Viva la Musica – Es lebe die Musik!

„Die Musik aber ist der wichtigste Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten.“ (Platon)

Wer liebt sie nicht, die Musik? Ich kenne niemanden, dem sie egal wäre. Musik berührt, sie ist Energie, die in uns schwingt. Forschungen belegen die positive Wirkung: Ganze Hirnzellenareale bilden sich neu, strukturieren sich um bzw. verknüpfen sich, wenn man musiziert oder sich intensiv mit Musik beschäftigt. Musik fördert die Intelligenz und soziale Kompetenz, steigert die Konzentration und beruhigt oder putscht auf. Dabei scheint es egal zu sein, ob man Heavy Metall oder klassische Musik hört oder produziert – wichtig ist, dass die Gefühle dabei angenehm sind.

Musik spricht die Gefühle an, körperlich werden Hormone ausgeschüttet, Stimmungen werden intensiviert oder aufgelöst – je nach Art der Musik.

Wenn man Musik „produziert“, also selbsttätig wird, beim Singen, dem Spielen eines Instrumentes oder beim Tanzen, wirkt die Musik stärker als beim eher passiven Zuhören. Beim gemeinsamen Musizieren stimmt man sich auf seine Partner ab, man hört aufeinander und tariert sich aus: laut – leise, schnell – langsam, kurz – gebunden. Takte und Noten verfeinern zudem das mathematische Gedächtnis.

Übung macht den Meister: Trainiert man öfter, intensivieren sich die Lernerfahrungen, d.h. man erlangt Sicherheit und kann sich auf neue Erfahrungen mit Musik, wie dem Improvisieren oder Komponieren, einlassen. Und ganz wichtig: Musik macht Spaß!

Nicht umsonst wird Musik therapeutisch eingesetzt; dies geschieht passiv und aktiv, z.B. werden Hirnareale bei Schlaganfall- und Demenzpatienten stimuliert, körpereigene Opiate können bei Menschen mit Depressionen freigesetzt werden und bei Komapatienten können gestische und mimische (Lächeln) Reaktionen ausgelöst werden.

Musik ist allumfassend, sie harmonisiert und schwingt. Im Idealfall schwingt sie auf 432 Hertz (= Schwingungen pro Sekunde). Das ist die natürliche Schwingung unseres Kosmoses. Dies führt dazu, dass wir uns bei Musik im Gleichtakt einschwingen, uns beruhigen, also harmonisieren können.

[Information: Der frühere Kammerton A unserer westlichen Tonleiter lag bei 432 Hertz. 1939 wurde der Kammerton weltweit auf 440 Hertz erhöht. Der Kammerton A wird genutzt, um Musikintrumente einheitlich zu stimmen.]

Unsere Gesellschaft nimmt die Musik, sowie die schönen Künste wenig ernst; höchstens als nettes Beiwerk. Das kognitive Lernen steht an erster Stelle, das Erlernen von Naturwissenschaften und Sprachen wird über alles andere gestellt. Schließlich will man ja im Berufsleben bestehen. Darauf werden bereits Kindergartenkinder konditioniert mit Englisch für Unterentwickelte. Viele LehrerInnen und ErzieherInnen getrauen sich nicht mehr zu singen oder haben mit Kunst nichts am Hut.

Wir sind eigentlich sehr „sinnesfreudig“, d.h. wir können die Welt ertasten, anschauen, erhören, erriechen und schmecken. Das Gehirn ist die Schaltstelle und sortiert. Wir aber geben unserer Schaltstelle die Macht über alles und lassen unsere Sinne verkümmern.

Es wird Zeit, umzudenken: Künstlerisches Tun ist ein schöpferischer Akt, Ressourcen werden freigesetzt, wir sind kreativ und finden Lösungen in allen Bereichen. Jemand, der malt, singt, kocht, tanzt … spürt sich selbst und „begreift“ im wahrsten Sinne des Wortes. Dann erst kann er in die Kognition gehen. So passiert übrigens Lernen.

Ich möchte Sie ermutigen, schöpferisch tätig zu sein: Malen, schreiben, stricken, kochen, töpfern, bildhauen und/oder musizieren Sie, am besten mit einem Lied auf den Lippen. Und nehmen Sie sich dabei ernst. Jeder Mensch ist ein Künstler. Machmal muss man etwas graben, um ihn zu finden. Aber es lohnt sich, denn Kunst und besonders die Musik, können Sie dabei unterstützen, Ihren persönlichen Weg zu finden.

Viva la Musica, denn Musik ist Leben!

Veröffentlicht von

Monika Rauch

Ich begleite Prozesse. Als Coachin spreche ich Familien, Jugendliche, Kinder, Frauen und Männer in besonderen Lebenssituationen an: Ängste, Blockaden, Stress, Mobbing, Streitigkeiten, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Traurigkeiten können das Leben schwer machen. Als Fortbildnerin begleite ich Prozesse für PädagogInnen, LehrerInnen, Kitas und Schulen. Gemeinsam entwickeln wir ganzheitliche Konzepte, die es Kindern ermöglichen, Verständnis für sich selbst zu haben, ihre Gefühle zu verstehen und ihre Werte zu erkennen. Es geht darum, dass Kinder es lernen, ihren Weg zu finden. Es geht um Selbstliebe, -akzeptanz. Es geht um glückliche Kinder (und Eltern). Als Künstlerin bin ich selbst im Prozess. Ich singe male, zeichne, schreibe, dichte, töpfere, schauspiele. Dabei tobe ich mich kreativ aus. Mit meiner Kunst drücke ich mich aus, sie schenkt mir Zufriedenheit und zeigt mir den Weg zu mir selbst. Künstlerisches Tun fließt immer in meine Arbeit mit ein.

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