeckt lecker.
„Nasse Füße“ Diese Pflanzen wachsen gern in der Nähe zu Gewässern. Mädesüß hat eine starke Heilwirkung. Man nennt es auch Wiesen-Aspirin. https://monika-rauch.com/2022/07/03/maedesuess/
Fast nur heilsame Pflanzen: Fingerkraut wirkt bei Durchfall,  Regelschmerzen, Entzündungen. Die kleine Braunelle ist stark antiviral, daher gut bei Herpes.  Sumpfschachtelhalm ist für Tiere giftig und sollte nicht mit dem heilsamen Ackerschachtelhalm verwechselt werden. Johanniskraut ist ein starkes Mittel bei depressiven Verstimmungen und wirkt hautberuhigend bei Sonnenbrand und Mückenstichen. Die wilde Karde soll bei Hautkrankheiten,
Magen-Darm-Beschwerden, Borreliose helfen. Letzteres ist umstritten. Odermennig ist gut bei Durchfall und Hautkrankheiten.

Was ist die ESCOP, HMPC und die Kommission E? Um hier eine Hilfestellung zu geben, verfassen verschiedene Institutionen Monographien. In den Monographien der ESCOP, HMPC und der Kommission E werden alle Informationen zu Studien, Tagesdosierung sowie Nebenwirkungen zusammengefasst.

https://krautundwurzel.com/was-ist-die-escop-hmpc-und-die-kommission-e/

Disclaimer Die beschriebenen Heilwirkungen beruhen auf Überlieferungen, sowie eigenen Erfahrungen und werden seit Jahrhunderten so angewendet. Bei schweren Symptomen/Krankheitsverläufen bitte einen Arzt konsultieren! Hilfreich ist oft eine Kombination aus einer schulmedizinischen Behandlung und einer phytotherapeutischen.

Selbstbemächtigung = Heilung durch die Natur erfahren

Winterlinge

Fotografiert in Rodheim v.d.Höhe/Wetterau, Februar 2022, unter einem Walnussbaum

Winterlinge (Eranthis hyemalis) sind giftige Hahnenfußgewächse. Sie wachsen aus Knollen, das sind verdickte und fleischige Stängel- oder Wurzelteile (wie die Kartoffel, sie ist auch ein Knollengewächs).

Winterlinge sind Frühblüher und kommen ungefähr zeitgleich mit den Schneeglöckchen aus der Erde. Die Blüte beginnt ab Mitte Februar, je nach Region. Winterlinge sind  Trachtpflanzen für Bienen, die bei mildem Wetter ihre ersten Sammelflüge starten.

Ursprünglich stammen die gelben Blüher aus Südeuropa. Bei uns wurden sie im 16. Jahrhundert kultiviert.

Ihre Lieblingsstandorte sind feuchte Laubwälder, in Gebüschen, in Weinbergen, unter Bäumen.

Ich freue mich einfach nur, wenn ich die gelben Farbtupfer sehe.

Viele Blütengrüße, Eure Monika

Selbstbemächtigung = Farbe ins Herz lassen 💛