Gemüsebrühe aus Gemüseabfällen

Als ich mein Gemüsechilie zubereitete, ist einiges an Gemüseabfällen angefallen. Diese habe ich gewaschen, grob zerkleinert und mit je einem Büschel Bohnenkraut und Isop, Salz, Muskatnuss und etwas Sonnenblumenöl gewürzt. Dann ließ ich alles für gut eine Stunde köcheln, siebte und füllte es ab. Eine Flasche steht im Kühlschrank und ist einige Tage haltbar. Die Gläser mit Brühe habe ich eingefroren.

Gemüseabfälle aus: Mangoldblättern, Isop, Bohnenkraut, Schalen, Grünes und Strünke von Karotten und Sellerie, Lauchzwiebeln, Porree, weichen Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Paprikaresten … ergeben einen aromatischen Sud. Damit habe ich z.B. Bulgur gekocht. Nach dem Kochen wandert das ausgekochte Gemüse in den Kompost.

In unserer Sommerküche lebt es sich natürlicher als in der normalen Küche im Haus. Einiges vom Gemüse kommt direkt aus dem Garten, die meisten organischen Abfälle landen im Kompost und das Waschwasser wird in die Blumenkübel gegossen. Insgesamt produzieren wir ungefähr 1/3 des sonstigen Mülls. Das ist schon ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Und wir sind kreativer beim Kochen, so entstand die Idee, die Gemüseabfälle sinnvoll zu verwerten, nämlich als Gemüsebrühe.

Selbstbemächtigung = nachhaltig wirtschaften

Einzug in die Sommerküche

2020 bauten wir einen Raum des Schuppens in eine kleine Sommerküche um, mit Teilen unserer alten Küche. Wir waren damals gezwungen, unten zu „hausen“, weil es mehrere Wochen dauerte, bis die neue Küche im Haus fertig war.

In der Mitte ist noch die alte Küche im Originalzustand aufgebaut,rechts unten stehen die alten Möbel zur Aufbereitung bereit.
Die alten Möbel wurden gesäubert, geschliffen, geölt und eingepasst.

Das war richtig klasse,  denn unsere Leben spielte sich fast nur noch im Garten ab. Und das Wetter spielte mit. Letztes Jahr war das nicht so dolle mir dem Wetter, doch jetzt …. tataaaa:

Gestern habe ich das Geschirr und Besteck gespült, die Schränke ausgewischt und das erste Mal seit langem  draußen gekocht.

Es gab Bohnen-Eintopf … bei der Hitze etwas ungewöhnlich, ich wollte mich ja nicht gleich überfordern!😄

Schuppen: links die Küche, in der Mitte das Plumpsklo, rechts Schuppen für Gartengeräte, Dünger, Samen etc. Sommerküche: Schränke für unser ausrangiertes Besteck und Geschirr, Spüle, Kühlschrank, Gasherd und darauf steht der Eintopf.
Der Sitzplatz ist schön im Schatten – gleich neben der Küche. Kaffee ist auch schnell gekocht.

Die Pandemie hat manchmal auch etwas Gutes bewirkt, nämlich, dass wir gezwungen waren, uns auf uns selbst zu reduzieren.

Uns, d.h. meinem Mann und mir, war nicht langweilig, wir genossen die Erde und die Sonne und die Gäste, die einzeln oder zu zweit (je nach Lage) bei uns im Garten zu Besuch waren. Ich würde sagen, die Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat uns in diesem Sinne beruhigt und geerdet.

Eigentlich wollte ich ja nur kurz berichten, wie sehr ich mich freue, dass die Sommerküche wieder aktiviert wurde … Ok, ist etwas ausführlicher geworden.😇

Selbstbemächtigung = sich im Einklang mit der Natur bringen