Mecklenburg-Vorpommern ist landschaftlich umwerfend schön. An jeder Ecke blitzt ein See. Es gibt Hügel und mit Heide bewachsene Ebenen, verschlafene Dörfchen und lebhafte Kleinstädte. Und immer wieder Wasser. Es hat viele Campingplätze in exklusiven Lagen, die meisten davon sind sehr gut ausgestattet. Ebenso hat es ein großes Angebot an Ferienwohnungen. Für unseren kurzen Aufenthalt kamen die nicht in Frage, so mussten wir uns mit Hotels mit sehr schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden geben (z.B. Billigprodukte beim Essen, Tönjes lässt grüßen). Wir sind eher keine Camper, aber mittlerweile erwägen wir ernsthaft, den nächsten Urlaub auf einem Campingplatz zu verbringen. Mal sehen …
Momentaufnahmen Burg Stargard ist die einzige erhaltene, mittelalterliche Höhenburg in Norddeutschland und das älteste weltliche Bauwerk Mecklenburg-Vorpommerns.Burg StargardKräutergarten der BurgBurg Penzlin: Hier wird die Hexenverfolgung von Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert. Schon eklig, was sich unsere Vorfahren so ausgedacht haben, um Andersdenkende/Unliebsame/Frauen „auszuschalten“. Es ging um Neid, Hass, Groll, Eifersucht, Gier, Macht und Geld. Das Foto zeigt die Burgküche mit dem Kamin.Plau am See: Sehr hübsches ruhiges Dörfchen mit Buckelpflaster.JabowMalchow: Die Drehbrücke is geöffnet, die Schiffe haben freie Fahrt.Abendausklang am Tollensesee
Nachdem wir ca. 1500 km, teilweise mit einem Schnitt vom 30 km/h, gefahren sind, beschlossen wir, die Rückreise anzutreten.
Potsdam ist mehr als 1000 Jahre alt. Sie war Residenz- und Garnisonstadt preußischer Könige, Hof-, Militär- und Behördenstadt.
Alter Markt
Potsdam hat Flair! Es muss nicht Paris sein, auch nicht Berlin. Die Stadt ist überschaubar, die meisten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar.
LandtagHolländisches Viertel
Es hat viele kleine individuelle Läden und Cafés. Die Menschen sind sehr offen und freundlich. Hier pulsiert das Leben!
Regenguss abwarten in der Altstadt Brandenburgser Tor und Eingang vom Park Sanssouci Sanssouci diente Friedrich dem Großen als Erholungsstätte Historische Windmühle Sanssouci: Hier ranken sich Legenden und eine wahre Geschichte über einen Streit mit dem Müller und dem Adel.
Wir verbrachten hier einige intensive Stunden. Die Socken qualmten, wir haben geschwitzt und sind nass geworden. Aber es hat sich gelohnt.
Spree, Havel, Dahme, viele Seen und alle sind durch Kanäle miteinander verbunden.
Richtung OstenSpreewald
Es ist unglaublich schön hier. Die Spree verästelt sich in hunderte von Nebenarmen. Eine Kahnfahrt ist da obligatorisch. Ganz still ist es, außer dem Plätschern, das beim Staken entsteht und dem Vogelgezwitscher. Die Gewässer sind sehr fischreich, was wiederum Nahrung für andere Wildtiere bedeutet. Besonders der Biber fühlt sich hier wohl. Das größte Tier, welches hier lebt, ist der Hirsch.
Biber
Die Menschen leben vom Tourismus, Fischfang und von der Landwirtschaft. Die eingelegten Spreewaldgurken sind die Spezialität und werden landesweit exportiert. Hier siedelten sich einst Sorben, ein Volk mit slawischem Ursprung, an. Sie pflegen ihre Traditionen z.B. mit dem Erhalt ihrer eigenen Sprache und dem Tragen von Trachten zu Festtagen. Das Leben auf den vielen kleinen Inseln ist manchmal recht mühsam: Es gibt Häuser, die nur zu Kahn und/oder zu Fuß erreicht werden können. Ständig muss entwässert, gestaut und umgeleitet werden um Land zu gewinnen bzw. zu erhalten.
Spreewald
Wir wählten die Stadt Lübbenau als Ausgangspunkt. Hier war es uns etwas zu voll. Daher verließen wir den Spreewald in Richtung Nordwesten.
Wir wollten eigentlich Großstädte meiden, aber Leipzig lag auf dem Weg. Daher haben wir uns in zwei Stunden nur einen groben Überblick verschaffen können. Wir kommen auf alle Fälle wieder, in der Hoffnung, dass die Musik wieder eine Rolle spielen darf.Wittenberg Es luthert: Hier schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 ein Plakat mit 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Die Thesen sollten zur Diskussion anregen. Dass sie den Beginn der Reformationsbewegung darstellten, hätte damals niemand gedacht. Die Zeit war wohl reif für einen Umbruch. Dass sich daraus die Spaltung der Kirche in katholisch und evangelisch entwickelte, war notwendig. Die Reformation hatte unweigerlich einen großen Einfluss auf die gesamte Weltgeschichte.Hotel „Alte Canzley“ gegenüber der Schloßkirche
Der Bergbau in Thüringen hat eine fast tausendjährige Geschichte, hauptsächlich wurden Erze, Salze, Schiefer abgebaut. Im 20. Jahrhundert konzentrierte man sich u.a. auf die Urangewinnung. Mit der politischen Wende und der globalen Marktwirtschaft begann das große Grubensterben, samt der Zuliefer- und Abnahmebetriebe. Nur wenige Firmen der damaligen DDR überlebten dieses Drama und viele Kumpel verloren über Nacht ihre Arbeit.
OrlamündeAbends genossen wir die milde Sonne im Garten des Hotels. Und nachts leuchtete der Mond ins Zimmer.
Champingplatz am Kiessee in Breitungen. Sehr gepflegt. Man kann kleine Häuschen bzw. Tinyhouses mieten oder ganz normal zelten. Für Familien bieten sich einige Möglichkeiten: den Strand mit Steg, Lagerfeuerplatz, Minigolf, Brötchenservice, überschaubares Terrain, viele Kinder … Fahrzeugmuseum/SuhlWerraquelle/Masserberg: Weil wir so erschöpft waren von der Autofahrerei, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, mit einer Kutsche zu reisen. Immerhin waren wir dabei an der frischen Luft.Entlang der Schwarza„Besondere historische Bedeutung erlangte Schwarzburg, als Reichspräsident Friedrich Ebert im Urlaub am 11. August 1919 die Weimarer Verfassung unterzeichnete.“ Wikipedia Sicht vom Hotel am Marienturm/Rudolstadt. Der Hotelier war so nett und ließ uns den Youngtimer im Carport unterstellen. Das Verdeck ließ sich nicht schließen. Dafür konnten wir ruhig schlafen.
Meine Eindrücke: Wunderschöne Landschaften, sehr freundliche Menschen und gut restaurierte Städte. Außerdem ist hier das Leben bezahlbar.
Unterwegs Friedrichroda Gugg vom Großen Inselsberg
Momentan sind wenige Touristen unterwegs. Ich schätze, dass das durch Corona bedingt ist. Schade für die Menschen dort, die vom Tourismus leben.
Heimatmuseum Lohmühle Ein betriebseigenes Museum des Dörfchens Lohmühle durften wir ganz alleine besichtigen. Übrigens besteht dieses Dorf seit Generationen ausschließlich aus dem besagten Familienbetrieb, einer Lohmühle. Dieses Museum stand gar nicht in unserem Reiseführer, wir waren aber froh, es entdeckt zu haben.Übernachtet haben wir eher zufällig (dank einer Internetplattform) in Schmalkalden und waren überrascht von der Altstadt.Schmalkalden
In unzähligen Geschichten tauchen die Zwerge auf als fleißige Helferlein, kleine Bösewichte oder listige Kerle. Mit der Zeit vermischte sich das Bild der legendären Hausgeister mit dem der Zipfelmützen tragenden Bergleute:
Besuch der Feengrotte in Saalfeld/Thüringen
Eigentlich wurde hier seit dem 16. Jahrhundert weicher Schiefer abgebaut. Aus diesem ließen sich leicht Alaunsalze lösen. Diese wurden fürs Gerben verwendet und sind in der Heilkunde als Blutstiller bekannt. Die Schutzpatronin der Bergleute ist die heilige Barbara. Und das Licht ist für die Bergmänner lebenswichtig.
12 Stunden mussten die armen Kerle nur mit einem Kienspan beleuchtet im Berg bleiben. Daher litten sie oft unter Vitamin-D-Mangel und das ließ die Männer/Kinder nicht richtig wachsen. Das Wort Zwerg kommt von „zu wenig Licht“. Die Bergleute trugen tatsächlich Zipfelmützen, die sie oben mit Wolle oder Stroh ausstopften, um sich im Stollen nicht den Kopf anzuhauen.
Heute ist die Grotte eine touristische Attraktion, da die gelösten Elemente (Phosphor, Eisen, Schwefel) schneller zu Tropfsteingebilden wachsen als Kalk. Diese Gebilde verwandeln die Höhlen in eine märchenhafte Welt.
Unsere Tour durch den Berg ging ca. eine Stunde und wurde fachkundig begleitet. Anschließend konnte man sein Wissen im Museum vertiefen und/oder mit Kindern einige Attraktionen in Angriff nehmen. Das wollten wir dann aber doch nicht. Ach ja … genug Tünnef gab es auch noch zu kaufen. Ich hab‘ ihn lieber fotografiert.
Selbstbemächtigung = die Geschichte unserer Vorfahren ergründen
Ich freue mich sehr darüber, dass Ihr auf meiner Seite gelandet seid. ❤ Danke!
Wir haben ein langes Wochenende vor uns und die Sonne ☀️ scheint.
An Pfingsten (Pantekoste, d.h. 50 Tage nach Ostern) wurde die christliche Kirche gegründet. Salopp ausgedückt, rafften die Freunde von Jesu erst da, was sein Wirken eigentlich wirklich bedeutet: Sie sollten Liebe, Empathie und Positivität in die Welt bringen. Was die Kirche sich ab da teilweise geleistet hat … naja …
Mag man daran glauben, oder nicht, eines weiß ich:
Mit einer liebevollen Grundhaltung gegenüber Dir selbst und Deinen Mitmenschen, geht es Dir gut und Du wirst viele positive Reaktionen haben!
Fotos: Monika Rauch (Pfingstrosen und Bauernjasmin)