Griechische Blütengrüße

Während unseres letzten Kretaurlaubes hab‘ ich einige die Blühpflanzen unter die Lupe genommen:

Woher hat das das Wandelröschen (Lantana camara) seinen Namen? Ganz einfach – es verändert seine Farben. Verschiedenen Rot- und Purpurtöne, Orange, Gelb, Weiß; mit zunehmender Blühdauer werden sie dunkler und verfärben sich, sodass die Blütenstände oft eine bunte Mischung von verschiedenen Farbtönen beinhalten. Volksheilkundlich wurde die Pflanze äußerlich gegen Lepra, Windpocken, Masern, Geschwüren verwendet. Die Frucht ähnelt der Brombeere, ist aber giftig. Ursprünglich kommt das Röschen aus Amerika und ist in vielen Ziergärten anzutreffen.
Oleander (Nerium oleander) ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Hibiskus (Lubera) wirkt durstlöschend, abführend, harntreibend, gallentreibend, antibakteriell und krampflösend. Bleiwurz (Plumbago) stammt aus Südafrika und wird wegen ihrer blauen Farbe gerne als Zierstrauch gesetzt. Heilkundlich wird die Pflanze nicht verwendet.
Der Zierstrauch stammt aus den Tropen Amerikas. Die Samen der Wunderblume sind giftig. „Die Wunderblume (Mirabilis) verdankt ihrem Namen höchstwahrscheinlich der wundersamen Eigenschaft, verschiedenfarbige Blüten an jeder einzelnen Pflanze zu tragen. Dies geht auf eine Besonderheit im Erbgut der Samen zurück.“
(mein-schoener-garten.de)
Über den Tabak habe ich einen extra Blog geschrieben: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/

Im Sommer ist es auf Kreta ziemlich trocken. Lichtblicke in den Küstenregionen sind oft die blühenden Sträucher. Zum Beispiel säumen kilometerweit Oleandersträucher die Überlandstraßen, was sehr hübsch aussieht.

Selbstbemächtigung = nach Lichtblicken Ausschau halten

Kurzurlaub in Memmingen

Seit ich erfuhr, dass Wolf-Dieter Storl einen Vortrag in Memmingen hält, hatte ich den Wunsch, dabei zu sein. „Aber es ist ja so weit weg, also kann ich nicht hin!“ Aber, aber, aber … Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja trotzdem hingehen kann. Ich musste mich nur dazu entscheiden. Zunächst bestellte ich mir eine Eintrittskarte, dann organisierte ich eine kleine Pension (Pension Erb, mit richtig schönen Zimmern) und zum Schluss die Anreise mit der Bahn und die Abreise mit Blablacar. Die Anreise hat schon mal super geklappt.

Zunächst besichtigte ich die Stadt. Dazu gibt es von der eine kleine Faltkarte mit verschiedenen Rundgängen.

Eines der vielen Stadttore, das Westertor
Die evangelische St. Martins Kirche

Dr. Christoph Schappeler, wirkte zur Reformationszeit in der heutigen St. Martinskirche. Hier wurde reformiert, für Menschenrechte gekämpft und das führte zu den Bauernaufständen um 1525, die blutig niedergemetzelt wurden.

Bayrisches Kleinstadtflair

Der Raum Memmingen ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Bauten wurden aus der römischen Zeit nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand 1128 statt. Bis 1191 war sie in welfischen, danach in staufischem Besitz, von 1268 bis 1803 Freie Reichsstadt. …“ (Wikipedia)

Immer am Bach entlang z.B. Sankt Martinskirche und das bemalte Steuerhaus.

Memmingen war eine Stadt des Handels, der Zünfte und der Räte. Besonders die feine Memminger Webware war über die Landesgrenzen hinaus begehrt. Im 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der katholischen Kirche ab als Folge der Reformation, aber auch als Folge der Weltoffenheit, die der freie Handel mit sich bringt.

Oben links das Rathaus, mittig das Siebendächerhaus der Gerberzunft – hier konnten die Gerbware gut lüften, rechts das Weber-Zunfthaus. Unten mittig der Hexenturm.

Ich bin so froh, dass ich mich zu diesem Minitripp entschied: 1. Ich werde einen Vortrag über die Seele der Pflanzen hören. 2. Ich lasse mich auf öffentliche Verkehrsmittel ein. 3. Ich lerne Memmingen kennen. 4. Ich war/bin auf mich gestellt in Vertrauen auf mich selbst, z.B. beim Kartenlesen was nicht unbedingt meine Stärke ist.

Es ist ein Stück Freiheit, die ich mir erringe.

Selbstbemächtigung = alleine verreisen

Kreta: Lasithi-Hochebene und Ölmanufaktur

Auf ca. 830 m Seehöhe befindet sich im Nordosten Kretas diese fruchtbare Hochebene, wo seit Jahrhunderten Kartoffeln, Getreide und Obst angebaut wird. Um kein kostbares Ackerland zu vergeuden, kleben die ca. 20 Dörfer am Rand der Ebene an den Berghängen und so kann man eine bequeme Rundreise von Ort zu Ort machen. Es gibt viel Landschaft, und einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die Geburtshöhle von Göttervater Zeuss. Wir sind nur durch die Dörfer gegondelt und haben geschaut. Wo die Touri-Massen waren, haben wir uns schön ferngehalten.

Über 4000 Windmühlen förderten einst das Wasser zu den Feldern. Heute übernehmen das meistens Elektropumpen. Glücklicherweise werden viele der teilweise verrotteten Mühlen restauriert.

Malerische Tavernen flankieren den Rundweg am Rande der Hochebene.

Natur, Schafe und der einzige Süßwassersee von Kreta.

Kapelle am Wegesrand

Olivenöl-Manufaktur

Auf dem Weg zur, bzw. von der Hochebene haben wir eine Olivenöl-Manufaktur entdeckt. Es ist ein Familienunternehmen, das ein kleines Museum im Fabrikationsgebäude eingerichtet hat. Ein junger Mann aus der Familie hat uns einiges erklärt, zudem stehen Tafeln mit Erklärungen und kleine Leinwände mit Filmen neben den Geräten.

Auf der einen Seite stehen die modernen Maschinen, die im Winter im Einsatz sind. Und auf der anderen Seite sieht man die traditionellen Geräte.

Früher wie heute: Die Oliven werden im November/Dezember geerntet, gereinigt und mit Kern gepresst. Die Masse wird bis max. 36°/38°C erwärmt und mittels Zentrifugalkraft ausgeschleudert und gesiebt. Das Wasser wird weiter verwendet, die trockene Maische dient als Brennmaterial und das Olivenöl kann genutzt werden – entweder in Reinform oder es findet sich in kosmetischen Produkten wieder.

Natürlich gibt es auch einen Shop. Da wir mit kleinem Gepäck reisen, können wir nicht viel mitnehmen – nur ein paar Oliven und Landwein für abends.😉

Selbstbemächtigung = die Welt staunend betrachten und lernen

Urlaubsgrüße aus Kreta

Wir entschieden uns zu einem abgespeckten Urlaub in einem sehr einfachen Hotel. Es ist ein Studio mit einer Kochplatte, einem Kühlschrank, einem Schrank, einem winzigen Bad, wo man eng mit dem Duschvorhang verbunden ist und einem kleinen Balkon mit einem schönen Blick Richtung Meer.

Das Hotel ist ein kleiner Familienbetrieb und alle sind super freundlich und bemüht. Das ist total schön. Allerdings sind wir in einer Ballermanngegend gelandet. Glücklicherweise etwas oberhalb der grölenden Masse, hier ist es etwas beschaulicher.

Das leibliche Wohl

Ausflüge

Mit dem Auto klappern wir die Insel ab und ich halte nach schönen Plätzen und mir fremden Pflanzen Ausschau (Blog über die Tabakpflanze: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/ )

Bei der Hitze gehen wir natürlich gerne an den Strand. Durchschnittstemperatur ist so um die 30°C und das Meer ist glasklar und sauber, also herrlich!

Einen Ort weiter, in Pachia Ammos, geht es beschaulicher zu: Wenig Touris, hohe Wellen, schöne Tavernen. Hier haben wir fantastisch gespeist.

Selbstbemächtigung = sich an einfachen Dingen erfreuen

Und wohin geht bei Euch die Reise?

Kurzurlaub

Ganz uneigennützig hatte ich meinem Mann einen Wochenend-Urlaub in die Hessenmühle geschenkt.

Wir waren dort und es war einfach nur klasse.

Eine Jukebox ist das Spotify von gestern.

Hier treffen Relikte aus den 70ern und 80ern, Oldtimer, eine schöne Saunaanlage mit Badeteich, Holzhäuser, ein älteres Stammhaus, eine tolle Gastronomie, sehr nette Mitarbeiter, ein herausfordernder Minigolfplatz, Spielplätze und viel Natur aufeinander.

Teiche und üppige Natur

Wir haben jede Minute genossen und das Wetter hat auch noch mitgespielt.

Ich starte gut erholt in die neue Arbeitswoche.

PS Die Werbung mache ich aus Begeisterung.

Selbstbemächtigung = das Leben genießen

Betriebsausflug nach Eltville

Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)

Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:

Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
  • Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
  • Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
  • Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
  • Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben

Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).

Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.

Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.

Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.

Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:

„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“

Event-Partner.de

Selbstbemächtigung = Gemeinsamkeiten schaffen

Mit dem Cabrio im Allgäu

Eine Woche Urlaub im Mai, aber wohin? Wir haben uns für eine Tour mit unserem Youngtimer entschieden. Als grobes Ziel war die Deutsche Alpenstraße anvisiert. Das ist hauptsächlich die B308, die von Lindau am Bodensee bis in die Gegend von Salzburg führt. Wir sind zunächst über Dieburg/Hessen durch den Odenwald am Neckar entlang gefahren – das ist eine sehr idyllische Strecke. Im Stuttgarter Raum wurde es hektisch, eine Stadt nach der anderen, viele Baustellen und krasse Tempolimits (Baden-Württemberg). Irgendwann fuhren wir genervt auf die A81 bis zur Ausfahrt Engen. Von dort haben wir den Aachtopf besucht.

Der Aachtopf

Überlingen am Bodensee

St.-Nikolaus-Münster

Bauernmarkt in Überlingen

Pfahlbauten Unteruhldingen

Von Lindau nach Immenstadt

Kreuz und quer bis ins Ötztal

Wir klapperten einige kleine Pässe ab und landeten schließlich im Ötztal in einem Explorer-Hotel. Das sind sehr minimalistisch eingerichtete Hotels mit frischem Flair und einem einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis. Uns hat’s sehr gut gefallen, obwohl wir als Dinos den Altersschnitt leicht angehoben haben.
Unser treues Gefährt
Pässe, das Hotel und mein persönlicher Fahrer. Schaut mal auf die Benzinpreise, sie sind 30 bis 40 % günstiger als in Deutschland.

Über den Kühtaisattel zurück ins Allgäu

Idyllische Landschaften wechseln sich mit tristen kahlgefahrenen Skiorten ab.
Im Winter ist’s bestimmt schön hier, wenn der Schnee alles bedeckt.
Schnee auf 2017 Höhenmetern
Am Walchensee vorbei in die Jachenau

Dieser See hat uns total überrascht mit seinem karibischen Blau! Hier möchte ich mal länger hin, wenn es warm ist. So denken wohl viele, denn in der Saison ist die Jachenstraße mautpflichtig und es hat unzählige gebührenpflichtige Parkplätze. Trotzdem, dieses Wasser möchte ich unbedingt beschwimmen! Auch die Jachenau ist wunderschön: Eine schmale Landstraße, mit saftig grünen Wiesen, dem Flüsschen Jachen und wenigen kleinen Dörfern. Rausgekommen sind wir in Bad Tölz, das auch einen Besuch wert ist. Wir sind aber weitergefahren, da wir ein anderes Ziel hatten.
Saftige Wiesen
Murnau ist eine bayrische Kleinstadt am Staffelsee. Hier fanden wir in einer kleinen Pension Quartier.
Alpenländische Kulinarik,: Deftiges Essen (hier Spinatpressknödel mit Sauerkraut) und natürlich Bier. In Murnau gibt es das ortsansässige Griesbräu.😋
Über kleine Landstraßen Richtung Autobahn

Unser Urlaub hat nur sechs Tage gedauert, wir haben viel gesehen und konnten meist offen fahren, trotz Regenvorhersagen. Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir uns auf kleine Abenteuer einlassen konnten: Fremdes Terrain erkunden, Hotels suchen, offen fahren, lustige Tagebücher drehen (wird noch verlinkt), verschiedene Biere kosten … Es war schön, einfach das zu tun, was uns gerade in den Sinn kam. Wir sind langsam durch die Lande gefahren, natürlich nicht als Verkehrshindernis. Die Sonne schien fast immer und wir waren gut druff. Ein schöner Urlaub!

Selbstbemächtigung = fremdes Terrain erkunden

Abenteuer nach Luttach

Neben dem Tourismus leben die Menschen hier oben von der Milch- und Holzwirtschaft. Blumengeschückte Kruzifixe säumen die Wege.

Heute wollten wir es mal langsam angehen lassen. Einfach auf eine Bank setzen und die Aussicht in der Sonne genießen. Unser Ziel war die Bank von vorvorgestern (in der Nähe der Roaner Hütte). Die Bank war nur 250 Höhenmeter entfernt und in 1,5 Stunden erreicht. Da saßen wir auch eine Weile. So weit, so gut. Dann wollten wir nur mal schauen, was nach der nächsten Biege kommt: Ein Hinweisschild, runter nach Luttach in 1 Stunde und 40 Minuten! Das mit den 650 Höhenmetern haben wir ignoriert und verkannt.

Zunächst liefen wir einen schmalen, steilen und steinigen Waldpfad runter. Meine Beine zitterten ganz schön. Gut, dass mir mein Mann manchmal die Hand reichte. Einmal ist er ausgerutscht und setzte sich dabei auf den Hosenboden, es ist aber nix passiert.

Irgendwann atmeten wir auf, weil wir ein paar Häuser sahen und die Wege breiter wurden. Der Wegweiser führte uns quer über Weiden, ließ uns unter oder über Elektrozäune klettern und dann ging es wieder in den Wald. Ich sage Euch, der Weg war noch steiler und enger. Manchmal jammerte ich etwas. Aber was half es? Ich musste da durch. Zwischendurch zischte eine ca. 80jährige Dame an uns vorbei. Sie hatte zwei Wanderstöcke dabei und grüßte uns freundlich: „Immer schön langsam und vorsichtig!“ Weg war die Tiroler Berggemse! Es dauerte Ewigkeiten, bis die Wege breiter wurden und noch länger, bis wir die Bushaltestelle in Luttach erreichten. Von dort fuhren wir nach Sand und stiegen um in den Bus zu unserem Hotel.

Und dort wartete bereits die Sauna auf uns.😊

Über unseren Köpfen segelten die Paragleiter. Die meisten starteten am Speikboden.
An den Kühen mussten wir dicht vorbeigehen. Die hat das aber nicht weiter gejuckt.
Da unten ist Luttach. Die Kirchen sehen sich in der Gegend sehr ähnlich. Vielleicht waren die im Dutzend billiger?🤔 Was das für ein Raupe ist, weiß ich nicht.

Diese Tour war fast eine Nummer zu groß für uns. Wir sind aber kontinuierlich gelaufen, denn es gab nur den einen Weg für uns. Zurückgehen war keine Option. Am Ende waren wir stolz und glücklich, es geschafft zu haben.

Selbstbemächtigung = sich überwinden

Von Sand in Taufers zu den Reinbach Wasserfällen

Die italienische Marktgemeinde liegt im Nordosten Südtirols. Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Sand. Vom Ortsteil Winkel (Wasserfallbar) geht die Wanderung zu den drei Wasserfällen. Hier bieten sich imposante Naturschauspiele, wo sich der Reinbach dreimal in die Tiefe stürzt. Zwischendurch stößt man immer wieder auf den Franziskus-Besinnungsweg, der zur Meditation einlädt.

Die Wege sind gut beschildert und bis zum obersten Wasserfall legt man ungefähr 200 Höhenmeter zurück. Beim Gasthaus Tobl kann man einkehren und/oder mit dem Bus nach Sand, Rein oder Ahornach fahren.

Kirche zum Hl. Sebastian, Burg Taufers, Reinbach
Immer dem Bach entlang kommt man zum Ortsteil Winkel.
Jetzt geht’s langsam hoch. Bis zum ersten Wasserfall könnte man noch mit einem geländegängigem Kinderwagen/Rollstuhl fahren. Dann geht’s auf Wald- und Steinpfaden weiter. Zwischendurch kann man auf sonnigen Plätzchen ausruhen.
Rechts: Skulptur vom Meditationsweg
Höchster Wasserfall

Eigentlich wollten wir uns einen wanderfreien Tag in Sand gönnen. Uneigentlich war es uns dann doch etwas zu geruhsam und der Reinbach lockte. Die Strecke war gut zu bewältigen. Beim Tobl stiegen wir nach einem Bierchen in den Bus und ließen uns direkt zum Hotel kutschieren. Danach lockte die Sauna.

Selbstbemächtigung = Pläne anpassen

Bruneck/Brunico

Bruneck ist die fünftgrößte Stadt Südtirols und Hauptort des Pustertals. Hausberg und bekannter Skiort ist der Kronplatz.

Im Jahr 1250 erbaute ein Brixner Bischof auf dem Schlossberg eine Burg und legte damit den Grundstein für die 1256 urkundlich erwähnte Stadt. Da der kleine Ort zentral liegt, erblühten Handel, Gewerbe und Kunsthandwerk.

Heute ist in der Burg das Messner Mountain Museum untergebracht. Gewidmet ist es ist den Bergvölkern aus aller Welt – Asien, Afrika, Südamerika und Europa – sowie ihrer Kultur, ihrer Religion und dem Tourismus. Das Museum ist modern in die Burg integriert und zeigt die Gemeinsamkeiten der Bergvölker, die Reinhold Messner besucht und beobachtet hat. Sinn des Museums ist das Erkennen, dass alle Völker achtsam und tolerant mit ihrer Natur umgehen sollten und dass alles mit allem zusammenhängt.

Die Geschichte oben zeigt zudem, wie wichtig eigenverantwortliches Handeln ist.

Selbstbemächtigung