Mildes Salbei-Deodorant selbst herstellen

Mein Deo kommt mit wenigen Zutaten aus, ist schnell hergestellt, wirkt zuverlässig, ist hautfreundlich, erfrischt und riecht gut.

Zutaten

  • Frischer (oder getrockneter) Salbei
  • Wasser
  • Natron
  • Speisestärke
  • Ätherische Öle (hier Salbei und Lavendel)
  • Leere Deobehälter

Arbeitsschritte

  • Zunächst sammle ich ausgediente Deoroller und Sprühflaschen.
  • Diese reinige ich gründlich und desinfiziere sie, indem ich sie auskoche bzw. mit Alkohol auswische.
  • Frischer Salbei wird kleingeschnitten und in Wasser kurz aufgekocht.
  • Das Gemisch zieht für einige Stunden und wird abgesiebt.
  • Speisestärke (ca. 1 Teelöffel pro 200 ml) wird  mit etwas Wasser glattgerührt und in das köchelnde Salbeiwasser eingerührt.
  • Nachdem das Gemisch etwas abgekühlt ist, kommt Natron dazu: 1 Teelöffel auf 100 ml Flüssigkeit. VORSICHT, es schäumt! Verrühren, bist alles gebunden ist.
  • Ätherische Öle (Salbei und Lavendel) hinzufügen – insgesamt ca. 20 – 30 Tropfen auf 100 ml.
  • Das Deo in die Behälter füllen und verschließen.
  • Vor Gebrauch empfiehlt es sich zu schütteln, falls sich die Feststoffe absetzen.

Salbei (Salvia officinalis)

Fotos: Pixabay – vielen Dank!

Salbei hat u.a.  schweißmindernde, blutstillende, keimhemmende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Da es astringierend (zusammenziehend) wirkt, kann man es gut als Grundlage für Deos verwenden.

Natron – (NaHCO₃ – Natriumhydrogencarbonat)

Foto: Pixabay – vielen Dank!

Natron ist ein weißes Pulver, das an feines Salz erinnert.

Es ist vielseitig einsetzbar. Im Deodorant verhindert es, dass Schweiß unangenehm riecht. Durch seine antibakterielle Wirkung  verhindert es, dass die Bakterien auf der Haut den Schweiß zersetzen.

Ätherische Öle

Fotos: Pixabay – vielen Dank!

In seiner ursprünglichen Bedeutung steht das Wort „ätherisch“ für das Himmlische. Der Kern dieses Gedankens findet sich auch im heutigen Verständnis des Wortes wieder: ätherisch bedeutet vergeistigt, flüchtig. Ätherische Öle sind also flüchtige Stoffe. Sie werden vor allem in den Blättern, Blüten und Schalen von Pflanzen produziert und im Gewebe gespeichert. Die ätherischen Öle prägen den Duft einer Pflanze, locken so Insekten an oder wehren Parasiten ab. (aus: Kneipp.de)

Ätherisches Lavendelöl wirkt hautpflegend. Salbeiöl hat die oben beschriebe Wirkung. Darüber hinaus duften beide Öle sehr angenehm.

Deodorant versus Antitranspirant

Ein Deodorant dient dazu, das Auftreten von unangenehmen Schweißgerüchen zu überdecken oder zu verhindern, indem es dank seiner Inhaltsstoffe (Talkum, Kaolin, Magnesit…) Feuchtigkeit absorbiert und  unangenehme Gerüche verhindert, indem es die Bakterien auf der Hautoberfläche abtötet. Das Parfüm darin übertüncht zudem unangenehme Gerüche.

Ein Antitranspirant verhindert die Bildung von Schweiß (meist mittels Aluminiumsalze). Abgestorbene Hautschüppchen verbinden sich mit den Salzen und bilden Pfropfen, die die Hautporen verstopfen. Zudem wirken die Salze bakterizid.

Ein Deo ist für den Körper sicherlich die bessere Wahl. Wenn ich es bedenke, ist das Salbei-Natron-Gemisch das optimale „Zwischending“ zwischen Deo und Antitranspirant.

Selbstbemächtigung = erkennen, dass für alles ein Kraut gewachsen ist

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Monika Rauch

Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.

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