Ewigkeitssonntag

(Totensonntag)

Evangelischer Gedenktag an die Verstorbenen und letzter Sonntag im Kirchenjahr.

Heute bin ich über den Friedhof gelaufen und habe mir die Gräber angeschaut. Dabei fielen mir die lieben Menschen ein, die mein Leben begleiteten. Sie haben mir etwas von sich gezeigt und mir dabei verholfen, die zu werden, die ich bin.  Sie begleiteten mich – liebevoll, streng, locker, lustig und manchmal ärgernd. Heute ist Ewigkeitssonntag, einige meiner Familie und Freunde und Bekannten leben nicht mehr. Ich bin dankbar dafür,  dass sie bei mir waren. In meinem Herzen bewahre ich die Erinnerung an sie.

Ich bin traurig, dass sie nicht mehr präsent sind. Und doch: Ich glaube an die Unsterblichkeit unserer Seelen. Daher schaue ich mit Zuversicht auf das neue Kirchenjahr, das nächste Woche mit dem 1. Advent beginnt.

Der Kreis schließt sich.

Rundreise 4. Etappe: Sachsen und Sachsen-Anhalt

Wir wollten eigentlich Großstädte meiden, aber Leipzig lag auf dem Weg. Daher haben wir uns in zwei Stunden nur einen groben Überblick verschaffen können. Wir kommen auf alle Fälle wieder, in der Hoffnung, dass die Musik wieder eine Rolle spielen darf.
Wittenberg
Es luthert: Hier schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 ein Plakat mit 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.
Die Thesen sollten zur Diskussion anregen. Dass sie den Beginn der Reformationsbewegung darstellten, hätte damals niemand gedacht. Die Zeit war wohl reif für einen Umbruch. Dass sich daraus die Spaltung der Kirche in katholisch und evangelisch entwickelte, war notwendig. Die Reformation hatte unweigerlich einen großen Einfluss auf die gesamte Weltgeschichte.
Hotel „Alte Canzley“ gegenüber der Schloßkirche