Räuchern in der letzten Rauhnacht am 5. Januar

„Beifuß, Salbei, Wacholderbeeren – übel Ding es hilft verwehren.“

„Licht und Wohlgeruch aus Quendel, Dost, Rosmarin und Zimt – gute Luft ins Haus uns bringt.“

„Dieses Haus, es möge fein behütet und beschützet sein!“

Die Reime sind von mir, angelehnt an heidnische Sprüche unserer Vorfahren und späterer christlicher Segenssprüche.

Am 6. Januar feiern wir das Fest der heiligen drei Könige (Weihnachtsgeschichte im Matthäus Evangelium): Kinder verkleiden sich als Caspar, Melchior und Balthasar und zeichnen mit Kreide Segenssprüche für das neue Jahr über die Eingangstür. Ein schöner christlicher Brauch, der ebenso wie die alten Riten, um Segnung für Haus und Hof bittet.

Diese Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag ist für mich eine stille und auch magische Zeit. Ich ziehe mich zurück, meditiere, bete, räuchere und nehme Anlauf für das neue Jahr.

Fotos und Text:
Monika Rauch