Schöllkraut (Chelidonium majus)

Die Blüte- und Erntezeit des Schöllkrautes liegt zwischen Mai und Oktober. Die Pflanze kann bis zu 70 cm hoch werden. (Foto:Pixabay)

Seit längerer Zeit wartet das Schöllkraut auf seinen Einsatz. Ich hatte Blätter, Stengel und Blüten im August 2021 angesetzt und ganz hinten in den Schrank gestellt, damit man es nicht versehentlich innerlich konsumiert. Beim Aufräumen ist es mir in die Hände gefallen, und da es einwandfrei riecht und aussieht, werde ich es nutzen. Die Farbe ist gelb-grün. Da es leicht giftig und ätzend ist, ist es nur für die äußere (!) Anwendung gedacht.

Gefiltert, in dunkle Flaschen gefüllt und etikettiert. Schaut mal, wie schön kräftig die Farbe ist.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Warnhinweis Extrakte des Schöllkrautes wurden einige Zeit in pharmazeutischen Magenmitteln (Iberogast) eingesetzt, aber vom Markt genommen, da sie in Verdacht stehen, Leberschäden hervorzurufen. Daher die Pflanze bitte nur äußerlich oder als homöopathisches Mittel nutzen!

Bitterstoffe, Alkaloide und Flavonoide erhöhen die Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes und des Unterleibes, sie wirken krampflösend, beruhigend und galletreibend. Äußerlich soll es, mehrmals täglich aufgetupft, gegen Warzen, Hühneraugen, Ekzeme, Schwielen und Schuppenflechte helfen. Hier helfen die antiviral wirkenden Alkaloide. Man kann den Milchsaft, der aus den Stengeln und Blättern tritt, direkt auftragen oder man nutzt eine Tinktur, die etwas schwächer wirkt. Da der Saft leicht ätzend ist, sollen die kranken Stellen nur punktuell betupft werden. Falls allergische Reaktionen, Jucken oder Brennen auftreten, sollte das Mittel abgesetzt werden.

Das Schöllkraut hat viele Eigenschaften. So empfehle ich auszusortieten: Was hilft, kann genutzt werden. Was vergiftet und verätzt, sollte man eben bleiben lassen. Wie im wahren Leben.

Selbstbemächtigung = was gut tut, nutzen und was vergiftet und ätzt, meiden.