Kräuter als Wegweiser

Im Sommer machten wir Urlaub auf der  kroatischen Insel Dugi Otok. Wir lebten in einem Steinhaus im alten Ortskern. Es ist sehr ruhig auf der ganzen Insel und bietet nur wenig für die Massen – genau das, was wir brauchten. Manchmal war es auch langweilig, was letztlich gut tat. So konnten wir ganz unaufgeregt zur Ruhe kommen.

In der Phytotherapie heißt es, dass das in der Umgebung wächst, was der Mensch gerade am nötigsten braucht. 

Als alte Kräuterhex entdeckte ich einige Kräuter und Pflanzen im Garten und rund ums Haus:

Aloe Vera – Hautpflege: kühlend, fleuchtigkeitsspendend, wundheilend – z.B. bei
Sonnenbrand, kleineren Verbrennungen, Hautirritationen
Dachwurz (Sempervivum tectorum) – Wundheilung bei kleineren Hautverletzungen, Insektenstichen, entzündungshemmend (v. a. äußerlich bei Hautproblemen),
schmerzlindernd, leicht antiseptisch, Hausmittel bei Ohrenschmerzen (Saft ins Ohr geträufelt – traditionell!)
Fetthenne (Sedum spp., z. B. Sedum telephium oder Sedum spectabile) – wundheilend, kühlend (ähnlich Aloe – äußerlich), entzündungshemmend bei kleinen Hautverletzungen, Warzen (traditionell), schwach abführend (innerlich – selten), in der Volksmedizin bei Hühneraugen und Warzen (Blätter als Auflage)
Lavendel (Lavandula angustifolia) – beruhigend, angstlösend, schlaffördernd,  bei Nervosität, Unruhe, Einschlafstörungen, bei Hautreizungen, Insektenstichen, krampflösend bei Magen-Darm- Beschwerden, antimikrobiell
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) – kreislaufanregend, durchblutungsfördernd, bei
Muskelverspannungen, Rheuma
konzentrationsfördernd (anregend)
verdauungsfördernd,
antioxidativ, antibakteriell

Pflanzen, besonders Kräuter, wirken nicht nur rein „mechanisch“, also über deren Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe etc., sondern sie wirken auch feinstofflich z.B. durch ihren Geruch, den Farben, ihrer Struktur, letztendlich über ihre Energie. Zum Beispiel liefert ein Kopfsalat, der ohne Erde gezüchtet wurde, wenig bis gar keinen Nährwert. Eine Pflanze, wie z.B. Rosmarin, hat messbar mehr Wirkstoffe, wenn sie in ihrer mediterranen Heimat aufwächst (bedingt durch Boden, Sonne etc.) als in unseren Gefilden. Und so ist auch ihre Energie stärker bzw. schwächer .

Energetische Eigenschaften und Gemeinsamkeiten von Lavendel, Dachwurz, Aloe, Fetthenne, Rosmarin

Auch wenn sie botanisch teils sehr verschieden sind (Heil- und Duftpflanzen vs. sukkulente Speicherpflanzen), verbinden sie auf der spirituellen und energetischen Ebene einige bemerkenswerte gemeinsame Eigenschaften.

1. Schutz & Abwehr

Alle fünf Pflanzen wirken energetisch schützend – sie helfen, negative Schwingungen, emotionale Fremdenergien oder destruktive Einflüsse fernzuhalten.

Besonders Dachwurz, Aloe und Fetthenne sind alte Schutzpflanzen – sie wurden früher auf Dächern oder vor Fenstern gepflanzt, um Blitz, Unheil oder Geister abzuwehren.

Lavendel und Rosmarin schützen auf feinstofflicher Ebene (Aura, Gedanken, Emotionen).

2. Heilung & Selbstregeneration

Alle fünf Pflanzen aktivieren Selbstheilungskräfte, sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene.

Aloe, Fetthenne und Dachwurz speichern Wasser und symbolisieren die Fähigkeit, Lebensenergie zu speichern und wieder aufzubauen – sie stehen für Regeneration, innere Ruhe und Versorgung.

Lavendel bringt seelische Heilung, Rosmarin stärkt die Lebenskraft und fördert die Durchblutung auf allen Ebenen – auch im spirituellen Sinne.

3. Reinigung & Klärung

Lavendel und Rosmarin haben stark reinigende Eigenschaften für Aura, Räume und energetische Felder.

Aloe, Fetthenne und Dachwurz reinigen eher auf stille, tiefe Weise – durch ihre Ruhe und Speicherqualität wirken sie klärend auf Emotionen, mentale Unruhe und gestresste Energiefelder.

4. Erdung & Stabilität

Fetthenne, Dachwurz und Aloe sind in der Erde verwurzelte, ruhige Pflanzen mit Speicherfunktion – sie fördern Zentrierung, Erdung und innere Festigkeit.

Auch Lavendel kann durch seinen Duft und seine Wirkung zur Erdung nach geistiger Arbeit beitragen.

5. Stärkung der Lebensenergie (Chi/Prana)

Diese Pflanzen helfen, die Lebensenergie wieder ins Fließen zu bringen.

Rosmarin wirkt anregend und kräftigend, Lavendel harmonisierend, Aloe kühlend und beruhigend.

Fetthenne und Dachwurz speichern Energie – sie sind also Träger und Bewahrer von Lebenskraft.

Andere Pflanzen

Im Garten wuchsen noch andere Pflanzen, allerdings nicht in den Mengen wie die oben beschriebenen:

Kumquat – die Zwergorange punktet mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt; die wilde Mandel kann gegen Demenz und Diabetes helfen und senkt den Cholesterinspiegel; der Duft der Bitterorangenblüte senkt Stress; der Salbei wirkt wie ein natürliches Antibiotikum, das Currykraut wirkt abschwellend, ausgleichend, entzündungshemmend; die Granatapfelkerne können den Blutdruck senken und Entzündungen lindern; Feigen sind reich an Mineralien und regulieren des Säure-Basen-Haushalt.

Die Woche auf der Insel mit der Ruhe, den Pflanzen, der Sonne, dem Meer, dem Duft, dem Essen und den freundlichen Menschen lud unsere Speicher auf. Der Urlaub war sehr energetisierend und wir werden diesen Ort bestimmt wieder besuchen.

Selbstbemächtigung = Pflanzenenergie   wirken lassen

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Monika Rauch

Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.

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