Unserer Natur entsprechend

Draußen in der Natur

…  fährt der Stress runter und  Depressionen werden gelindert.  Die Sonne hilft  beim Aufbau von Vitamin D und unsere Sinne werden geschärft: Formen und Farben trainieren die Augen, wir hören das Rauschen und riechen die Blüten und das frisch geschnittene Gras, unsere Ohren lauschen dem Zwitschern und Summen  und der Wind streichelt uns sanft.

Die Natur erinnert uns daran, dass wir ein Teil ihrer sind und beruhigt uns.

Habt Ihr mal überlegt, was passiert, wenn wir tagelang nur drinnen oder in der Stadt unterwegs sind mit künstlicher Beleuchtung mit viel Lärm und Hektik? Wir entfremden uns förmlich von unserem Ursprung. Und diese Entfremdung führt dazu, dass wir es zulassen, dass das, was uns leben lässt,  maßgeblich verschmutzt oder gestört wird.  Wir sägen sozusagen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Jetzt, während der Ausgangssperre, dürfen wir rausgehen und uns erden und gleichzeitig bekommt die Natur die Chance,  sich zu regenerieren.

Diese Pandemie mit ihren Repressalien wird irgendwann zuende sein. Geht es dann  einfach so weiter wie zuvor:
Produzieren, konsumieren, schneller, weiter, höher – gieriger? Koste es, was es wolle?

Wir alle können uns erheben und bei dem Spiel einfach nicht mehr mitmachen indem wir friedvoll, liebevoll, vertrauend, respektvoll, tolerant, mutig, humorvoll, kreativ, naturverbunden und verantwortlich leben.

Das Wichtigste ist aber unsere Liebe und Zutrauen im Herzen.

Bleibt gesund oder werdet es!

Eure Monika „Wege zur Selbstbemächtigung“

Wintersonnenwende – die längste Nacht und der kürzeste Tag im Jahr

Ab dem 22.Dezember um 5.19 Uhr werden auf der nördlichen Halbkugel die Tage wieder länger. Zeitgleich mit der Sonnenwende ist der astronomische Winteranfang. Die Sonne wird neu „geboren“ und steht für den Neubeginn allen Lebens. Der Jahresreigen beginnt von vorne. Das Licht besiegt die Dunkelheit. Unsere Vorfahren nannten die tiefste Nacht des Jahres Mutternacht (althochdeutsch Modranecht) aus dem Glauben heraus, dass die Erdmutter das Licht gebiert. In vielen Kulturen gab es ähnliche Feste zu dieser Zeit, z.B. gab es in den nordischen Ländern das Julfest. Noch heute wünscht man sich in Skandinavien zu Weihnachten „God Jul“.

Weihnachten wurde übrigens genau in diese Zeit gelegt, um die heidnischen Sitten auszumerzen. Lichter in den Tannen symbolisieren den Sieg des Lichtes über die Nacht – genau wie die Geburt Christi Licht in die Welt bringt und das Versprechen der Wiedergeburt. So bleibt uns doch noch etwas Kultur unserer Ahnen erhalten – trotz Christianisierung.

Es kommt Licht ins Dunkel, obwohl der Winter erst im Anmarsch ist. Es wird sicherlich kälter und stürmischer. Aber wir wissen, dass das nur eine Periode ist, die vorüber geht. Die Tage werden länger und die Sonne gewinnt an Kraft.

Zwischen dem 25.12. bis 6.1. liegen zudem die Rauhnächte, in denen sich die Grenzen zwischen unserer und der Geisterwelt verwischen sollen.

Die Wintermonate bringen Kälte und Dunkelheit mit sich. Wir haben das Bedürfnis, uns auszuruhen. Ist ja auch klar: Im Sommer haben wir maximal 16 Stunden Tageslicht und im Winter um die 8 Stunden. Die Sonne als Stimmungsaufheller fehlt, unser Körper produziert z.B. weniger Vitamin D.

Die Dunkelheit lädt zum Verweilen, Ausruhen, Nachdenken an. Wir können die Zeit nutzen für Treffen mit der Familie oder Freunden, dabei wird erzählt, gelacht und nachgedacht.

Arbeiten, die im Sommer liegen geblieben sind, werden jetzt erledigt. Ich rebele meine getrockneten Kräuter und mache daraus Tees, Auszüge, Tinkturen oder Salben. Oder ich reinige unsere Möbel gründlich. Manchmal überkommt es mich und ich flicke Wäschestücke oder nähe Knöpfe an. Gerne gehe ich raus und versuche etwas Tageslicht abzubekommen und ich liebe es zu saunieren.

Und natürlich ist jetzt die Zeit für kreative Arbeiten. Denn alles, was Spaß macht, lässt Glückshormone im Körper kreiseln und das ist doch so ähnlich wie mit Sonnenlicht.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mich darüber aufgeregt hatte, dass ich so wenig Tageslicht abbekomme. Doch mittlerweile ist die Dunkelzeit mein Freund geworden. Ich nehme sie als Geschenk an für das ich dankbar bin.

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal Zeit genommen zum: Märchen und Geschichten erzählen, Kochen, Backen, Handarbeiten, Malen, Musizieren, Schnitzen, Werkeln …?

Habt eine gute Dunkelzeit und macht das, was Euch Spaß macht.

Monika

Meditatives Kochen

Abends lasse ich gerne den Tag ausklingen:

Gemüse schnippeln, etwas sorgfältig vorbereiten und kochen, mit Gewürzen und Kräutern abschmecken und … genießen.

Dabei sammle ich Erfahrungen, die mir auch im Alltag hilfreich sind:

  • Was koche ich?
  • Für wen?
  • Was ist unnötig?
  • Was vom Gemüse solle ich wegschneiden?
  • Wie fein schneide ich?
  • Wie scharf soll es werden?
  • Welche Kräuter unterstützen den Geschmack?
  • Welches Handwerkszeug (Messer, Töpfe, Schüsseln, Kochlöffel …) nutze ich, damit alles leicht von der Hand geht?

Beim Kochen experimentiere ich gerne, greife aber auch auf Altbewährtes zurück. Ich brauche nicht immer das Rad neu zu erfinden.

Es ist wie im wirklichen Leben:

Bleibe ich lieber beim Alten?

Oder gehe ich völlig neue Wege?

Für mich ist es ein Herantasten. Das, was ich bin, bin ich durch meine Erlebnisse und Erfahrungen. Manches lasse ich bewusst hinter mich, wenn es mich belastet und blockiert. Das Meiste behalte ich, denn das bin ich. Ich versuche, in Balance zu leben: Altes Gutes lassen und „hungrig“ nach neuen Erfahrungen suchen, die mein Leben würzen. Ich schaue, dass ich mich nicht „überfresse“, also mich nicht überfordere.

So greift eines ins andere: Ich koche ein Gericht, gehe dabei sorgfältig um und bin „im Fluß“. Ich konzentriere mich auf diese Aufgabe und bin völlig bei mir. Dieses Fließen widerum wirkt sich auf mein Leben aus, denn auch hier versuche ich, im Flow zu sein. Und bin erstaunt, wie viel Kreativität in mir steckt. Es ist spannend.

Ich liebe es.

Welche Erfahrungen machen Sie? Wo finden Sie Ihren Flow, den Sie mit in den neuen Tag nehmen?

Videoclip://photos.app.goo.gl/RJgdh84jo1o3Ev7J6

Ausflug zur Kinder- und Jugendfarm

Die herbstliche Jahreszeit ist eine gute Gelegenheit, die Kinder- und Jugendfarm kennenzulernen. Die Farm liegt in Feldrandlage in Maintal-Hochstadt. Die Kinder- und Jugendfarm ist als Verein konzipiert und lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Zu den Öffnungszeiten ist immer jemand da, der erklärt und unterstützt. An manchen Wochenenden wird dort ein Übernachtungslager für Eltern- und Kinder angeboten. Außerdem kann man dort auch Kindergeburtstage feiern. Auf dem Gelände gibt es einiges zu erkunden und zu tun:

Bogenschießen Jeder hat drei Schuss frei, dann muss man sich wieder hinten anstellen. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf eine Runde aussetzen.

Bauen Sägen, hämmern und anmalen – an einer Hütte arbeiten oder etwas Anderes kreieren …

… Über die Hügel rennen, verstecken, Rollen spielen, im Baumhaus klettern, schaukeln, wippen, springen, säen und pflanzen …

… und wilde Tiere beobachten und wieder freilassen.

Ein Highligth ist das große Lagerfeuer mit Stockbrot

Anfangs sind manche Kinder etwas verunsichert: Was soll ich denn hier machen? Also erstmal vorsichtig das Terrain sondieren … und auf einmal hat man etwas für sich entdeckt. Einige Kinder finden neue Spielgefährten, andere beschäftigen sich mit Dingen, für die sie bisher kein Interesse hatten. Insgesamt ist es sehr harmonisch und ruhig. Es ist ja auch mittlerweile erforscht, dass Betätigung in der freien Natur die Sinne beruhigt. Das liegt u.a. am Sonnenlicht, der frischen Luft, der Erde, am Geruch, den Farben und den Naturgeräuschen. Wer entspannt ist, kann kreativ und im Flow sein. Das konnte ich immer wieder beobachten.

Ich empfehle sehr gerne diese Einrichtung. Kinder bekommen hier ein Stück Freiheit geschenkt fern von Konsum- und Medienterror.

Aus dem Vereins-Flyer (unbezahlte Werbung):


Erkenntnisse auf Mallorca III

Sa Coma: Ruhetag! Nach einem reichhaltigen Frühstück waren wir rechtschaffen müde. Also erstmal ein Domizil am Pool aufschlagen – nein, wir reservieren keine Liegen! Temperatur war um die 20°C, es war sonnig mit frischem Wind. Mit dem Gesicht in der Sonne dösten wir ein. Dann wurde es zu warm. Also Sonnenschirm auf, aber wie funktioniert das blöde Ding? Nachdem ich an allen möglichen Schnüren zog, tat sich nix und ich legte mich ermattet nieder. Dann kam der Retter in der Not, ein gutaussehender Herr mit grauen Schläfen, und zog die richtige Leine, et voilá: Ich lag im Schatten! Nach einiger Zeit war es zu kalt; gut, dass meine Jacke griffbereit war. Lesen, schreiben, dösen, sonnen, meditieren … jetzt wollten wir uns aber bewegen!

Also Strandpromenade checken: Tote Hose! Es war noch etwas früh in der Saison, wenige Bars und Geschäfte hatten geöffnet. Gut so, da wir eh unsere Ruhe haben wollen! Jetzt ging es endlich runter ans Wasser, brrr, schön kalt mit ca. 16°C. Wir liefen die kleine Bucht ab und gingen noch ein paar Schritte einen Wanderweg. Da gab es einiges zu sehen:

Flora

Et Fauna

An diesem Tag hatten wir noch lustige Gespräche in der Sauna. Mein Reisegefährte wurde dort zum Wedeln verpflichtet, weil wir Frauen anatomisch dazu nicht in der Lage seien.

Abends (fr)aßen wir uns beim riesigen Gala-Dinner durch: lecker, lecker! Und mussten dieses schweratmend mit einem Carlos Primero verdauen:

Gut, dass es dazu Nüsschen für den kleinen Hunger gab! Ich überlegte, wie ich die acht Stunden bis zum Frühstück ohne zu essen durchhalten sollte.

An diesem Tag hatte ich auch einiges gelernt, ich frage mich nur, was.

Z.B.?:

  • Es gibt Tiere auf Mallorca – und Pflanzen.
  • In der Sonne kann’s warm werden und im Schatten kalt.
  • Jacken kann man als Kopfkissen und zum Anziehen benutzen.
  • Beim Gala-Dinner sollte man sich nicht über(fr)essen.
  • Ein Carlos hilft in vielen Lebenslagen.
  • Ein Ruhetag ist gemütlich.
  • Im Hotel ist Fahrradfahren verboten.
  • Ausruhen kann in Stress ausarten.
  • Morgen geht’s wieder auf Tour.

Schlecht drauf, oder was?

Was tun, wenn man nicht so in die Pötte kommt? Wie komme ich in die Leichtigkeit?
In Leichtigkeit leben

Kennen Sie das auch? Samstag morgens, Sie haben sich so einiges für den Tag vorgenommen: Das erledigen, was die Woche über liegengebliegen ist. Sie wachen auf und wollen am liebsten weiterschlafen. Sie nehmen Ihr Smartphone in die Hand, doch irgendwann müssen Sie mal müssen. Der Blick auf die Uhr verrät Ihnen, dass sie schon 2 Stunden „gedaddelt“ haben. Mist, nix Produktives geleistet! Schnell wieder ins Bett. Schlafen. Oder doch Handy? Das schlechte Gewissen siegt (vielleicht) aber nichts geht locker von der Hand. Es dauert ewig, bis Sie sich fertig gemacht haben. Alles fällt schwer. Und dann kommt Ihr Partner und macht Ihnen Vorhaltungen. Wo Sie sich doch selber schon nicht leiden können. Streit ist vorprogrammiert. Weil es Ihrem Partner vielleicht ähnlich geht. Auch so ein mieser Anfang. …

Wie aber raus aus dem Schlechte-Laune-Modus und rein in die Leichtigkeit?

  • Wochenende = Erholungszeit – Machen Sie es sich bewusst, dass Ihr Geist und Ihr Körper die ganze Woche über zu tun hatten, also auch mal runterfahren müssen.
  • Schreiben Sie eine Arbeitsliste. Das hilft, die Übersicht zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Schrauben Sie Ihre Erwartungen an sich und andere runter, so können Sie Enttäuschungen vermeiden.
  • Fokussieren Sie sich auf sich: Was ist für mich momentan am wichtigsten? Was bringt mir Befriedigung? Schauen Sie, was Sie wollen. Sie müssen nicht den Erwartungen der anderen entsprechen.
  • Erden Sie sich. Gehen Sie in die Natur und bewegen sich dabei: in den Wald, in den Tierparkt, in den Garten oder auch in ein Gartencenter. Frische Luft, Wind, Sonne, Wolken, Vogelgezwitscher helfen uns, wieder zu uns selbst zu finden. Wir sind dem Ursprünglichen nahe und werden nicht durch Hausmauern eingegrenzt. Indem Sie außen in die Freiheit gehen, kommt die innere Freiheit leichter zurück.
  • Seien Sie kreativ: Malen, Gedichte schreiben, musizieren, eine Hütte mit den Kindern bauen, ein Beet liebevoll gestalten, ein neues Rezept probieren. Kreativität bringt Sie in den Flow. So können auch die unangenehmeren Arbeiten leichter von der Hand gehen.
  • Finden Sie den Spaß an unattraktiven Arbeiten, z.B. kann man beim Bügeln wunderbar seinen Gedanken nachhängen.
  • Balancieren Sie sich aus. Mittels Yoga, Meditationen oder Fragetechniken (z.B. von Sea-Balance) „rücken“ Sie den Fokus wieder auf sich.

Vielleicht sind/waren Sie auch nur „schlecht drauf“, weil Sie die ganze Woche über zu viel auf die anderen geschaut und sich dabei aus den Augen verloren haben? Vielleicht nehmen Sie auch vieles sehr schwer? Ich behaupte, dass das Leben leicht gemeint ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne, leichte Zeit.

Ihre Monika Rauch