Entwicklung

Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und damit verbunden den Drang, etwas verändern zu wollen oder nicht. Ebenso wie Angst Entwicklung verzögern oder verhindern kann. Die Entscheidung zu handeln, bleibt jedem selbst überlassen.

Wenn man aber etwas verändern will, braucht es Zeit abzuwägen, zu entscheiden und zu fühlen, was nötig ist. Und es braucht „Fehler“, um aus ihnen lernen zu können. Es braucht Fantasie und Kreativität, verschiedene Wege auszuprobieren und um Ziele zu definieren, die vielleicht wieder über den Haufen geworfen werden. Freunde zu haben, die dabei geduldig, liebevoll und wertschätzend den Prozess begleiten, sind eine wertvolle Hilfe.

Letztendlich kommt man im Ausprobieren zu Erkenntnissen und mitunter unmerklich zum „Ziel“.

Selbstbemächtigung = Geduld mit sich selbst haben

Spruch von Rainer Maria Rilke, Gestaltung und Texte von Monika Rauch

Über den Winter

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – den Winter.

Kälte und Schnee können Rückzug, Ruhe und Geborgenheit bedeuten – aber auch Frieren, Bedürftigkeit und Einsamkeit.

Er ist da, der Winter, was hilft es, wenn wir uns vom Blues herunterziehen lassen?

Unsere Entscheidung, was wir daraus machen: Betrachten wir uns als Opfer der Gegebenheiten oder können wir uns auf die andere Seite wagen und dem Ganzen etwas Gutes abgewinnen?

Klirrend kalt
Kahler Wald.
Scharfer Wind
Weinendes Kind.
Strahlende Sonne
Trauer statt Wonne.
Weißer Schnee
Alles tut weh.

Klirrend kalt
Schützender Wald.
Scharfer Wind
Jauchzendes Kind.
Strahlende Sonne
Freude und Wonne.
Weißer Schnee
Nichts tut mehr weh.
Früh am Morgen steh ich auf - 
zum Hundelauf.
Die Sonne gleißt im Schnee -
mir tun die Augen weh.
Es bellt der Hund -
tut Freude kund.
Ich bell zurück - kleines Winterglück.

Selbstbemächtigung = Sichtweisen ändern

Rückzug

Natur zieht sich zurück - dunkle Zeit, stilles Glück.

Langsam wird es ruhiger: Pflanzen ziehen sich in ihre Wurzeln zurück, Tiere gehen in den Winterschlaf, Vögel fliegen in den Süden … und wir?

Selbstbemächtigung = Rhythmus der Natur leben

Mainpressionen

Am Main im November

Wenn ich es schaffe, gehe ich raus an die frische Luft. Besonders in der dunklen Jahreszeit hilft ein Spaziergang gegen trübe Gedanken, auch wenn die Sonne nicht scheint.

Die Tage war ich unten am Main und habe ein paar Eindrücke gesammelt:

Fluss des Lebens

Wie schön Du bist, Du Fluss des Lebens. 
Ruhig, tief und wild bist Du im Kern des Wesens.

Hier reißt Dein Strudel herunter, da plätscherst Du fröhlich und munter.

Dein Wasser trüb oder klar - in Dir lauert manchmal Gefahr.

Auch nährst Du Tiere und Pflanzen und Menschen am Ufer tanzen.

So tauch' ich ins Wasser und geb' mich dahin - Du Fluss des Lebens erweist mir Gewinn.



Selbstbemächtigung = Leben fließen lassen

Die Bilder sind in Maintal-Dörnigheim entstanden und die Texte entstammen meiner Feder.

Spätherbst-Gedichte

Einfach herrlich! Kennt Ihr das Gefühl, wenn man durch Wiesen und Felder läuft? Ich möchte mich ganz mit der Natur verbinden und habe das Gefühl, mich jetzt auf die Erde legen zu müssen. Mach‘ ich aber nicht. Warum eigentlich?

Blätter rascheln unter meinem Gewicht und Wind fegt frisch in mein Gesicht.

Ein kurzer Sonnenstrahl erhellt des Himmels Blau.
Ich knie mich hin, bin Schöpferin, bin Frau.
Hinter dem Tor ein Garten

Ich kann kaum erwarten

Bis ich die letzten Früchte seh'.

Am kahlen Baum noch rote Beeren, darunter brauner Klee.

In der Luft ein Hauch von Schnee.
Auf der Wiese springen Ziegen fröhlich hin und her.

Leben ist leicht - nicht schwer.
Wege geh'ich gern allein 
im Wind und Regen,
im Sonnenschein.

Gehe meinen Rhythmus
bleibe stehn,
muss mir die Welt ansehn.

Die Fesseln im Kopf, sie reißen entzwei,
egal, was von außen kommt, bin innen doch frei.

Selbstbemächtigung = Leben im Rhythmus

Die Fotos sind in Rodheim entstanden und die Texte in meiner Küche.

Kurzurlaub in Memmingen

Seit ich erfuhr, dass Wolf-Dieter Storl einen Vortrag in Memmingen hält, hatte ich den Wunsch, dabei zu sein. „Aber es ist ja so weit weg, also kann ich nicht hin!“ Aber, aber, aber … Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja trotzdem hingehen kann. Ich musste mich nur dazu entscheiden. Zunächst bestellte ich mir eine Eintrittskarte, dann organisierte ich eine kleine Pension (Pension Erb, mit richtig schönen Zimmern) und zum Schluss die Anreise mit der Bahn und die Abreise mit Blablacar. Die Anreise hat schon mal super geklappt.

Zunächst besichtigte ich die Stadt. Dazu gibt es von der eine kleine Faltkarte mit verschiedenen Rundgängen.

Eines der vielen Stadttore, das Westertor
Die evangelische St. Martins Kirche

Dr. Christoph Schappeler, wirkte zur Reformationszeit in der heutigen St. Martinskirche. Hier wurde reformiert, für Menschenrechte gekämpft und das führte zu den Bauernaufständen um 1525, die blutig niedergemetzelt wurden.

Bayrisches Kleinstadtflair

Der Raum Memmingen ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Bauten wurden aus der römischen Zeit nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand 1128 statt. Bis 1191 war sie in welfischen, danach in staufischem Besitz, von 1268 bis 1803 Freie Reichsstadt. …“ (Wikipedia)

Immer am Bach entlang z.B. Sankt Martinskirche und das bemalte Steuerhaus.

Memmingen war eine Stadt des Handels, der Zünfte und der Räte. Besonders die feine Memminger Webware war über die Landesgrenzen hinaus begehrt. Im 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der katholischen Kirche ab als Folge der Reformation, aber auch als Folge der Weltoffenheit, die der freie Handel mit sich bringt.

Oben links das Rathaus, mittig das Siebendächerhaus der Gerberzunft – hier konnten die Gerbware gut lüften, rechts das Weber-Zunfthaus. Unten mittig der Hexenturm.

Ich bin so froh, dass ich mich zu diesem Minitripp entschied: 1. Ich werde einen Vortrag über die Seele der Pflanzen hören. 2. Ich lasse mich auf öffentliche Verkehrsmittel ein. 3. Ich lerne Memmingen kennen. 4. Ich war/bin auf mich gestellt in Vertrauen auf mich selbst, z.B. beim Kartenlesen was nicht unbedingt meine Stärke ist.

Es ist ein Stück Freiheit, die ich mir erringe.

Selbstbemächtigung = alleine verreisen

Fröhlichen Muttertag!

Für mich ist jeder Tag ein Muttertag, denn egal wie erwachsen meine Kinder schon sind, schlägt mein „Mutterherz“ immer für sie. Die Liebe ist da, einfach immanent. Dabei lebe ich mein Leben in innerer Freiheit.

Als Tochter/Sohn ist das etwas anderes. Da ist auch eine Liebe zur Mama, da fällt es mir aber viel schwerer, geduldig und liebevoll zu sein und ihre „Fehler“ zu übersehen, zu  vergessen und zu verzeihen. Da sind alte Gefühle im Spiel von Enttäuschung und Ohnmacht. Meine Mutter ist ein Kind ihrer Zeit, sie hat nicht anders gekonnt, als so zu „erziehen“ wie es ihre eigenen Prägungen und die damalige Gesellschaft zugelassen haben. Glücklicherweise war ich mir ihrer Liebe meistens sicher.

Tochter/Sohn zu sein, bedeutet harte Arbeit, nämlich die alten „Trigger“ zu erkennen und loszulassen. Trigger sind hier die Gefühle, die in bestimmten Situationen hochkommen und die uns „überreagieren“ lassen. Jahrelang, wenn wir uns nicht auf Ursachenforschung begeben.

Und dann sehe ich, wie meine Kinder manchmal auf mich reagieren … es schießt sich der Kreis. ☺️ Da muss ich mal etwas kritischer hinschauen.

Familie ist dafür da, sich gegenseitig zu halten, zu spiegeln und zu korrigieren.

Familie sollte immer das Nest sein, wo sich alle sicher fühlen, trotz Kritik, Frozzeleien und Ärgernisse. In Liebe. Und die Mutter hält meist alles zusammen.

Selbstbemächtigung = der Mutter und sich selbst verzeihen

Ostern

In Gedanken an alle Menschen, die sich im Krieg befinden.

Müssen wir ein schlechtes Gewissen haben, weil es uns gut geht? Nein, wir sollten dafür sorgen, dass es uns gut geht! Denn erst wenn wir das Leben feiern, werden wir den Frieden einläuten können. In Liebe und Empathie für unsere Nächsten.

Friede beginnt in uns.

Selbstbemächtigung = innerer Friede erzeugt äußeren Frieden

Gassi mit Rusty

Wieder in Rodheim

So oft bin ich schon diese Wege gelaufen. Und trotzdem erscheinen die Motive jedesmal in einem anderen Licht. Eine andere Tageszeit, Jahreszeit, das Wetter, ein veränderter Blickwinkel … und schon betrachtet man eine Sache in „einem anderen Licht“.

Rausgehen, sich bewegen, die Farben einwirken lassen, das Licht,Wind, der mich umstreicht … das alles ist Balsam für meine Seele. So bin ich froh, dass ich meinen „Leih-Hund“ habe, der mich zwingt, zu verharren, die Welt zu erschnuppern, zu schauen und langsam zu tun. Letztendlich lehrt er mich, geduldig zu sein.

Kleine Schmuseeinheiten mit Rusty und zwei Stunden in der Natur – was für ein toller Start ins Wochenende!

Selbstbemächtigung = Natur erfahren und lernen