Meditatives Kochen

Abends lasse ich gerne den Tag ausklingen:

Gemüse schnippeln, etwas sorgfältig vorbereiten und kochen, mit Gewürzen und Kräutern abschmecken und … genießen.

Dabei sammle ich Erfahrungen, die mir auch im Alltag hilfreich sind:

  • Was koche ich?
  • Für wen?
  • Was ist unnötig?
  • Was vom Gemüse solle ich wegschneiden?
  • Wie fein schneide ich?
  • Wie scharf soll es werden?
  • Welche Kräuter unterstützen den Geschmack?
  • Welches Handwerkszeug (Messer, Töpfe, Schüsseln, Kochlöffel …) nutze ich, damit alles leicht von der Hand geht?

Beim Kochen experimentiere ich gerne, greife aber auch auf Altbewährtes zurück. Ich brauche nicht immer das Rad neu zu erfinden.

Es ist wie im wirklichen Leben:

Bleibe ich lieber beim Alten?

Oder gehe ich völlig neue Wege?

Für mich ist es ein Herantasten. Das, was ich bin, bin ich durch meine Erlebnisse und Erfahrungen. Manches lasse ich bewusst hinter mich, wenn es mich belastet und blockiert. Das Meiste behalte ich, denn das bin ich. Ich versuche, in Balance zu leben: Altes Gutes lassen und „hungrig“ nach neuen Erfahrungen suchen, die mein Leben würzen. Ich schaue, dass ich mich nicht „überfresse“, also mich nicht überfordere.

So greift eines ins andere: Ich koche ein Gericht, gehe dabei sorgfältig um und bin „im Fluß“. Ich konzentriere mich auf diese Aufgabe und bin völlig bei mir. Dieses Fließen widerum wirkt sich auf mein Leben aus, denn auch hier versuche ich, im Flow zu sein. Und bin erstaunt, wie viel Kreativität in mir steckt. Es ist spannend.

Ich liebe es.

Welche Erfahrungen machen Sie? Wo finden Sie Ihren Flow, den Sie mit in den neuen Tag nehmen?

Videoclip://photos.app.goo.gl/RJgdh84jo1o3Ev7J6

Ode an die Freude – der Europa-Gedanke

„Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.
Freude heißt die starke Feder
In der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
Die des Sehers Rohr nicht kennt. …“

Text: Friedrich Schiller (publiziert 1786)

Musik: Ludwig van Beethoven (9. Sinfonie)

Das zugrundeliegenden Thema: Die französische Revolution 1789

Die Ode an die Freude avancierte schnell zum Volksgedicht. Der Text wurde in Deutschland früh als Bekenntnis zu den Idealen der Französischen Revolution verstanden.

Beethoven, ein Verfechter der demokratischen Bewegung, komponierte seine Musik eindrucksvoll zu den Versen, die eine gleichberechtigte Gesellschaft, verwoben mit einem Band aus Freundschaft und Freude, beschreibt.

Zum Zeitpunkt der Uraufführung, 1824, war die französische Revolution Geschichte. Man versuchte in Europa die alte Ordnung wieder herzustellen. So war sein Werk ein Paukenschlag, musikalisch und inhaltlich, gegen das neue alte System.

Die Europawahl 2019 könnte uns an diese Zeit erinnern. Die Ideale der französischen Revolution waren Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Leider hat mit der Krönung Napoleons das alte System wieder Fahrt aufgenommen. Und doch … es hat sich etwas verändert. Heute herrscht in weiten Teilen Europas die Demokratie, zumindest auf dem Papier.

Ich gebe es zu: Ich wusste bis dato nicht so recht, ob ich überhaupt wählen wollte. Was/wen soll ich da wählen? Keine Ahnung, kein Interesse, Lethargie. Meine Söhne schickten mir vor einiger Zeit einen Link zu einem Youtube-Video (https://youtu.be/4Y1lZQsyuSQ).

Das solle ich mir unbedingt anschauen. Das tat ich. Ich war und bin immer noch erschüttert. Hier wurden plausibel Dinge aufgedeckt, die ich schon immer irgendwie wusste oder ahnte. Es geht um das schnöde Geld und um die Macht, die sich kaufen lässt. Von wegen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Allerdings sollte man sich das Video mit wachem Verstand ansehen: Ich weiß nicht, welche Statistiken und Belege für die Behauptungen tatsächlich echt oder relevant sind. Die Hauptbotschaft aber trifft ins Schwarze.

Unsere Demokratie schenkt uns die Wahlfreiheit; damit haben wir die Möglichkeit, etwas zu ändern oder es eben doch beim Alten zu belassen.

Parallelen zur französischen Revolution tun sich auf. Wir begehren auf, wenn es ungerecht wird. Hoffentlich. Wir haben es gut, denn wir haben die Freiheit der Wahl. Bei der Revolution ging es etwas blutiger zu.

Nach der Revolution war erstmal anscheinend wieder alles beim Alten. Vielleicht wird das auch so sein nach der Europa-Wahl.

Allerdings ist die Saat gestreut.

Langsam und mit vielen Hindernissen hielt die Demokratie in Europa Einzug. Und mit der Demokratie gab es Bündnisse und Verträge, die in der Entstehung der heutigen EU gipfelten. Dieser Prozess dient der Sicherung des Friedens, unseres Wohlstandes und der Freiheit zwischen den Staaten. Die EU ist im Prozess; es gibt immer wieder Herausforderungen, wie die Flüchtlingswelle oder den Brexit Englands. Und trotzdem, mit Geduld und Spucke, mit Beharrlichkeit und dem Glauben an die Werte, wird sich alles zum Positiven wenden. Dessen bin ich mir sicher.

Ich bin froh, dass ein guter Teil der jungen Menschen politisch gebildet ist. Ich spreche von Greta Thunberg und die vielen Jugendlichen, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen oder von Influenzern, wie dieser junge Mann, der das besagte Video erstellte. Ich bin froh, dass unsere Kinder sich nicht alles gefallen lassen, auf die Straße gehen und sich dessen bewusst sind, dass jede Stimme zählt.

Jede/r einzelne von uns ist aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht denken Sie, dass Sie doch alleine nichts bewegen können. Fatal ist, wenn alle EU-Bürger so denken und nicht zur Wahl gehen. Dann gewinnen nämlich die, die wir vielleicht nicht wollen. Die 12 Sterne auf der Europäischen Flagge stehen für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas.

Lassen wir uns vom Götterfunken entzünden und „Freude“ ins System einkehren.

Ich habe gewählt – und Sie?

In der Ruhe liegt die Kraft

Heute nutzte ich meine freie Zeit zum Ausschlafen, Balkonschrubben und Pflanzen.

Alles ging ging mir leicht von der Hand. Ich tat das, was ich schon die ganze Zeit tun wollte. Ich arbeitete eines nach dem anderen ab.

Ich fühlte mich friedvoll und ruhig. Die Arbeit floß mir aus der Hand.

Ich musste nicht – ich wollte tun! Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich ganz entspannt eine ganze Menge „weggeschafft“ habe, ganz ohne inneren Druck. Ich nutzte die Kraft, die aus der Ruhe entspringt.

Es ist manchmal ganz schön schwer, gelassen und ruhig die anstehenden Aufgaben zu erledigen. Und daraus noch Kraft zu ziehen. Wenn ihr mögt, begleite ich Euch bei Euren Prozessen.

Erkenntnisse auf Mallorca IV – Auf Wiedersehen!

Tour: Cala Millor – Puig de Randa – Cala Pi

Diesmal ging es ins Landesinnere zu Mallorcas einzigem Tafelberg, wieder eine kurvige Straße mit den unermüdlichen Radfahrern, die wir lässig überholten. Oben stehen eine restaurierte Klosteranlage und ein paar unschöne Antennen. Der Blick aufs Flachland war fast klar, wir konnten gut bis Palma und zum Gebirge blicken:

Das gestrige Gala-Dinner machte uns noch zu schaffen, so suchten wir nach einer geeigneten Ruhestätte und fanden diese in der Cala Pi, einer fjordähnlichen Bucht, leider ohne Toiletten in der Nähe (es gibt kleine Felsvorsprünge …). Dort legten wir uns windgeschützt in den Sand und verbrachten einen beschaulichen Nachmittag. Hierher werden wir bestimmt noch mal kommen und in einem der kleinen Hotels übernachten.Unser letzter Tag auf Mallorca ging zuende, abends aßen wir in Puerto Christo am Hafen, das war ein guter Abschluss mit schönem Ausblick!

Leider geht jede Reise einmal zuende, so ging es auch uns. Wir genossen noch einmal die frische grüne Landschaft auf der Fahrt zum Flughafen. Wir wissen, im Herbst sind wir wieder da, wahrscheinlich mit Domizil an der Cala Pi.

Welchen Gewinn hat/te diese Reise für mich?

  • Ich lernte Geduld zu haben und meinem Partner zu vertrauen, also beim Autofahren. 🙂
  • Die Farben, die Sonne, das Meer, die Luft … streichelten meine Seele und beruhigten mich.
  • Ich bin nicht traurig, weil die Reise zuende ist – ich freue mich, dass ich mit neuer Kraft in den Alltag gehen kann.
  • In meinem Kopf haben sich viele neue Ideen für meinen Blog, meine Coachingpraxis und meine Kunst gebildet – ich werde sie in die Tat umsetzen. Ich habe also neue Ziele, die ich mir gleich aufschreiben werde.
  • Im Hotel oder auch in den Restaurants wurde mir bewusst, wieviel Plastik-Verpackungen im Umlauf sind, sogar den Zucker gab es nicht mehr in Tütchen aus Papier, sondern aus Plastik. Ich werde meinen Plastikverbrauch senken. Also noch ein Ziel.
  • Zwischendurch las ich im Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés und gewann neue Einsichten. Wahrscheinlich schreibe ich demnächst darüber oder drehe ein Video. Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen, mich mehr zu bewegen um mich etwas zu straffen – diese Abnehmerei ist mir einfach zu blöde. Ich gehe gleich schwimmen und das dann zwei bis drei mal die Woche. Schon wieder ein Ziel.
  • Die innere Leichtigkeit, die sich mir während der Reise erschloss, behalte ich als Grundgefühl bei.

So einfach ist das alles! Einfach machen. Ich wünsche Euch eine gute Zeit! Durchstöbert meine Homepage und hinterlasst, wenn Ihr mögt, einen netten Kommentar. Eure Monika