Spätsommerrose

Leise schleicht sich der Herbst ein. Die Rose erinnert an die üppige Blühzeit zu Beginn des Sommers.

Das, was uns damals beschäftigt hat, ist vielleicht schon vergangen. Aber es hallt noch nach.

Wenn ich die Rose sehe, freue ich mich über ihre Schönheit. Sie wird irgendwann ihre Früchte zeigen und sich dann zurückziehen.

So ist es mit allem: Es lebt, blüht, bringt Früchte, wirft Samen und stirbt. Das ist der Reigen des Lebens. Wir sind dem unterworfen.

Vielleicht sollten wir genau heute darüber nachdenken, wie wir unsere eigene „Natürlichkeit“ zurückerlangen? Damit es sich gut anfühlt – unser Leben.

Foto: Monika Rauch

Glück im Augenblick

Gerade bin ich etwas traurig wegen der vielen Einschränkungen in Zeiten von Corona. Freiheit ist ein hohes Gut.

Schöne Augenblicke erlebe ich bei meinen Streifzügen durch Felder und Gärten. Kleine Arrangements erregen meine Aufmerksamkeit: Da passt der Stuhl ganz wunderbar zum Fenster, die Enten schwimmen auf dem See und die Wildbienen übernachten im Hotel. Und der riesige Reisighaufen bietet sicherlich Schutz für viele Kleintiere.

Das ist es auch, was mich gerade rettet, wenn ich schon nicht in die weite Welt reisen darf, oder zumindest die Option dazu habe – das Glück, welches sich in Kleinigkeiten verbirgt. Das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe kommt dem sehr nahe:

Erinnerung
Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.

Fotos: Monika Rauch