Mal eben im Garten

Ich habe die Neigung, alles auf einmal erledigen zu wollen. So kam es mir gelegen, dass ich das Wochenende für mich hatte, da mein Gatte unterwegs war. Den Haushalt erledigte ich zunächst nur rudimentär und war morgens bis abends im Garten. Ok, gestern Nacht buk ich doch noch das Brot, spülte, putzte das Klo und ging noch mal mit dem Staubsauger durch die untere Etage und dann stellte ich völlig erschöpft fest, dass mein Bett noch nicht bezogen war. Bin ich verrückt? Nee, erledigt und glücklich, dass das Meiste erledigt war! Und nachts taten mir sämtliche Knochen weh.

„Jetzt ist aber gut!“, dachte ich und erholte mich beim Bürokram am Schreibtisch. Manchmal flutscht es einfach! Gleich hole ich mir ein Eis beim Costa. Aber erst muss ich noch gießen.

Ist in diesem Fall Selbstbemächtigung ein Ausdruck von Irrsinn? Glaube ich nicht. Bin tief zufrieden, erschöpft und glücklich. Ich mache solche Aktionen ja nicht ständig.

Selbstbemächtigung = es flutschen lassen

Garten vorbereiten TeilV

Wer es genauer wissen will, liest im Blog nach: https://monika-rauch.com/2022/03/14/saison-vorbereitung-im-garten/ (runterscrollen zu Teil 5)

Koniferen werden zu Koryphäen

Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)

Mazerat aus Apfelknospen

Wie in meinem vorherigen Blog über die Gemmotherapie ( https://monika-rauch.com/2022/04/10/gemmo-therapie/) beschrieben, tragen die Knospen bereits das Erbgut der gesamten Pflanze in sich. Das heißt , wir haben die Heilkraft aus ihren Blüten, Früchten, Blättern, Stielen und ihrer Rinde zur Verfügung.

Die Knospen werden im fast geschlossenen Zustand gepflückt und in Alkohol (Wodka, Weingeist) für ca. 4 Wochen ausgezogen. Zwischendurch wird das Glas immer mal geschüttelt. Danach kann man die Knospen absieben und die Tinktur tropfenweise einnehmen oder weiter verarbeiten.

„Ein Apfel am Tag ersetzt den Doktor.“

Unser Volkswissen weiß es längst: Ißt man regelmäßig Äpfel, wirkt sich das positiv auf den Stoffwechsel aus, er hilft eigentlich für gegen alles, z.B. bei Rheuma, Gicht und Arteienerkrankungen.

In der Apfelschale stecken Ballaststoffe wie Pektine und Zellulose. Diese wirken, äußerlich angewendet, bei Hauterkrankungen und innerlich angewendet bei Magen-Darm-Beschwerden. Apfelschalentee kann gegen Nervosität und geistige Erschöpfung helfen.

Ebenso wirken auch Blätter und Rinden – sie sind u.a. adstringierend, entzündungshemmend und antioxidativ.

Ein Spaziergang durch Streuobstwiesen tut der Seele wohl.

Auf der Seelenebene steht der Apfel für Gesundheit und Lebensfreude.

Eine Bitte: nur wenige Knospen ernten! Die Blüten sind Futter für Bienen und andere Insekten. Außerdem möchten wir ja auch noch später Äpfel ernten.

Selbstbemächtigung = regelmäßig einen Apfel essen

Gemmo-Therapie

Gemmo = Knospen In der Gemmotherapie nutzt man die Kraft der Bäume. Man sammelt einige Knospen, die noch nicht ganz aufgebrochen sind und lässt diese ausziehen und verarbeitet sie genauso weiter wie die Auszüge von anderen Heilpflanzen.

Süßkirsche – es ist draußen zwar noch etwas frisch, aber das stört die Bienen nicht. Es summt und brummt im Baum und es duftet wunderbar. Das ist eine Wohltat für meine Seele.
Noch schnell ein paar Knospen pflücken, bevor alle erblüht sind. Eigentlich müssten sie für meine Zwecke noch etwas verschlossener sein. Ich wage es trotzdem.
In den Knospen steckt jegliche Information im embryonalen Zellgewebe. D.h. wenn man die Knospen verwendet, wird die Heilkraft vom gesamten Baum genutzt: von der Rinde, den Blättern und Stielen, der Früchte und Kerne. Für ein Gemmomazerat benötigt man nur eine kleine Menge an Knospen.
Die Wirkung der Kirsche ist entgiftend, entzündungshemmend, schlaffördernd. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium und Folsäure. Sie kann bei Schlafstörungen, Rheuma, Erkältungen, Bluthochdrock, Gicht, Demenz helfen. Blätter, Stängel und Rinde wirken stärker als die Früchte.
Schönes Färbchen, nach ca. zwei Stunden.
Meine anderen Gemmo-Präparate: Süßkirsch-Tinktur (Ethanol), Schwarzpappel-Salbe (Sonnenblumenöl + Bienenwachs), Apfel-Tinktur (Wodka), Fichten-/Lärchen-Oxymel (Apfelessig + Honig), Haselnuss- Gemmospray (Wodka + Glycerin), Haarwasser (Douglasie + Holunder + Wodka + Wasser + Mandelöl + äth. Rosmarinöl), Schwarzpappel (Wodka).

Selbstbemächtigung = Kraft aus der Natur schöpfen

Kartoffelsalbe

gegen Schwielen, Risse und trockene Haut

Die Kartoffel ist ein äußerst nährstoffreiches Powerpaket. Sie enthält ungefähr 20% Kohlenhydrate, 2%Eiweiß, 2% Ballaststoffe, 1% Mineralstoffe/ Spurenelemente wie (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen), sowie Vitamine (Vitamine C, A, B) und Wasser. Zudem enthält sie Flavonoide und Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und als Farb- und Lockstoffe dienen.

Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und Nachtschattengewächse sind giftig! Die Früchte, die sich am Blattwerk ausbilden, sowie das Blattwerk selbst, bilden Glykoalkaloide aus, hauptsächlich das Nervengift Solanin. Wenn Kartoffeln unbedeckt liegen bleiben, werden sie grün. Die grünen Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden, denn auch hier hat sich das Solanin gebildet. Auch in den Schalen ist das Gift enthalten, allerdings niedriger dosiert. Glykoalkaloide können zu Erbrechen und Durchfall, zu neurologischen Störungen, ja sogar zum Tod führen. Dafür muss man aber einige Kilo ungeschälter Kartoffeln essen. Das Solanin bleibt auch bei Hitze stabil, d.h. man kann es nicht wegkochen.

By the way: Eßbar ist nur die unterirdisch wachsende Knolle. Die grünen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, tragen Samen in sich, aus welchen man theoretisch neue Kattoffelsorten züchten kann. Üblicherweise wird die Kartoffel über Knollen vermehrt.

Die Kartoffel als Heilmittel

Neben den vielen leckeren Gerichten, hat die Kartoffel auch noch eine hohe Heilwirkung. Das liegt zum einen an den Inhaltsstoffen und zum anderen an ihrer langen Wärmespeicherzeit. Kartoffelwickel z.B. werden aus gekochten, zerdrückten Kartoffeln bereitet. Durch ihre Wärme und Wirkstoffe helfen sie gegen Halsweh, Ohrenschmerzen, Husten und Heiserkeit. Frische rohe Kartoffelscheiben können Migräne, Sonnenbrand und Verspannungen lindern. Die Wirkung ist schleimlösend, beruhigend und entzündungshemmend.

Kartoffelsalbe – Rezept

  • Rohe Kartoffelschalen in einem Trägeröl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) ca. 2 Stunden warm (bei ca. 70°C) ausziehen lassen.
  • Absieben und filtern.
  • Kartoffelöl erwärmen und 10 – 15% Bienenwachs unterrühren und ca. 10 % Sheabutter. Z.B. benötigt man bei 100 ml Öl ca. 15 g Bienenwachs und 10 g Sheabutter.
  • In Gläser einfüllen.
  • Pro Glas einige Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Ich habe mich für Lavendel (zur Beruhigung), Salbei (zum Desinfizieren und gut gegen Schweißbildung) und Zitrone (wegen des belebenden Geruchs) entschieden.
  • Abkühlen lassen, danach verschrauben und etikettieren.
  • Unbedingt auf saubere Utensilien achten, d.h. alle Gerätschaften sind mit kochendem Wasser oder mit Alkohol desinfiziert. Bei sauberer Handhabung hält sich die Salbe ein Jahr und länger. Das liegt am Bienenwachs und an den ätherischen Ölen.
Über die Kartoffelsalbe habe ich im Internet einiges gelesen. Ich fand das sehr interessant, weil ich gerade im Winter und Frühjahr unter sehr trockener Haut an Händen, Ellenbogen, Knien und Füßen leide. Bei der Menge habe ich etwas übertrieben und musste meinen gesamten Töpchen-Vorrat aufbrauchen. Die Salbe duftet hervorragend und lässt sich gut einmassieren.

Für das Erweichen der Haut ist hauptsächlich das Solanin verantwortlich. Solanin wirkt, indem es die Mitochondrien (kleine Teilchen in den Zellen, die u.a. für die Umwandlung von Nahrung zu Energie zuständig sind) durchlässiger macht und dadurch Kalzium ins Cytoplasma (Zelleninhalt) gelangt. Diese hohe Konzentration sorgt für das langsame Absterben von Zellen. Das, so schätze ich als Laie, bewirkt den Weichmacher-Efekt. Gleichzeitig gelangen die anderen Wirkstoffe in tiefere Hautschichten und stabilisieren diese.

Kleingedrucktes Bei diesem Rezept handelt es sich um Volksmedizin. Ich gebe hier keinen wissenschaftlichen Bericht ab. Ich habe die Salbe für meine Bedarfe so kreiert, dass es für mich stimmig ist. Ein Heilversprechen gebe ich nicht ab. Bei stärkeren gesundheitlichen Problemen oder beim Auftreten von allergischen Reaktionen, das Mittel absetzen und Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker halten. Die Salbe ist nicht zum Verzehr geeignet.

Selbstbemächtigung = Wissen erweitern

Covid begegnen

mit Kräutern

Mich hat’s erwischt! Ich bin coronabedingt erkältet: Husten, Schnupfen, Engegefühl im Brustkorb und nachts atme ich schwer und bekomme Beklemmungen. Dank meiner phytotherapeutischen Ausbildung habe ich ja einiges in meinem Kräuterschrank und greife darauf zurück. In der Umgebung wächst genau das, was gerade gebraucht wird, so heißt es in der Kräuterheilkunde. Darum bereite ich mir regelmäßig einen Tee mit Kräutern, die ich im Garten finde:  Gänseblümchen, Zistrose, Lungenkraut, Salbei.

Mein erster Tee für diese Saison, den ich in der Sommerküche zubereitet habe.
Gänseblümchen/Tausendschön – hilft innerlich angewendet bei Halsweh, Husten, Erkältung, Galle- und Leberbeschwerden, unreiner Haut. Äußerlich verwendet man das Gänseblümchen bei Wunden, Verletzungen wie Quetschungen, Prellungen, Stauchungen, Blutergüssen, Insektenstichen, Verbrennungen, Muskelschmerzen, Furunkeln, Milchschorf, Hauterkrankungen, Juckreiz und Akne.Wirkt schleimlösend, schmerzstillend, entgiftend. Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Inulin. Wissenswert: Gänseblümchen haben auf die Psyche eine aufheiternde und stärkende Wirkung. Sie wirken sehr schonend und werden daher gut von Kindern vertragen. Äußerlich wirken sie ähnlich wie Arnika, nur milder. Gänseblümchen sind eßbar  Blüten und Blätter kann man als Gemüse oder in Salaten verwenden.
Lungenkraut hilft bei Atemwegserkrankungen, Erkältungskrankheiten, Husten, Heiserkeit  (zudem bei Durchfall, Blasenentzündungen und bei Wunden). Heilwirkung: blutstillend,
erweichend, harntreibend,
schleimlösend, schweisstreibend. Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Kieselsäure. Wissenswert: Die Blüten wechseln im Verlauf ihrer Entwicklung die Farbe von kräftig Rosa zu Violett und schließlich auch noch zu Blau. Wenn die Blüten bereits bestäubt sind, werden sie blau und basisch, d.h. Insekten nehmen das wahr und fliegen die Blüten nicht mehr an. Das Lungenkraut ist ein insektenfreundlicher Bodendecker und Frühblüher. Der Name Lungenkraut (Pulmonaria Officinalis) bezieht sich auf die Form seiner Blätter, die ein bisschen wie eine Lunge aussehen. Die Flecken  auf dem Kraut stellen sozusagen die Lungenbläschen dar. Die lateinische Bezeichnung Pulmonaria Officinalis weist darauf hin, dass das Kraut seit jeher im Officin, also in der Apotheke verkauft wurde. Hinweis: Schwangere, Stillende und Kleinkinder bitte in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker anwenden. Es ist ein überliefertes Mittel aus der Volksheilkunde und wissenschaftlich noch nicht weiter erforscht.
Salbei (er ist zwar noch etwas mager, aber sehr aromatisch) hilft bei Halsschmerzen, Halsentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündung, hemmt die Schweißbildung und lindert Hitzewallungen. Wirkt astringierend, antiseptisch, fungizid, virulent, antibiotisch, antibakteriell. Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide und ätherischen Öle. Wissenswert: Salvia, wie der Salbei im Lateinischen heißt, ist abgeleitet vom lateinischen salvare („retten, heilen“) und salvere („gesund sein“). Zudem signalisiert die Gattungsbezeichnung officinalis die Verwendung in der Apotheke (Officin). In der Krebstherapie wird Salbei als Begleitmittel zur Wärmeregulation eingesetzt.
Zistrose, eine starke Heilpflanze –  Das Harz in den Blättern der Zistrose wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und gilt als Radikalenfänger. Ihre Wirkung ist antiviral, fungizid, astringirend, antioxidativ. Die Zistrose wirkt bei Durchfall, Hautproblemen, Aphthen, Candida und grippalen Infekten. Inhaltsstoffe:  Polyphenole, Flavonoide und Terpenoide. Wissenswert: Die Zistrose ist ein Halbstrauch, der in den Mittelmeerländern (und bei mir im Garten) beheimatet ist. Seine Blätter wurden bereits in der Antike verwendet. Die Zistrose ist nicht mit unserer Rose vewandt. Die Blüten sind zartrosa oder bläulich. Extrakte der Zistrose werden momentan intensiv erforscht, vielversprechende Ergebnisse wurden in der Bekämpfung von HIV und Ebola erzielt. Das Extrakt wirkt bekannterweise sehr stark gegen Viren, daher ist meine These, dass es auch gut gegen Cornaviren wirkt.

Direkt nach dem Trinken des Tees spüre ich positive Veränderungen: Der Druck im Brustkorb lässt nach und der Hustenreiz verschwindet für eine Weile.

Wichtig für den Krankheitsverlauf und für eine Heilung ist ein stabiles Immunsystem und seelische Stabilität. Ich werde berichten, was ich dafür tue, um wieder auf „Vordermann“ zu kommen.

Allgemeiner Hinweis: Dies ist mein ganz persönlicher Umgang mit der Erkrankung. Wenn sich mein Krankheitsverlauf verschlimmert, werde ich sofort mit einer Ärztin/einem Arzt Kontakt aufnehmen. Das rate ich jedem, der einen ernsten Verlauf hat.

Gartensaison vorbereiten

Die Sonne schien und der Rausgeh-Schaffensdrang war entsprechend hoch. Mein Mann und ich erledigten so nach und nach alle möglichen Arbeiten. Nebenbei erhielt ich eine gratis Akkuschrauber-Schulung. Ich habe mir nämlich eigenes Werkzeug besorgt, um unabhängiger zu sein.

Aus den Betonmisch-Behältern werden Gemüse-Pflanztöpfe. Daher habe ich mit dem Akkuschrauber Drainagelöcher gebohrt. Überschüssiges Wasser kann abfließen und Kleinstlebewesen dürfen eintreten. Gerade stinken die Behälter noch übelst nach Chemie. Deshalb werden sie draußen ausgelüftet und später noch mal mit Natronlauge behandelt.
Im Internet habe ich mir einen stabilen Tisch zum Werkeln und Pflanzen besorgt, diesen bauten wir razfaz auf. Der Aufbau des grünen Rollbeetes war etwas anspruchsvoller (mit nur ganz wenig Gemecker). So konnten wir dann unsere Neuanschaffungen ordnungsgemäß mit Sekt „taufen“.
Mein geliebtes Hochbeet kracht schon nach 2 Jahren auseinander. Der Grund dafür: zu weiches Holz und keine Folie innen. Jetzt haben wir den Salat! Erst mal haben wir Bretter drangeschraubt, auch aus Weichholz … Finde den Fehler! Wir werden uns noch etwas anderes einfallen lassen, vielleicht so etwas wie Stahlbänder. Außerdem will das Beet noch etwas farblich aufpeppen.
In unsere Sommerküche kamen neue Haken und eine Seifenablage. Das durfte mein Mann mit dem „echten“ Bohrer tun.

Der Nachmittag endete mit einer Brotzeit in der Sonne mit anschließendem Mittagsschläfchen.

So langsam nimmt der Frühling Fahrt auf. Ich hoffe, ich schaffe auch unter der Woche so einiges an Gartenarbeit. Berichte folgen. Ich freue mich, wenn es ans Aussäen und Anpflanzen geht.

Teil II

Am folgenden Wochenende brachte ich die Blumenkübel auf Vordermann: Die intakten Pflanzen wurden geputzt und die alte mit frischer Erde, Kokosfasern, Langzeitdünger und Perlite (ein Lavagestein zur Auflockerung der Bodenstruktur) vermischt. Danach bepflanzte ich die Kübel mit jungen und den älteren Pflanzen. Größere Töpfe mulchte ich mit groben Kokosfasern.

Die frisch bepflanzten Kübel wurden ums Haus verteilt. Hach, was für ein schöner Anblick!
vorher – nachher
Mein neuer Arbeitstisch kam voll zum Einsatz und oben rechts quellen die Kokosfasern. Die Töpfchen hab‘ ich gleich als Mitbringsel präpariert und das Eis gab’s zur Stärkung. Was für ein schönes Wochenende!

Teil III

Heute wurden die Kübel auf der Loggia neu bepflanzt. Hauptsächlich mit Kräutern. In zwei Töpfe setzte ich Gerbera als Farbtupfer. Manche Kräuter, die ich im Februar in die Töpfe setzte, haben nicht überlebt (siehe mein Bericht „Kraft in Töpfen“: https://monika-rauch.com/2022/02/26/kraft-in-toepfen/)

Es war Ihnen zu kalt – manchmal stellte ich sie zum Aufwärmen in die 🌞. Leider wurde es dann nachts immer so plötzlich kalt und dunkel. Manchmal vergaß ich, sie danach mit einem wärmenden Vlies zu umhüllen, so wurden sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit 🙄. Nach der Pflanzaktion fegte, saugte und staubte ich die Loggia ab und stellte die Stühle in Position.

Diesmal mischte ich Langzeitdünger, Urgesteinsmehl und Perlite unter die Erde bevor ich frisch pflanzte: Oregano, Majoran, Bohnenkraut, echter Lorbeer.

Pflanzen und säen

Das Hochbeet wurde mit Erde etwas aufgefüllt, eingesäat, bepflanzt, begossen und abgedeckt. Wahrscheinlich wird das Beet aus allen Nähten platzen. Also, auf die paar Quadratmeter habe ich jetzt diese Pflanzen/Saaten: Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Rettich Pastinaken, Kohlrabi, Eissalat. Bin gespannt, was sich wie entwickelt.😊
Die Kartoffeln vom Januar entwickeln sich prächtig, also zumindest das Grün. Ich habe fleißig gehäufelt. Und die Saubohnen vom Februar keimen schon, klasse!

Teil IV

Vorgekeimte Saubohnen einpflanzen und ein Rankgitter bauen.

Es war an der Zeit, den ersten Betonkübel mit kleinen Zweigen, Blumenerde + Kokosfasern zu bestücken. So konnte ich die vorgezogenen Bohnen einpflanzen. Einige frische Zweige steckte ich tief in die Erde und verwurstelte sie mit Draht und Schnur zum Rankgitterl. Die Bauanleitung auf YouTube wirkte irgendwie einfacher … 😂

TEIL V

Den Garten aufhübschen

Diesmal mit Hilfe eines Gärtners ging’s einen ganzen Tag ans Werk: Unkraut rupfen, frischen Rindenmulch unter die Büsche und Bäume verteilen, den Rasen vertikutieren, düngen und (später) nachsäen, Schönheitsschnitte an einigen Bäumen + Büschen. Natürlich nur im Rahmen des Möglichen,wegen der brütenden Vögel. Unsere „grüne Wand“ zum Nachbarn, also die Koniferen, sind ganz schön ramponiert, überall bröseln die braungewordenen Zweige und Blätter runter. Außerdem breiten sie sich unten sehr aus, so dass meine Stauden, die davor wachsen, zur Seite gedrückt werden. Also haben wir das kahle Geäst unten weggeschnitten – ich finde, es sieht besser aus denn je.

Sommerküche und Schuppen aufräumen

Den Schuppen haben wir komplett ausgeräumt, gefegt, und thematisch sortiert wieder eingeräumt. Einiges haben wir entsorgt und einiges wiedergefunden. Die Sommerküche wurde nur etwas vorgereinigt und aufgeräumt. Ist ja noch kein Sommer.😍

Tomaten und Paprika auspflanzen

Ja, ich weiß: Tomaten und Paprika lieben es warm. Man sollte die „kalte Sophie“ abwarten und erst nach dem 15. Mai pflanzen. Aber was soll ich tun? Meine Tomatenpflänzchen haben bereits Blüten angesetzt und die Paprika müssten eigentlich pikiert werden. Einen Teil der Pflanzen habe ich behalten als Reserve, einen Teil verschenkt und einige Pflänzchen setzte ich geschützt in die Kübel. Ich hoffe, es ist Ihnen warm genug und ich hoffe auf reiche Ernte.

Die oberste Schicht in den Bottichen besteht aus Kokosfasern.

Und zwischendurch gibt’s Kräutertee

Im Garten wachsen eine Menge Kräuter, woraus die verschiedensten Tees gemixt werden, z.B. aus Löwenzahnblüten, Veilchen, Schafgarbe, Minze …

Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)

Kraft in Töpfen

In Töpfen Gemüse ziehen, wie geht das? Das habe ich nämlich dieses Jahr vor. Mit Blumen und Kräutern klappt es ja auch, also warum nicht mit Gemüse? Ich lese mich etwas in die Materie ein, sicherlich gibt es spezielle Züchtungen für Blumentöpfe und Hochbeete. Bis dahin säe ich ein und bereite vor.

Es ist erst Ende Februar und es regt sich schon was in meinen Blumentöpfen, schaut selbst:

Kräuter

Früher tauschte ich die Erde aus und setzte neue Pflänzchen. Heute sammele ich die Samen und lasse die Stauden wieder kommen. Im Supermarkt kaufte ich ein paar Biopflänzchen, die werden dorthin gesetzt, wo Platz ist. Vielleicht entwickelt sich später auch noch etwas aus dem Samen, die auf und in der Erde ruhen?

Die Kräuter stehen geschützt auf der Loggia, Ich hoffe, sie kommen gut durch die kältere Zeit.

Samen

Unten kommt die Minze, den Samen für Blutampfer und Basilikum hebe ich auf.

Blumen und Zwiebeln

Die Primeln sind vom letzten Jahr und sie kommen tatsächlich wieder! Die meisten Frühblüher sind Zwiebelpflanzen.

Dieses Jahr möchte ich mich intensiver mit meinem Garten beschäftigen. Bisher gab es nur Blumen, Rasen, Erdbeeren, einige Obstbüsche, ein paar Kräuter, Kartoffen und Tomaten. Jetzt schaue ich, wohin es mich treibt. Mein Hochbeet, alle Töpfe und freie Stellen werden mit Gemüse bepflanzt. Ich habe einen Kompost angelegt und möchte noch ein zweites Hochbeet bauen (lassen). Außerdem hab‘ ich, glaube ich, verstanden, wie wichtig das Mulchen ist. Bin absolut neugierig, lernwillig und habe ein offenes Ohr für Eure Tipps.

Selbstbemächtigung = Möglichkeiten austesten

Orangenbäumchen ziehen

Ein Experiment

Bin (ich weiß nicht so genau, wie) auf ein Video gestoßen, wo ein (russischer?) Herr gezeigt hat, wie er Zitronenbäumchen aufzieht.

Also hab‘ ich meine Bio-Orangenkerne gepackt und mich an die Anleitung gehalten: Die Kerne geschält,  in ein feuchtes Küchenkrepp gewickelt und in ein Glas verschraubt. Nun sollten sie dunkel ca. 14 Tage keimen. Bei mir waren es 4 Wochen.😊

Es hat geklappt: Die Keime haben verzweigte Wurzeln gebildet. Hier stehen sie eingetopft am Südfenster.
Im Winter hat es nicht genügend Tageslicht, daher habe ich mir eine Pflanzenlampe besorgt. Einige Pflänzchen stehen sehr dicht. Die werde ich vereinzeln. Außerdem benötigen sie ein bisschen Kraftfutter, also Dünger. Da muss ich noch recherchieren.

Fazit: Seit der Keimung sind jetzt etwa 4 Monate vergangen. Die Pflänzchen sind noch sehr zart. Vielleicht ist es zu kalt? Ich hoffe auf den Sommer und berichte.

Selbstbemächtigung = dran bleiben

Mein erster Komposter

Nach langen Überlegungen habe ich mich für einen Komposter aus Kunststoff entschieden. Ich möchte, dass die Abfälle schnell kompostiert werden und dass möglichst wenig Kompost umgeschichtet werden muss. Mit einem geschlossenen Plastikkasten soll es schneller gehen als beim herkömmlichen offenen Komposter.

Dann ist da noch die Standortfrage, der geschlossene Komposter passt da zunächst mal besser in unsere Gartenarchitektur und ist auch nicht so riesig (300 Liter).

Also habe ich einen Plastikkasten bestellt und aufgebaut. Dabei sind gleich zwei Stellen am Deckel- Schanier eingerissen bzw. abgesplittert. So’n Sch…ding! Gut, es fällt nicht weiter auf und es tut der Funktionalität keinen Abbruch. Aber trotzdem, geärgert hat mich das schon. Zumal das ganze Ding schon aufgebaut war und ein Demontieren zwecks Rücksendung das ganze Teil zerrissen hätte.

Damit von unten keine Mäuse oder Ratten in den Behälter gelangen können, habe ich einen Wühlmausgitter auf den Boden gelegt. Für die Mikroorganismen und Regenwürmer ist der Draht kein Hindernis.

Komposter aufbauen, Gitter schneiden, aufstellen, Rindenmulch drumherum verteilen – steht gut. Der beste Standort für einen Komposter ist eigentlich in der vollen Sonne. Damit kann ich allerdings nicht dienen. Bei mir steht er im Halbschatten.
Befüllen: Äste, darüber alte Blumentopferde inklusive zweier Regenwürmer, ein paar Eierschalen und Kaffeesatz, verdörrte Blumen, etwas Stroh und unbedruckten Karton, den lieben die Regenwürmer!

Jetzt kann es praktisch losgehen: Bio Gemüse, Schalen, Obstreste, Kaffeesatz, Laub, Gartenabfälle … werden ab sofort auf den Kompost gegeben.

Was darf nicht in den Kompost? Schnittblumen, da sie meist behandelt sind, Gekochtes, Fleisch, Schimmliges, Gespritztes, … Bio Zitrusfrüchte und Rasenschnitt in Maßen.

Kompostbeschleuniger werde ich immer mal untermischen. Der Beschleuniger ist ein Pulver, das meist aus Stickstoff, Kalium, Kalk, Spurenelementen, Horn- bzw. Knochenmehl besteht, sowie mit Mikroorganismen und Pilzen angereichert ist. Die Rotte wird durch diesen Turbo in Gang gesetzt und soll sich um Monate verkürzen.

Wässern: Beim Kompostieren muss darauf geachtet werden, dass der Inhalt nicht zu trocken wird. Also Deckel hoch und es ab und zu reinregnen lassen oder gießen.

Außerdem werde ich mir eine Kiste mit Regenwürmer bestellen. Sie sollen die Abfälle auffressen und wertvolle Wurmerde ausscheiden. Falls das nicht klappt, hab‘ ich ein paar mehr Würmer im Garten, was ja nicht weiter schlimm ist.

Die ersten Schritte sind getan, ich werde immer mal ein Update schreiben.

Update 1

Karton Nachdem mich ein Leser darauf hinwies, dass Karton im Garten eher kritisch gesehen wird, habe ich mich mit dem Thema eingehender befasst: Leimstoffe und Druckerschwärze von recycletem Papier/Pappe können den Kreislauf der Natur durch Schadstoffe (optische Aufheller, Druckfarbenbestandteile, Chlorbleiche) belasten. Karton an sich ist ein gutes Futter für Würmer, sie lieben Zellstoff. Bei den meisten Kartonagen weiß man nicht genau, was drinnen ist. Daher werde ich keinen oder nur „ausgesuchten“ Karton im Garten verwenden.

Würmer Über ebay-Kleinanzeigen habe ich mir 750 Kompostwürmer von einem Pferdehof bestellt. Sie kamen wohlbehalten mit DHL an kriechen jetzt durch meinen Kompost.

Die Versenderin hat darauf geachtet, dass die Tiere nur kurz unterwegs waren.

Selbstbemächtigung = mit Rohstoffen sorgsam umgehen