Naturverbunden mit sich ins Reine kommen mit Pflanzen & Kräutern, Kunst & Kultur; Küche & Garten, Reisen & Abenteuer, Pädagogik & Lebensweisheit
Autor: Monika Rauch
Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.
Kürzlich hatte ich mein erstes Modul zur Kräuter-Fach-Hexe. Es ist einfach unglaublich, welche Vielfalt die Natur bereit hält. Es gibt so viele Heilpflanzen und Kräutchen, die man essen kann. Doch bitte nur die bekannten Kräuter pflücken und verarbeiten. Es besteht häufig Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen. Beim Sammeln immer nur ein wenig pflücken und einen Rest stehen lassen für den Fortbestand. Nicht an Acker- oder Straßenrändern sammeln (sonst 🤢).
Hier eine kleine Übersicht der Pflanzen, die ich auf Wiesen in der Wetterau fand. (Ich gestalte gerade eine Kräuterseite. Da werden die Pflanzen genauer erklärt.):
oder Riesenbärenklau?
Im Kräuterkurs stellen wir u.a. Cremes, Mazerate, Salben und Tinkturen her. Wenn ich unterwegs bin, sammele ich zunächst Fotos und recherchiere mittels einer Bestimmungs-App.
Selbstbemächtigung bedeutet für mich, mit Neugier und Dankbarkeit die Vielfalt der Natur zu erforschen, meinen Nutzen daraus zu ziehen und mit anderen zu teilen.
Wenn ich es schaffe, vor dem Aufstehen hochzukommen und mich schnell fertigzumachen, hab ich einen wunderbaren Start in den Tag. Alles ist noch unberührt. Es summt und zwitschert, der Morgennebel wabert und die Sonne wärmt schon leicht das Gesicht.
Was flitzt denn da?Rusty wartet auf meine Ansage.Es ist noch ein wenig frisch.Blühwunder
Sich aufraffen, alles (Un-)Wichtige liegen lassen und in die Natur gehen. Selbstbemächtigung. 😍
Für mich beginnt das Wochenende mit einem ausgedehnten Gassigang mit meinem Lieblingshund. Er wartet auf mich während ich fotografiere und Pflanzen sammle. Ich warte auf ihn, wenn er schnüffelt oder einen Stock zerkaut.
Ich streife durch die Felder und da ist dieses umunstößliche Gefühl der Verbundenheit mit genau dieser Natur. Mein Impuls ist es, mich auf den Boden zu legen und die Erde zu umarmen. (Mach ich nicht, das könnte ja jemand sehen.)
Ich überlege, wie es wäre, ganz hier her zu ziehen. Es gibt so viel zu bedenken.
PappelnKleines Naturschutzgebiet Rusty hat immer was zu tunRapsfelder am „Alten Berg“
Das Gefühl ist im Widerstreit mit meinem Kopf. Also lasse ich das Denken und konzentriere mich auf den Augenblick. Das ist es wahrscheinlich.
Ich nehme die Vertrautheit als Geschenk und genieße es einfach und bin dankbar.
Nach und nach kaufe ich mir ein paar Farbkleckse zu meinem unifarbenen Geschirr. Morgens gibt’s Kaffee, mittags Tee und abends Espresso aus dem schönen Geschirr. Ich bin ganz verzückt, obwohl es doch nur ein paar Kleinigkeiten sind.
Es sind oft die kleinen Dinge, die uns die schönsten Momente schenken.
Die Sonne schien ab und zu und unsere Reiselust war groß. Da haben wir uns eben dick eingemümmelt, die „Kolter“ über die Knie gezogen und ein paar Kleinigkeiten zum Schnabulieren eingepackt. Los ging es Richtung Vogelsberg. Unterwegs hatten wir viele schöne Aussichten, die ich einfach nur in mich eingesogen habe.
Vorbei an hübschen Städtchen z.B. Ortenberg …… und blühenden Rapsfeldern
Ein Teil der Rückfahrt ging über die Autobahn. Also wurde das Verdeck zugeklappt und die Heizung angemacht. Das war ein schöner Moment, als die Knochen so langsam wieder auftauten.
Der Frühling ist besonders. Die Natur entfaltet sich in ihrer Vielfalt: Blüten, Blätter, Farben, Düfte, Geräusche … Das Leben erobert sich die Welt zurück nach dem Winter. Es bietet uns Nahrung, die unsere verbrauchten Reserven schnell wieder auffüllt. Spargel und Erdbeeren werden gerade besonders gehypt – mit gutem Grund, denn sie bieten uns eine Menge:
Besserwisserwissen:
Beim Spargel unterscheidet man den grünen und den weißen. Der grüne wächst oberirdisch, daher entwickelt er Chlorophyll und dies sorgt für die Grünfärbung. Der weiße wächst unterirdisch und färbt sich violett, wenn er mit Licht in Berührung kommt. Im Spargel sind die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kupfer und Phosphor und die Vitamine C, E und B enthalten. Wobei der grüne Spargel einen höheren Anteil an den Stoffen enthält. Der typische Spargelgeschmack kommt von den enthaltenen Schwefelstoffen. Spargel enthält, wie viele Gemüsesorten, Purine. Das sind Bausteine der Nukleinsäuren, die wiederum die Träger der Erbinformationen sind. Menschen mit Gicht müssen daher berechnen, wie viel Spargel sie konsumieren dürfen. Ebenso ist der Eiweißbaustein Asparagin enthalten, der dem Spargel seinen Namen gibt.
Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat mit 18 Kilokalorien pro 100 Gramm kaum Kalorien.
Ich mag meinen Spargel am liebsten mit zerlassener Butter – um die Kalorienbilanz etwas auszugleichen.
Erdbeeren haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen: Kalzium, Kalium, Eisen, Zink, Kupfer. Die enthaltenen Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vor. Pro 100 g Erdbeeren haben sie ca. 35 Kalorien. sie bestehen aus 90 % Wasser.
Gewaschen und als Fingerfood – Erdbeeren pur. Oder wie wir es damals zuhause liebten: gezuckert, zerknatscht und Kondensmilch darüber gegossen. Oder mit einer Torte drunter und Schlagobers drüber …😋
Ich glaube, die kleine „Nuss“ mag fast jeder. Das rote Fruchtfleisch ist ja nur eine Scheinfrucht. (Die kleinen gelben Nüsschen auf der Frucht sind die Samen.) Daher mögen sie wohl auch Menschen mit Abneigung gegen Obst.😊
Beim Spargel scheiden sich eher die Geister, entweder man hasst🤢 oder man liebt ihn. So wie ich.
Selbstbemächtigung bedeutet zu schauen, dass man sich gesund ernährt und dann auch noch Spaß daran hat.
Heute Abend gibt’s Besuch. Für mich die passende Gelegenheit, aus meinen Vorräten etwas Nettes zu zaubern.
Damit wir gut in die Gänge kommen, gibt es zunächst einen vitalisierenden Morgentrunk aus Karotten, Clementinen, Gurken,Orangen, Bananen und Zitronensaft.
Gestärkt ans Werk! Frisches Brot geht immer – dann setze ich mal eben den Teig an …
Mist! Der Sauerteig ist gekippt. Dann muss halt die Backmischung herhalten. Die Zutaten sind ok. Ich pepp noch etwas auf mit einen Schuss Olivenöl und ’ner Prise Salz.Die Beschreibung sieht vor, dass man den Teig nur 45 Minuten gehen lässt und dann backt. Nicht mit mir! Der Teig wird im Abstand von 45 Minuten 3x liebevoll gefaltet und immer wieder warm gestellt. Danach ruht er noch mal 30 Minuten kühl und geht auf wie ein Kreppel – was für ein Oschi! Und das Ergebniss ist super lecker.
„Kall, mach‘ Wasser in die Supp‘! Mir krieje Gäst‘.“
Also, Rindfleischsuppe wollte ich eh machen. Damit es reicht, kommen noch ein paar Kartoffeln mit rein (und e bissi mehr Wasser😇):
Kennt Ihr den Trick mit der Zwiebel? Laut meiner Oma sorgt eine ganze Zwiebel in der Suppe für einen guten Geschmack und für eine schöne Farbe, das läge an der Schale. Ansonsten habe ich folgendes verkocht: Rindergulasch (ist schön praktisch weil es schon geschnitten ist), Markklößchen, Kartoffeln, Sellerie, Bohnen, Karotten, Porree, Suppengewürz, Muskatnuss und Wasser. Hier seht Ihr den Rest der Suppe. Sie kam gut an. Freu!
Ein Nachtisch gehört dazu!
Was hab‘ ich zuhause? Also gibt’s Vanillepudding (Milch, Stärke, Zucker) mit Roter Grütze (Tk-Beeren, Zucker, Stärke).
Der Tag ist vorbei, ich habe geschnippelt gekocht, gebacken und alles wieder aufgeräumt. Der Besuch ist gegangen. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit schönen Gesprächen und einer einfachen Mahlzeit. Der Sekt dazu war auch sehr fein. Ich bin groggy, aber komplett zufrieden.
Manchmal schaffe ich es, früher vom Job wegzukommen. Dann fahre ich nach Rodheim, hole meinen Lieblingshund ab und gehe spazieren. Ich habe meine Stellen und bin erstaunt, was die Natur für mich bereit hält. Ich klappere die Wiesen und Weiden nach Kräutern und schönen Motiven ab:
Noch fließt in den Gräben das Wasser.Findest Du eine Feder, könnte Dein Schutzengel in der Nähe sein.Langsam fängt der Raps an zu blühen.Jeder Baum ist anders. Auch wenn sie knorrig oder schief da stehen, sie passen wunderbar in die Landschaft. Hanfweide/Korbweide: Aus den langen Ruten lassen sich Körbe flechten.WetterauRusty durchschnüffelt die Umgebung und wartet geduldig auf mich.
Nur ein kurzer Spaziergang lässt mich herunterfahren. Vielleicht sollte ich mir beim nächsten Mal eine Decke mitnehmen …