Gemüsebrühe aus Gemüseabfällen

Als ich mein Gemüsechilie zubereitete, ist einiges an Gemüseabfällen angefallen. Diese habe ich gewaschen, grob zerkleinert und mit je einem Büschel Bohnenkraut und Isop, Salz, Muskatnuss und etwas Sonnenblumenöl gewürzt. Dann ließ ich alles für gut eine Stunde köcheln, siebte und füllte es ab. Eine Flasche steht im Kühlschrank und ist einige Tage haltbar. Die Gläser mit Brühe habe ich eingefroren.

Gemüseabfälle aus: Mangoldblättern, Isop, Bohnenkraut, Schalen, Grünes und Strünke von Karotten und Sellerie, Lauchzwiebeln, Porree, weichen Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Paprikaresten … ergeben einen aromatischen Sud. Damit habe ich z.B. Bulgur gekocht. Nach dem Kochen wandert das ausgekochte Gemüse in den Kompost.

In unserer Sommerküche lebt es sich natürlicher als in der normalen Küche im Haus. Einiges vom Gemüse kommt direkt aus dem Garten, die meisten organischen Abfälle landen im Kompost und das Waschwasser wird in die Blumenkübel gegossen. Insgesamt produzieren wir ungefähr 1/3 des sonstigen Mülls. Das ist schon ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Und wir sind kreativer beim Kochen, so entstand die Idee, die Gemüseabfälle sinnvoll zu verwerten, nämlich als Gemüsebrühe.

Selbstbemächtigung = nachhaltig wirtschaften

Spontanbesuch

Was koch‘ ich nur?

Heute Abend gibt’s Besuch. Für mich die passende Gelegenheit, aus meinen Vorräten etwas Nettes zu zaubern.

Damit wir gut in die Gänge kommen, gibt es zunächst einen vitalisierenden Morgentrunk aus Karotten, Clementinen, Gurken,Orangen, Bananen und Zitronensaft.

Gestärkt ans Werk! Frisches Brot geht immer – dann setze ich mal eben den Teig an …

Mist! Der Sauerteig ist gekippt. Dann muss halt die Backmischung herhalten. Die Zutaten sind ok. Ich pepp noch etwas auf mit einen Schuss Olivenöl und ’ner Prise Salz.
Die Beschreibung sieht vor, dass man den Teig nur 45 Minuten gehen lässt und dann backt. Nicht mit mir! Der Teig wird im Abstand von 45 Minuten 3x liebevoll gefaltet und immer wieder warm gestellt. Danach ruht er noch mal 30 Minuten kühl und geht auf wie ein Kreppel – was für ein Oschi! Und das Ergebniss ist super lecker.

„Kall, mach‘ Wasser in die Supp‘! Mir krieje Gäst‘.“

Also, Rindfleischsuppe wollte ich eh machen. Damit es reicht, kommen noch ein paar Kartoffeln mit rein (und e bissi mehr Wasser😇):

Kennt Ihr den Trick mit der Zwiebel? Laut meiner Oma sorgt eine ganze Zwiebel in der Suppe für einen guten Geschmack und für eine schöne Farbe, das läge an der Schale. Ansonsten habe ich folgendes verkocht: Rindergulasch (ist schön praktisch weil es schon geschnitten ist), Markklößchen, Kartoffeln, Sellerie, Bohnen, Karotten, Porree, Suppengewürz, Muskatnuss und Wasser. Hier seht Ihr den Rest der Suppe. Sie kam gut an. Freu!

Ein Nachtisch gehört dazu!

Was hab‘ ich zuhause? Also gibt’s Vanillepudding (Milch, Stärke, Zucker) mit Roter Grütze (Tk-Beeren, Zucker, Stärke).

Der Tag ist vorbei, ich habe geschnippelt gekocht, gebacken und alles wieder aufgeräumt. Der Besuch ist gegangen. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit schönen Gesprächen und einer einfachen Mahlzeit. Der Sekt dazu war auch sehr fein. Ich bin groggy, aber komplett zufrieden.

Selbstbemächtigung.