Ich hab noch ein paar Pflänzchen „erwischt“ und freue mich darüber, dass sie da sind. Schaut mal:




Selbstbemächtigung = Rausgehen und Leuchtpunkte suchen (und finden)
Ich hab noch ein paar Pflänzchen „erwischt“ und freue mich darüber, dass sie da sind. Schaut mal:




Selbstbemächtigung = Rausgehen und Leuchtpunkte suchen (und finden)
Auf die Idee hat mich meine Schwester gebracht: „Wie wäre es mit einem ‚Grasgrün-Salat‘?“ Dazu sollte man wissen, dass das ‚Grasgrün‘ ein Restaurant in Rodheim ist, das einen fantastischen Salat offeriert. Wir haben nur die Info, dass die Soße u.a. aus Mandeln und Balsamico-Essig besteht. Außerdem sind im Salat Rohkostkomponenten sowie gebratenes Gemüse enthalten. Meine Schwester und ich haben experimentiert und ähnliche Ergebnisse erzielt.
Hier unser Pie-mal-Daumen Rezept:
Dressing:
– gemahlene, geschälte Mandeln
– Balsamico-Essig (alternativ Balsamico-Creme)
– Olivenöl (Sonnenblumenöl)
– Salz, Pfeffer, ggf. etwas Zucker/Honig
– Wasser (alternativ Sahne oder Milch)
pürieren
Salat und Gemüse (Blattsalat, Gurken, Tomaten, Lauchzwiebeln usw.) putzen und schnippeln.
Nacheinander Gemüse z.B. Paprika, Zucchini, Fenchel, Pilze, Karotten, … Fleisch (bzw. Fisch/Ei/Käse/Croutons) in wenig Öl anbraten und leicht würzen.
Auf einem tiefen Teller anrichten, Soße daüber gießen und genießen.
Der Salat kann auch vegetarisch oder vegan zubereitet werden.
Voila! Es schmeckt!😋


Selbstbemächtigung = sich gesund ernähren, eigene Kreationen entwickeln und seinen Bedürfnissen anpassen

Heute wollten wir es mal langsam angehen lassen. Einfach auf eine Bank setzen und die Aussicht in der Sonne genießen. Unser Ziel war die Bank von vorvorgestern (in der Nähe der Roaner Hütte). Die Bank war nur 250 Höhenmeter entfernt und in 1,5 Stunden erreicht. Da saßen wir auch eine Weile. So weit, so gut. Dann wollten wir nur mal schauen, was nach der nächsten Biege kommt: Ein Hinweisschild, runter nach Luttach in 1 Stunde und 40 Minuten! Das mit den 650 Höhenmetern haben wir ignoriert und verkannt.
Zunächst liefen wir einen schmalen, steilen und steinigen Waldpfad runter. Meine Beine zitterten ganz schön. Gut, dass mir mein Mann manchmal die Hand reichte. Einmal ist er ausgerutscht und setzte sich dabei auf den Hosenboden, es ist aber nix passiert.
Irgendwann atmeten wir auf, weil wir ein paar Häuser sahen und die Wege breiter wurden. Der Wegweiser führte uns quer über Weiden, ließ uns unter oder über Elektrozäune klettern und dann ging es wieder in den Wald. Ich sage Euch, der Weg war noch steiler und enger. Manchmal jammerte ich etwas. Aber was half es? Ich musste da durch. Zwischendurch zischte eine ca. 80jährige Dame an uns vorbei. Sie hatte zwei Wanderstöcke dabei und grüßte uns freundlich: „Immer schön langsam und vorsichtig!“ Weg war die Tiroler Berggemse! Es dauerte Ewigkeiten, bis die Wege breiter wurden und noch länger, bis wir die Bushaltestelle in Luttach erreichten. Von dort fuhren wir nach Sand und stiegen um in den Bus zu unserem Hotel.
Und dort wartete bereits die Sauna auf uns.😊




Diese Tour war fast eine Nummer zu groß für uns. Wir sind aber kontinuierlich gelaufen, denn es gab nur den einen Weg für uns. Zurückgehen war keine Option. Am Ende waren wir stolz und glücklich, es geschafft zu haben.
Selbstbemächtigung = sich überwinden
Die italienische Marktgemeinde liegt im Nordosten Südtirols. Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Sand. Vom Ortsteil Winkel (Wasserfallbar) geht die Wanderung zu den drei Wasserfällen. Hier bieten sich imposante Naturschauspiele, wo sich der Reinbach dreimal in die Tiefe stürzt. Zwischendurch stößt man immer wieder auf den Franziskus-Besinnungsweg, der zur Meditation einlädt.
Die Wege sind gut beschildert und bis zum obersten Wasserfall legt man ungefähr 200 Höhenmeter zurück. Beim Gasthaus Tobl kann man einkehren und/oder mit dem Bus nach Sand, Rein oder Ahornach fahren.





Eigentlich wollten wir uns einen wanderfreien Tag in Sand gönnen. Uneigentlich war es uns dann doch etwas zu geruhsam und der Reinbach lockte. Die Strecke war gut zu bewältigen. Beim Tobl stiegen wir nach einem Bierchen in den Bus und ließen uns direkt zum Hotel kutschieren. Danach lockte die Sauna.
Selbstbemächtigung = Pläne anpassen
Bruneck ist die fünftgrößte Stadt Südtirols und Hauptort des Pustertals. Hausberg und bekannter Skiort ist der Kronplatz.
Im Jahr 1250 erbaute ein Brixner Bischof auf dem Schlossberg eine Burg und legte damit den Grundstein für die 1256 urkundlich erwähnte Stadt. Da der kleine Ort zentral liegt, erblühten Handel, Gewerbe und Kunsthandwerk.




Heute ist in der Burg das Messner Mountain Museum untergebracht. Gewidmet ist es ist den Bergvölkern aus aller Welt – Asien, Afrika, Südamerika und Europa – sowie ihrer Kultur, ihrer Religion und dem Tourismus. Das Museum ist modern in die Burg integriert und zeigt die Gemeinsamkeiten der Bergvölker, die Reinhold Messner besucht und beobachtet hat. Sinn des Museums ist das Erkennen, dass alle Völker achtsam und tolerant mit ihrer Natur umgehen sollten und dass alles mit allem zusammenhängt.

Selbstbemächtigung
Laufen ist eine schöne Sache. Eine Bergtour allerdings ist – zumindest für mich – eine Herausforderung. Die Abkürzungen führen sehr schnell zum Ziel, allerdings pausiere ich nach wenigen Schritten und rufe nach einem Sauerstoffzelt, weil es eben steil bergauf geht. Und runter ist auch nicht unbedingt leichter. Immer bremsen und schauen , dass man nicht abrutscht.
Das Gefühl, wenn … eine Etappe geschafft ist, ein sagenhafter „Gugg“ sich auftut, man ein gerades Stück gehen darf (also bis zur nächsten Biegung), man durch frischen knirschenden Schnee stapft, man die klare Luft einatmet und sich Dampf beim Ausatmen bildet … unbeschreiblich!
































Nach 5 Stunden und ca. 700 Höhenmetern mit nur kurzen Trinkpausen haben wir unser Ziel erreicht – erschöpft, aber geerdet und froh, dass unsere Hotel eine Sauna hat.
Beim Wandern bezwingen wir nicht den Berg, sondern uns selbst. (Tibetisches Sprichwort)
Selbstbemächtigung
Wohin in einer Woche Herbstferien? Wir wollten ein schönes Hotel mit einem kleinen Wellnessbereich, eine schöne ruhige Gegend, viel frische Luft und wenn’s geht, ganz viel Sonnenschein.
Wir entschieden uns für Ahornach im Ahrntal gleich hinter der Österreichischen Grenze.
Offiziell gehört dieser Teil des Landes zum nördlichen Italien. Südtirol bildet zusammen mit der Provinz Trentino die Region Trentino-Südtirol. Im Herzen sind die „Ur-Südtiroler“ unabhängig. Die Region ist autonom und geniesst besondere Rechte. Die ursprünglichen Sprachen sind Deutsch und Laddinisch, allerdings müssen die Kinder in den Schulen auch Italienisch lernen. Es gibt deutsche oder italienische Schulen. Mittlerweile leben hier, durch staatliche Siedlungspolitik betrieben, viele italienisch-stämmige Menschen. Mir gefällt die Mischung aus italienischer Lebensart und südtiroler Eigensinn. Die Menschen begrüßen sich (und uns) mit einem freundlichen „Griaßt Eich!“. Und mir gefällt die Küche bzw., was sie hervorbringt.












Wenn Ihr mehr über Südtirol erfahren möchtet, hab‘ ich hier eine gute Erklärung gefunden: „Südtirol – Klexikon – das Kinderlexikon“ https://klexikon.zum.de/wiki/S%C3%BCdtirol
Selbstbemächtigung = das Land wahrnehmen und für die Schönheit dankbar sein.
An manchen Tagen überkommt mich ein ungeheurer Schaffensdrang. Ich bereite zum Beispiel einen Brotteig vor und dabei sehe ich alles Mögliche in der Küche rumstehen. Oder ich denke mir, dass heute ein guter Tag ist, um meine Kräuter zu verarbeiten.
Vor meinem geistigen Auge entsteht ein Plan (den ich manchmal aus den Augen verliere). Ich starte und dann kommt eins zum anderen. Zwischendurch räume ich auf und spüle, damit ich den Überblick behalte.










Habe ich Zeit für diese Küchenaktionen, verarbeite ich so ziemlich alles, was mir zwischen die Finger kommt. Die Kerne der Orangen präparierte ich übrigens zum Keimen. Ich möchte ein paar Orangenbäumchen ziehen. Davon berichte ich extra.
Ich liebe Kochrezepte! Einiges übernehme ich, und einiges wird abgewandelt. Mit der Küchenwaage arbeite ich eher selten. So wird jedes Gericht etwas anders, aber immer mit meiner unvergleichlichen ‚Moni-Note‘. Manchmal geht was schief, ich muss z.B. beim Salzen vorsichtiger werden. Ich probiere und mache meine Erfahrungen. Aus Fehlern lerne ich, das ist ja der Sinn von Fehlern.
Kürzlich sprach mich ein Arbeitskollege an, ich solle doch auch mal an mich denken, z.B. einen Schönheitstag einlegen, mit Haarkur, Gesichtsmaske, Gurken auf den Auge usw. Aber mal ehrlich, so was mache ich im Schnelldurchlauf. Darin finde ich keine Befriedigung.
Mit diesen Wurschtelaktionen komme ich so richtig in Fahrt, auch wenn mir manchmal die Zeit wegrennt. Mich erdet diese Arbeit und ich bin im Flow. Hinterher bin ich k.o., aber glücklich. Ich war kreativ und habe etwas geschaffen.
Selbstbemächtigung

Heute war nichts normal. Unseren jüngsten Sohn zieht es in die Welt. Wir begleiteten ihn noch ein Stück und ließen ihn dann gehen, also fliegen. Auf dem Weg zum Flughafen und später in der Stadt zeigte es sich: Die Pandemie scheint vorbei zu sein. Es ist gefühlt mehr los als vor Corona. Durch die Straßen quälen sich die Autos langsam durch. Wohin eigentlich? Leider war das Wetter recht trüb – wie passend. Beim Suchen nach einer Outdoorjacke in einem großen Kaufhaus in der Innenstadt ging meine Laune noch mehr den Bach runter, weil es in meiner Größe nur Zelt-Verschnitte gab. Ich hab‘ dann was in der Herrenabteilung gefunden, in einem leuchtenden Orange. Damit man mich besser findet, falls ich mal in eine Felsspalte lande. Das nur am Rande. Heute konnte ich mich mit Frankfurt nicht so richtig anfreunden, was sicher an meiner Stimmung lag.
Merklich besser ging es mir in der Kleinmarkthalle. Hier kann man ein Fest der Sinne feiern. Es gibt so viel zu sehen, riechen und schmecken.



Am Ende des Tages sind wir mit einigen Häppchen oben beim Weinstand gelandet und plauderten mit Bekannten, die wir zufällig trafen. Das war schön.
Jetzt sitze ich im Garten mit einem frischen Kräutertee. Bin froh, wieder zuhause zu sein. Hier denke ich nach und kann den Tag (und was dahinter steckt) in Ruhe verarbeiten.
Selbstbemächtigung = Gefühle verarbeiten