Mit Rusty unterwegs in Maintal

Um meine Mutter zu entlasten und mit einem gewissen Eigennutz, holten wir Rusty von Rodheim nach Maintal. Abenteuerlustig erkundeten wir die Peripherie von Wachenbuchen. Gestartet sind wir in der Bachstraße mit Grobrichtung Hohe Straße/Niederdorfelden.

Wie der Name erahnen lässt, führt der Weg an einem Bach entlang und vorbei an Schrebergärten und Feldern.
Am Weg liegt auch ein Reiterhof. Manchmal fühlt man sich wie im wilden Westen, weil so viele Reiter unterwegs sind, meistens auf Pferden.

Unser Hund ist eine Mischung aus einem Cocker, einem Labrador und einem Dackel. Die Mischung hat einen tollen Charakter hervorgebracht. Er liebt sein Rudel, also uns. Sein Frauchen beschützt und bewacht er sehr aufmerksam. Er kann sehr eigenwillig sein und fordert immer mal seine Grenzen ein … Er lässt sich hingebungsvoll streicheln, so dass man meinen könnte, er wäre hoffnungslos unterkuschelt. Wenn einer vom Rudel kommt, erkennt er schon fünf Minuten vorher das Auto und wartet an der Haustür. Erscheinen wir dann endlich, ist die Freude (und das Gegauze) riesig. Wenn ich von Rusty begrüßt werde, geht mir das ❤ auf.

Rusty liebt Wasser!
Windräder, Funkturm, Hochsitz und viel Landschaft

Während Rusty das fremde Terrain erschnüffelte, genossen wir die Sonne und das weite Land. Am Himmel flogen Falken und Gabelweiher, über die Felder liefen kleinere „Sprünge“ von Rehen und Hasen schlugen Haken. Das hat Rusty nicht weiter gejuckt, er musste zwischendurch seinem Ball hinterherrennen.

Den Ball schleppte er stundenlang durch die Gegend bis er uns gnädig gestattete, ihn erneut zu werfen.

Wir waren ca. zwei Stunden unterwegs. Als wie beim Auto waren, bekam Rusty sein Wasser und zwei Leckerlis. Zurück in Rodheim, gab es für uns einen Kaffee und ein ebenso ein paar Leckerlis. Was für ein schöner Tag!

Wachenbuchen von „oben“ und ein erschöpfter Hund

Sauerteigbrot

Mein erstes Brot ohne Hefe! Zwischendurch musste ich unterbrechen und den Teig kühl stellen. Das Brot sieht trotz leicht verkürzter Zeit gut aus. Morgen wird es angeschnitten …

Ich habe Dinkelvollkornmehl und etwas Weizenvollkornmehl verwendet. Eingemischt hatte ich verschiedene Saaten, bestreut habe ich es mit Sesam.

Heute durfte ich lernen, dass man für gute Lebensmittel einen langen Atem benötigt. Mehl braucht die Wärme- und Kälteprozesse, damit es gut fermentiert. Gluten ist dann z.B. besser verträglich.

Bei meinem 2. Backversuch verwendete ich Roggen-Vollkornmehl und Roggenschrot. Die Verarbeitung war etwas schwieriger, der Teig war feuchter und schwerer. Das Roggenbrot hat uns dann aber seeehr gut geschmeckt.

Für mich ist das Backen von Brot eine wunderbare Gelegenheit, langsam, fast schon meditativ, zu arbeiten. Jeder Schritt wird bedacht getan und die eigene Ruhe fließt in das Produkt mit ein. Zudem erlerne ein uraltes Handwerk, nämlich das Brotbacken. Ein Stück Selbstbemächtigung.

Der nackte Dezember

Der Dezember bietet sich an, in Schwarzweiß zu fotografieren.

Die Natur zeigt sich nackt; Blätter und Blüten sind verschwunden. Es wirkt traurig, kahl und trostlos: Kein Blätterrauschen und Vogelgezwitscher, nix Grünes. Das Grundgerüst aber bleibt. Die toten Äste und abgestorbenen Pflanzen werden vom Wind abgeschüttelt und weggeweht. Sie zersetzen sich und dienen als Nährboden für neues Leben. Unter der Erde geben die Wurzeln Halt und die Rhizome warten auf das Signal des Frühlings.

Alles geht zurück in den Kreislauf der Natur.

Für mich ist es überhaupt nicht trostlos, durch den Dezember zu gehen. Ich stehe da in meiner Nacktheit und werde schützend umhüllt. Ich nehme die Ruhe und Dunkelheit dieses Monats als Einladung, meine toten Zweige abzuwerfen. Als Dünger können sie sogar neues Wachstum befeuern.Der Frühling wird kommen und in seinem Licht werde ich neue Möglichkeiten erkennen.

Die Knospen warten auf den Frühling. Und manche erblühen bereits im Winter.

Fotos: Monika Rauch

Ewigkeitssonntag

(Totensonntag)

Evangelischer Gedenktag an die Verstorbenen und letzter Sonntag im Kirchenjahr.

Heute bin ich über den Friedhof gelaufen und habe mir die Gräber angeschaut. Dabei fielen mir die lieben Menschen ein, die mein Leben begleiteten. Sie haben mir etwas von sich gezeigt und mir dabei verholfen, die zu werden, die ich bin.  Sie begleiteten mich – liebevoll, streng, locker, lustig und manchmal ärgernd. Heute ist Ewigkeitssonntag, einige meiner Familie und Freunde und Bekannten leben nicht mehr. Ich bin dankbar dafür,  dass sie bei mir waren. In meinem Herzen bewahre ich die Erinnerung an sie.

Ich bin traurig, dass sie nicht mehr präsent sind. Und doch: Ich glaube an die Unsterblichkeit unserer Seelen. Daher schaue ich mit Zuversicht auf das neue Kirchenjahr, das nächste Woche mit dem 1. Advent beginnt.

Der Kreis schließt sich.

Welcher Trigger beißt Dich?

Trigger sind die fiesen kleinen Monster, die Dich in Nullkommanix auf 180 bringen.

Kennst Du das? Du ärgerst Dich gewaltig und wenn einer was Falsches sagt, geht’s rund: Du wirst aktiv und machst ihn einen Kopf kürzer. Oder Du bist so verletzt, dass Du die Freundschaft aufkündigst, schreibst einen saftigen Kommentar auf Facebook oder es gibt Kloppe.

Momentan, in der Pandemie, flammen viele Aggressionen auf, besonders in den sozialen Netzwerken. Man könnte sie beinahe schon als asozial bezeichnen.

Corona, das Virus, wütet und bringt zutage, was schon lange gesehen werden will.

Es wütet nicht nur im Körper – es wütet auf der ganzen Welt und in uns drinnen.

Genauso, wie ein Virus seine Genetik in die Körperzellen einschleust und ganze DNA umbaut, bemächtigt es sich der Informationen, die wir in unserer Seele gespeichert haben und nistet sich ein. Die Seele möchte ihre „Schätze“, die alten Erlebnisse und Gefühle, nicht anrühren. Schlimme Geschichten, die wir manchmal mit uns rumschleppen. Oft ist das uns gar nicht bewusst! Man hat sich ja lange arrangiert mit dem Gefühlsmix.

Jetzt kommt dieser Schmarotzer und nagt an uns. Es geht um die negativen Emotionen, die in uns schlummern und immer mal zum Vorschein kommen, wenn wir gerade angetriggert* werden.

Das Wort Trigger* wird in der Trauma-Psychologie verwendet: Alte Gefühle von einschneidenden Erlebnissen werden durch Trigger freigesetzt. Diese lassen die Stresshormone im Körper hochfahren und es kommt zu Handlungen, die kaum beeinflussbar sind: Man gerät in Schockstarre, kann sich nicht rühren, oder man fängt an zu zittern, schreien, rennen, weinen, wüten …

Die Auslöser dafür, die Trigger, können Geräusche, Stimmungen, Gerüche, Aussehen/Stimmlage/Mimik Deines Gegenübers, bestimmte Redewendungen usw. sein.

Trigger sind Erinnerer an früher Erlebtes.

Das Virus ist in Aktion, es flasht uns. Wir haben Angst um unseren Job, vor finanziellen Einbußen und vor dem Tod. Wir sorgen uns. Das macht uns wütend, traurig, hilflos. Alte Gefühle kommen hoch und rollen über uns hinweg. Sie veranlassen uns, dass wir uns nicht mehr im Griff haben, ausrasten, austicken. Sie sind auch die Ursache für die Kommentare in den Netzwerken. Manchmal komplett unsachlich, beleidigend, sich ereifernd, nervend, foppend, lauernd, Schuld zuweisend usw. Auch die sogenannten „Hater“ und „Trolle“ sind angetriggert. Sie lassen ihren Frust ungebremst heraus.

Ein Troll kommt öfter mal hoch, vielleicht auch bei Dir? Kann es sein, dass Deine Wut ein „Flashback“ auf früher Erlebtes ist?

Das Virus polarisiert, d.h. es lockt aus der Deckung, es fordert auf, sich zu stellen. Wir sind da nicht allein, das passiert überall auf der Welt.

Könnte es sein, dass das Virus im übertragenen Sinn das Konglomerat sämtlicher unverdauter und unverarbeiteter Ängste und Traumata des gesamten Kollektives darstellt?

Sind wir gehalten, unser Verhalten zu überprüfen, Belastendes abzulegen und Vertrauen zu gewinnen? Sollen wir unterscheiden lernen, was wichtig oder unwichtig ist?

Führt uns die äußere Unfreiheit dahin, dass wir uns innerlich befreien?

Wir waren so busy, immer wichtig, auf dem Sprung, am PC, zogen uns Serien rein, shoppten, flogen durch die Welt, permanent beschäftigt. Größer, schneller, weiter… mehr und mehr.

Auf einmal stand für einen Moment die Zeit still. Wir waren locked down, out of order. Jetzt geht es wieder „normal“ weiter.

Es wird Zeit, etwas zu tun!

Schau Dir Deine Biografie an, forsche nach den Ursachen Deiner Wut, Traurigkeit und Unzufriedenheit. Schau‘ nach Deinen Beziehungen. Hast Du etwas zu verzeihen und solltest Du jemanden um Verzeihung bitten? Stelle Dich Deinen Ängsten. Überlege Dir, was Du gerne tun würdest und tu es. Lass den alten Kram bewusst los und schau‘ liebevoll auf Dich und Deine Mitmenschen.

Stell‘ Dir mal vor, die meisten Menschen dieser Erde würden positiv, mit Spaß und Liebe leben …

… dann würde eine völlig neue Zeit anbrechen.

Vielleicht können wir jetzt, mitten in „Corona“, damit anfangen?

Bleib‘ gesund und lass‘ Dich nicht beißen!

Magische Momente

Magischer Moment

Kennst Du das? Du gehst spazieren, die Sonne bestrahlt einen Baum oder Dir offenbart sich ein schönes Panorama nach dem Du einen Berg erklommen hast. Plötzlich ist alles ganz anders. Es ist wie wenn ein Schalter umgelegt wird: Du fühlst Dich gut, eins mit Dir selbst und der Natur.

Wetterau

Ein anstrengender Arbeitstag liegt hinter mir, es ist immer noch sehr warm und ich laufe durch die leuchtende Landschaft. Neugierig gehe ich Wege, die ich bisher noch nicht kannte. Hinter jedem Hügel, jeder Kurve gibt es andere Überraschungen.

Tiere
Der Himmel so weit

Was kommt als Nächstes?

Augenblicke

Manchmal muss man sich einfach nur auf den Weg machen und sich auf die Magie der kleinen Dinge einlassen.

Ausblicke
Wann habe ich das letzte mal geschaukelt, zum Himmel und zurück?

Genau die kleinen Dinge helfen Dir, wieder „runterzukommen“ und manches klarer und/oder gelassener zu sehen.

Komm‘ mit und staune!

Wenn Du durch Wiesen, Felder und Wälder streifst und Dich mit allen Sinnen der Natur hingibst, wirst Du spüren, dass sich Deine Gedanken entwirren, Du ruhiger wirst und mehr bei Dir ankommst. Du siehst klar und bist klarer.

Wohin führt der Weg?

Das nenne ich Selbstbemächtigung: Sich mit der Natur verbinden, ist ein wichtiger Aspekt, wenn Du innere Freiheit erlangen möchtest. Denn vergiss nicht, dass wir Naturwesen sind. Oft berauben wir uns selbst dieser Grundlage, indem wir uns von schnellen Autos, toller Technik, Geschäftigkeit und Wichtigkeit von unserem Wesenskern ablenken lassen.

Bei meinen Spaziergängen, meist mit Hundi, erlebe ich immer wieder neues Altbekanntes:

Hinter jeder Hecke, um jede Ecke erwarten mich Ausblicke und Einblicke. Meine Sinne schärfen sich, wenn ich dem Summen der Mücken und dem Gezwitscher der Vögel lausche oder das gärende Obst rieche. Beim Laufen durch die feuchten Wiesen halten meine Stoffschühchen nicht durch, das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Das kann ich aber aushalten.

Mit vollem ❤ und ganz bewusst tauche ich in die Natur ein und werde reich beschenkt: mit Farben, Formen, Blumen, Wiesen, Bäumen.  Und mit innerer Ruhe.

Spätsommerrose

Leise schleicht sich der Herbst ein. Die Rose erinnert an die üppige Blühzeit zu Beginn des Sommers.

Das, was uns damals beschäftigt hat, ist vielleicht schon vergangen. Aber es hallt noch nach.

Wenn ich die Rose sehe, freue ich mich über ihre Schönheit. Sie wird irgendwann ihre Früchte zeigen und sich dann zurückziehen.

So ist es mit allem: Es lebt, blüht, bringt Früchte, wirft Samen und stirbt. Das ist der Reigen des Lebens. Wir sind dem unterworfen.

Vielleicht sollten wir genau heute darüber nachdenken, wie wir unsere eigene „Natürlichkeit“ zurückerlangen? Damit es sich gut anfühlt – unser Leben.

Foto: Monika Rauch

Schöne Pfingsten!

Ich freue mich sehr darüber, dass Ihr auf meiner Seite gelandet seid. ❤ Danke!

Wir haben ein langes Wochenende vor uns und die Sonne ☀️ scheint.

An Pfingsten (Pantekoste, d.h. 50 Tage nach Ostern) wurde die christliche Kirche gegründet. Salopp ausgedückt, rafften die Freunde von Jesu erst da, was sein Wirken eigentlich wirklich bedeutet: Sie sollten Liebe, Empathie und Positivität in die Welt bringen. Was die Kirche sich ab da teilweise geleistet hat … naja …

Mag man daran glauben, oder nicht, eines weiß ich:

Mit einer liebevollen Grundhaltung gegenüber Dir selbst und Deinen Mitmenschen, geht es Dir gut und Du wirst viele positive Reaktionen haben!

Fotos: Monika Rauch (Pfingstrosen und Bauernjasmin)