Naturverbunden mit sich ins Reine kommen mit Pflanzen & Kräutern, Kunst & Kultur; Küche & Garten, Reisen & Abenteuer, Pädagogik & Lebensweisheit
Autor: Monika Rauch
Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.
Naringenin und Hesperidin sind wichtige Antioxidanten und kommen in Orangen in großen Mengen vor.In Grantäpfeln wirken Polyphenolen und PolyphenoleTomaten sind Powerpakete, die die Abwehr stärken, erhöhte Blutfettwerte reduzieren, Herzinfarkten und Krebs vorbeugen. Das liegt an der besonderen Zusammensetzung der Tomate : Sie hat sehr viel Wasser mit einer großen Anzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, sowie die sekundären Pflanzenstoffe wie Lykcopin. Lykopin ist ein Farbstoff, den die Tomate selbst bildet, um ihr Erbgut vor der schädlichen Strahlung der Sonne zu schützen. Das kann beim Menschen bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Außerdem enthält sie Prokollagene, ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Hautstruktur spielt.
Flavonoide dienen den Pflanzen als Schutzschild gegen freie Radikale, schützen vor UV-Strahlen wirken abschreckend auf einige Pflanzenfresser, binden Metalle, locken Bestäuber an …
Sie werden eingesetzt bei Herz- und Leberbeschwerden, bei Krebs (als Fänger von freien Radikalen), bei Durchblutungsstörungen, als Venenmittel, bei Depressionen oder zur Therapie von Allergien.
Also Leute, eßt bunte Pflanzen, genießt Euer Leben, reduziert Euren Stress und klärt Eure „alten Geschichten“, denn die können Euren Körper immer wieder „nachsäuern“ lassen. Sonst nutzt das ganze gesunde Zeugs nicht wirklich.
Oft sind es die selben Wege, die ich laufe, oft ähneln sich meine Fotomotive, und doch unterscheidet sich die Landschaft von Tag zu Tag.
Ändere ich ein klein wenig den Blickwinkel, eröffnen sich neue Perspektiven.
Lege ich den Fokus auf Kleinigkeiten, sehe ich die Schönheit im Detail.
Schweift mein Blick in die Weite, erkenne ich, dass das große Ganze von all den Kleinigkeiten um uns herum gebildet wird.
Weites Land Gelbe KraftLeuchtpunkteMagische OrteGefiederMeine Heimat, vertraut und geliebt
Bin ich draußen, nehme ich unweigerlich Kontakt mit dem Ort auf. In meinen Bildern packe ich meine eigenen Gefühle und Gedanken dazu. Wer meine Bilder anschaut, betrachtet sie also ein Stück weit aus meinen Augen.
Selbstbemächtigung = die eigene Sichtweise erkennen.
Ich rühre: Quark, Schmand, Creme Fraiche mit Kräutern aus dem Garten oder vom Wochenmarkt, Salz, Senf und gehackten Eiern.
Die klassischen Kräuter für das Gericht sind: Borretsch, Estragon, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Zironenmelisse. Man kann natürlich auch junge Wildkräuter dazugeben z.B. Vogelmiere, Knoblauchsrauke, Bärlauch.
Hier gibt es grüne Soße mit Kräutern aus unserem Garten: Vogelmiere, Petersilie, Knoblauchgrün, Schnittlauch, Vogelmiere, Günsel, Gundermann, Melisse, Portulak, Pimpinelle…
Wichtig: Es müssen mindestens 7 Kräuter drinnen sein. Warum auch immer.
Dazu gibt es Pellkartoffeln. Lecker!
Für die Soße nehme ich das, was im Kühlschrank so rumsteht. Meine Oma und meine Eltern rührten Dickmilch mit einem Stärkebrei an und schnitten die Kräuter ganz fein. Ich esse das so am liebsten, auch wenn sich das für manche befremdlich anhört. Dann gibt es noch die Menschen, die Mayonnaise reingeben und behaupten, dass sei ein Originalrezept. Das wäre für meine Oma allerdings Frevel. Manche reichen die hartgekochten Eier dazu und manche schnippeln sie rein; so wie ich. Für meine Vorfahren wäre es ebenso undenkbar, die Kräuter durch einen Fleischwolf zu quetschen. Ich muss zugeben: Ich mag alle Arten der Zubereitung. Hauptsache, es sind genügend Kräuter drin und das Ganze ist nicht zu fettarm. 😇
Kleines Update: Im frühen Frühling kommen nur die Spitzen einiger Kräuter heraus, hier habe ich etwas Schnittlauch, Bärlauch, Petersilie, Zitronenmelisse geerntet und kleingeschnitten. Ergänzt wurde das Ganze mit einem Tiefkühlkräutermix vom Discounter L… .
Das Originalrezept, für das Goethe angeblich so sehr schwärmte, hat jeder, auch die Mayonnaise-Fraktion. Es gibt sogar ein „Grie-Soß-Festival“ in Frankfurt, wo jährlich das beste Rezept gekürt wird.
Und was ist hierbei die Selbstbemächtigung?
Auch bei der Essenszubereitung darfst Du immer frei entscheiden, was Du magst und Deiner Kreativität freien Lauf lassen (und Deinen Senf dazugeben).
Wetterau ImpressionenRusty in der BrunnenkresseHagedorn, Greiskraut, Brunnenkresse, SeeroseHerbstliche Brombeerblätter, Wöllstadt in der Senke und immer noch Rusty Strassheimer Teiche
Es ist einfach schön, bei milden Temperaturen mit Hund und Freundin zu laufen. Wir haben uns in frischer Luft bewegt, es war weder zu heiß, noch zu kalt und wir konnten in aller Ruhe quatschen.
Wenn mich der Heimat Muse küsst ich den Boden küssen müsst reim ich lieber mit Methode eine wetterauer Ode.
Tretet ein, kommt herein! Hagebutten, Kürbis, wilder Wein, Mutter Erde lädt Dich ein.Jedes Tier, ob schwarzer Gaul und bunter Hund, machen unser Leben rund.Naschst Du Schneeballs rote Frucht, Magengrimmen heim Dich sucht. Leinkraut bitter für die Gall‘, wächst jetzt beinah überall. Und setzt Du Dich in die Nessel, ist recht unbequem der Sessel.Rodheim, teil von Rosbach-Stadt, auch so manchen Trecker hat.Weiter Himmel, flaches Land, hier verknüpft ein Heimatband.
Bist Du selbst mit Dir im Fluss kannst Du reden jeden Stuss.
Gerade ist Erntezeit für die schwarzen Holunderbeeren. Man kann sie trocknen, zu Saft, Gelee, Likör oder zu Sirup verarbeiten. Ihre Anthocyane, die wasserlöslichen Farbstoffe, sind für die intensive Färbung der Beeren verantwortlich – und darüber hinaus sehr gesund. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche vor alterungs- und krankheitsbedingten Zellschäden schützen.
Dort wo der Hollerbusch wächst, ist Frau Holle, die Erdmutter, nicht weit. Der Baum ist der Sitz der Patronin der Spinner*innen und Kinder. Sie ist die Schutzgöttin der Unterwelt. Früher hat man Opfergaben für Frau Holle unter einen Holunderbusch gelegt. Ein Holunderstrauch birgt den Zugang zur Unterwelt. Manchmal verschwinden Menschen (besonders Kinder, die Schutz benötigen) in der Nähe … Das Märchen „Frau Holle“ bekommt mit diesem Wissen eine tiefere Bedeutung. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort Holuntar (Holun = hohl, heilig, günstig, gnädig) ab. Der Holunderbaum gilt als Bauernapotheke, da Blätter, Blüten und Früchte große Heilkräfte (entwässernd, entzündungshemmend, gegen Rheuma, Infektionen …) haben und als Nahrungsmittel dienen. Hat man einen Holunder im Garten, gilt das als Segen. Fällt man ihn jedoch, muss man mit dem Zorn von Frau Holle rechnen. https://monika-rauch.com/2021/05/23/pflanzen-am-fluss/
Verarbeitung
Die Erntezeit der schwarzen Beeren liegt zwischen Mitte August bis Ende September. Zunächst werden die Dolden gepflückt.Nur die schwarzen Beeren werden verwendet, grüne Beeren und Stiele werden aussortiert. Waschen.Beeren in einem Topf mit Wasser 5 – 10 Minuten köcheln lassen. Rohe Beeren enthalten ein schwaches Gift (Sambunigrin), das durch Kochen zerstört wird. (Bei übermäßigem Verzehr von rohen Beeren kann es zu Durchfall und Erbrechen führen.)Absieben, Trester zur Seite stellen. Den Saft abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker 20 Minuten köcheln lassen. Zitronensaft dazugeben. Ich habe noch Granberry-Muttersaft dazugegeben. Ist immer noch qietschsüß.Flaschen sterilisieren. Heiß in Flaschen füllen, schließen, beschriften.Den Trester könnte man zum Kompost geben. Aber ich bin sparsam …Den ungesüßten Trester mit Wodka ansetzen, ca. 3 Wochen ausziehen lassen, dann absieben und mit Holundersirup süßen. Fertig ist der Likör. „Hast Du Kummer, trink ein Likörchen, oder zwei, oder drei …“Ungeöffnet ist der Sirup ca. 1 Jahr haltbar.
Eigentlich hätte ich auch einen Direktsaft herstellen können, also die Beeren entsaften. Das war mir aber dann doch zu viel Arbeit und der Direktsaft ist nicht so lange haltbar.
Ein Jahr später
Dieses Jahr habe ich den Dampfentsafter meiner Mutter getestet. Wir haben den Holunder ziemlich stark stutzen müssen und daher den Baum zu 90% abgeerntet. Das bedeutete viel Arbeit. Der Vorteil beim Dampfentsaften ist, dass die Stiele dabei sein dürfen. Also muss man nix mit der Gabel abfisseln – Gott sei Dank!
Diesmal wurde der Holunder verarbeitet zu Gelee, als Saft/Sirup (Zucker und Zitronensaft)undals Likör light = Saft + ein ca. 1/4 Wodka Holundergelee mit „Schuss“: Holunderdirektsaft mit Zitronensaft und etwas Apfelsaft mit Gelierzucker (1:3) kochen und ein Schuss Obstler oder Kirschwasser mitköcheln lassen.Die restlichen Holunderbeeren wurden/werden im Ofen kurz über 100°C erhitzt und anschließend bei 50°C mit leicht geöffneter Tür getrocknet. Jetzt könnte ich einen Dörrautomatem gebrauchen.
Selbstbemächtigung = dankbar für die Geschenke der Natur (Frau Holle) sein