Obgleich ich bei meinen Streifzügen durch die Natur oft die selben Wege gehe, gibt es jedes Mal etwas zu staunen:
GärtenZaunschönheitenGesunde SchönheitWilde Schönheit Wiesenschönheit BaumschönheitZarte SchönheitGiftige Schönheitund Schönheiten im Garten meiner Mutter
Es liegt an uns, Schönheiten zu suchen und zu finden. Jedes Ding, jede Regung, jeder Mensch, wirklich alles, hat mindestens zwei Seiten. Wir dürfen uns den Blickwinkel aussuchen. Hast Du den Fokus auf das Schöne und Gute ausgerichtet, wird Dir immer öfter Schönes und Gutes begegnen. Umgekehrt genauso. Das was Du nährst, wächst – Selbstbemächtigung.
Gassirunde zwischen Nieder-Rosbach und Ober-Wöllstadt
Die „goldene Wetterau“ hat einen äußerst fruchtbaren Boden, man nennt sie auch die Kornkammer Hessens. Auf den Feldern wachsen alle möglichen Getreidesorten, Raps, Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Kohl. Da die Wetterau ein flaches, in sanften Bögen geschwungenes Land ist, hat die Sonne genügend Raum, alles wunderbar in Szene zu setzen. Bei Sonnenschein strahlt das ganze Land, golden eben.
Der Mix aus Wolkentürmen, Sonne und Raps macht’s!Der RosbachRusty, der WasserhundRosbach, Wöllstadt und dazwischenliegendStreuobstwiesen und Taunusblick
Diese Strecke bin ich vorher nie gelaufen. Wie überraschend ist es doch, wenn man nur ein ganz klein wenig anders läuft, als man es kennt. Erstaunlich, welche Perspektiven sich aufgetan haben, obwohl ich doch die Gegend seit Kindheit kenne.
Im echten Leben ist es ganz genauso: Wir können uns nicht immer vorstellen, was eine kleine Kurskorrektur bewirken kann.
Kürzlich hatte ich mein erstes Modul zur Kräuter-Fach-Hexe. Es ist einfach unglaublich, welche Vielfalt die Natur bereit hält. Es gibt so viele Heilpflanzen und Kräutchen, die man essen kann. Doch bitte nur die bekannten Kräuter pflücken und verarbeiten. Es besteht häufig Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen. Beim Sammeln immer nur ein wenig pflücken und einen Rest stehen lassen für den Fortbestand. Nicht an Acker- oder Straßenrändern sammeln (sonst 🤢).
Hier eine kleine Übersicht der Pflanzen, die ich auf Wiesen in der Wetterau fand. (Ich gestalte gerade eine Kräuterseite. Da werden die Pflanzen genauer erklärt.):
oder Riesenbärenklau?
Im Kräuterkurs stellen wir u.a. Cremes, Mazerate, Salben und Tinkturen her. Wenn ich unterwegs bin, sammele ich zunächst Fotos und recherchiere mittels einer Bestimmungs-App.
Selbstbemächtigung bedeutet für mich, mit Neugier und Dankbarkeit die Vielfalt der Natur zu erforschen, meinen Nutzen daraus zu ziehen und mit anderen zu teilen.
Wenn ich es schaffe, vor dem Aufstehen hochzukommen und mich schnell fertigzumachen, hab ich einen wunderbaren Start in den Tag. Alles ist noch unberührt. Es summt und zwitschert, der Morgennebel wabert und die Sonne wärmt schon leicht das Gesicht.
Was flitzt denn da?Rusty wartet auf meine Ansage.Es ist noch ein wenig frisch.Blühwunder
Sich aufraffen, alles (Un-)Wichtige liegen lassen und in die Natur gehen. Selbstbemächtigung. 😍
Für mich beginnt das Wochenende mit einem ausgedehnten Gassigang mit meinem Lieblingshund. Er wartet auf mich während ich fotografiere und Pflanzen sammle. Ich warte auf ihn, wenn er schnüffelt oder einen Stock zerkaut.
Ich streife durch die Felder und da ist dieses umunstößliche Gefühl der Verbundenheit mit genau dieser Natur. Mein Impuls ist es, mich auf den Boden zu legen und die Erde zu umarmen. (Mach ich nicht, das könnte ja jemand sehen.)
Ich überlege, wie es wäre, ganz hier her zu ziehen. Es gibt so viel zu bedenken.
PappelnKleines Naturschutzgebiet Rusty hat immer was zu tunRapsfelder am „Alten Berg“
Das Gefühl ist im Widerstreit mit meinem Kopf. Also lasse ich das Denken und konzentriere mich auf den Augenblick. Das ist es wahrscheinlich.
Ich nehme die Vertrautheit als Geschenk und genieße es einfach und bin dankbar.
Die Sonne schien ab und zu und unsere Reiselust war groß. Da haben wir uns eben dick eingemümmelt, die „Kolter“ über die Knie gezogen und ein paar Kleinigkeiten zum Schnabulieren eingepackt. Los ging es Richtung Vogelsberg. Unterwegs hatten wir viele schöne Aussichten, die ich einfach nur in mich eingesogen habe.
Vorbei an hübschen Städtchen z.B. Ortenberg …… und blühenden Rapsfeldern
Ein Teil der Rückfahrt ging über die Autobahn. Also wurde das Verdeck zugeklappt und die Heizung angemacht. Das war ein schöner Moment, als die Knochen so langsam wieder auftauten.
Manchmal schaffe ich es, früher vom Job wegzukommen. Dann fahre ich nach Rodheim, hole meinen Lieblingshund ab und gehe spazieren. Ich habe meine Stellen und bin erstaunt, was die Natur für mich bereit hält. Ich klappere die Wiesen und Weiden nach Kräutern und schönen Motiven ab:
Noch fließt in den Gräben das Wasser.Findest Du eine Feder, könnte Dein Schutzengel in der Nähe sein.Langsam fängt der Raps an zu blühen.Jeder Baum ist anders. Auch wenn sie knorrig oder schief da stehen, sie passen wunderbar in die Landschaft. Hanfweide/Korbweide: Aus den langen Ruten lassen sich Körbe flechten.WetterauRusty durchschnüffelt die Umgebung und wartet geduldig auf mich.
Nur ein kurzer Spaziergang lässt mich herunterfahren. Vielleicht sollte ich mir beim nächsten Mal eine Decke mitnehmen …
Wanderung von Rodheim vor der Höhe durch den Alteberg Richtung Okarben und Petterweil
Ein sonniger Tag im April Endlich wird es wärmer. Die Natur entfaltet sich mit voller Macht. Wir laufen durch den lichten Wald und lassen uns dabei die Sonne ins Gesicht scheinen. Zartes Grün umhüllt die vormals kahlen Zweige. Besonders Kirschen und Schlehen stehen in voller weißer Blüte. Kräuter und Blumen schießen aus dem Boden und versorgen uns mit Nahrung und Heilkräften.
Und immer wieder inszeniert die Sonne mit ihrem besonderen Licht eine blaue Kulisse, die die Schönheit und Vollkommenheit der Natur unterstreicht:
Wetterau -weites Land.„Vor“ dem alten Berg – Richtung Osten von Rodheim aus.„Hinterm“ Alten Berg Richtung Okarben. Klötzl-Teich, Rusty am Bach und Biber hat’s da auch.Der Alteberg (aale Bersch, alter Berg) wird von den Karbenern Lilienwald genannt.Pfadfinderlager LilienwaldHochstände und viel Landschaft Baumpilze – sie sind steinhart. Der Pilz im Grünen ist weich und hat ordentlich Sporen gestaubt.
Für was steht die Farbe Blau? Himmelblau z.B. vermittelt Leichtigkeit und Jugendlichkeit. In vielen Religionen ist Blau Ausdruck des überirdisch Göttlichen. Blau wirkt harmonisierend, erweiternd und beruhigend. Helleres Blau steht für Aufgeschlossenheit und Klarheit. So ist das ja tatsächlich auch mit dem Frühling. In dieser Jahreszeit ist alles frisch und klar und bereit für das weitere Jahr.
Mit all seinen Farben fordert uns der Frühling auf, die alte Müdigkeit abzulegen und bereit zu sein für Wachstum und Gedeihen – auf allen Ebenen. Da wir zur Natur gehören, unterliegen wir als Menschen genauso den Naturgesetzen wie Tiere und Pflanzen. Das dürfen wir nicht vergessen.