Wenn der Schuh drückt

Schuhe (althochdeutsch scuoh, oder idg.*skeu- „bedecken“, „umhüllen“) sind sehr sinnvolle Kleidungsstücke. Man vermutet, dass diese bereits vor 40.000 Jahren von den Menschen getragen wurden. Schuhe sind ein Symbol für Erdung, Bodenständigkeit und Sicherheit. Sie schützen die Füße vor Verletzungen, Kälte oder Hitze und sie geben Halt. Außerdem dienen sie als Schmuck bzw. Accessoires. Mit Schuhen kann man schnell vorankommen. Trägt man allerdings die „falschen“ Schuhe, kann sich das auf die gesamte Haltung (Skelett und Muskeln) negativ auswirken. Sind z.B. die Absätze zu hoch, verliert man leicht die Bodenhaftung und kommt leichter ins „Straucheln“. Mit drückenden Schuhen kommt man schlecht voran, weil jeder Schritt mühsam ist.

In unserer Sprache gibt es viele Redewendungen zum Schuh als Hinweis dafür, dass manches von unten her schon nicht stimmt:

„Wo drückt der Schuh?“ Wenn ein Schuh drückt, tut es weh. Von außen sieht man vielleicht nur einen schmerzhaften Gesichtsausdruck. So ist das auch, wenn jemand mit einem Problem nicht herausrücken will. Wer kennt nicht die Verunsicherung wenn einer „komisch“ guggt oder auf eine WhatsApp nicht antwortet: Hat das vielleicht etwas mit mir zu tun? Nur was? Hab‘ ich jemanden verletzt? Soll ich direkt fragen? Oder wecke ich schlafende Hunde? Sehe ich vielleicht Probleme, wo gar nix ist?

„Etwas in die Schuhe schieben.“ Früher wurde Diebesgut öfter mal jemanden in die Schuhe gesteckt; also die Schuld wurde auf andere geschoben. Kommt auch heute noch vor. Schiebt mir vielleicht gerade jemand die Schuld für seine Misere in die Schuhe? Oder umgekehrt?

„Umgekehrt wird ein Schuh draus.“ Handgefertigte Schuhe werden anfangs auf links gearbeitet und dann umgedreht. Wenn man etwas von einer anderen Seite aus betrachtet, kann es plötzlich einen Sinn machen. Vielleicht sollte ich einmal den Blickwinkel wechseln.

„Auf den Senkel gehen.“: Das meint, jemanden so nahe zu treten, dass man auf dessen Schuhsenkel steht und ihn somit behindert. Bin ich jemanden zu nahe getreten, d.h. behindere ich ihn? Oder tritt mir gerade jemand/etwas zu nahe und ich sollte mich nicht behindern lassen?

„Das ist ein anderes Paar Schuhe.“ oder: „Das sind zwei Paar Stiefel.“ Das sind zwei unterschiedliche Sachen, die nicht verwechselt werden sollten. Es kann ziemlich unangenehm sein, wenn man mit dem falschen Paar Schuhe herumläuft, weil man da etwas verwechselt hat.

Also frage ich ernsthaft: Drückt der Schuh, wenn etwas zugeschoben wurde oder weil man das falsche Paar erwischt hat oder sich einer auf den Senkel gestellt hat? Oder drückt der Schuh, weil etwas ganz anderes berührt ist? Für den Seelenfrieden ist es manchmal besser, wenn man sich manche Schuhe gar nicht erst anzieht. 🙂

Als Coachin oder auch als Erzieherin sehe ich eine ganze Menge drückender Schuhe. Ich schaue mit meinen Klientinnen und den Kindern, ob wir nicht die Schuhe wechseln oder ganz ausziehen sollten.

Veröffentlicht von

Monika Rauch

Ich begleite Prozesse bei Müttern und ihren Familien. Als Coachin begleite ich Dich besonderen Lebenssituationen. Mögliche Themen sind: Ängste, Hemmungen, Stress, Mobbing, Streitigkeiten, Trennungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Sinnfragen. Gemeinsam erarbeiten wir neue Ziele und Strategien, um Veränderungen zu erreichen. Ich arbeite hauptsächlich mit den Techniken Sea-Balance und Baby-Healing nach ulriqe.de. Mittels kinesiologischer Abfrage werden Problematiken, versteckte Gefühle, Blockaden und verhindernde Glaubenssätze ermittelt und schnell und unkompliziert gelöscht bzw. transformiert. Diese Techniken gebe ich Dir mit auf den Weg, so dass Du selbständig damit weiterarbeiten kannst. Als Fortbildnerin begleite ich Prozesse von PädagogInnen, LehrerInnen, Kitas und Schulen. Ich unterstütze bei der Gestaltung von Elternabenden, gebe Impulsvorträge und Seminare zum Thema Selbstbemächtigung mit dem Schwerpunkt der Portfolio-Arbeit. Außerdem biete ich eine koordinierte Elternberatung in Ihrer Einrichtung an. Als Künstlerin bin ich selbst im Prozess. Ich singe, male, zeichne, schreibe, fotografiere, dichte, töpfere, schauspiele. Dabei tobe ich mich kreativ aus. Mit meiner Kunst drücke ich mich aus, sie schenkt mir Zufriedenheit und zeigt mir den Weg zu mir selbst. Künstlerisches Tun fließt immer in meine Arbeit mit ein. Ich arbeite ganzheitlich, religionsunabhängig und sektenfrei.

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