Was bedeutet eigentlich „booste(r)n“?

To boost“ ist ein englisches Verb und bedeutet „(ver)stärken“, „erhöhen“, man benutzt es im Sinne von „jemanden fördern“ oder „eine Sache ankurbeln“.

Momentan ist das Wort in aller Munde, weil man sich von einer dritten C-Impfung erhofft, dass das Immunsystem des Geimpften angekurbelt wird.

Backen macht voll kreativ.🚀

Mein Brotteig heute, geht ab wie die Post, ich hab‘ ihn nämlich auch „geboostet“ (neudeutsch) bzw. „geboostert“ (althessisch).

Diesmal rührte ich einen „Vorteig“ aus Mehl und Wasser, welchen ich ca. 1,5 Stunden warm gestellt habe, bevor Salz und Anstellgut dazu kamen. Jetzt bläht er so vor sich hin, der Teig.

Selbstbemächtigung  = wider den tierischen Ernst.

EXPERIMENT: Eiweißbrot mit Sauerteig

Alles zerkleinern, mit Wasser, Salz, 3 Teelöffel Anstellgut verrühren, warm stellen. Immer mal rühren, dann kalt stellen und backen. Bin gespannt ...

Experiment Teil II

Da der Teig mir zu pampig war und überhaupt nicht aufgegangen ist (nach 4 Stunden Wärme), mischte ich Quark unter, stellte ihn kühl  und buk ihn abends bei ca. 200 °C für  50 Minuten. Im Ofen war ein Gefäß mit Wasser, für genügend Dampf. Außerdem hatte ich den Teig mit Sesam und Mohn bestreut.

Fazit: Die Brötchen sind außen  knusprig,  aber innen seehr weich. Ich habe sie eingefroren für später als Wegzehrung für meine Kräutertouren. Heute Mittag gibt es eines mit Lachs.

Und: Ich probiere es noch mal mit Sauerteig, aber mit weniger Nüssen (ist mir zu süßlich).

Rezept: Cashewkerne, Mandeln, Weizenkleie, Sesam, Sojamehl, Salz, Wasser, 4 Teelöffel Sauerteig-Anstellgut + Magerquark zerkleinern und vermengen, warm und kalt ruhen lassen, mit Saaten bestreuen. Bei ca. 200°C ca. 50 Minuten backen.

Sauerteigbrot

Mein erstes Brot ohne Hefe! Zwischendurch musste ich unterbrechen und den Teig kühl stellen. Das Brot sieht trotz leicht verkürzter Zeit gut aus. Morgen wird es angeschnitten …

Ich habe Dinkelvollkornmehl und etwas Weizenvollkornmehl verwendet. Eingemischt hatte ich verschiedene Saaten, bestreut habe ich es mit Sesam.

Heute durfte ich lernen, dass man für gute Lebensmittel einen langen Atem benötigt. Mehl braucht die Wärme- und Kälteprozesse, damit es gut fermentiert. Gluten ist dann z.B. besser verträglich.

Bei meinem 2. Backversuch verwendete ich Roggen-Vollkornmehl und Roggenschrot. Die Verarbeitung war etwas schwieriger, der Teig war feuchter und schwerer. Das Roggenbrot hat uns dann aber seeehr gut geschmeckt.

Für mich ist das Backen von Brot eine wunderbare Gelegenheit, langsam, fast schon meditativ, zu arbeiten. Jeder Schritt wird bedacht getan und die eigene Ruhe fließt in das Produkt mit ein. Zudem erlerne ein uraltes Handwerk, nämlich das Brotbacken. Ein Stück Selbstbemächtigung.