Hexenküche: Bratlinge

Schnell gemacht mit natürlichen Zutaten

Zutaten: Kidneybohnen, Haferflocken, Lupinenschrot, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie (oder andere Kräuter), (Ei), Senf, Salz, Pfeffer, Paprika – verkneten, formen und in Olivenöl ausgebacken. Bei den Zutaten und Mengen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Saftig und lecker!

Ich liebe es, mit Lebensmitteln zu experimentieren. Es kommen zwar weder Spinnenbeine noch Krötengift ins Essen, doch solche gefährlichen Lebensmittel wie Kräuter und Gemüse sind durchaus dabei. Meine Männer beäugen mein Kochen schon etwas misstrauisch, aber meistens schmeckt’s ihnen dann doch. Manchmal gibt’s auch Schelte, naja nicht alles gelingt immer.

Ich gebe es zu: Ich mag gerne Fleisch essen. Ich weiß aber, dass es nicht überlebenswichtig ist und dass Umwelt und Tiere wegen des übertriebenen Konsums in den Industrieländern leiden. Wir sind direkt mit Fleisch gemästet worden und haben uns, wie in anderen Lebensbereichen auch, abhängig gemacht. Glücklicherweise setzt gerade eine Trendwende ein, die zu einem bewussteren Konsum oder Verzicht führt. Ich finde es gar nicht so leicht, auf fleischlos umzusteigen und hoffe, dass ich so nach und nach meine „Sucht“ überwinde. Die Klopse kommen schon mal gut an, auch bei meinen Männern.

Selbstbemächtigung = sich bewusst gesund ernähren

Gemmo-Therapie

Gemmo = Knospen In der Gemmotherapie nutzt man die Kraft der Bäume. Man sammelt einige Knospen, die noch nicht ganz aufgebrochen sind und lässt diese ausziehen und verarbeitet sie genauso weiter wie die Auszüge von anderen Heilpflanzen.

Süßkirsche – es ist draußen zwar noch etwas frisch, aber das stört die Bienen nicht. Es summt und brummt im Baum und es duftet wunderbar. Das ist eine Wohltat für meine Seele.
Noch schnell ein paar Knospen pflücken, bevor alle erblüht sind. Eigentlich müssten sie für meine Zwecke noch etwas verschlossener sein. Ich wage es trotzdem.
In den Knospen steckt jegliche Information im embryonalen Zellgewebe. D.h. wenn man die Knospen verwendet, wird die Heilkraft vom gesamten Baum genutzt: von der Rinde, den Blättern und Stielen, der Früchte und Kerne. Für ein Gemmomazerat benötigt man nur eine kleine Menge an Knospen.
Die Wirkung der Kirsche ist entgiftend, entzündungshemmend, schlaffördernd. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium und Folsäure. Sie kann bei Schlafstörungen, Rheuma, Erkältungen, Bluthochdrock, Gicht, Demenz helfen. Blätter, Stängel und Rinde wirken stärker als die Früchte.
Schönes Färbchen, nach ca. zwei Stunden.
Meine anderen Gemmo-Präparate: Süßkirsch-Tinktur (Ethanol), Schwarzpappel-Salbe (Sonnenblumenöl + Bienenwachs), Apfel-Tinktur (Wodka), Fichten-/Lärchen-Oxymel (Apfelessig + Honig), Haselnuss- Gemmospray (Wodka + Glycerin), Haarwasser (Douglasie + Holunder + Wodka + Wasser + Mandelöl + äth. Rosmarinöl), Schwarzpappel (Wodka).

Selbstbemächtigung = Kraft aus der Natur schöpfen

Covid begegnen

mit Kräutern

Mich hat’s erwischt! Ich bin coronabedingt erkältet: Husten, Schnupfen, Engegefühl im Brustkorb und nachts atme ich schwer und bekomme Beklemmungen. Dank meiner phytotherapeutischen Ausbildung habe ich ja einiges in meinem Kräuterschrank und greife darauf zurück. In der Umgebung wächst genau das, was gerade gebraucht wird, so heißt es in der Kräuterheilkunde. Darum bereite ich mir regelmäßig einen Tee mit Kräutern, die ich im Garten finde:  Gänseblümchen, Zistrose, Lungenkraut, Salbei.

Mein erster Tee für diese Saison, den ich in der Sommerküche zubereitet habe.
Gänseblümchen/Tausendschön – hilft innerlich angewendet bei Halsweh, Husten, Erkältung, Galle- und Leberbeschwerden, unreiner Haut. Äußerlich verwendet man das Gänseblümchen bei Wunden, Verletzungen wie Quetschungen, Prellungen, Stauchungen, Blutergüssen, Insektenstichen, Verbrennungen, Muskelschmerzen, Furunkeln, Milchschorf, Hauterkrankungen, Juckreiz und Akne.Wirkt schleimlösend, schmerzstillend, entgiftend. Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Inulin. Wissenswert: Gänseblümchen haben auf die Psyche eine aufheiternde und stärkende Wirkung. Sie wirken sehr schonend und werden daher gut von Kindern vertragen. Äußerlich wirken sie ähnlich wie Arnika, nur milder. Gänseblümchen sind eßbar  Blüten und Blätter kann man als Gemüse oder in Salaten verwenden.
Lungenkraut hilft bei Atemwegserkrankungen, Erkältungskrankheiten, Husten, Heiserkeit  (zudem bei Durchfall, Blasenentzündungen und bei Wunden). Heilwirkung: blutstillend,
erweichend, harntreibend,
schleimlösend, schweisstreibend. Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Kieselsäure. Wissenswert: Die Blüten wechseln im Verlauf ihrer Entwicklung die Farbe von kräftig Rosa zu Violett und schließlich auch noch zu Blau. Wenn die Blüten bereits bestäubt sind, werden sie blau und basisch, d.h. Insekten nehmen das wahr und fliegen die Blüten nicht mehr an. Das Lungenkraut ist ein insektenfreundlicher Bodendecker und Frühblüher. Der Name Lungenkraut (Pulmonaria Officinalis) bezieht sich auf die Form seiner Blätter, die ein bisschen wie eine Lunge aussehen. Die Flecken  auf dem Kraut stellen sozusagen die Lungenbläschen dar. Die lateinische Bezeichnung Pulmonaria Officinalis weist darauf hin, dass das Kraut seit jeher im Officin, also in der Apotheke verkauft wurde. Hinweis: Schwangere, Stillende und Kleinkinder bitte in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker anwenden. Es ist ein überliefertes Mittel aus der Volksheilkunde und wissenschaftlich noch nicht weiter erforscht.
Salbei (er ist zwar noch etwas mager, aber sehr aromatisch) hilft bei Halsschmerzen, Halsentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündung, hemmt die Schweißbildung und lindert Hitzewallungen. Wirkt astringierend, antiseptisch, fungizid, virulent, antibiotisch, antibakteriell. Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide und ätherischen Öle. Wissenswert: Salvia, wie der Salbei im Lateinischen heißt, ist abgeleitet vom lateinischen salvare („retten, heilen“) und salvere („gesund sein“). Zudem signalisiert die Gattungsbezeichnung officinalis die Verwendung in der Apotheke (Officin). In der Krebstherapie wird Salbei als Begleitmittel zur Wärmeregulation eingesetzt.
Zistrose, eine starke Heilpflanze –  Das Harz in den Blättern der Zistrose wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und gilt als Radikalenfänger. Ihre Wirkung ist antiviral, fungizid, astringirend, antioxidativ. Die Zistrose wirkt bei Durchfall, Hautproblemen, Aphthen, Candida und grippalen Infekten. Inhaltsstoffe:  Polyphenole, Flavonoide und Terpenoide. Wissenswert: Die Zistrose ist ein Halbstrauch, der in den Mittelmeerländern (und bei mir im Garten) beheimatet ist. Seine Blätter wurden bereits in der Antike verwendet. Die Zistrose ist nicht mit unserer Rose vewandt. Die Blüten sind zartrosa oder bläulich. Extrakte der Zistrose werden momentan intensiv erforscht, vielversprechende Ergebnisse wurden in der Bekämpfung von HIV und Ebola erzielt. Das Extrakt wirkt bekannterweise sehr stark gegen Viren, daher ist meine These, dass es auch gut gegen Cornaviren wirkt.

Direkt nach dem Trinken des Tees spüre ich positive Veränderungen: Der Druck im Brustkorb lässt nach und der Hustenreiz verschwindet für eine Weile.

Wichtig für den Krankheitsverlauf und für eine Heilung ist ein stabiles Immunsystem und seelische Stabilität. Ich werde berichten, was ich dafür tue, um wieder auf „Vordermann“ zu kommen.

Allgemeiner Hinweis: Dies ist mein ganz persönlicher Umgang mit der Erkrankung. Wenn sich mein Krankheitsverlauf verschlimmert, werde ich sofort mit einer Ärztin/einem Arzt Kontakt aufnehmen. Das rate ich jedem, der einen ernsten Verlauf hat.

Altes loslassen

Die Vergangenheit loslassen heißt  nicht zu vergessen und zu begraben. Es heißt eher, das Erlebte liebevoll anzuschauen. Annehmen, dass das Vergangene zu unserer Entwicklung gehört.

Neues kann erwachsen, wenn wir durch das Alte nicht mehr blockert sind.

Am Ende des Prozesses ist es eine bewusste Entscheidung, alte, schädigende Konditionierungen abzulegen.

Wir dürfen uns für Veränderungen entscheiden, im eigenen Verhalten, in der Art, unser Leben zu leben, Beziehungen anders zu gestalten oder zu verabschieden.

Dazu passt auch mein Beitrag „Auf ein Neues“:

https://monika-rauch.com/2022/01/15/auf-ein-neues/

Selbstbemächtigung = Altes auf den Prüfstand stellen

Fermentiertes Rotkraut

Fementation – eine alte Methode, mit Hilfe von Milchsäurebakterien, Lebensmittel haltbar zu machen.

Wir kennen die Fermentation aus vielen Bereichen: Joghurt und Käse, Sauerteig, Sauerkraut, Essig, Alkohol … Das alles sind Lebensmittel, die sich durch Milchsärebakterien verändern und dadurch länger haltbar sind. Die Milchsäurebakterien befinden sich in der Luft oder „sitzen“ bereits auf/in den Lebensmitteln. Durch günstige Lebensbedingungen, wie z.B. Salz, Zucker, Wärme, Kälte vermehren die sich rasch und tun ihr Werk.

Fermentiertes ist gesund, weil durch das Verfahren Vitamine erhalten bleiben und die Speisen leichter verdaulich sind, was mit dem sauren Milieu zu tun hat.

Hier habe ich Rotkraut gesalzen und gestampft, so dass Zellwasser austreten konnte. Das Gemüse muss vollständig mit Salzlake bedeckt sein, damit nichts schimmelt. Daher halte ich das Gemüse mit einem Glasgewicht unten. Jetzt gärt es für eine Woche bei Zimmertemperatur, später wird es kühl gestellt.

Wann ist das eingelgte Gemüse fertig? Der Umwandlungsprozess dauert ungefähr 10 bis 20 Tage. Je länger es aufbewahrt wird, umso mehr säuert es nach. Nach einiger Zeit ist aber der Gärungsprozess abgeschlossen. Verzehrfertig ist das Gemüse, sobald es uns schmeckt! Das kann nach einigen Tagen oder nach Wochen der Fall sein. Je länger der Prozess dauert, umso weicher und verdaulicher wird die Rohkost.

Zubereitung von fermentiertem Gemüse: Damit die wertvollen Inhaltsstoffe und die Milchsäurebakterien erhalten bleiben, ist es ratsam, das Gemüse kalt zu essen oder nur leicht zu erwärmen. Es gibt allerdings Gemüse, das erhitzt werden muss, weil es roh leicht giftig ist – dazu zählen Bohnen (!) und evtl. Auberginen. Es passt gut zu allen Mahlzeiten, wo eine leichte Säure erwünscht ist. Z.B. zu Gegrilltem, in Suppen oder im Salat. Bei dem Rotkohl kann man z.B. einen Salat zubereiten aus je einem Teil rohem und fermentiertem Gemüse.

Haltbarkeit: Je nach Gemüseart ist Fermentiertes mindestens ein halbes Jahr genießbar, meistens aber wesentlich länger.

Dies ist mein erster Versuch!

Selbstbemächtigung = von unseren Vorfahren lernen

Wunderbares Hagebuttenöl

Hagebutten sind die (Schein-)Früchte aller Rosenarten. Am gehaltsvollsten sind die Früchte der Wildrose (Hundsrose), die als Hecken Felder und Gärten begrenzen oder an Waldrändern auftreten.

Schalen und Kerne der Hagebutten beinhalten viel Vitamin C sowie andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch ihre besondere Zusammensetzung ist die Hagebutte bei Arthrose und Rheuma und bei Hauterkrankungen wie z.B. bei Neurodermitis und bei Narben wirksam. Die Frucht wirkt innerlich und äußerlich angewendet.

Dieses Jahr gab es eine reiche Ernte an Hagebutten. Einen Teil davon trocknete ich für Pulver oder Tee (siehe Blog: https://monika-rauch.com/2021/12/30/puelverchen/). Einen anderen Teil verarbeitete ich frisch zu Öl und Salbe.

Ölherstellung

1. Die gesäuberten Hagebutten im Mixer mit Mandelöl (oder einem anderen hochwertigen Öl) pürieren. Möglichst auch die Kerne zerkleinern. Darauf achten, dass das Öl nicht heißläuft. 2. Die Masse im Topf erwärmen bei ca. 70°C (nicht frittieren!). Für ca. 1 Stunde und ggf. einem Tag abgedeckt ausziehen lassen. 3. Abfiltern Mit einem Metallsieb das Grobe und anschließend nochmals durch ein Baumwolltuch fein abfiltern. Das Baumwolltuch nutzen, um das gesamte Öl auszupressen. 4. Das Öl in dunkle Flaschen füllen, die Haltbarkeit kann mit einigen Tropfen Vitamin E-Öl verlängert werden.

Salbenherstellung

Das Hagebuttenöl erwärmen, Bienenwachs und etwas Sheabutter einrühren. Als Faustformel gilt: etwas ein Zehntel bis ein Fünfzehntel der Flüssigkeit an Bienenwachs plus 1 – 2 Teelöffel Sheabutter. D.h. bei 100ml Öl, sollte man 10 bis 15 g Bienenwachs verwenden.
Dann in Behälter einfüllen und für den Duft einige Tropfen ätherisches Öl einrühren. Ich wählte „Rose“, weil die Hagebutte die Frucht der Rose ist.

Was bei pflanzlichen Ölen unbedingt beachtet werden soll

Die Verschlüsse der Tigel und Fläschchen sollten erst nach vollständiger Abkühlung geschraubt werden. Bis alles kalt ist, lege ich ein Küchenpapier auf die Behälter. Wenn man die Behälter warm zuschraubt, besteht die Gefahr, dass Kondenswasser auf das Öl bzw. die Salbe geht und das könnte dazu führen, dass das Fett schneller verdirbt. Die Salbe ist ziemlich lange haltbar, weil Bienenwachs ein gutes Konservierungsmittel ist. Das Öl kann schneller verderben. Wichtig bei Ölen und Salben ist die Verwendung von sauberen und trockenen Gerätschaften. Zum Schluss werden die Tigel und Behälter beschriftet mit Inhaltsstoffen und Datum.

Meine Erfahrung

Das Öl ist mein Zaubermittel! Ich tupfe es auf meine neurodermitischen Stellen, die werden gut in Schach gehalten und verschwinden, tagelang – bis zum nächsten Schub. Der Juckreitz ist weg! Und das Beste: Ich verteilte die Ölreste regelmäßig auf Hals und Dekolleté. Nach einiger Zeit verblassten meine braunen (Alters-)Flecke am Hals. Meine Hoffnung ist, dass die Flecke eines Tages vollständig verschwinden. Mittlerweile hole ich das Öl bei jedem Hautproblem. Auch Narben werden dadurch weicher.

Selbstbemächtigung = herausfinden, was heilt

Winter-Wonder-World

Morgens um 7.00 Uhr wurde ich von einem gedämpften Geschrabbe geweckt. Wie schön! Es hatte geschneit! Einige Nachbarn waren schon fleißig am Schneeschippen. Ich zog mich schnell an und die putzte meine Zähne – Ordnung muss schließlich sein! Dann ging es raus. Der Schnee wollte geschippt werden. Es war gar nicht so leicht, weil er so nass war. Endlich fertig, ging es runter Richtung Main.

Unser Garten ist wie in Watte gepackt.
Dörnigheim: Durch die Mozartstraße, über die Kennedystraße, vorbei am alten Dorf und der alten Kirche bis runter zum Main.
Wege
Der Main ist über die Ufer getreten. Ob es dieses Jahr Hochwasser gibt?
Fast unberührt
Schön

Auf dem Rückweg holte ich noch Zeitungen und ein paar Brötchen, da haben sich auch meine Männer gefreut.

Eigentlich war ich ja noch müde, bin aber sehr froh, dass ich mich überwunden habe, rauszugehen.

Schnee ist für mich immer noch etwas Besonderes: Die Welt ist gedämpft und gedimmt – man hört nur das Knirschen unter den Füßen und den eigenen Atem. Man ist mit sich allein.

Selbstbemächtigung = sich überwinden

Pülverchen

Was mache ich nur mit den vielen Orangenschalen und Hagebutten?

Orange macht glücklich

Trocknen Am besten geht das im Ofen oder auf der Heizung. Oder im Dörrautomat. Wenn die Schalen noch weich sind, können sie auch aufgefädelt und an einem trockenen Platz aufgehängt werden.

Zerbröseln und zerkleinern Was für eine Heidenarbeit!

Die Hagebutten wurden zunächst gemörsert. Dabei versuchte ich, die kleinen „Juckhäarchen“ rauszufiltern. Anschließend kamen Kerne und Schalen in die Mühle. Ich musste gut darauf achten, dass die Mühle nicht heißlief. Es hat lange gedauert, bis ich mit der Körnung zufrieden war.

Bereits unsere Vorfahren wussten seit Jahrtausenden um die Haltbarmachung von Naturprodukten durch Trocknung und Pulverisierung. Ist die mühsame Prozedur abgeschlossen, kann man das Pulver schnell nutzen.

Die Orangenschalen ließen sich nicht gut auseinanderbrechen, das anschließende Zermahlen ging dann aber einfacher.

Wo kann man die Pülverchen einsetzen? Zum Verfeinern von Dressings und Soßen oder als Vitaminspender übers Müsli, in Smoothies und in den Tee. Auch möchte ich demnächst Kräuterbonbons herstellen … Ich werde es ausprobieren.

Die Schalen der Orangen und der Hagebutten enthalten die Farbstoffe Carotinoide. Diese sorgen für die Orange- und Gelbfärbung von Nahrungsmitteln. Immunsystem, Verdauung und Stoffwechsel werden durch sie stimuliert. Auch sagt man ihnen eine krebsvorbeugende Wirkung nach, vor allem im Bereich der Lungen. Pflanzenfarbstoffe werden für die Abwehr von Fraßfeinden gebildet und für ihren Stoffwechsel sowie zur Unterstützung der Photosynthese. Diese Mechanismen kann man mitessen und sie zeigen beim Menschen Wirkung.

Schalen und Kerne der Orangen und Hagebutten beinhalten zudem viel Vitamin C, Kalium und eine große Palette an anderen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ätherische Öle in den Früchten sorgen für Wohlbefinden, Beruhigung und somit für den Abbau von Stress.

Die enthaltenen Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Oxidation anderer Substanzen verlangsamen bzw. verhindern. Sie neutralisieren sogenannte „freie Radikale“ und sollen somit zu einem verminderten Krankheits­risiko beitragen. „Oxidativer Stress“ bedeutet, dass die Körperzellen durch Oxidation belastet werden, d.h. die Zellen altern, sterben ab oder sind tumoranfällig.

Also liebe Leute, verwertet die Schalen und Kerne der Früchte! Sie sind teilweise gehaltvoller als das Fruchfleisch selbst. Fruchtschalen werden durch die Trocknung haltbar gemacht und können gerade in der kalten Jahreszeit unser Immunsystem boostern! Man kann sie auch als Tinkturen oder Ölauszüge ansetzen. Eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. 😃

Selbstbemächtigung = Pülverkens für die Gesundheit nutzen

Gartenarbeiten im Winter

Gartenarbeit im Winter – da ruht doch alles?

Es gibt tatsächlich Einiges zu tun! So habe ich die letzten Wochen Kleinigkeiten im Garten erledigt. Ich weiß, ich bin spät dran dieses Jahr. Da glaube ich gern Marie von „Wurzelwerk“, dass es auch im Winter Wachstum gibt. Es wächst halt ein bisserl langsamer. Auf YouTube habe ich zwei Garten-Kanäle abonniert, die, wie ich finde, gute Tipps liefern. Unten findet Ihr die entsprechenden Links.

Was auch jetzt noch getan werden kann:

  • Den Rasen vom Laub befeien und kalken – hilft gegen Vermosung.
  • Blätter „vermulchen“ – Mulch ist gut als Schutz vor Kälte/Hitze und Bodenkorrosion und zugleich düngen die Blätter, d.h. durch ihren Verfall werden Nährstoffe freigesetzt, die in den Boden gelangen.
  • Beim letzten Rasenmähen verwendeten wir das gesamte zerkleinerte Laub mit dem Rasenschnitt als Mulch für die Beete und Töpfe.
  • Einen Igelschutz herrichten – bietet nicht nur Igeln, sondern auch Insekten und Kleinstlebewesen, Unterschlupf.
Unser Rasen bekommt wenig Sonne ab und ist im Winter sehr nass und lehmig – vielleicht kann man ihn noch drainagieren? Mir war die Arbeit körperlich zu schwer. Ich mache mich mal kundig, wer mir wie helfen kann. Die Topfblümchen werden mit Blättern gemulcht. Unten Links ist das Igelhäuschen. Vielleicht findet noch ein Tierchen Unterschlupf.
  • Weihnachtsbaum in einen größeren Behälter umtopfen
Bin gespannt, ob der Baum anwächst, es waren fast alle Wurzeln gekappt. Von unten nach oben habe ich geschichtet: Tonscherben für die Drainage, Laub, wegen der Nährstoffe und Pilze, Lehm, Blumenerde und Sand. Alles wurde gut angedrückt und mit einem Gießring versehen. Als Abschluss + Schutz verwendete ich Rindenmulch. Anschließend wurde der Baum tüchtig gegossen – „Nordmanntannen saufen wie die Kamele“, so spricht der Gartencoach. (Ich sollte noch einen Untersetzer besorgen.)
Weihnachtsdekoration
  • Vogelstationen bauen
„Upcycling“ Für die Häuschen gehen Tetrapacks oder andere festere Behälter.
  • Hochbeet „bestücken“ und winterfit machen
Leider werden die Bretter schon marode. Es wird zeitnah repariert. Zur Entlastung schob ich dort die Erde weg. Das Beet wurde gereinigt, mit Erde aufgeschüttet und mit mineralstoffreichem Urgestein untermischt. Der Lauch kümmerte den Sommer über vor sich hin. Vielleicht tut sich noch was im Winter? In die Reihen kamen Knoblauch, Zwiebel, Feldsalat, Portulak. Eine Abdeckung aus Jute schützt vor Kälte und Saaträuber.
  • Frühbeet sichern und einsäen
Das Frühbeet steht jetzt unter der Außentreppe. Den Boden legte ich mit dicker Pappe aus. Die Pflanzkästen wurden mit einer Mischung aus Blumenerde, Sand und Urgestein befüllt. Eingesät habe ich Batavia, Feldsalat, Spinat, Radies. Etwas Stroh dient als Wärmeschutz. Unter die schützende Treppe kamen die Container mit Lauch und Geranien, Astern.
  • Kartoffeln setzen
Meine gekeimten Kartoffeln setze ich in einen Blumenbehälter: Als Drainage dient „nicht klumpendes“ Katzenstreu. Darüber kommt eine Schicht Laub als Dünger, mit einer dünnen Schicht Blumenerde. Die Kartoffeln werden aufgelegt und mit Erde bedeckt. Später, wenn das Grün heraustreibt, kommt je nach Wachstum Erde oben drauf. Das nennt man „häufeln“. Den Bottich stelle ich an einen sonnigen Platz am Haus, bei Kälte schütze ich mit einem Flies und versetze den Behälter unter die Außentreppe.
  • Blumenzwiebeln in die Erde bringen
Wie reizvoll ist es doch, wenn im Frühling die ersten Zwiebelblumen blühen! So hab‘ ich noch ein paar Zwiebeln* und Knollen* im Garten verteilt. Zierlauch und Narzissen müssen ca. 10 cm tief in die Erde, Hyazinthen nur 5 cm.
Das Saatgut* besorgte ich im Gartencenter, die Zwiebeln* waren auf einen Euro pro Beutel heruntergesetzt. Wer setzt auch jetzt noch Zwiebel?

Wichtig fürs Keimen und Überleben der Pflanzen

  • Keine Staunässe! Für Abfließen des überschüssigen Wassers sorgen: Löcher im Topfboden, Untersetzer, für Drainage sorgen mit Tonscherben, Basalt, Lavasteinen etc. (ggf. Sand unter die Erde mischen)
  • Gut gießen! Der Tod des Wintergemüses ist das Austrocknen
  • Flies/Jute als Kälteschutz
  • manche Pflanzen benötigen eine leichte Düngung
  • Gefrorenes Gemüse nicht ernten! Sonst bleibt es schlapp. Lieber warten mit dem Ernten, bis die Pflanze sich alleine regeneriert hat, z.B. an einem milden Wintertag.
  • Den Boden vor Erosionen schützen! Das geht mit Gründünger, Blättern, Stroh, Kompost.
  • Aufs Umgraben weitestgehend verzichten! Ausnahme: sehr schwere Lehmböden. Früher hat man den Garten im Herbst oder Frühjahr umgegraben, das war Gesetz. Heute weiß man, dass das eher schadet als nutzt. Denn das natürliche Zusammenspiel des Bodens und der kleinen Lebewesen darin wird unterbrochen. Der Boden kann als Folge davon abgetragen werden und austocknen/aushungern. Aus dem gleichen Grund sollte man den Boden nicht „blank“ lassen, das kommt in der freien Natur ja auch nicht vor.

Ich habe schon länger einen Garten, aber außer Kräutern, Blumen und „Schau“-Kartoffeln, -Tomaten, -Erdbeeren für meine Kinder hatte ich nie die Muße, Gemüse zu pflanzen. Wenn, dann machte ich so ziemlich alle Fehler, die man machen kann. Ich bin also eine blutige Anfängerin und werde dokumentieren, was gelingt und was nicht.

Mein Anliegen ist es, mich ein Stück weit selbst zu versorgen und dabei ökologisch und nachhaltig zu arbeiten. Da ich berufstätig bin, muss ich schauen, wie ich das zeitsparend schaffe. Und Spaß sollte die Sache sowieso machen.

Update nach ca. 20 Tagen:

Es wächst! Feldsalat, Portulak, Batavia, Spinat und Radies sind draußen, Kartoffeln und Knoblauch sprießen ebenso. Die meisten Tage waren mild und regnerisch. Momentan bewegen sich die Temperaturen Richtung Null, dafür scheint die Sonne.

Update/März

Schaut mal, meine Kartoffeln: Sie stehen geschützt unter der Außentreppe und werden bei Kälte mit einem Juteflies abgedeckt. Bei milden Temperaturen mache ich das Flies runter. Sobald das Kraut etwas höher wächst, „häufele“ ich etwas Erde darüber, dass die Kartoffel mehr Standfestigkeit erlangt.

Selbstbemächtigung = „natürlich“ leben

Links*

*Die Produkte und Links bewerbe ich unbezahlt.

Schinkennudeln

Schnelles Resteessen

Mein Papa „erbte“ das Grundrezept von seiner Mutter und hat es immer mehr verfeinert. Meine Kinder und ich essen diesen Auflauf sehr gerne, wir passen es oft dem an, was gerade im Haus ist. Es gibt wenig Maßangaben, wir kochen intuitiv.

Quark-Käse-Masse: Quark, geriebenen Käse (z.B. Gouda), Schmand (oder Creme Fraiche, Saure Sahne), 1 Ei oder zwei, etwas Sahne oder Olivenöl, viel Oregano, viel Knoblauch, wenig Salz oder Sojasoße, etwas Schärfe (z.B. Chillies).

Gekochte Nudeln, Bauchspeckwürfel (oder geräucherten Schinken), Quark-Käse-Masse ca. 30 Minuten abgedeckt bei 180°C backen, ohne Deckel noch mal ca. 15 Minuten bräunen. Mit Salat sevieren.😋

Selbstbemächtigung = (Koch-)Traditionen wahren