Urlaubsgrüße aus Kreta

Wir entschieden uns zu einem abgespeckten Urlaub in einem sehr einfachen Hotel. Es ist ein Studio mit einer Kochplatte, einem Kühlschrank, einem Schrank, einem winzigen Bad, wo man eng mit dem Duschvorhang verbunden ist und einem kleinen Balkon mit einem schönen Blick Richtung Meer.

Das Hotel ist ein kleiner Familienbetrieb und alle sind super freundlich und bemüht. Das ist total schön. Allerdings sind wir in einer Ballermanngegend gelandet. Glücklicherweise etwas oberhalb der grölenden Masse, hier ist es etwas beschaulicher.

Das leibliche Wohl

Ausflüge

Mit dem Auto klappern wir die Insel ab und ich halte nach schönen Plätzen und mir fremden Pflanzen Ausschau (Blog über die Tabakpflanze: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/ )

Bei der Hitze gehen wir natürlich gerne an den Strand. Durchschnittstemperatur ist so um die 30°C und das Meer ist glasklar und sauber, also herrlich!

Einen Ort weiter, in Pachia Ammos, geht es beschaulicher zu: Wenig Touris, hohe Wellen, schöne Tavernen. Hier haben wir fantastisch gespeist.

Selbstbemächtigung = sich an einfachen Dingen erfreuen

Und wohin geht bei Euch die Reise?

Mit dem Cabrio im Allgäu

Eine Woche Urlaub im Mai, aber wohin? Wir haben uns für eine Tour mit unserem Youngtimer entschieden. Als grobes Ziel war die Deutsche Alpenstraße anvisiert. Das ist hauptsächlich die B308, die von Lindau am Bodensee bis in die Gegend von Salzburg führt. Wir sind zunächst über Dieburg/Hessen durch den Odenwald am Neckar entlang gefahren – das ist eine sehr idyllische Strecke. Im Stuttgarter Raum wurde es hektisch, eine Stadt nach der anderen, viele Baustellen und krasse Tempolimits (Baden-Württemberg). Irgendwann fuhren wir genervt auf die A81 bis zur Ausfahrt Engen. Von dort haben wir den Aachtopf besucht.

Der Aachtopf

Überlingen am Bodensee

St.-Nikolaus-Münster

Bauernmarkt in Überlingen

Pfahlbauten Unteruhldingen

Von Lindau nach Immenstadt

Kreuz und quer bis ins Ötztal

Wir klapperten einige kleine Pässe ab und landeten schließlich im Ötztal in einem Explorer-Hotel. Das sind sehr minimalistisch eingerichtete Hotels mit frischem Flair und einem einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis. Uns hat’s sehr gut gefallen, obwohl wir als Dinos den Altersschnitt leicht angehoben haben.
Unser treues Gefährt
Pässe, das Hotel und mein persönlicher Fahrer. Schaut mal auf die Benzinpreise, sie sind 30 bis 40 % günstiger als in Deutschland.

Über den Kühtaisattel zurück ins Allgäu

Idyllische Landschaften wechseln sich mit tristen kahlgefahrenen Skiorten ab.
Im Winter ist’s bestimmt schön hier, wenn der Schnee alles bedeckt.
Schnee auf 2017 Höhenmetern
Am Walchensee vorbei in die Jachenau

Dieser See hat uns total überrascht mit seinem karibischen Blau! Hier möchte ich mal länger hin, wenn es warm ist. So denken wohl viele, denn in der Saison ist die Jachenstraße mautpflichtig und es hat unzählige gebührenpflichtige Parkplätze. Trotzdem, dieses Wasser möchte ich unbedingt beschwimmen! Auch die Jachenau ist wunderschön: Eine schmale Landstraße, mit saftig grünen Wiesen, dem Flüsschen Jachen und wenigen kleinen Dörfern. Rausgekommen sind wir in Bad Tölz, das auch einen Besuch wert ist. Wir sind aber weitergefahren, da wir ein anderes Ziel hatten.
Saftige Wiesen
Murnau ist eine bayrische Kleinstadt am Staffelsee. Hier fanden wir in einer kleinen Pension Quartier.
Alpenländische Kulinarik,: Deftiges Essen (hier Spinatpressknödel mit Sauerkraut) und natürlich Bier. In Murnau gibt es das ortsansässige Griesbräu.😋
Über kleine Landstraßen Richtung Autobahn

Unser Urlaub hat nur sechs Tage gedauert, wir haben viel gesehen und konnten meist offen fahren, trotz Regenvorhersagen. Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir uns auf kleine Abenteuer einlassen konnten: Fremdes Terrain erkunden, Hotels suchen, offen fahren, lustige Tagebücher drehen (wird noch verlinkt), verschiedene Biere kosten … Es war schön, einfach das zu tun, was uns gerade in den Sinn kam. Wir sind langsam durch die Lande gefahren, natürlich nicht als Verkehrshindernis. Die Sonne schien fast immer und wir waren gut druff. Ein schöner Urlaub!

Selbstbemächtigung = fremdes Terrain erkunden

Moin aus Ostfriesland: Carolinensiel

Eigentlich wollten wir uns das Sielmuseum anschauen. Leider hat es wegen Renovierung geschlossen. Wir erwischten eine sehr freundliche Mitarbeiterin des Museums bei einer Zigarettenpause. Sie machte uns auf die Wattenmeerausstellung im gleichen Haus aufmerksam. Außerdem zeigte sie uns den Schaufelraddampfer, mit dem man im Kanal bis nach Harlesiel, dem eigentlichen Hafen, schippern kann.

Die alten Schiffe liegen direkt im Kanal von Carolinensiel. Oben rechts sieht man den Schaufelraddampfer, mit dem wir natürlich unterwegs waren.
Jacht- und Fähr-Hafen befinden sich hinterm Sieltor in Harlesiel. Einen Strand hats dort auch. Leider war Niedrigwasser.

Wir besuchten die Ausstellung, fuhren mit dem Dampfer und legten uns gemütlich in den Sand. Nach einem kurzen Schläfchen ging’s zurück zum Hotel, wo die Sauna auf uns wartete.

Moin aus Ostfriesland

Eine Woche Urlaub in Norden im Norden und ich freu‘ mich auf entspannte Tage.

Kommt doch einfach mit auf die Reise!

Das sind wir: Mein „Begleiter“, (Chauffeur, Kumpel, Ehemann) und ich mit Sinn für Schönheit, Kunst und Natur. Uns verbinden 30 Jahre Krieg und Frieden, ein Haus, tolle Freunde und zwei wunderbare Söhne.
Norden ist eine Kleinstadt im Nordwesten Niedersachsens. Das 5 Kilometer entfernte Norddeich ist Fähranleger für die vorgelagerten Inseln Norderney und Juist. Außerdem hat es einen Strand und eine Promenade. In Norden war lange die Firma Dornkaat (mit ihrem dreifach gebrannter Korn) ansässig. Wer kann sich noch an den Spruch erinnern: „Doornkaat – heiß geliebt und kalt getrunken“? Heute ist die Traditionsfirma verkauft worden, weil sich die deutschen Trinkgewohnheiten stark geändert haben. Wer trinkt denn noch heutzutage „Bier mit Korn“?
Samstags und montags sind Markttage auf dem historischen Marktplatz.
Tolle Blumen hats hier und die Preise sind viel moderater als bei uns im Rhein-Main-Gebiet.
Tünnef, Socken, Hosenträger und Gewürze
Kräuterkram (Kräuterfrauen finden sich überall😇), Käse und Gewürze
Olivenholz, Erdbeeren, Kartoffeln
Die evangelische Ludgeri-Kirche lädt zum Marktkonzert ein.
Am Deich entlang in Richtung Gretsiel – Wattenmeer
Zurück ging es gegen den Wind – hinterm Deich ließ es sich leichter fahren.
Durch die Felder fuhren wir zu unserem schönen Romantikhotel. Hier entspannen wir nachmittags im kleinen Wellnessbereich .

Woher kommt eigentlich das Wort „Urlaub“? „Urloub“ (althochdeutsch) ist seit dem 8. Jahrhundert in Gebrauch und bedeutet die hochherrschaftliche „Erlaubnis“, sich von seinem Arbeitgeber zu entfernen um wichtige andere Dienste zu erledigen, dem Bestellen des eigenen Hauses (der Ritterburg z.B.), um wiederum ordentlich Abgaben an den Dienstherren abdrücken zu können … Eigentlich hat sich nicht viel verändert: Wir nehmen uns frei, um unser „Haus“ zu bestellen, wir räumen auf, machen die Steuererklärung und stärken unseren gemaledeiten Körper durch Schlaf, Bewegung und mit gutem Essen. Wir kommen zu Kräften für die neue Runde im Lebensring.

Selbstbemächtigung bedeutet ständig und permanent „Urloub“ zu machen um so erholt und bewusst der Gesellschaft dienen zu können.

Ich schau‘ gerade, wie das in Ostfriesland geht. Und Ihr so?

Erholt Euch gut!❤