Ein Mini-Tümpel entsteht

Letztes Jahr weichte ich Weidenruten in einer alten Plastikwanne ein. Das Wasser blieb frisch und algenfrei. Vielleicht lag das an den Salicylaten und Gerbstoffen in den Rinden. Gerne badeten einige Vögelchen darin. Insekten und Nachbarskatze liebten ebenfalls das Vogelwasser. Dieses Jahr gab es keine Weiden und das Wasser kippte ständig um. So beschloß ich, ein kleines Feuchtbiotop zu errichten.

Zunächst bestellte ich 25 Kilo Flußkies für den Grund und einige Wasserpflanzen.

Die ersten Pflanzen kamen gut verpackt und intakt bei mir an.
Baby-Seerose, Blutweiderich, Zwergrohrkolben – später kamen noch Pestwurz und Mini-Schachtelhalm hinzu.

Die meisten Wasserpflanzen wirken reinigend und sorgen somit für frisches Wasser.

„Wasser marsch!“

Als Standort wählte ich ein halbschattiges Plätzchen. Bei zu viel Sonne könnte der Teich überhitzen und somit schneller „umkippen“ und das Algenwachstum würde befeuert.

Die Pflanzen bleiben im Container und werden mit Kieselsteinen beschwert. Sie haben verschiedene Bedürfnisse: Die Seerose sollte ihre Blätter schwimmen lassen, Blutweiderich und Pestwurz sind Ufergewächse, daher stehen sie erhöht am Rand. Für unterschiedliche Ebenen sorgen Ziegelsteine und der Kies.

Warum ich das mache? Ich möchte den Tieren, die meinen Garten besuchen, etwas zu trinken anbieten. PROST! Außerdem möchte ich beobachten, welche Kleinstlebewesen sich ansiedeln. Vielleicht hüpft auch mal ein Frosch vorbei?

Nachdem sich das Wasser geklärt hat, installierte ich eine Solarpumpe, die bei Sonne für etwas Umwälzung sorgt.

Als nächstes suche ich nach einem dekorativen Bottich und nach Steinen für eine trockene Insel.

Ich werde über die Entwicklungen berichten.

Selbstbemächtigung = Lebensräume schaffen

Einzug in die Sommerküche

2020 bauten wir einen Raum des Schuppens in eine kleine Sommerküche um, mit Teilen unserer alten Küche. Wir waren damals gezwungen, unten zu „hausen“, weil es mehrere Wochen dauerte, bis die neue Küche im Haus fertig war.

In der Mitte ist noch die alte Küche im Originalzustand aufgebaut,rechts unten stehen die alten Möbel zur Aufbereitung bereit.
Die alten Möbel wurden gesäubert, geschliffen, geölt und eingepasst.

Das war richtig klasse,  denn unsere Leben spielte sich fast nur noch im Garten ab. Und das Wetter spielte mit. Letztes Jahr war das nicht so dolle mir dem Wetter, doch jetzt …. tataaaa:

Gestern habe ich das Geschirr und Besteck gespült, die Schränke ausgewischt und das erste Mal seit langem  draußen gekocht.

Es gab Bohnen-Eintopf … bei der Hitze etwas ungewöhnlich, ich wollte mich ja nicht gleich überfordern!😄

Schuppen: links die Küche, in der Mitte das Plumpsklo, rechts Schuppen für Gartengeräte, Dünger, Samen etc. Sommerküche: Schränke für unser ausrangiertes Besteck und Geschirr, Spüle, Kühlschrank, Gasherd und darauf steht der Eintopf.
Der Sitzplatz ist schön im Schatten – gleich neben der Küche. Kaffee ist auch schnell gekocht.

Die Pandemie hat manchmal auch etwas Gutes bewirkt, nämlich, dass wir gezwungen waren, uns auf uns selbst zu reduzieren.

Uns, d.h. meinem Mann und mir, war nicht langweilig, wir genossen die Erde und die Sonne und die Gäste, die einzeln oder zu zweit (je nach Lage) bei uns im Garten zu Besuch waren. Ich würde sagen, die Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat uns in diesem Sinne beruhigt und geerdet.

Eigentlich wollte ich ja nur kurz berichten, wie sehr ich mich freue, dass die Sommerküche wieder aktiviert wurde … Ok, ist etwas ausführlicher geworden.😇

Selbstbemächtigung = sich im Einklang mit der Natur bringen

Mal eben im Garten

Ich habe die Neigung, alles auf einmal erledigen zu wollen. So kam es mir gelegen, dass ich das Wochenende für mich hatte, da mein Gatte unterwegs war. Den Haushalt erledigte ich zunächst nur rudimentär und war morgens bis abends im Garten. Ok, gestern Nacht buk ich doch noch das Brot, spülte, putzte das Klo und ging noch mal mit dem Staubsauger durch die untere Etage und dann stellte ich völlig erschöpft fest, dass mein Bett noch nicht bezogen war. Bin ich verrückt? Nee, erledigt und glücklich, dass das Meiste erledigt war! Und nachts taten mir sämtliche Knochen weh.

„Jetzt ist aber gut!“, dachte ich und erholte mich beim Bürokram am Schreibtisch. Manchmal flutscht es einfach! Gleich hole ich mir ein Eis beim Costa. Aber erst muss ich noch gießen.

Ist in diesem Fall Selbstbemächtigung ein Ausdruck von Irrsinn? Glaube ich nicht. Bin tief zufrieden, erschöpft und glücklich. Ich mache solche Aktionen ja nicht ständig.

Selbstbemächtigung = es flutschen lassen

Gartensaison vorbereiten

Die Sonne schien und der Rausgeh-Schaffensdrang war entsprechend hoch. Mein Mann und ich erledigten so nach und nach alle möglichen Arbeiten. Nebenbei erhielt ich eine gratis Akkuschrauber-Schulung. Ich habe mir nämlich eigenes Werkzeug besorgt, um unabhängiger zu sein.

Aus den Betonmisch-Behältern werden Gemüse-Pflanztöpfe. Daher habe ich mit dem Akkuschrauber Drainagelöcher gebohrt. Überschüssiges Wasser kann abfließen und Kleinstlebewesen dürfen eintreten. Gerade stinken die Behälter noch übelst nach Chemie. Deshalb werden sie draußen ausgelüftet und später noch mal mit Natronlauge behandelt.
Im Internet habe ich mir einen stabilen Tisch zum Werkeln und Pflanzen besorgt, diesen bauten wir razfaz auf. Der Aufbau des grünen Rollbeetes war etwas anspruchsvoller (mit nur ganz wenig Gemecker). So konnten wir dann unsere Neuanschaffungen ordnungsgemäß mit Sekt „taufen“.
Mein geliebtes Hochbeet kracht schon nach 2 Jahren auseinander. Der Grund dafür: zu weiches Holz und keine Folie innen. Jetzt haben wir den Salat! Erst mal haben wir Bretter drangeschraubt, auch aus Weichholz … Finde den Fehler! Wir werden uns noch etwas anderes einfallen lassen, vielleicht so etwas wie Stahlbänder. Außerdem will das Beet noch etwas farblich aufpeppen.
In unsere Sommerküche kamen neue Haken und eine Seifenablage. Das durfte mein Mann mit dem „echten“ Bohrer tun.

Der Nachmittag endete mit einer Brotzeit in der Sonne mit anschließendem Mittagsschläfchen.

So langsam nimmt der Frühling Fahrt auf. Ich hoffe, ich schaffe auch unter der Woche so einiges an Gartenarbeit. Berichte folgen. Ich freue mich, wenn es ans Aussäen und Anpflanzen geht.

Teil II

Am folgenden Wochenende brachte ich die Blumenkübel auf Vordermann: Die intakten Pflanzen wurden geputzt und die alte mit frischer Erde, Kokosfasern, Langzeitdünger und Perlite (ein Lavagestein zur Auflockerung der Bodenstruktur) vermischt. Danach bepflanzte ich die Kübel mit jungen und den älteren Pflanzen. Größere Töpfe mulchte ich mit groben Kokosfasern.

Die frisch bepflanzten Kübel wurden ums Haus verteilt. Hach, was für ein schöner Anblick!
vorher – nachher
Mein neuer Arbeitstisch kam voll zum Einsatz und oben rechts quellen die Kokosfasern. Die Töpfchen hab‘ ich gleich als Mitbringsel präpariert und das Eis gab’s zur Stärkung. Was für ein schönes Wochenende!

Teil III

Heute wurden die Kübel auf der Loggia neu bepflanzt. Hauptsächlich mit Kräutern. In zwei Töpfe setzte ich Gerbera als Farbtupfer. Manche Kräuter, die ich im Februar in die Töpfe setzte, haben nicht überlebt (siehe mein Bericht „Kraft in Töpfen“: https://monika-rauch.com/2022/02/26/kraft-in-toepfen/)

Es war Ihnen zu kalt – manchmal stellte ich sie zum Aufwärmen in die 🌞. Leider wurde es dann nachts immer so plötzlich kalt und dunkel. Manchmal vergaß ich, sie danach mit einem wärmenden Vlies zu umhüllen, so wurden sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit 🙄. Nach der Pflanzaktion fegte, saugte und staubte ich die Loggia ab und stellte die Stühle in Position.

Diesmal mischte ich Langzeitdünger, Urgesteinsmehl und Perlite unter die Erde bevor ich frisch pflanzte: Oregano, Majoran, Bohnenkraut, echter Lorbeer.

Pflanzen und säen

Das Hochbeet wurde mit Erde etwas aufgefüllt, eingesäat, bepflanzt, begossen und abgedeckt. Wahrscheinlich wird das Beet aus allen Nähten platzen. Also, auf die paar Quadratmeter habe ich jetzt diese Pflanzen/Saaten: Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Rettich Pastinaken, Kohlrabi, Eissalat. Bin gespannt, was sich wie entwickelt.😊
Die Kartoffeln vom Januar entwickeln sich prächtig, also zumindest das Grün. Ich habe fleißig gehäufelt. Und die Saubohnen vom Februar keimen schon, klasse!

Teil IV

Vorgekeimte Saubohnen einpflanzen und ein Rankgitter bauen.

Es war an der Zeit, den ersten Betonkübel mit kleinen Zweigen, Blumenerde + Kokosfasern zu bestücken. So konnte ich die vorgezogenen Bohnen einpflanzen. Einige frische Zweige steckte ich tief in die Erde und verwurstelte sie mit Draht und Schnur zum Rankgitterl. Die Bauanleitung auf YouTube wirkte irgendwie einfacher … 😂

TEIL V

Den Garten aufhübschen

Diesmal mit Hilfe eines Gärtners ging’s einen ganzen Tag ans Werk: Unkraut rupfen, frischen Rindenmulch unter die Büsche und Bäume verteilen, den Rasen vertikutieren, düngen und (später) nachsäen, Schönheitsschnitte an einigen Bäumen + Büschen. Natürlich nur im Rahmen des Möglichen,wegen der brütenden Vögel. Unsere „grüne Wand“ zum Nachbarn, also die Koniferen, sind ganz schön ramponiert, überall bröseln die braungewordenen Zweige und Blätter runter. Außerdem breiten sie sich unten sehr aus, so dass meine Stauden, die davor wachsen, zur Seite gedrückt werden. Also haben wir das kahle Geäst unten weggeschnitten – ich finde, es sieht besser aus denn je.

Sommerküche und Schuppen aufräumen

Den Schuppen haben wir komplett ausgeräumt, gefegt, und thematisch sortiert wieder eingeräumt. Einiges haben wir entsorgt und einiges wiedergefunden. Die Sommerküche wurde nur etwas vorgereinigt und aufgeräumt. Ist ja noch kein Sommer.😍

Tomaten und Paprika auspflanzen

Ja, ich weiß: Tomaten und Paprika lieben es warm. Man sollte die „kalte Sophie“ abwarten und erst nach dem 15. Mai pflanzen. Aber was soll ich tun? Meine Tomatenpflänzchen haben bereits Blüten angesetzt und die Paprika müssten eigentlich pikiert werden. Einen Teil der Pflanzen habe ich behalten als Reserve, einen Teil verschenkt und einige Pflänzchen setzte ich geschützt in die Kübel. Ich hoffe, es ist Ihnen warm genug und ich hoffe auf reiche Ernte.

Die oberste Schicht in den Bottichen besteht aus Kokosfasern.

Und zwischendurch gibt’s Kräutertee

Im Garten wachsen eine Menge Kräuter, woraus die verschiedensten Tees gemixt werden, z.B. aus Löwenzahnblüten, Veilchen, Schafgarbe, Minze …

Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)