(Hyper-)Aktivtag

Es war Samstag und ich wollte mich eigentlich ausruhen. Gut, das Brot für die Woche sollte schon vorbereitet werden. Daher rührte ich mal eben den Ansatz an und stellte ihn in Heizungsnähe. Dann plazierte ich mich selbst neben die Heizung (und dem Anstellgut), um ein bisschen zu schreiben. Dabei sinnierte ich übers Frühstück. Da ich noch das Nachthemd anhatte und es draußen trüb war, suchte ich mir ein schnelles Rezept im Netz heraus. So musste ich mich von meinem warmen Plätzchen erheben und loslegen. Geht ja schnell, dachte ich. Aber irgendwie kam eins zum anderen und ich war fast den ganzen Tag auf den Beinen.

Brötchen backen

Das Rezept war so auf Pinterest zu finden. Der Urheber ist „GuteKüche.ch“.

Brot

Das Anstellgut blubberte an der warmen Heizung ziemlich schnell ziemlich stark d.h. der Teig musste bereitet werden.

Den Sauerteig hatte ich mit Dinkel-Vollkornmehl vorbereitet. Die Zutaten für den Teig sind: – Anstellgut – Weizen- und Roggenvollkornmehl, sowie etwas helles Weizenmehl – Wasser – Salz.
Teig (teilweise) mit Koriandersamen und Kümmel würzen und über Nacht im Kühlschrank „kaltgaren“ lassen. Morgens wird das Brot gebacken und verspeist.

Brotkuchen

Beim Wursteln fielen mir getrocknete Brotreste in die Hände. Dank Suchmaschine fand ich ein Grundrezept für einen Brotkuchen.

Rezept: 500 g Brotreste würfeln und in 500 ml Milch ein bis zwei Stunden einweichen, die überschüssige Milch abgießen, 100 g Zucker, Obst nach Wahl (ich habe zwei Äpfel reingeschnippelt), eine Tüte gemahlene Mandeln, zwei Eier, etwas Backpulver, Haferflocken und Vollkornmehl für die Konsistenz und dann … Ab in den Ofen für eine Stunde bei 180 °C! Das Kuchenbrot ist megasaftig und man kann alles verwenden, was man übrig hat: Obst, Saaten, Trockenfrüchte, Nüsse, Schoki usw. Es ist höchstens das Fett der Nüsse drinnen und wenig Zucker. Eine vegane Variante funktioniert ebenso mit Ei-Ersatz oder Apfelmus und Pflanzenmilch.

Mazerate absieben

Demnächst will ich mit den Pflanzenauszügen Salben und Cremes herstellen. Daher wird es Zeit, die Tinkturen und Öle von ihren Kräutern zu trennen.

Zunächst war die Tinktur dran, die am längsten im Schrank steht: Seit 2021 wartet das Schöllkraut auf seinen Einsatz. Die Farbe ist echt gut, gelb-grün. Da es leicht giftig und ätzend ist, ist es nur für die äußere (!) Anwendung gedacht. Äußerlich soll es, mehrmals täglich aufgetupft, gegen Warzen und Hühneraugen helfen. Blog übers Schöllkraut: https://monika-rauch.com/2022/11/06/schoellkraut/
Bei der Mazertion werden Pflanzenteile in Wasser (Tee), hochwertigen Ölen, Essig, Honig, Zucker, Alkohol … (Tinkturen aus: Korn, Wodka, Rum, 98%igem Alkohol) ausgezogen. Die Mazerate aus Öl können warm oder kalt ausgezogen werden. Ich habe hier Öle mit Schafgarbe Johanniskraut, Hagebutten und Tinkturen mit verschiedenen Kräutern abgesiebt, abgefüllt und etikettiert.

Draußen

Den ganzen Tag drinnen und das auch noch im Nachthemd! Was sollen denn die Leute sagen? Omg! Daher: Katzenwäsche, was Altes anziehen und raus in den Garten!

Die Blätter wurden zusammengerecht und dann mit dem Rasenmäher geschreddert. Anschließend habe ich die Beete mit dem Rasen-Laub-Gemisch gemulcht. Der Mulch liefert dem Boden Nährstoffe und schützt ihn. Tiere finden im Laub Schutz (sofern ich sie nicht verschreddett habe).
Nachher brauchte ich eine halbe Stunde, bis ich den Rasenmäher vom Lehm befreit hatte.

Aufräumen

Wenn ich in der Küche werkele, putze ich zwischendurch die Flächen, spüle und räume auf. Trotzdem sieht es leicht nach Schlachtfeld aus.

Eigentlich hatte ich keinen Bock mehr. Aber wat mut, dat mut!

Meinen Aktivtag unterbrach ich am Abend, um mich mit einer Freundin zu treffen. Später tranken wir noch einen Kaffee bei mir und verspeisten dazu ein Stück Brotkuchen. Naja, der Kaffee mobilisierte meine letzten Kräfte für die Restarbeiten. Total erschossen, aber glücklich, fiel ich in einen komatösen Tiefschlaf.

Was ist das, das ich wie eine Bekloppte schaffe und das in meiner Freizeit? Es kommt bei der Arbeit eins zum anderen, ich suche nach Rezepten, überlege mir einen Zeitplan und organisiere, damit alles gut läuft. Ich bin ganz bei der Sache und im Flow. Zudem bin ich hochzufrieden, dass ich alle möglichen „Reste“ gut verwerten konnte. Für mich ist das Selbstbemächtigung = Selbstversorgung + Selbstfürsorge.

Da ich immer mal solche „Anfälle“ habe, hier noch ein ähnlicher Artikel von mir: https://monika-rauch.com/2022/10/02/flash-cooking/

Flash Cooking

Es gibt Tage, da wird meine Küche zum Labor. Da wird gebacken, gebruzzelt, eingekocht und ausprobiert. So ein Tag war gestern: Zunächst setzte ich den Brotteig an und das Hagebuttemus entstand. Danach buk ich mal schnell zwei Kuchen. Zwischendurch räumte ich auf, duschte mich, machte den Haushalt, traf mich mit einem Freund, kaufte ein, ging essen und trank einen Verdauungsespresso am Abend – mit dem Ergebnis, dass ich bis 3.00 Uhr nachts noch fit war. Also machte ich in der Küche weiter:

Brot backen

Wenn der Sauerteigansatz blubbert, wird er mit Mehl, Wasser und Salz zu einem Teig verrührt. Dieser wird alle paar Stunden gefaltet und durchläuft eine Wärmephase sowie eine Kaltphase. Dieses Mal buk ich 4 Brote: Mit Koriander &Kümmel, Leinsamen, Salz&Pfeffer und Haferflocken. Ein gutes Brot braucht einen Tag. Gegen 2.30 Uhr stellte ich es zum Abkühlen auf’s Rost.

Hagebuttenmus

Die gewaschenen Hagebutten werden mit Wasser so lange geköchelt, bis sie weich sind. Danach werden sie gestampft und mit dem Kochwasser passiert. Ich musste das 2x wiederholen, damit alle Kerne draußen waren. Was für eine Arbeit! Die Kerne werden gewaschen und getrocknet für Kernletee. Das Mus wird zu Chutney und Konfitüre verarbeitet. Ich nehme dazu gerne Gelierzucker im Verhältnis 1:3.

Pflaumenmus

Aus den Zwetschgen wird Pflaumenmus. Dazu wird das kleingeschnittene Obst mit etwas Wasser und Gelierzucker so lange geköchelt, bis ein Mus entstanden ist.

Chutney

Mein erstes Chutney aus Zwiebeln, Paprika, Zwetschgen, Hagebuttenmus, Chilis, Salz, Zucker, Essig. Durch die Zugabe von Essig, Chilis und Zucker ist ein Chutney sehr lange haltbar, auch wenn das Glas bereits geöffnet wurde. Chutney schmeckt hervorragend zu Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse.

Irgendwann stellte ich erschrocken fest, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Ich entschloss mich dazu, die Arbeit zuende zu bringen und jeden Arbeitsschritt zu genießen – auch das Aufräumen. Ich räume das meiste direkt im Anschluss auf und zwischendurch, wenn es passt. Für die Marmeladen und das Chutney nutzte ich das gleiche Geschirr, das dann halt gespült wird. Überhaupt … Hygiene ist beim Einmachen besonders wichtig. Die Ware soll schließlich haltbar sein.

Die sauberen Gläser werden ausgekocht, die Flächen „entbabbt“, das Geschirr gespült und der Sekt sorgt für die innere Desinfektion.

Was passiert eigentlich bei solchen Aktionen? Ich bin neugierig, will unbedingt testen, wie das Rezept umgesetzt wird. Es geht hauptsächlich ums Tun und zweitrangig um das Ergebnis. Ich bin voll und ganz bei der Sache, ich fokussiere mich. Gedanken kommen und gehen, nichts ist wichtiger als meine derzeitige Arbeit. Ich wirke und bin dabei vollkommen bei mir. Ich bin im „Flow“ und ruhe in mir. Und ich bin „geflasht“, will heißen ich bin inspiriert und dabei vollkommen motiviert. Die Zeit ist egal und ich lasse mich von ihr nicht einschränken. Das ist Glück.

Selbstbemächtigung = Glück finden

Beim Spanier in Hanau

Wir gehen gerne zum „Cedo“. Dort gibt es leckeres Essen und man fühlt sich wie im Spanienurlaub.

Rotwein & Tapas, z.B. Aioli, Oliven, gebratene Paprika

1971 wurde in Hanau das „Centro Espanol Demokratico Obrero“, kurz „Cedo“, gegründet – der spanische Arbeiterverein, dessen Vereinslokal als der „Spanier“ schlechthin gilt – bis heute. Das Lokal war und ist Kult. Seit der Gründung wurde am Erscheinungsbild und bei der Speisekarte wenig verändert. Es ist rustikal dort mit einfachem, leckerem Essen, ohne Schnickschnack und mit netten Menschen.

1971 regierte der Diktator Franco. Die spanischen Arbeiter, die hierher als Gastarbeiter kamen, nutzten die demokratischen Freiheiten und organisierten sich in Vereinen, die teilweise politisch orientiert waren.

Heute steht Cedo für die spanische Kultur in Hanau. https://www.cedo-hu.de/asociaci%C3%B3n-verein

Selbstbemächtigung = sich informieren und den Hintergrund (=Geschichte/n) erforschen

Kurzurlaub in Memmingen

Seit ich erfuhr, dass Wolf-Dieter Storl einen Vortrag in Memmingen hält, hatte ich den Wunsch, dabei zu sein. „Aber es ist ja so weit weg, also kann ich nicht hin!“ Aber, aber, aber … Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja trotzdem hingehen kann. Ich musste mich nur dazu entscheiden. Zunächst bestellte ich mir eine Eintrittskarte, dann organisierte ich eine kleine Pension (Pension Erb, mit richtig schönen Zimmern) und zum Schluss die Anreise mit der Bahn und die Abreise mit Blablacar. Die Anreise hat schon mal super geklappt.

Zunächst besichtigte ich die Stadt. Dazu gibt es von der eine kleine Faltkarte mit verschiedenen Rundgängen.

Eines der vielen Stadttore, das Westertor
Die evangelische St. Martins Kirche

Dr. Christoph Schappeler, wirkte zur Reformationszeit in der heutigen St. Martinskirche. Hier wurde reformiert, für Menschenrechte gekämpft und das führte zu den Bauernaufständen um 1525, die blutig niedergemetzelt wurden.

Bayrisches Kleinstadtflair

Der Raum Memmingen ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Bauten wurden aus der römischen Zeit nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand 1128 statt. Bis 1191 war sie in welfischen, danach in staufischem Besitz, von 1268 bis 1803 Freie Reichsstadt. …“ (Wikipedia)

Immer am Bach entlang z.B. Sankt Martinskirche und das bemalte Steuerhaus.

Memmingen war eine Stadt des Handels, der Zünfte und der Räte. Besonders die feine Memminger Webware war über die Landesgrenzen hinaus begehrt. Im 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der katholischen Kirche ab als Folge der Reformation, aber auch als Folge der Weltoffenheit, die der freie Handel mit sich bringt.

Oben links das Rathaus, mittig das Siebendächerhaus der Gerberzunft – hier konnten die Gerbware gut lüften, rechts das Weber-Zunfthaus. Unten mittig der Hexenturm.

Ich bin so froh, dass ich mich zu diesem Minitripp entschied: 1. Ich werde einen Vortrag über die Seele der Pflanzen hören. 2. Ich lasse mich auf öffentliche Verkehrsmittel ein. 3. Ich lerne Memmingen kennen. 4. Ich war/bin auf mich gestellt in Vertrauen auf mich selbst, z.B. beim Kartenlesen was nicht unbedingt meine Stärke ist.

Es ist ein Stück Freiheit, die ich mir erringe.

Selbstbemächtigung = alleine verreisen

Borreliose – meine Erfahrungen

ZECKEN – Die Fotos sind von @Pixabay, herzlichen Dank!

Bekanntlich bin ich viel draußen im Garten oder beim Kräutersammeln. Über Zeckenbisse und Borreliose weiß ich schon ganz gut Bescheid, seitdem die Tochter meiner Freundin mit argen Schmerzen als Spätfolge einer Borreliose zu tun hat.

Borrelien, das sind Bakterien, werden hauptsächlich über Zecken übertragen, seltener über andere saugende Insekten, z.B. Mücken, Bremsen. Die Borrelien werden von einem funktionierendem Immunsystem meist gut abgewehrt. Nicht jeder Zeckenbiss führt unweigerlich zu einer Infektion! [Zeckenbisse können zudem Viren verbreiten die zu einer Hirnhautentzündung (FSME) führen können.]

Borreliose (Lyme-Borreliose Lyme-Krankheit, Lyme-Desease) hat viele Gesichter und verläuft sehr unterschiedlich. Vor allem Haut, Nervensystem, Gelenke, Muskeln, Herz können befallen sein. Die Symptome können Hautflecken und -schwellungen, Schmerzen, Krämpfe und Lähmungen sein. Zudem kann sich die Borreliose auch als depressive Verstimmungen oder als handfeste Depression bemerkbar machen. Auch Bluthochdruck kann sich infolge einer Infektion entwickeln. Borrelien verhalten sich recht „tückisch“. Eine nicht ausgeheilte Borreliose kann immer wieder zu einem Schub führen. Ähnlich wie Viren, „lauern“ die Borrelien zwischen Zellwänden und warten, dass es dem Wirt nicht so gut geht – dann vermehren die sich und es kommt zu den genannten Symptomen. Borrelien sind mit Blutuntersuchungen schwer auszumachen, man kann nach einer Infektion Antikörper im Blut feststellen. Manche Ärzte und Heilpraktiker haben sich auf die Dunkelfelddiagnose spezialisiert. Mit speziellen Mikroskopen kann man aktive Borrelien ausmachen. Nach meinem Urlaub habe ich einen Termin bei einer Heilpraktikerin, die spezialisiert ist.

Mich hat was am linken Unterschenkel erwischt, es war winzig klein und steckte wie eingesaugt in der Haut. Beim Herausziehen soll man das Tierchen vorsichtig heraushebeln, damit sich der Darminhalt nicht entleert. Bei mir ging das nicht, das Viech war nur stecknadelkopfgroß. Mit Taschenlampe und Pinzette bewaffnet habe ich es in Fragmenten rausbekommen. Desinfiziert habe ich den Einstich mit ätherischen Thymian- und Teebaumöl. Vor kurzem las ich einen Artikel über vielversprechende Studien bei der Behandlung von Borreliose mit ätherischen Ölen, besonders mit Oreganoöl. Die Nachbehandlung habe ich leider etwas vernachlässigt, das bereue ich jetzt. Nach ca. 10 Tagen hat sich ein Halbkreis um den Einstich gebildet, das nennt man Wanderröte und ist ein Kennzeichen einer Borrelieninfektion. Es sah bei weitem nicht so schlimm aus, wie die Fotos, die man im Netz findet. Aber es hat mich doch beunruhigt und deshalb konsultierte ich meine Ärztin, die mir ziemlich barsch eine 20tägige Antibiose verschrieb. Ich solle nicht ausschließlich mit Naturmitteln „herumdoktern“, Antibiotika wäre das Mittel der ersten Wahl. In mir hat sich alles gesträubt, das Zeugs einzunehmen.

Gespräche mit Freundinnen und einer Heilpraktikerin haben mich überzeugt, die Kur durchzuführen. 20 Tage lang täglich eine Tablette, die ich nachts nahm, für mich der beste Zeitpunkt. Zudem nahm ich noch Darmflora aufbauende Kapseln, weil ein Antibiotikum bekanntlich auch die „guten“ Darmbakterien killt. Die ersten Tage litt ich unter Durchfall und Erschöpfung. Ich arbeitete normal weiter, hatte aber mit Konzentrationsproblemen und Erschöpfung zu kämpfen. Außerdem hatte ich diffuse Schmerzen in Armen und Beinen.

Endlich Urlaub! Als ich in Griechenland ankam, musste ich nur noch 4 Tage das Antibiotikum nehmen.

Zunächst stattete ich mich mit einem Schultertuch, einer Flasche Sonnencreme LSF 50 und einem Hut, der über die Nase reichte, aus.

Es war die Hölle! Meine Arme taten so weh, dass ich nachts weinend aufwachte. Meine Haut brannte wie Feuer, obwohl ich 50er LSF nutzte und mich weitestgehend im Schatten aufhielt. An den Armen bildeten sich centgroße grünliche Flecken unter der Haut. Und dann bildete sich meine Kuperose im Gesicht so stark aus, dass ich eine rote Nase bekam mit Pusteln. Sah echt Scheiße aus und mein Gefühlsbarometer sackte auf Null. Ich bekam richtig Angst. Mein Leben war bedroht, so fühlte es sich an. Denn ich hatte das Gefühl, eins kommt zum anderen und wo ist das Ende?

Es waren wiederum Freunde, die mich via Sprachnachrichten per WhatsApp aufbauten und in „die Spur“ brachten. Auch mein Reisegefährte und Ehemann, unterstützte mich nach anfänglicher Ratlosigkeit. DANKE, Ihr Lieben!

Meine Freundin empfahl mir, unbedingt regelmäßig Zistrose/Cistus-Tee zu trinken. So suchte ich nach einem Kräuterladen auf Kreta und wurde fündig! Mein Mann kutschierte mich 1,5 Stunden direkt zu Botano und ich bekam eine gute Beratung und kaufte entsprechend ein. Zum Blog über den Kräuterladen: https://monika-rauch.com/2022/07/26/bester-kraeuterladen-auf-kreta/

Kräuter-Heilkraft

Die Teebeutel bastelte ich mir aus Küchenkrepp selbst, Cistustee soll 10 Minuten ziehen – den Bergtee muss man 10 Minuten köcheln lassen.

Kretischer Bergtee – schmeckt superlecker und fördert die Verdauung, was gut ist für die Ausleitung der Schadstoffe, die durch die Antibiose entstanden sind. Zudem wirkt der Tee stimmungsaufhellend und zugleich beruhigend, auch gut bei meiner derzeitigen Gemütslage. Kretischer Zistustee/Cistrose hat eine besonders gute Qualität: Seine rauen Blätter haben u.a. sehr viele Gerbstoffe, Polyphenole, Farbstoffe und Tannine. Seine Eigenschaften sind antibakteriell, antiviral, fiebersenkend, fungizid, krampflösend, verdauungsfördernd. So kann die Zistrose bei Grippe (Corona?), Borreliose, Magen-Darm-Beschwerden, Hautbeschwerden wie Aphten, Candida, Neurodermitis, bei Atemwegserkrankungen,
Rheuma, Arthrose usw. wirken. Zudem wirkt sie anregend für den Stoffwechsel und unterstützt bei der Ausleitung von Giftstoffen. Meine Dosis; 3 bis 5 Tassen Tee über den Tag verteilt trinken, etwas vom Tee mehrmals täglich im gereinigten Gesicht verteilen. Beifußtinktur (Artemisia anua) Neuere Forschungen befassen sich mit den Themen Krebs, Malaria und Borreliose. So soll Beifuss Krebszellen töten, das Artesiminin wirkt auf Krebszellen toxisch, ohne den gesunden Zellen zu schaden. Ebenso wird untersucht, in wie weit Beifuss bei Borreliose helfen kann. Bei Malaria existieren bereits Medikamente mit dem Wirkstoff Artesiminin. Meine Dosis: 30 – 40 Tropfen über den Tag verteilt. (Artikel über Beifuß: https://monika-rauch.com/2021/11/11/beifuss-artemisia-vulgaris-korbbluetler) Ätherisches Oreganoöl wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid es fördert die Durchblutung, ist entzündungshemmend und schmerzstillend. Meine Dosis: 1 – 3 Tropfen täglich, langsam steigern. Mischtee Den werde ich zuhause testen, das war ein Geschenk des Geschäftes.

Zistrose, Oregano, Beifuß Griech. Bergtee (Fotos von @Pixabay, dankeschön!)

Seelenhygiene

Meine Sichtweise ist ganzheitlich. Ein optimal versorgter Körper ist bestimmt eine gute Voraussetzung, um gesund zu sein. Eine positive Sichtweise, Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und Zufriedenheit jedoch führen garantiert zu mehr Heilung als das ausgeklügelste Fitness- und Ernährungsprogramm. Ich meine sogar, dass der Körper krank wird, um darauf hinzuweisen, dass bei uns seelisch etwas nicht im Lot ist.

Ich weiß schon seit einiger Zeit, dass bei mir etwas im Ungleichgewicht ist. Das macht sich bemerkbar, dass ich in bestimmten Situationen „angetriggert“ bin und immer wieder in Verhaltensweisen falle, die mir Energie rauben. Ich bin in negativen Gedanken und Gefühlen verstrickt und komme da erst raus, wenn ich mir bewusst werde, dass „es“ gerade passiert.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme mache ich mentale Übungen, um meiner Selbst bewusst zu werden, z.B. „Meine Mitte weiß, wo … oben und unten … links und rechts … vorne und hinten … ist.“ Mein Ziel ist, mein Leben bewusst im Hier und Jetzt zu erfahren. Das sagt sich so leicht, denn ständig zermartern wir unser Hirn und analysieren: „Was war? Wieso ich, was hab‘ ich falsch gemacht? Was lief in meiner Kindheit schief? Was wird sein? Wie geht es weiter? …“ Diese Gedankenkonstrukte sind nicht reell, es sind nur Überlegungen, was war oder was sein wird. In der Regel sind sie sogar recht hinderlich, weil wir dazu neigen, Angst aufzubauen. Reell sind wir nur, wenn wir bewusst in der Gegenwart leben ohne Gedankengeratter und die daraus resultierenden Gefühle wie Ohnmacht, Bedürftigkeit, Wut, Angst.

Wie das funktioniert? Wenn das Gegrübele losgeht oder alte Gefühle hochkommen, nehme ich eine beobachtende Position ein – ohne Wertung. Nur das Jetzt ist wichtig, weil nur der Moment gerade geschieht. Ist eine Methode, die angelehnt ist an den Zen-Budhismus. Da ich gerade im Urlaub bin, übe ich mich in dieser Kunst. Ruhe und Klarheit stellen sich ein, wenn wir den Moment leben. Wenn ich auf das Jetzt fokussiert bin, kann ich kreativ sein und etwas entstehen lassen. Und ich hoffe, dass sich das positiv auf meinen Krankheitsverlauf ausüben wird.

Ernährung

Basische Kost mit viel Gemüse und Obst und noch mehr Olivenöl und wenig tierischen Fetten hilft jedem Körper zu gesunden. Krankheitserreger und Krebszellen fühlen sich eher wohl in saurem Milieu. Daher sollte der Anteil an pflanzlicher Kost immer höher sein als an tierischer. Genussmittel, wie Alkohol und Zucker, sollte man nur in Maßen zu sich nehmen. Zudem wird noch die Sublementierung von verschiedenen Vitaminen, (z.B. Vitamine C, D und B-Komplexe) empfohlen.

Hitze

Borrelien mögen keine Hitze, deshalb sind Saunagänge eine gute Unterstützung bei der Behandlung. Vielleicht tut’s aber auch die kretische Sommerhitze?

Mir geht es wieder gut! Bis auf leichte Schmerzen in den Oberarmen, haben sich alle Symptome zurückgebildet. Gleichzeitig mit dem Absetzen des Antibiotikums nahm und nehme ich die o.g. Heilmittel. Urlaubsruhe, Bewegung (schwimmen und laufen), sowie die kretische Kost unterstützen meine Heilung. Die Kuperose und die Hautflecke am Arm sind verschwunden. Ich habe die gereinigte Haut mit Olivenöl eingecremt und danach mit starkem Cistustee abgetupft. Das Hautbild war schon nach einigen Stunden wesentlich besser. Olivenöl ist reich an Antioxidantien, Linolsäure, Vitamin E, Chlorophyll – es schützt die Haut und regt die Zellerneuerung an.

Wie es weitergeht? Ich werde zunächst bei einer Heilpraktikerin,  die auf Borreliose spezialisiert ist, mittels Dunkelfelddiagnose schauen, in wie weit sich noch lebende Borrelien im Blut befinden. Bis zu dem Termin werde ich weiterhin die Kräuter zu mir nehmen und versuchen, im Jetzt zu bleiben. Ich werde berichten.

Disclaimer Ich schreibe hier über meine persönlichen Erfahrungen und über traditionelles Heilwissen. Ich versuche, Sachverhalte korrekt darzustellen, kann aber Fehler nicht ausschließen. Falls Du an Borreliose erkrankt bist, sprich Dich mit einem Arzt*in/Heilpraktiker*in ab, welche Behandlung am Besten passt.

Selbstbemächtigung = alle Möglichkeiten, sie sich zeigen, ausschöpfen