Ich rühre: Quark, Schmand, Creme Fraiche mit Kräutern aus dem Garten oder vom Wochenmarkt, Salz, Senf und gehackten Eiern.
Die klassischen Kräuter für das Gericht sind: Borretsch, Estragon, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Zironenmelisse. Man kann natürlich auch junge Wildkräuter dazugeben z.B. Vogelmiere, Knoblauchsrauke, Bärlauch.
Hier gibt es grüne Soße mit Kräutern aus unserem Garten: Vogelmiere, Petersilie, Knoblauchgrün, Schnittlauch, Vogelmiere, Günsel, Gundermann, Melisse, Portulak, Pimpinelle…
Wichtig: Es müssen mindestens 7 Kräuter drinnen sein. Warum auch immer.
Dazu gibt es Pellkartoffeln. Lecker!
Für die Soße nehme ich das, was im Kühlschrank so rumsteht. Meine Oma und meine Eltern rührten Dickmilch mit einem Stärkebrei an und schnitten die Kräuter ganz fein. Ich esse das so am liebsten, auch wenn sich das für manche befremdlich anhört. Dann gibt es noch die Menschen, die Mayonnaise reingeben und behaupten, dass sei ein Originalrezept. Das wäre für meine Oma allerdings Frevel. Manche reichen die hartgekochten Eier dazu und manche schnippeln sie rein; so wie ich. Für meine Vorfahren wäre es ebenso undenkbar, die Kräuter durch einen Fleischwolf zu quetschen. Ich muss zugeben: Ich mag alle Arten der Zubereitung. Hauptsache, es sind genügend Kräuter drin und das Ganze ist nicht zu fettarm. 😇
Kleines Update: Im frühen Frühling kommen nur die Spitzen einiger Kräuter heraus, hier habe ich etwas Schnittlauch, Bärlauch, Petersilie, Zitronenmelisse geerntet und kleingeschnitten. Ergänzt wurde das Ganze mit einem Tiefkühlkräutermix vom Discounter L… .
Das Originalrezept, für das Goethe angeblich so sehr schwärmte, hat jeder, auch die Mayonnaise-Fraktion. Es gibt sogar ein „Grie-Soß-Festival“ in Frankfurt, wo jährlich das beste Rezept gekürt wird.
Und was ist hierbei die Selbstbemächtigung?
Auch bei der Essenszubereitung darfst Du immer frei entscheiden, was Du magst und Deiner Kreativität freien Lauf lassen (und Deinen Senf dazugeben).
Gerade ist Erntezeit für die schwarzen Holunderbeeren. Man kann sie trocknen, zu Saft, Gelee, Likör oder zu Sirup verarbeiten. Ihre Anthocyane, die wasserlöslichen Farbstoffe, sind für die intensive Färbung der Beeren verantwortlich – und darüber hinaus sehr gesund. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche vor alterungs- und krankheitsbedingten Zellschäden schützen.
Dort wo der Hollerbusch wächst, ist Frau Holle, die Erdmutter, nicht weit. Der Baum ist der Sitz der Patronin der Spinner*innen und Kinder. Sie ist die Schutzgöttin der Unterwelt. Früher hat man Opfergaben für Frau Holle unter einen Holunderbusch gelegt. Ein Holunderstrauch birgt den Zugang zur Unterwelt. Manchmal verschwinden Menschen (besonders Kinder, die Schutz benötigen) in der Nähe … Das Märchen „Frau Holle“ bekommt mit diesem Wissen eine tiefere Bedeutung. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort Holuntar (Holun = hohl, heilig, günstig, gnädig) ab. Der Holunderbaum gilt als Bauernapotheke, da Blätter, Blüten und Früchte große Heilkräfte (entwässernd, entzündungshemmend, gegen Rheuma, Infektionen …) haben und als Nahrungsmittel dienen. Hat man einen Holunder im Garten, gilt das als Segen. Fällt man ihn jedoch, muss man mit dem Zorn von Frau Holle rechnen. https://monika-rauch.com/2021/05/23/pflanzen-am-fluss/
Verarbeitung
Die Erntezeit der schwarzen Beeren liegt zwischen Mitte August bis Ende September. Zunächst werden die Dolden gepflückt.Nur die schwarzen Beeren werden verwendet, grüne Beeren und Stiele werden aussortiert. Waschen.Beeren in einem Topf mit Wasser 5 – 10 Minuten köcheln lassen. Rohe Beeren enthalten ein schwaches Gift (Sambunigrin), das durch Kochen zerstört wird. (Bei übermäßigem Verzehr von rohen Beeren kann es zu Durchfall und Erbrechen führen.)Absieben, Trester zur Seite stellen. Den Saft abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker 20 Minuten köcheln lassen. Zitronensaft dazugeben. Ich habe noch Granberry-Muttersaft dazugegeben. Ist immer noch qietschsüß.Flaschen sterilisieren. Heiß in Flaschen füllen, schließen, beschriften.Den Trester könnte man zum Kompost geben. Aber ich bin sparsam …Den ungesüßten Trester mit Wodka ansetzen, ca. 3 Wochen ausziehen lassen, dann absieben und mit Holundersirup süßen. Fertig ist der Likör. „Hast Du Kummer, trink ein Likörchen, oder zwei, oder drei …“Ungeöffnet ist der Sirup ca. 1 Jahr haltbar.
Eigentlich hätte ich auch einen Direktsaft herstellen können, also die Beeren entsaften. Das war mir aber dann doch zu viel Arbeit und der Direktsaft ist nicht so lange haltbar.
Ein Jahr später
Dieses Jahr habe ich den Dampfentsafter meiner Mutter getestet. Wir haben den Holunder ziemlich stark stutzen müssen und daher den Baum zu 90% abgeerntet. Das bedeutete viel Arbeit. Der Vorteil beim Dampfentsaften ist, dass die Stiele dabei sein dürfen. Also muss man nix mit der Gabel abfisseln – Gott sei Dank!
Diesmal wurde der Holunder verarbeitet zu Gelee, als Saft/Sirup (Zucker und Zitronensaft)undals Likör light = Saft + ein ca. 1/4 Wodka Holundergelee mit „Schuss“: Holunderdirektsaft mit Zitronensaft und etwas Apfelsaft mit Gelierzucker (1:3) kochen und ein Schuss Obstler oder Kirschwasser mitköcheln lassen.Die restlichen Holunderbeeren wurden/werden im Ofen kurz über 100°C erhitzt und anschließend bei 50°C mit leicht geöffneter Tür getrocknet. Jetzt könnte ich einen Dörrautomatem gebrauchen.
Selbstbemächtigung = dankbar für die Geschenke der Natur (Frau Holle) sein
Rosengewächse, Rosaceae: Wusstet Ihr, dass sehr viele Früchte, die jetzt reif werden, Rosengewächse sind? Im Netz kann man viel darüber lesen, zum Beispiel: „Innerhalb dieser befinden sich sehr viele Obstbäume und -sträucher sowie Zierpflanzen von wirtschaftlich hoher Bedeutung. Vor allem die verschiedenen Obstsorten (so zählen nicht nur Erdbeeren und Himbeeren, sondern auch sämtliche Stein- und Kernobstsorten zu dieser großen Pflanzenfamilie) sind ernährungstechnisch für den Menschen immens wichtig.“ aus: gartenjournal.net
Hagebutten, Rosengewächse, sind die Früchte der wilden Rose und schon teilweise reif. Sie haben u.a. viel Vitamin C, schmecken säurlich im Tee und sind ein hervorragendes Mittel gegen Arthrose. Ich trockne die Früchte und setze einige mit Öl an, um eine Gelenksalbe herzustellen.Äpfel, Rosengewächse, stehen kurz vor der Reife. Leider sind viele dieses Jahr sehr wurmstichig. In Rodheim gibt es einige alte Apfelsorten. Gut für die Artenvielfalt.Die Rose, Rosengewächs und Namensgeber, in jeglicher Form und Farbe berührt die Sinne, besonders, wenn sie duftet.Die Edelkastanie (Maroni), Rotbuchengewächs, „Die Kastanie ist ihrer Natur nach sehr warm, hat eine große Kraft in sich, die der Wärme beigemischt ist, und bezeichnet die Weisheit. Und alles was in ihm ist und auch seine Frucht, ist sehr nützlich für den Menschen.“ (Hildegard von Bingen) Heilwirkung: Stärkung der Milz, geistige Schwäche, Konzentrationsstörungen, Stärkung der Nerven, Stärkung des Herzens, Gicht, Venenstärkung; in der Küche. Die Marone ist nicht mit der Roßkastanie verwandt.Der Feuerdorn,Rosengewächs,ist ein Gewächs, welches immergrüne eiförmige Blätter und starke Dornen hat. Im Frühling blüht es weiß und zieht zahlreiche Insekten an. Im Herbst locken seine orangefarbenen Früchte verschiedene Vogelarten in den Garten, die zudem durch die Dornen vor Freßfeinden geschützt werden. Als Heilpflanzen kann das säuerliche Fruchtfleisch verwendet werden Die Kerne enthalten Glykoside, die in großen Mengen verzehrt, zu Magendarmproblemen führen können. Im 1. Jahrhundert wurden die Beeren bereits bei Dioskurides erwähnt: Anwendbar bei der Bekämpfung von Durchfällen, in der Frauenheilkunde und für wohltuende Umschläge gegen Splitter und Dornen. Die wilde Möhre,Doldengewächs, wächst auf Dämmen, an sonnigen Böschungen und auf trockenen, kalkreichen Böden. Die langen dünnen Wurzeln kann man wie die Kulturmöhre verwenden. Erntezeit ist vor der Blüte. Um die Artenvielfalt zu er halten, werde ich die wilde Möhre im Garten zu „kultivieren“.Die Quitte, Rosengewächs, ist ein altes, fast vergessenes, Kernobst und mit Apfel und Birne eng verwandt. Die meisten Sorten sind allerdings nur gekocht genießbar als Quittenbrot, Gelee, Chutney, Tee. Der Geschmack ist süß-herb. Als Heilpflanze wird sie hauptsächlich bei Durchfall und Husten genutzt. Ihre Heilwirkung ist adstringierend, erweichend blutbildend, harntreibend, entzündungshemmend, kühlend, schleimlösend.
Rausgehen und erkunden, was Mutter Erde zu bieten hat, ist einfach schön und gibt Gelegenheit, klar zu werden und dazu zu lernen. Einfach überwinden und tun!
Die letzten Wochen habe ich eine Menge Pflanzen geerntet. Überall lagen (und liegen/hängen immer noch) Kräuter zum Trocknen aus. Bevor ich den Überblick verliere, kurbelte ich die Schnelltrocknung mittels Ofen an: Die Kräuter wurden bei 40°C mit leicht geöffneter Tür getrocknet. Zum Schluss bleibt nur noch ein kleines Häuflein Pflanzendroge übrig.
Und im Haus duftet es ganz wunderbar.
Borretsch, Malven, Verbenenkraut, SalbeiVom Ofen ins Glas: Brennnesselsamen, Hopfen, Salbei, Johanniskraut. Im Kräuterschrank muss ich bald anbauen.
Kräuter sammeln und verwerten bedeutet einem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand. Das macht mir gar nix – im Gegenteil! Ich bin glücklich, wenn ich: spazieren gehe, Pflanzen finde (ein Geschenk), sie fotografiere, bestimme und sammele. Wenn ich die Kräuter bündele, trockne, rebele, Tinkturen, Öle, Salze, Zucker herstelle. Wenn ich die Bilder beschreibe und poste.
Die ganze Arbeit erfüllt mich und ich erweitere meinen Erfahrungsschatz. Und ich bin bei dieser Arbeit ganz bei mir.
Im August ist ihre Hsuptblütezeit. Sie blühen in Bauern- und Klostergärten, aber auch am Wegesrand. Oder sie quetschen sich durch Risse im Asphalt.
Stockrosen bilden Samen und sterben ab, weil ihre Kraft in die Produktion der Samen geht. Die Pflanze trägt erst im 2. Jahr Blüten. Ein Absterben der Pflanze kann man verhindern, indem man sie vor der Samenbildung zurückschneidet.
Setzt die Pflanze „Rost“ (eine Pilzerkrankung) an, ist es am besten, die befallenen Triebe abzuknipsen. Und noch ein Trick: Die Pflanze in den Wind stellen, dass die Blätter gut abtrocknen können.
Die Pflanzen brauchen viel Licht und einen durchlässigen Boden. Die Erde sollte trocken sein oder leicht feucht.
Als Heilpflanze kann man sie auch nutzen: Blätter, Blüten, Samen, Wurzeln kann man für Tees oder Auszüge trocknen. Die Heilkräfte sind wie bei Eibisch, Hibuskus und Malve, da sie mit diesen Pflanzen verwandt ist. Die Droge enthält hauptsächlich Schleimstoffe. Sie wirkt schleimlösend bei Entzündungen der Schleimhäute, bei Husten und Asthma, zur Heilung chronischer Magen- und Darmentzündungen und bei Verstopfungen.
Und ich freue mich einfach nur, wenn ich sie in ihrer vollen Größe sehe.
Wilde Früchte und Kräuter sind klein, manchmal dornig, giftig, oft sauer oder bitter und manchmal wohlschmeckend und betörend. Sie haben viel zu bieten: Vitalstoffe und Ursprünglichkeit. Die wilde Natur schenkt uns und unserer Umgebung Gesundheit.
Schneeball, Hollunder, Feuerdorn, Hagebutte
Wilde Pflanzen haben so einiges, was wir unseren Kulturpflanzen weggezüchtet haben: Bitterstoffe fördern eine gesunde Darmtätigkeit. Sie machen das Essen verträglicher, fördern den Speichelfluss und die Sekretion von Verdauungssäften. Pflanzenfarbstoffe, z.B. das Chlorophyll bei grünen Pflanzen, sind für die Photosynthese, also für die Sauerstoffproduktion verantwortlich. Die Wirkung ist reinigend, entgiftend, antioxidantisch und die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff. Alkaloide/Gifte schützen Pflanzen vor Fraßfeinden und Schädlingen. Gifte sind nicht immer tödlich, z.B. wirkt das Digitalis vom Fingerhut in einer geringen Konzentration bei Herzproblemen. Die Dosis macht das Gift. Dornen und Stacheln schützen Pflanzen vor Fraßfeinden und bieten gleichzeitig anderen Tieren und Pflanzen Schutz. Daher werden Dornenhecken gerne für die Umweidung genutzt. Schleimstoffe kühlen, lindern und schützen bei Entzündungsprozessen z.B. im Mund und Darm.
Es gibt noch viele andere Stoffe, z.B. Gerb-, Duftstoffe und Pflanzenhormone, reinigende Pflanzen, die Boden, Luft und Wasser von Schadstoffen befreien.
Pflanzen wirken im Ganzen, ihre Stoffe spielen ausgeklügelt zusammen. Pflanzen haben Ihre „Schwerpunkte“, daher wachsen sie genau dort, wo sie gebraucht werden.
Leinkraut (Löwenmäulchen, Johanniskraut, Mirabellen, Jakob-Greiskraut) GelbfarbenenPflanzenfarbstoffe/Carotinoide sind für die Orange- und Gelbfärbung verantwortlich. Sie stimulieren Immunsystem, Verdauung und Stoffwechsel und sind krebsvorbeugend.
Wann lassen wir unsere Wildheit heraus? Wenn wir die komplexe Natur betrachten, dann stellen sich irgendwann zwangsläufig Fragen.
Wann verlassen wir die Äußerlichkeiten und Konventionen, die uns verhindern? Haben wir alles weggezüchtet, was uns nicht „schmeckt“?Wann sind wir wohlschmeckend, wann bitter, dornig, schleimig oder giftig? Stehen wir auf unserem „richtigen“ Platz und wirken?
Bei meinen Wanderungen, aber auch im Garten, schaue ich mir die Pflanzen genau an und recherchiere ihre Besonderheiten. Je mehr ich in die Pflanzenwelt eintauche, umso faszierter bin ich von der Vielfalt.
Echter Roseneibisch
Hibiskus/Eibisch – Wusstet Ihr, dass er (wie die Stockrose) ein Malvengewächs ist? Als Tee- und Heilpflanze wird aber ausschließlich „Hibiscus sabdariffa“ verwendet. Den hab ich leider nicht im Garten. Totzdem sind meine beiden Hibiski eine echte Augen- und Bienenweide.😍
Echter RoseneibischDie roten und gelben Mirabellen wachsen im/am Riedgraben in Rodheim und werden von mir demnächst geerntet und zu Marmelade verarbeitet (wenn sie dann noch da sind). Die Brombeeren sind schon weich, aber ziemlich sauer. Da brauchts noch etwas Sonne.Auf der Wiese und am Feldrand: Rechts unten seht Ihr die Wegwarte. Sie ist ein echter Allrounder, alles von der Pflanze ist verwertbar. Die Zichorienwurzeln geröstet ergeben einen leckeren Kaffeeersatz – „Caro-Kaffee“ lässt grüßen.Kreuzblättrige Wolfsmilch „Der Milchsaft reizt die Haut und darf nicht eingenommen werden. … Deshalb gilt: Wolfsmilch darf nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder ganz gezielt äußerlich angewandt werden. Aber: Das Auftragen des Milchsafts kann durch seine ätzende Wirkung gegen Warzen oder Hühneraugen wirken, auch zur Enthaarung an unerwünschten Stellen soll die Flüssigkeit geeignet sein. Die Homöopathie setzt Wolfsmilch zum Beispiel in Mitteln gegen Heuschnupfen ein.“ Quelle: t-online.deStarke Leistung – der Vogelknöterich ist eine Pflanze, die fast auf der ganzen Welt zu finden ist. Ursprünglich stammt er aus China und ist in der TCM eine wichtige Heilpflanze. Blutweiderich/Ähren-/ Rosen-Weiderich) Eigenschaften: antibakteriell, adstringierend, blutstillend, Blutzucker senkend. Wächst in Feuchtgebieten und sieht klasse aus.Brennesselsamen sind ein „Superfood“ weil sie reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sind. Zudem beeinhalten Sie die Heilstoffe der gesamten Pflanze. Die Samen bilden sich im Juli/August. Ab da kann man sie sammeln und trocknen. Dabei haben die weiblichen Samensträge weit mehr Inhaltsstoffe. Man kann sie ins Müsli geben, aber auch über Salat und Gemüse streuen. Weibliche Samen sind grün, kantig und hängen wie in Trauben herab. Später verfärben sie sich braun. Männliche Samen sind rund und weiß und stehen seitlich weg.
Vielfältig, prachtvoll, duftend, betörend, giftig … für/gegen alles ist ein Kraut gewachsen.
Es ist spannend, das alte Wissen unserer Vorfahren wieder zum Leben zu erwecken. Zugleich verbinden wir uns mit Natur – weil wir uns mit ihr befassen und weil wir die Pflanzen anwenden – und heilen unsere Wunden.
Längst sind die Pflanzen ausgezogen in Öl, Essig oder Wodka. Heute hatte ich Zeit, die Mazerate abzusieben.
Leider stellte ich während meiner Arbeit fest, dass der Kräuterschrank dringend aufgeräumt und sortiert werden müsste.
Also kochte ich mir erstmal einen Tee aus einer Alantblüte, Minze und Salbei. Brrr … zu bitter, wie gut, dass ich noch etwas Holunderblütensirup zur Hand hatte. In Ruhe dachte ich darüber nach, dass das Aufräumen auch gerne verschoben werden darf. Jetzt muss ich nur schauen, wie ich meine neuen „Schätze“ sinnvoll reinstopfe …