Betriebsausflug nach Eltville

Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)

Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:

Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
  • Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
  • Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
  • Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
  • Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben

Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).

Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.

Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.

Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.

Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:

„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“

Event-Partner.de

Selbstbemächtigung = Gemeinsamkeiten schaffen

Mit dem Cabrio im Allgäu

Eine Woche Urlaub im Mai, aber wohin? Wir haben uns für eine Tour mit unserem Youngtimer entschieden. Als grobes Ziel war die Deutsche Alpenstraße anvisiert. Das ist hauptsächlich die B308, die von Lindau am Bodensee bis in die Gegend von Salzburg führt. Wir sind zunächst über Dieburg/Hessen durch den Odenwald am Neckar entlang gefahren – das ist eine sehr idyllische Strecke. Im Stuttgarter Raum wurde es hektisch, eine Stadt nach der anderen, viele Baustellen und krasse Tempolimits (Baden-Württemberg). Irgendwann fuhren wir genervt auf die A81 bis zur Ausfahrt Engen. Von dort haben wir den Aachtopf besucht.

Der Aachtopf

Überlingen am Bodensee

St.-Nikolaus-Münster

Bauernmarkt in Überlingen

Pfahlbauten Unteruhldingen

Von Lindau nach Immenstadt

Kreuz und quer bis ins Ötztal

Wir klapperten einige kleine Pässe ab und landeten schließlich im Ötztal in einem Explorer-Hotel. Das sind sehr minimalistisch eingerichtete Hotels mit frischem Flair und einem einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis. Uns hat’s sehr gut gefallen, obwohl wir als Dinos den Altersschnitt leicht angehoben haben.
Unser treues Gefährt
Pässe, das Hotel und mein persönlicher Fahrer. Schaut mal auf die Benzinpreise, sie sind 30 bis 40 % günstiger als in Deutschland.

Über den Kühtaisattel zurück ins Allgäu

Idyllische Landschaften wechseln sich mit tristen kahlgefahrenen Skiorten ab.
Im Winter ist’s bestimmt schön hier, wenn der Schnee alles bedeckt.
Schnee auf 2017 Höhenmetern
Am Walchensee vorbei in die Jachenau

Dieser See hat uns total überrascht mit seinem karibischen Blau! Hier möchte ich mal länger hin, wenn es warm ist. So denken wohl viele, denn in der Saison ist die Jachenstraße mautpflichtig und es hat unzählige gebührenpflichtige Parkplätze. Trotzdem, dieses Wasser möchte ich unbedingt beschwimmen! Auch die Jachenau ist wunderschön: Eine schmale Landstraße, mit saftig grünen Wiesen, dem Flüsschen Jachen und wenigen kleinen Dörfern. Rausgekommen sind wir in Bad Tölz, das auch einen Besuch wert ist. Wir sind aber weitergefahren, da wir ein anderes Ziel hatten.
Saftige Wiesen
Murnau ist eine bayrische Kleinstadt am Staffelsee. Hier fanden wir in einer kleinen Pension Quartier.
Alpenländische Kulinarik,: Deftiges Essen (hier Spinatpressknödel mit Sauerkraut) und natürlich Bier. In Murnau gibt es das ortsansässige Griesbräu.😋
Über kleine Landstraßen Richtung Autobahn

Unser Urlaub hat nur sechs Tage gedauert, wir haben viel gesehen und konnten meist offen fahren, trotz Regenvorhersagen. Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir uns auf kleine Abenteuer einlassen konnten: Fremdes Terrain erkunden, Hotels suchen, offen fahren, lustige Tagebücher drehen (wird noch verlinkt), verschiedene Biere kosten … Es war schön, einfach das zu tun, was uns gerade in den Sinn kam. Wir sind langsam durch die Lande gefahren, natürlich nicht als Verkehrshindernis. Die Sonne schien fast immer und wir waren gut druff. Ein schöner Urlaub!

Selbstbemächtigung = fremdes Terrain erkunden

Abenteuer nach Luttach

Neben dem Tourismus leben die Menschen hier oben von der Milch- und Holzwirtschaft. Blumengeschückte Kruzifixe säumen die Wege.

Heute wollten wir es mal langsam angehen lassen. Einfach auf eine Bank setzen und die Aussicht in der Sonne genießen. Unser Ziel war die Bank von vorvorgestern (in der Nähe der Roaner Hütte). Die Bank war nur 250 Höhenmeter entfernt und in 1,5 Stunden erreicht. Da saßen wir auch eine Weile. So weit, so gut. Dann wollten wir nur mal schauen, was nach der nächsten Biege kommt: Ein Hinweisschild, runter nach Luttach in 1 Stunde und 40 Minuten! Das mit den 650 Höhenmetern haben wir ignoriert und verkannt.

Zunächst liefen wir einen schmalen, steilen und steinigen Waldpfad runter. Meine Beine zitterten ganz schön. Gut, dass mir mein Mann manchmal die Hand reichte. Einmal ist er ausgerutscht und setzte sich dabei auf den Hosenboden, es ist aber nix passiert.

Irgendwann atmeten wir auf, weil wir ein paar Häuser sahen und die Wege breiter wurden. Der Wegweiser führte uns quer über Weiden, ließ uns unter oder über Elektrozäune klettern und dann ging es wieder in den Wald. Ich sage Euch, der Weg war noch steiler und enger. Manchmal jammerte ich etwas. Aber was half es? Ich musste da durch. Zwischendurch zischte eine ca. 80jährige Dame an uns vorbei. Sie hatte zwei Wanderstöcke dabei und grüßte uns freundlich: „Immer schön langsam und vorsichtig!“ Weg war die Tiroler Berggemse! Es dauerte Ewigkeiten, bis die Wege breiter wurden und noch länger, bis wir die Bushaltestelle in Luttach erreichten. Von dort fuhren wir nach Sand und stiegen um in den Bus zu unserem Hotel.

Und dort wartete bereits die Sauna auf uns.😊

Über unseren Köpfen segelten die Paragleiter. Die meisten starteten am Speikboden.
An den Kühen mussten wir dicht vorbeigehen. Die hat das aber nicht weiter gejuckt.
Da unten ist Luttach. Die Kirchen sehen sich in der Gegend sehr ähnlich. Vielleicht waren die im Dutzend billiger?🤔 Was das für ein Raupe ist, weiß ich nicht.

Diese Tour war fast eine Nummer zu groß für uns. Wir sind aber kontinuierlich gelaufen, denn es gab nur den einen Weg für uns. Zurückgehen war keine Option. Am Ende waren wir stolz und glücklich, es geschafft zu haben.

Selbstbemächtigung = sich überwinden

Von Sand in Taufers zu den Reinbach Wasserfällen

Die italienische Marktgemeinde liegt im Nordosten Südtirols. Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Sand. Vom Ortsteil Winkel (Wasserfallbar) geht die Wanderung zu den drei Wasserfällen. Hier bieten sich imposante Naturschauspiele, wo sich der Reinbach dreimal in die Tiefe stürzt. Zwischendurch stößt man immer wieder auf den Franziskus-Besinnungsweg, der zur Meditation einlädt.

Die Wege sind gut beschildert und bis zum obersten Wasserfall legt man ungefähr 200 Höhenmeter zurück. Beim Gasthaus Tobl kann man einkehren und/oder mit dem Bus nach Sand, Rein oder Ahornach fahren.

Kirche zum Hl. Sebastian, Burg Taufers, Reinbach
Immer dem Bach entlang kommt man zum Ortsteil Winkel.
Jetzt geht’s langsam hoch. Bis zum ersten Wasserfall könnte man noch mit einem geländegängigem Kinderwagen/Rollstuhl fahren. Dann geht’s auf Wald- und Steinpfaden weiter. Zwischendurch kann man auf sonnigen Plätzchen ausruhen.
Rechts: Skulptur vom Meditationsweg
Höchster Wasserfall

Eigentlich wollten wir uns einen wanderfreien Tag in Sand gönnen. Uneigentlich war es uns dann doch etwas zu geruhsam und der Reinbach lockte. Die Strecke war gut zu bewältigen. Beim Tobl stiegen wir nach einem Bierchen in den Bus und ließen uns direkt zum Hotel kutschieren. Danach lockte die Sauna.

Selbstbemächtigung = Pläne anpassen

Bruneck/Brunico

Bruneck ist die fünftgrößte Stadt Südtirols und Hauptort des Pustertals. Hausberg und bekannter Skiort ist der Kronplatz.

Im Jahr 1250 erbaute ein Brixner Bischof auf dem Schlossberg eine Burg und legte damit den Grundstein für die 1256 urkundlich erwähnte Stadt. Da der kleine Ort zentral liegt, erblühten Handel, Gewerbe und Kunsthandwerk.

Heute ist in der Burg das Messner Mountain Museum untergebracht. Gewidmet ist es ist den Bergvölkern aus aller Welt – Asien, Afrika, Südamerika und Europa – sowie ihrer Kultur, ihrer Religion und dem Tourismus. Das Museum ist modern in die Burg integriert und zeigt die Gemeinsamkeiten der Bergvölker, die Reinhold Messner besucht und beobachtet hat. Sinn des Museums ist das Erkennen, dass alle Völker achtsam und tolerant mit ihrer Natur umgehen sollten und dass alles mit allem zusammenhängt.

Die Geschichte oben zeigt zudem, wie wichtig eigenverantwortliches Handeln ist.

Selbstbemächtigung

Höhenweg von Ahornach nach Rein

Laufen ist eine schöne Sache. Eine Bergtour allerdings ist – zumindest für mich – eine Herausforderung. Die Abkürzungen führen sehr schnell zum Ziel, allerdings pausiere ich nach wenigen Schritten und rufe nach einem Sauerstoffzelt, weil es eben steil bergauf geht. Und runter ist auch nicht unbedingt leichter. Immer bremsen und schauen , dass man nicht abrutscht.

Das Gefühl, wenn … eine Etappe geschafft ist, ein sagenhafter „Gugg“ sich auftut, man ein gerades Stück gehen darf (also bis zur nächsten Biegung), man durch frischen knirschenden Schnee stapft, man die klare Luft einatmet und sich Dampf beim Ausatmen bildet … unbeschreiblich!

Nach 5 Stunden und ca. 700 Höhenmetern mit nur kurzen Trinkpausen haben wir unser Ziel erreicht – erschöpft, aber geerdet und froh, dass unsere Hotel eine Sauna hat.

Beim Wandern bezwingen wir nicht den Berg, sondern uns selbst. (Tibetisches Sprichwort)

Selbstbemächtigung

Ahrntal in Südtirol

Reisebericht

Wohin in einer Woche Herbstferien? Wir wollten ein schönes Hotel mit einem kleinen Wellnessbereich, eine schöne ruhige Gegend, viel frische Luft und wenn’s geht, ganz viel Sonnenschein.

Wir entschieden uns für Ahornach im Ahrntal gleich hinter der Österreichischen Grenze.

Offiziell gehört dieser Teil des Landes zum nördlichen Italien. Südtirol bildet zusammen mit der Provinz Trentino die Region Trentino-Südtirol. Im Herzen sind die „Ur-Südtiroler“ unabhängig. Die Region ist autonom und geniesst besondere Rechte. Die ursprünglichen Sprachen sind Deutsch und Laddinisch, allerdings müssen die Kinder in den Schulen auch Italienisch lernen. Es gibt deutsche oder italienische Schulen. Mittlerweile leben hier, durch staatliche Siedlungspolitik betrieben, viele italienisch-stämmige Menschen. Mir gefällt die Mischung aus italienischer Lebensart und südtiroler Eigensinn. Die Menschen begrüßen sich (und uns) mit einem freundlichen „Griaßt Eich!“. Und mir gefällt die Küche bzw., was sie hervorbringt.

Wir sind via Brennerpass und Fernpass ins Land eingereist. Das sind Fotos, die ich während der Fahrt schoss.
 Über dem Talkessel von Sand in Taufers liegt auf 1.344 m das sonnige Ahornach.
Hier gibt es viel zu entdecken.
Viele Wandewege kreuzen hier. Es geht auf und ab und man kann schon einige Höhenmeter überwinden. Wir sind zunächst „moderat“ gelaufen. Und am nächsten Tag moderat und das 4 Stunden lang.
Einheimisches Viehzeugs
In den alpinen Gebirgsregionen ist das Tragen von Kuhglocken nahezu Pflicht (also für die Kühe). Das hat verschiedene Gründe: 1. Wiederfinden auf unübersichtlichen Weiden 2. Schutz vor Krankheiten und Geistern 3. Schutz vor Bären und und Wölfen 4. aus Tradition, weils so schön heimelig klingt.
Kühe muhen und Schafe blöken. Ich versuche es ihnen gerne nach, um ein schönes Foto zu bekommen, wenn sie dann mal gelangweilt aufschauen.
Alles nebeneinander: Ein kleines Kapellchen, zwei Zwerge und zur Sicherheit noch ein Kruzifix.
Mystischer Wald
Schöne Augenblicke. Auf der Bank hat die Sonne unsere müden Knochen gewärmt.
Heimelig

Wenn Ihr mehr über Südtirol erfahren möchtet, hab‘ ich hier eine gute Erklärung gefunden: „Südtirol – Klexikon – das Kinderlexikon“ https://klexikon.zum.de/wiki/S%C3%BCdtirol

Selbstbemächtigung = das Land wahrnehmen und für die Schönheit dankbar sein.

Moin aus Ostfriesland – Aurich

Film

Auf der Rückreise schauten wir uns die historische Drogerie Maaß in der Innenstadt an. Der Laden ist seit Generationen in Familienbesitz und man bekommt hier Nützliches zum moderaten Preis. Wir erstanden Tassen, Friesentee, ein echtes Fensterleder, einen Emaille-Seifenhalter und verschiedene Seifen. Die Besitzerin freute sich und erlaubte mir, einige Fotos zu machen. Nervig seien die Menschen, die nur zum Fotografieren kämen und die Stammkunden belästigen würden. Verständlich. Also, wenn Ihr da mal hinmöchtet, fragt und kauft vielleicht eine Kleinigkeit!😊


Anschließend waren wir in der fünfstöckigen Windmühle, die mittlerweile von der Stadt Aurich unterhalten wird. Bevor wir die Mühle besichtigten, plauderten wir mit einem netten Herrn, der auch im Mühlenverein engagiert ist. Er konnte uns eine Menge erklären – den Rest haben wir dann oben erfahren.

Mühlen wurden nicht nur für das Mahlen von Getreide genutzt. Man nutzt/e sie zum Entwässern, Bohren, als Sägeantrieb, als Pump-, Mahl, Schöpf- und als Ölmühle. Heute nutzt man die Windkraft hauptsächlich für die Stromerzeugung.

Miniatur-Ausstellung

Mit der Industralisierung und der Erfindung von Dampfmaschine und Elektromotor wurden die Mühlen unrentabel und werden heute meist nur noch museal genutzt.

Nach der kleinen Aurich-Tour setzten wir uns ins Auto und quälten uns die A45 runter nach Hessen.

Auf dem Weg zur Autobahn haben wir diesen schönen Ort entdeckt.

Moin aus Ostfriesland: Greetsiel

NABU und Fischer tun sich zusammen, den Müll aus den Meeren zu befördern.

Greetsiel blickt auf eine über 650-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1388 wird Greetsiel das erste Mal urkundlich erwähnt. Greetsiel liegt an der Leybucht, im westlichen Ostfriesland als Teil der Gemeinde Krummhörn. Während der Fangzeiten sind die Greestsieler Kutter bis an die Grenzen von Dänemark unterwegs.

Sie fangen Seezungen, Butt, Schollen, Scharben und – und Granat (Krabben). Für die Krabbenfischerei ist Greetsiel bekannt. Allerdings haben sie mit weiten Wegen und hohen Umweltauflagen zu kämpfen. Damit verbunden sind lange Fahrzeiten, höhere Kosten und eine niedrige Fangquote. Daher stellen immer mehr Fischer ihre Krabbenfischerei ein.

Im Hafen
Diese Mühle kann besichtigt werden, unten werden Mehle, Brot und Tünnef verkauft. Im Nebengebäude ist ein Café untergebracht.
In der Mühle
Gugg von der einen
zur anderen Mühle. Unten links ist ein Sieltor zu sehen.

Greetsiel ist das größte Fischerdorf in der Umgebung und hat einiges zu bieten: Hotels, Ferienwohnungen, nette Einkaufsstaßen, Cafés und Restaurants, verschiedene Boot- und Kutterausflüge und die beiden Windmühlen, wovon eine besichtigt werden kann.

Im „Strandgut“ gibt es schöne Deko-Artikel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stimmig.
Klare Empfehlung
Hier geht’s beschaulich zu.
Kleine Ladengeschäfte

Greetsiel ist für mich der attraktivste Ort in Ostfriesland. Beim nächsten Urlaub in der Gegend werde ich mir hier ein Zimmer suchen.

Selbstbemächtigung bedeutet zu reisen und sich dabei weiterzubilden.

Moin aus Ostfriesland: Carolinensiel

Eigentlich wollten wir uns das Sielmuseum anschauen. Leider hat es wegen Renovierung geschlossen. Wir erwischten eine sehr freundliche Mitarbeiterin des Museums bei einer Zigarettenpause. Sie machte uns auf die Wattenmeerausstellung im gleichen Haus aufmerksam. Außerdem zeigte sie uns den Schaufelraddampfer, mit dem man im Kanal bis nach Harlesiel, dem eigentlichen Hafen, schippern kann.

Die alten Schiffe liegen direkt im Kanal von Carolinensiel. Oben rechts sieht man den Schaufelraddampfer, mit dem wir natürlich unterwegs waren.
Jacht- und Fähr-Hafen befinden sich hinterm Sieltor in Harlesiel. Einen Strand hats dort auch. Leider war Niedrigwasser.

Wir besuchten die Ausstellung, fuhren mit dem Dampfer und legten uns gemütlich in den Sand. Nach einem kurzen Schläfchen ging’s zurück zum Hotel, wo die Sauna auf uns wartete.