Ganz nah

Foto: Pixabay

Zusammen
sitzen wir heute hier und erzählen wie es damals war.

Tiefe Furcht, alles zu verlieren, krank zu werden, zu sterben, nahm uns jede Freiheit. Und Freude.

Lange Zeit mussten wir mit uns selber klarkommen. Wir hatten so wenig Kontakt. Wir waren traurig und einsam. Wir mussten zuhause bleiben, bei uns.

Viele starben. Viele waren krank. Wir schauten zu und konnten nichts tun.

Wir nahmen es anderen übel, was uns geschah. Wir jammerten und schlugen um uns. Wir suchten die Schuld im außen und kamen nicht weiter. Es war kaum zu ertragen und noch weniger. Die Langeweile fraß uns auf.

Als wir es nicht mehr aushielten, fingen wir an, uns selbst zu sehen. Wir schauten nach unseren Ressourcen und wurden kreativ. Und zufrieden.

Wir erkannten, dass wir uns verloren hatten. Und fanden uns wieder. Wir fingen an, Balaste abzuwerfen und zu vertrauen. Es blieb uns nichts anderes übrig.

Die Welt veränderte sich. Wir waren gezwungen, klarzukommen und nach uns zu schauen.

Die Angst hörte auf. Die Krankheit hatte keine Gewalt über uns.

Nun sitzen wir hier und sind uns ganz nah.

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Monika Rauch

Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.

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