Naturverbunden mit sich ins Reine kommen mit Pflanzen & Kräutern, Kunst & Kultur; Küche & Garten, Reisen & Abenteuer, Pädagogik & Lebensweisheit
Autor: Monika Rauch
Ich bin Kräutermoni, Reisetante, Pädagogin, Poetin, Sängerin, Brotbäckerin, Gärtnerin und noch vieles mehr. Ich schaue positiv aufs Leben, nach dem Motto: "Ich mach mir die Welt widewidewide wie sie mir gefällt." Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise durch das Leben. Meine Fotos und Texte sind meine Sicht der Dinge.
Potsdam ist mehr als 1000 Jahre alt. Sie war Residenz- und Garnisonstadt preußischer Könige, Hof-, Militär- und Behördenstadt.
Alter Markt
Potsdam hat Flair! Es muss nicht Paris sein, auch nicht Berlin. Die Stadt ist überschaubar, die meisten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar.
LandtagHolländisches Viertel
Es hat viele kleine individuelle Läden und Cafés. Die Menschen sind sehr offen und freundlich. Hier pulsiert das Leben!
Regenguss abwarten in der Altstadt Brandenburgser Tor und Eingang vom Park Sanssouci Sanssouci diente Friedrich dem Großen als Erholungsstätte Historische Windmühle Sanssouci: Hier ranken sich Legenden und eine wahre Geschichte über einen Streit mit dem Müller und dem Adel.
Wir verbrachten hier einige intensive Stunden. Die Socken qualmten, wir haben geschwitzt und sind nass geworden. Aber es hat sich gelohnt.
Spree, Havel, Dahme, viele Seen und alle sind durch Kanäle miteinander verbunden.
Richtung OstenSpreewald
Es ist unglaublich schön hier. Die Spree verästelt sich in hunderte von Nebenarmen. Eine Kahnfahrt ist da obligatorisch. Ganz still ist es, außer dem Plätschern, das beim Staken entsteht und dem Vogelgezwitscher. Die Gewässer sind sehr fischreich, was wiederum Nahrung für andere Wildtiere bedeutet. Besonders der Biber fühlt sich hier wohl. Das größte Tier, welches hier lebt, ist der Hirsch.
Biber
Die Menschen leben vom Tourismus, Fischfang und von der Landwirtschaft. Die eingelegten Spreewaldgurken sind die Spezialität und werden landesweit exportiert. Hier siedelten sich einst Sorben, ein Volk mit slawischem Ursprung, an. Sie pflegen ihre Traditionen z.B. mit dem Erhalt ihrer eigenen Sprache und dem Tragen von Trachten zu Festtagen. Das Leben auf den vielen kleinen Inseln ist manchmal recht mühsam: Es gibt Häuser, die nur zu Kahn und/oder zu Fuß erreicht werden können. Ständig muss entwässert, gestaut und umgeleitet werden um Land zu gewinnen bzw. zu erhalten.
Spreewald
Wir wählten die Stadt Lübbenau als Ausgangspunkt. Hier war es uns etwas zu voll. Daher verließen wir den Spreewald in Richtung Nordwesten.
Wir wollten eigentlich Großstädte meiden, aber Leipzig lag auf dem Weg. Daher haben wir uns in zwei Stunden nur einen groben Überblick verschaffen können. Wir kommen auf alle Fälle wieder, in der Hoffnung, dass die Musik wieder eine Rolle spielen darf.Wittenberg Es luthert: Hier schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 ein Plakat mit 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Die Thesen sollten zur Diskussion anregen. Dass sie den Beginn der Reformationsbewegung darstellten, hätte damals niemand gedacht. Die Zeit war wohl reif für einen Umbruch. Dass sich daraus die Spaltung der Kirche in katholisch und evangelisch entwickelte, war notwendig. Die Reformation hatte unweigerlich einen großen Einfluss auf die gesamte Weltgeschichte.Hotel „Alte Canzley“ gegenüber der Schloßkirche
Der Bergbau in Thüringen hat eine fast tausendjährige Geschichte, hauptsächlich wurden Erze, Salze, Schiefer abgebaut. Im 20. Jahrhundert konzentrierte man sich u.a. auf die Urangewinnung. Mit der politischen Wende und der globalen Marktwirtschaft begann das große Grubensterben, samt der Zuliefer- und Abnahmebetriebe. Nur wenige Firmen der damaligen DDR überlebten dieses Drama und viele Kumpel verloren über Nacht ihre Arbeit.
OrlamündeAbends genossen wir die milde Sonne im Garten des Hotels. Und nachts leuchtete der Mond ins Zimmer.
Champingplatz am Kiessee in Breitungen. Sehr gepflegt. Man kann kleine Häuschen bzw. Tinyhouses mieten oder ganz normal zelten. Für Familien bieten sich einige Möglichkeiten: den Strand mit Steg, Lagerfeuerplatz, Minigolf, Brötchenservice, überschaubares Terrain, viele Kinder … Fahrzeugmuseum/SuhlWerraquelle/Masserberg: Weil wir so erschöpft waren von der Autofahrerei, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, mit einer Kutsche zu reisen. Immerhin waren wir dabei an der frischen Luft.Entlang der Schwarza„Besondere historische Bedeutung erlangte Schwarzburg, als Reichspräsident Friedrich Ebert im Urlaub am 11. August 1919 die Weimarer Verfassung unterzeichnete.“ Wikipedia Sicht vom Hotel am Marienturm/Rudolstadt. Der Hotelier war so nett und ließ uns den Youngtimer im Carport unterstellen. Das Verdeck ließ sich nicht schließen. Dafür konnten wir ruhig schlafen.
Meine Eindrücke: Wunderschöne Landschaften, sehr freundliche Menschen und gut restaurierte Städte. Außerdem ist hier das Leben bezahlbar.
Unterwegs Friedrichroda Gugg vom Großen Inselsberg
Momentan sind wenige Touristen unterwegs. Ich schätze, dass das durch Corona bedingt ist. Schade für die Menschen dort, die vom Tourismus leben.
Heimatmuseum Lohmühle Ein betriebseigenes Museum des Dörfchens Lohmühle durften wir ganz alleine besichtigen. Übrigens besteht dieses Dorf seit Generationen ausschließlich aus dem besagten Familienbetrieb, einer Lohmühle. Dieses Museum stand gar nicht in unserem Reiseführer, wir waren aber froh, es entdeckt zu haben.Übernachtet haben wir eher zufällig (dank einer Internetplattform) in Schmalkalden und waren überrascht von der Altstadt.Schmalkalden
In unzähligen Geschichten tauchen die Zwerge auf als fleißige Helferlein, kleine Bösewichte oder listige Kerle. Mit der Zeit vermischte sich das Bild der legendären Hausgeister mit dem der Zipfelmützen tragenden Bergleute:
Besuch der Feengrotte in Saalfeld/Thüringen
Eigentlich wurde hier seit dem 16. Jahrhundert weicher Schiefer abgebaut. Aus diesem ließen sich leicht Alaunsalze lösen. Diese wurden fürs Gerben verwendet und sind in der Heilkunde als Blutstiller bekannt. Die Schutzpatronin der Bergleute ist die heilige Barbara. Und das Licht ist für die Bergmänner lebenswichtig.
12 Stunden mussten die armen Kerle nur mit einem Kienspan beleuchtet im Berg bleiben. Daher litten sie oft unter Vitamin-D-Mangel und das ließ die Männer/Kinder nicht richtig wachsen. Das Wort Zwerg kommt von „zu wenig Licht“. Die Bergleute trugen tatsächlich Zipfelmützen, die sie oben mit Wolle oder Stroh ausstopften, um sich im Stollen nicht den Kopf anzuhauen.
Heute ist die Grotte eine touristische Attraktion, da die gelösten Elemente (Phosphor, Eisen, Schwefel) schneller zu Tropfsteingebilden wachsen als Kalk. Diese Gebilde verwandeln die Höhlen in eine märchenhafte Welt.
Unsere Tour durch den Berg ging ca. eine Stunde und wurde fachkundig begleitet. Anschließend konnte man sein Wissen im Museum vertiefen und/oder mit Kindern einige Attraktionen in Angriff nehmen. Das wollten wir dann aber doch nicht. Ach ja … genug Tünnef gab es auch noch zu kaufen. Ich hab‘ ihn lieber fotografiert.
Selbstbemächtigung = die Geschichte unserer Vorfahren ergründen
Ich freue mich sehr darüber, dass Ihr auf meiner Seite gelandet seid. ❤ Danke!
Wir haben ein langes Wochenende vor uns und die Sonne ☀️ scheint.
An Pfingsten (Pantekoste, d.h. 50 Tage nach Ostern) wurde die christliche Kirche gegründet. Salopp ausgedückt, rafften die Freunde von Jesu erst da, was sein Wirken eigentlich wirklich bedeutet: Sie sollten Liebe, Empathie und Positivität in die Welt bringen. Was die Kirche sich ab da teilweise geleistet hat … naja …
Mag man daran glauben, oder nicht, eines weiß ich:
Mit einer liebevollen Grundhaltung gegenüber Dir selbst und Deinen Mitmenschen, geht es Dir gut und Du wirst viele positive Reaktionen haben!
Fotos: Monika Rauch (Pfingstrosen und Bauernjasmin)
Damals, als ich noch jung war … Damals war für mich ganz klar: Ich heirate, habe eine Schar von Kindern, einen netten Mann und die Sonne scheint. Wir sitzen am Frühstückstisch draußen, plaudern angenehm und die Kinder spielen im Garten. Genau wie bei der Rama-Margarine-Werbung im Fernsehen. Ich bespreche mich mit meinen Mann, wir haben tiefe Gespräche. Er hört interessiert zu während ich meine Sichtweise darlege. Er ist stets über meine Ansicht informiert und toleriert diese natürlich. Ich weiß selbstverständlich immer über ihn Bescheid, er spricht über seine Gefühle und ich bin ihm eine große Stütze.
Die Woche über stehe ich mit meinem Mann auf, schmiere ihm die Brote, hüte tagsüber Haus, Garten und Kinder. Wenn er abends ermattet nach Hause kommt, umsorge ich ihn gut gelaunt mit seinem Lieblingsessen. Übrigens bin ich immer adrett (wer kennt das Wort noch?) gekleidet.
Wenn mein Mann gut drauf ist, kochen wir gemeinsam mit einem Glas Wein und unterhalten uns dabei. Und währenddessen spielen die Kinder im Hintergrund. Fernseher, Videospiele, Konsolen und so weiter waren nie Gegenstand meiner Träume.
Im Bett läuft es sehr romantisch ab, mit Kerzenschein, Rosenblättern und klassischer Musik. Ich muss zugeben, dass ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht habe, wie die Kinder entstanden sind. Sie waren einfach da.
Apropos Kinder … In meinem Traum gab es eigentlich überhaupt keine Probleme … Aber es war mir klar, dass meine Kinder sofort kommen, wenn ich sie rufe. Ich gebe ihnen einen Auftrag und, zack, wird er erledigt. Aber eigentlich muss ich keine Aufträge erteilen – sie wissen von sich aus, was zu tun ist. In der Schule läuft es einfach gut, darüber musste ich gar nicht nachdenken – Schule war für mich bedeutungslos. Unsere Kinder haben ein paar Freunde, die höflich grüßen und leise mit den anderen spielen.
Abends bringen wir die Kinder ins Bett und rangeln fröhlich, spielen mit ihnen, erzählen Geschichten oder erklären die Welt. Als Familie machen wir gemeinsame Ausflüge und schöne Urlaube.
Und wie sieht es in Wirklichkeit aus? Ich muss das gar nicht so genau beschreiben. Wahrscheinlich hat jeder seinen eigenen Film im Kopf. Einiges von meinem Traum lief und läuft tatsächlich sehr gut.
Einiges lief/läuft eher „naja“: Kinder sind nicht leise und dezent. Der Mann hat manchmal schlechte Laune und wir auch. Wir sind berufstätig und machen das nicht immer gerne. Diskussionen über PC-Konsum, Schule, Fehlverhalten und Sorgen über Krankheiten usw. bestimmen unser Denken und manchmal können wir nicht mehr. Ach ja, im Traum habe ich nie über meinen eigenen Stress nachgedacht.
Die kindlichen Träume sind ja tatsächlich das Idealbild einer gut funktionierenden Familie. Und die Träume zeigen das, wonach wir uns sehnen: Wir sind liebevoll, achtsam und tolerant. Wir leben im Einklang mir der Natur, atmen frische Luft und wissen im Inneren, was richtig und falsch ist.
Damals, als ich bereits etwas Lebenserfahrung hatte, war mir klar, dass ich das alles ganz anders machen werde als meine Eltern. Ich dachte, dass ich nur das Gegenteil machen müsste und, tara, alles läuft bestens! So haben wohl meine Eltern auch gedacht … und deren Eltern usw.
Eines hab ich in meiner Träumerei komplett übersehen: Ich habe aus meiner Perspektive heraus geträumt. Ich war aktiv und habe getan und zugeliefert. Ich! Ich fühlte mich in meiner Familie zuständig dafür, dass alles gut läuft. Ich schmierte meinem Mann und den Kindern die Brote und betüttelte sie. Ich kochte, machte sauber, hetzte zu den Elternabenden und versuchte alles im Zaun zu halten. Ich war unentbehrlich. Mein Mann auch, auf seine Art. Wir hetzten uns und vergaßen uns selbst. Wir erfüllten die Bedürfnisse der anderen und haben nicht auf unsere gehört.
Unsere Träume sind gute Träume!
Also, liebe Träumer*Innen 🙂: Schluß mit Betüttelung und Pudern mit dem Klammersack! Und ran an die Verantwortung! Übernehmt die Macht für Euch und stärkt die Eigenverantwortung Eurer Kinder, Ehemänner, Eltern. Helft, wo nötig, lasst los, wo möglich. Selbstbemächtigung nennt man das. Und die führt dazu, dass sich vielleicht doch der Rama-Familien-Traum erfüllen lässt.
Die Steineschlange am Main in Dörnigheim wächst. Sie zeugt von der Hoffnung, dass alles gut wird. ⚘
Die ersten Lockerungen geben schon mal einen Vorgeschmack auf unser altes neues Leben: Es wird lauter auf den Straßen, beim Einkauf wird gedrängelt, im Büro steht das Telefon nicht still, das Homeoffice kennt kein Ende, Radfahrer überrollen Dich fast, wenn Du nicht vorher ins Gebüsch springst, der Müll liegt malerisch in der Landschaft verteilt usw. Ich könnte noch mehr über diesen Mist schreiben. Aber was soll’s? Ich weiß nur eines: Das ist krank! ⚘
Wenn Corona uns etwas lehrt, dann: Hört auf Euer Herz. Lasst Euch nicht drängeln. Behaltet den Kontakt zu Euren Kindern. Sorgt für Euch. Atmet gute Luft. Geht in die Natur. Habt Geduld. Bleibt bei Euch! Übernehmt Verantwortung. Jeder. Dann ändert sich etwas. Zum Guten. … und die Schlange wächst … ⚘