Wie Urlaub

Diese Woche durfte ich früher Feierabend machen. Ich war voller Tatendrang und verabredete mich mit meiner Freundin in die Eisdiele. Da ich noch Zeit hatte, fuhr ich nach Hochstadt zur Hartig. Die Hartig ist ein Naturschutzgebiet, das hauptsächlich aus Streuobstwiesen besteht. Da es auf einer Anhöhe liegt, kann man von hier weit ins Umland schauen, z.B. in den Spessart oder nach Frankfurt.

Auf der Hartig

Viele Apfelbäume und dazwischen eine Walnuss

Es war kalt und windig und fing auch noch an zu nieseln. Doch für mich war es einfach nur herrlich, die frische Luft einzusaugen und langsam die Anhöhe hinaufzuspazieren. Weil ich neugierig war auf die Wiesenkräuter, wich ich etwas vom Weg ab und schaute mich um. Hier soll der Wiesensalbei wachsen, den ich leider nicht entdeckte.

Misteln sind Schmarotzer, die dem Wirt den (Lebens-)Saft entziehen. In der Krebstherapie werden sie erfolgreich eingesetzt.
In Reih und Glied oder auch solitär.

Am Weinberg Beim Laufen entdeckte ich eine Hecke und war neugierig, was sich wohl dahinter verbirgt. Das musste untersucht werden! Ah, hier wachsen die Trauben vom Hochstädter Winzerverein:

Weinstöcke und Ausruhmöglichkeiten

Was wächst denn da?Unterwegs sammelte ich Vogelmiere zum Essen und Moose zum Basteln und Dekorieren. Ich entdeckte auch andere Pflanzen:

Storchschnabel, Hahnenfuß, Teufelsabbiss (?),Vogelmiere und Purpurnessel, Baumpilze, Meerrettich

Freundinnenplausch

Nachdem ich noch eine schnelle Runde einkaufen war, wurde es Zeit für meine langjährige Freundin. Und was bietet sich bei dem kalten Winterwetter an? Natürlich ein Eis beim Costa in Dörnigheim! Der Eissalon wurde renoviert, so dass es gemütlich und warm ist und das Eis schmeckt einfach nur lecker! Das Schönste war der Plausch mit meiner Freundin, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe. Jede von uns hat ihren „Schaff“ und obwohl wir nur wenige hundert Meter von einander entfernt wohnen, sehen wir uns selten. Aber dann gibt es keine Hemmschwelle und wir sprechen da weiter, wo wir vorher aufgehört hatten. Mir sind solche Treffen sehr kostbar. Wir nehmen uns jedes Mal vor, uns schneller wieder zu treffen. Meistens kommt das Leben dazwischen.

Eierlikör- und Krokantbecher – köstlich!

Kräuteriges

Vogelmiere (Stellaria media) Teppichartig breitet sie sich auf stickstoffhaltigen Böden aus und schützt dabei als lebende Mulchschicht vor Bodenerosionen. Selbst bei Minustemperaturen wächst sie weiter, auch unter Schneedecken. Anstatt sie als Unkraut zu bekämpfen, sollte man sie lieber aufessen und als Heilpflanze nutzen. Sie ist vitamin- und mineralstoffreich, enthält Saponine und Flavonoide. Geschmacklich hat sie eine feine nussige Note, ich finde sie äußerst lecker. Als Tee, Salbe oder Breiumschlag wirkt sie positiv bei Haut- und Stoffwechselerkrankungen (Gicht und Rheuma) und Entzündungen. Und sie findet in der Küche eine vielfältige Verwendung in Kräuterbutter, Suppen Quarkspeisen und Salaten.

Frankfurter grüne Soße

Zutaten Sahnequark, Schmand, frische Vogelmiere und Schnittlauch, Tiefkühlkräuter (Dill, Pimpinelle, Borretsch, Petersilie, Kerbel), kleingeschnittene Eier, Salz, Pfeffer, Senf. Dazu gibt es Pellkartoffeln.😋 https://monika-rauch.com/2021/09/16/gruene-sosse/

Pesto

Zutaten Vogelmiere, Knoblauch, Walnüsse, Parmesankäse, etwas Salz werden nacheinander in Olivenöl gemörsert. Das Pesto ist einige Tage haltbar, besonders, wenn’s mit einer Ölschicht bedeckt ist. Es schmeckt lecker zu Nudeln und Kartoffeln.

Irgendwann abends war ich zuhause und musste noch die Einkäufe verstauen. Weil es gerade so gut „flutschte“, bereitete ich schnell noch etwas zum Essen vor. Und natürlich musste ich die Küche aufräumen. Danach sank ich ermattet auf die Couch nieder und verfiel augenblicklich in Tiefschlaf.

Obwohl ich schon sehr früh arbeiten ging und das Programm nicht eben klein war, war dieser Tag ein Erlebnis und sehr erfüllend für mich – eben wie Urlaub.

Selbstbemächtigung = eingebunden sein in Natur und Freundschaft

Sylt im Winter

Einfach den Wind um die Nase wehen lassen, laufen, reden und zur Ruhe kommen. Das ist unser erklärtes Ziel. Es ist mild mit ca. 6°C, doch das Lüftchen ist recht rauh.

Abends, nach der Ankunft, gab es erst mal ein Matjes-Brötchen auf die Hand, lecker!

Morsum Kliff

Am östlichsten Zipfel von Sylt kann das Morsumer Kliff erwandert werden.
Blick aufs Wattenmeer
Nicht überall waren die Wege so gemütlich, zwischendurch gab es auch mal Matschepampe.
Gefährlich: Das rote Kliff wird stark unterspült, daher bricht bei starker Flut Land ins Meer.
Die Severin Kirche ist die älteste Kirche der Insel. Sie wurde vor über 800 Jahren auf einer Geest in Keitum errichtet. Ihr Mauerwerk beträgt geschätzte 80 cm. Das Beste ist, dass unter den Sitzbänken Heizungsrohre verlaufen – schön warm!

Bei Wenningstedt

„Alltagsmenschen“ der Künstlerinnen Christel & Laura Lechner
Über 240 Vogelarten wurden auf Sylt gezählt. Möwen sind Kulturfolger, d.h. sie leben meist von den Abfällen unserer Zivilisstion.

Bei Tinnum

Dünenlandschaft
Gegenlicht
Strandgut
Mit Licht

Schon wieder am Strand

Bodenfunde
Die Sonne kommt raus
Auf was warten die Möwen?
Ebbe

Deutschlands nördlichster Punkt Lister Ellenbogen

Halbinsel und Naturschutzgebiet sind 1200 Meter lang und hauptsächlich mit Vögeln, Schafen und Robben besiedelt.

Dünenlandschaft

Meerseite Bei gutem Wetter kann man von hier bis zur 4 Kilometer entfernten dänischen Nachbarinsel Rømø herüberschauen.

Links oben: Deutschlands nördlichster Punkt.

Hier ist das Baden gefährlich, da Wattenmeer und das offene Meer aufeinandertreffen und so gefährliche Strömungen entstehen. Allerdings ist das Revier wohl ideal zum Kite-Surfen.

Es sprudelt und strömt.
Fischfang und Tünnef in List

Keitum

Das alte gewachsene Dorf war einst Hauptort der Insel. Besonders im 18. Jahrhundert ließen sich viele ehemalige Kapitäne nieder. Die meisten Kapitäne begannen ihren beruflichen Werdegang auf Walfangflotten oder später in der Handelsschifffahrt. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts spielte der Walfang auf Sylt eine große Rolle. Viele junge Männer verdingten sich als Walfänger und waren vom Frühjahr bis zum Herbst unterwegs. Manche kamen gar nicht mehr zurück, weil die Arbeit gefährlich und mitunter tödlich war. Und viele Sylter arbeiteten sich hoch und wurden Kapitän. Vorher war auf Sylt das Leben eher von Armut und Kargheit geprägt.

Reetgedeckte Friesenhäuser erzählen von Wohlstand durch Walfang und Handelsschiffahrt.

Im Sylt-Museum zeugen Exponate aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit von einer Jahrtausende alten Siedlungsgeschichte. (47 Megalithanlagen sind auf der Insel verteilt und können teilweise besichtigt werden.) Die jüngeren Siedler, die Friesen, sind die direkten Vorfahren der heutigen Sylter.

Sylt brachte einige bedeutende Künstler hervor. Die Bilder oben links und unten rechts stammen von Andreas Dirks (1965 – 1922), der auf Sylt aufwuchs.
Das Friesenhaus aus dem 18. Jahrhundert von Kapitän Hansen ist original eingerichtet.

Friesen auf Sylt „Im 8. Jahrhundert machten sich die Friesen aus ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet zwischen Nord-Holland und der Weser auf ins heutige Nordfriesland und wurden auch auf Sylt und deren Nachbarinseln sesshaft. Zur gleichen Zeit hatten Wikinger dort Stützpunkte eingerichtet, trieben wie die Friesen, mit hochseetüchtigen Schiffen Handel mit fremden Ländern und Kulturen. Die Wikinger verschwanden ca. 1.100 n. Chr. – die Friesen blieben.“

https://klingler-sylt.de/sylt-brauchtum-und-tradition/#:~:text=Im%208.,Sylt%20und%20deren%20Nachbarinseln%20sesshaft

Am Wattenmeer

Wir folgten einem Wanderweg entlang der Küste in Richtung Archsum.
Unterwegs winkte uns eine Alltagsfrau zu, an den Mauern blühte auch im Januar der Schneeball und vor dem Sylter Heimatmuseum liegen die Knochen eines gestrandeten Finnwals. Nach unserer Tour stärkten wir uns mit leckerer Friesentorte und Kaffee.

Unser Urlaub war nach einer Woche vorbei. Jeden Tag waren wir draußen, auch bei Regen. Geschlafen haben wir wie die Murmeltiere und gegessen haben wir zuviel. Und wir haben einiges über die Insel erfahren. Schön war’s!

Selbstbemächtigung = reif für die Insel sein und erholt zurückkehren

Über den Winter

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – den Winter.

Kälte und Schnee können Rückzug, Ruhe und Geborgenheit bedeuten – aber auch Frieren, Bedürftigkeit und Einsamkeit.

Er ist da, der Winter, was hilft es, wenn wir uns vom Blues herunterziehen lassen?

Unsere Entscheidung, was wir daraus machen: Betrachten wir uns als Opfer der Gegebenheiten oder können wir uns auf die andere Seite wagen und dem Ganzen etwas Gutes abgewinnen?

Klirrend kalt
Kahler Wald.
Scharfer Wind
Weinendes Kind.
Strahlende Sonne
Trauer statt Wonne.
Weißer Schnee
Alles tut weh.

Klirrend kalt
Schützender Wald.
Scharfer Wind
Jauchzendes Kind.
Strahlende Sonne
Freude und Wonne.
Weißer Schnee
Nichts tut mehr weh.
Früh am Morgen steh ich auf - 
zum Hundelauf.
Die Sonne gleißt im Schnee -
mir tun die Augen weh.
Es bellt der Hund -
tut Freude kund.
Ich bell zurück - kleines Winterglück.

Selbstbemächtigung = Sichtweisen ändern

Endlich Sonne

Nach einem milden November wurde es im Dezember doch kälter und lange Zeit war der Himmel trüb und verhangen. Das hatte sich auch auf meine Stimmung ausgewirkt. Kaum schien die Sonne, schnappte ich mir Rusty und machte einen langen Spaziergang. Gut, dass ich wasserundurchlässige Schuhe habe, denn die Wiesen sind recht feucht. Rusty war voller Lebensfreude, besonders als ich noch das eine oder andere Äpfelchen warf. Zwischendurch wälzte er sich im Gras und knatterte vor sich hin. Und ehrlich, am liebsten hätte ich es ihm nachgetan. Hab‘ mich aber gerade noch beherrschen können. Auch ohne, dass ich mich auf dem Boden gewälzt habe, tat mir die Natur sehr gut. Ich war rundum zufrieden.

Hab Sonne im Herzen...

Hab Sonne im Herzen,
ob’s stürmt oder schneit,
ob der Himmel voll Wolken,
die Erde voll Streit.

Hab Sonne im Herzen,
dann komme was mag:
das leuchtet voll Licht dir
den dunkelsten Tag!

Hab ein Lied auf den Lippen
mit fröhlichem Klang,
und macht auch des Alltags
Gedränge dich bang
hab ein Lied auf den Lippen,
dann komme was mag:
das hilft dir verwinden
den einsamsten Tag!

Hab ein Wort auch für andre
in Sorg und in Pein
und sag, was dich selber
so frohgemut lässt sein:
Hab ein Lied auf den Lippen,
verlier nie den Mut,
hab Sonne im Herzen,
und alles wird gut!

Cäsar Flaischlen (1864-1920)

Selbstbemächtigung = die Sonne ins Herz lassen

Rückzug

Natur zieht sich zurück - dunkle Zeit, stilles Glück.

Langsam wird es ruhiger: Pflanzen ziehen sich in ihre Wurzeln zurück, Tiere gehen in den Winterschlaf, Vögel fliegen in den Süden … und wir?

Selbstbemächtigung = Rhythmus der Natur leben

Mainpressionen

Am Main im November

Wenn ich es schaffe, gehe ich raus an die frische Luft. Besonders in der dunklen Jahreszeit hilft ein Spaziergang gegen trübe Gedanken, auch wenn die Sonne nicht scheint.

Die Tage war ich unten am Main und habe ein paar Eindrücke gesammelt:

Fluss des Lebens

Wie schön Du bist, Du Fluss des Lebens. 
Ruhig, tief und wild bist Du im Kern des Wesens.

Hier reißt Dein Strudel herunter, da plätscherst Du fröhlich und munter.

Dein Wasser trüb oder klar - in Dir lauert manchmal Gefahr.

Auch nährst Du Tiere und Pflanzen und Menschen am Ufer tanzen.

So tauch' ich ins Wasser und geb' mich dahin - Du Fluss des Lebens erweist mir Gewinn.



Selbstbemächtigung = Leben fließen lassen

Die Bilder sind in Maintal-Dörnigheim entstanden und die Texte entstammen meiner Feder.

Spätherbst-Gedichte

Einfach herrlich! Kennt Ihr das Gefühl, wenn man durch Wiesen und Felder läuft? Ich möchte mich ganz mit der Natur verbinden und habe das Gefühl, mich jetzt auf die Erde legen zu müssen. Mach‘ ich aber nicht. Warum eigentlich?

Blätter rascheln unter meinem Gewicht und Wind fegt frisch in mein Gesicht.

Ein kurzer Sonnenstrahl erhellt des Himmels Blau.
Ich knie mich hin, bin Schöpferin, bin Frau.
Hinter dem Tor ein Garten

Ich kann kaum erwarten

Bis ich die letzten Früchte seh'.

Am kahlen Baum noch rote Beeren, darunter brauner Klee.

In der Luft ein Hauch von Schnee.
Auf der Wiese springen Ziegen fröhlich hin und her.

Leben ist leicht - nicht schwer.
Wege geh'ich gern allein 
im Wind und Regen,
im Sonnenschein.

Gehe meinen Rhythmus
bleibe stehn,
muss mir die Welt ansehn.

Die Fesseln im Kopf, sie reißen entzwei,
egal, was von außen kommt, bin innen doch frei.

Selbstbemächtigung = Leben im Rhythmus

Die Fotos sind in Rodheim entstanden und die Texte in meiner Küche.

Kurzurlaub in Memmingen

Seit ich erfuhr, dass Wolf-Dieter Storl einen Vortrag in Memmingen hält, hatte ich den Wunsch, dabei zu sein. „Aber es ist ja so weit weg, also kann ich nicht hin!“ Aber, aber, aber … Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja trotzdem hingehen kann. Ich musste mich nur dazu entscheiden. Zunächst bestellte ich mir eine Eintrittskarte, dann organisierte ich eine kleine Pension (Pension Erb, mit richtig schönen Zimmern) und zum Schluss die Anreise mit der Bahn und die Abreise mit Blablacar. Die Anreise hat schon mal super geklappt.

Zunächst besichtigte ich die Stadt. Dazu gibt es von der eine kleine Faltkarte mit verschiedenen Rundgängen.

Eines der vielen Stadttore, das Westertor
Die evangelische St. Martins Kirche

Dr. Christoph Schappeler, wirkte zur Reformationszeit in der heutigen St. Martinskirche. Hier wurde reformiert, für Menschenrechte gekämpft und das führte zu den Bauernaufständen um 1525, die blutig niedergemetzelt wurden.

Bayrisches Kleinstadtflair

Der Raum Memmingen ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Bauten wurden aus der römischen Zeit nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand 1128 statt. Bis 1191 war sie in welfischen, danach in staufischem Besitz, von 1268 bis 1803 Freie Reichsstadt. …“ (Wikipedia)

Immer am Bach entlang z.B. Sankt Martinskirche und das bemalte Steuerhaus.

Memmingen war eine Stadt des Handels, der Zünfte und der Räte. Besonders die feine Memminger Webware war über die Landesgrenzen hinaus begehrt. Im 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der katholischen Kirche ab als Folge der Reformation, aber auch als Folge der Weltoffenheit, die der freie Handel mit sich bringt.

Oben links das Rathaus, mittig das Siebendächerhaus der Gerberzunft – hier konnten die Gerbware gut lüften, rechts das Weber-Zunfthaus. Unten mittig der Hexenturm.

Ich bin so froh, dass ich mich zu diesem Minitripp entschied: 1. Ich werde einen Vortrag über die Seele der Pflanzen hören. 2. Ich lasse mich auf öffentliche Verkehrsmittel ein. 3. Ich lerne Memmingen kennen. 4. Ich war/bin auf mich gestellt in Vertrauen auf mich selbst, z.B. beim Kartenlesen was nicht unbedingt meine Stärke ist.

Es ist ein Stück Freiheit, die ich mir erringe.

Selbstbemächtigung = alleine verreisen

Kreta: Lasithi-Hochebene und Ölmanufaktur

Auf ca. 830 m Seehöhe befindet sich im Nordosten Kretas diese fruchtbare Hochebene, wo seit Jahrhunderten Kartoffeln, Getreide und Obst angebaut wird. Um kein kostbares Ackerland zu vergeuden, kleben die ca. 20 Dörfer am Rand der Ebene an den Berghängen und so kann man eine bequeme Rundreise von Ort zu Ort machen. Es gibt viel Landschaft, und einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die Geburtshöhle von Göttervater Zeuss. Wir sind nur durch die Dörfer gegondelt und haben geschaut. Wo die Touri-Massen waren, haben wir uns schön ferngehalten.

Über 4000 Windmühlen förderten einst das Wasser zu den Feldern. Heute übernehmen das meistens Elektropumpen. Glücklicherweise werden viele der teilweise verrotteten Mühlen restauriert.

Malerische Tavernen flankieren den Rundweg am Rande der Hochebene.

Natur, Schafe und der einzige Süßwassersee von Kreta.

Kapelle am Wegesrand

Olivenöl-Manufaktur

Auf dem Weg zur, bzw. von der Hochebene haben wir eine Olivenöl-Manufaktur entdeckt. Es ist ein Familienunternehmen, das ein kleines Museum im Fabrikationsgebäude eingerichtet hat. Ein junger Mann aus der Familie hat uns einiges erklärt, zudem stehen Tafeln mit Erklärungen und kleine Leinwände mit Filmen neben den Geräten.

Auf der einen Seite stehen die modernen Maschinen, die im Winter im Einsatz sind. Und auf der anderen Seite sieht man die traditionellen Geräte.

Früher wie heute: Die Oliven werden im November/Dezember geerntet, gereinigt und mit Kern gepresst. Die Masse wird bis max. 36°/38°C erwärmt und mittels Zentrifugalkraft ausgeschleudert und gesiebt. Das Wasser wird weiter verwendet, die trockene Maische dient als Brennmaterial und das Olivenöl kann genutzt werden – entweder in Reinform oder es findet sich in kosmetischen Produkten wieder.

Natürlich gibt es auch einen Shop. Da wir mit kleinem Gepäck reisen, können wir nicht viel mitnehmen – nur ein paar Oliven und Landwein für abends.😉

Selbstbemächtigung = die Welt staunend betrachten und lernen

Kurzurlaub

Ganz uneigennützig hatte ich meinem Mann einen Wochenend-Urlaub in die Hessenmühle geschenkt.

Wir waren dort und es war einfach nur klasse.

Eine Jukebox ist das Spotify von gestern.

Hier treffen Relikte aus den 70ern und 80ern, Oldtimer, eine schöne Saunaanlage mit Badeteich, Holzhäuser, ein älteres Stammhaus, eine tolle Gastronomie, sehr nette Mitarbeiter, ein herausfordernder Minigolfplatz, Spielplätze und viel Natur aufeinander.

Teiche und üppige Natur

Wir haben jede Minute genossen und das Wetter hat auch noch mitgespielt.

Ich starte gut erholt in die neue Arbeitswoche.

PS Die Werbung mache ich aus Begeisterung.

Selbstbemächtigung = das Leben genießen