Autor: Monika Rauch
Landschaft und Fachwerk

Kleine Reise nach Nordhessen über Frankenberg – Twistesee – Bad Arolsen – Mengeringhausen
In Zeiten der Pandemie sollen wir ja so wenig wie möglich reisen. Wir halten uns dran. Allerdings überkommt manchmal das Reisefieber. Dann packen wir den Picknickkorb und fahren etwas weiter weg – dorthin, wo wenig los ist. Vorher (oder im Nachgang) recherchieren wir die Orte, die wir besuchen und lernen nebenbei noch etwas😊. Voller neuer Eindrücke, mit schönen Gesprächen nebenbei und Ideen, wo wir nach der Pandemie einmal einkehren möchten, kommen wir nach Hause.
Mehr Foto-Videos auf meinen YouTube-Kanälen: https://youtube.com/channel/UCctkpdc9Pvg_PETABK-nLug
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Interessantes über Mengeringhausen: https://www.bad-arolsen.de/de/unsere-stadt/stadtportrait/stadtteile/mengeringhausen.php
Location Walkemühle: https://walkemuehle.de/
Twistesee: https://www.twistesee.de/
Im Flow sein
Ist es Dir zuhause langweilig? Fühlst Du Dich gefangen? Du kommst nicht raus oder nicht hoch?
Schau Dich um! Inspiziere Deine Lebensmittel. Koche/backe, was dir einfällt oder suche Dir ein Rezept heraus. Arrangiere Blumen, zünde Kerzen an, hol‘ das neue Geschirr hervor, koche Dir einen Kaffee, male ein Bild, singe ein Lied oder höre Dir schöne Musik an. Das Wichtigste: Fang an! Raff Dich auf!
Du wirst sehen: Wenn Du startest und in Ruhe eins nach dem anderen tust, sortieren sich Deine Gefühle und das Gedankenkarussell hält an. Du kommst in den „Flow“ (= fließen) und das verschafft innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.
Du bemächtigst Dich selbst. Niemand anderes kann das für Dich tun. Du hast es in der Hand. ❤
Morgenmeditation
Laufe langsam. Atme tief. Achte auf die Schönheit. Nimm wahr, wie die Sonne in Dein Gesicht scheint und der Wind Deinen Körper umstreichelt. Höre das Gezwitscher der Vögel und das Raunen der Natur. Lass‘ Deine Gedanken kommen und gehen. Gehe neue Wege. Schau‘ Dich um. Achte auf Details. Höre zu, schaue und fühle, was Dir die Natur sagt. Atme Inspiration ein. Atme aus, was Du nicht mehr brauchst. Freue Dich, über das, was Du wahrnimmst. Sag danke.❤
Video: Auf das Bild drücken
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Kurz vor des Nachtes Ruh

Kurz vor des Nachtes Ruh es schnattert und flattert. Die Luft umschmeichelt und streichelt. Zarter Blütenduft. Der Abend neigt sich und der Mond schaut zu.



Fotos und Texte: Monika Rauch
Lockdown Blues
Wenn mich die Lust auf Süßes überfällt, verschön‘ ich mir die Welt.
Leider nur für kurze Zeit. Denn nicht nur mein Lächeln wird breit.
Der Lockdown macht’s möglich, dass wir uns nicht seh’n. Wenn ich so an mir runtergugg‘, find‘ ich das ganz schön.
Und weil Du mir fehlst, stopf‘ ich es in mich rein. Ich armes Schwein!
Fotos und Text: Monika Rauch

Blumengrüße

Josef Guggenmos:
Die Tulpe
Dunkel war alles und Nacht.
In der Erde tief
die Zwiebel schlief, die braune.
Was ist das für ein Gemunkel,
was ist das für ein Geraune,
dachte die Zwiebel,
plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben
und jauchzen und toben?
Von Neugier gepackt,
hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt
mit einem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Resteverwertung: Herzhafte Muffins
Vom Vortag war noch Kartoffelpüree übrig. Den wollte ich sinnvoll verwerten. Also „googelte/chefköchelte“ ich und mixte alles, was mir gefiel, zusammen: Kartoffelbrei, Creme Fraiche, ein Ei, Parmesan-Käse, zerbröselte Reste von altem Gouda, Frühlingszwiebel, durchwachsener Speck.


Fazit: Der Teig ist fluffig und weich und lässt sich daher schwer aus der Form heben. Besser: Papierförmchen nutzen.
Geschmack: Zergeht auf der Zunge 😋 lecker! Allerdings: Auf den Speck hätte ich verzichten können, das war mir zu salzig. Für meinen Geschmack dürften mehr Frühlingszwiebel in den Teig. Bei der Teigmenge hätte wahrscheinlich ein zweites Ei für mehr „Zusammenhalt“ gesorgt.
Alles in allem: Wird heute mit Salat verspeist. Und beim nächsten Mal kommt mehr Gemüse rein.
Ein kalter Morgen im März
Wenn ich in Rodheim übernachte, gehe ich gerne früh mit meinem Lieblingshund spazieren.




„Alter Berg“









nach Petterweil






Unsere kleine Tour dauerte eine knappe Stunde. Die letzten 100 m entdeckte Rusty jemanden vorm Haus. Da gab es kein Halten mehr … Mit Freudengebell und Propellerrute begrüßte er sein Frauchen, als hätte er sie Ewigkeiten nicht gesehen.
Ich hab‘ mich auch gefreut, weil es danach ein leckeres Frühstück gab.
Im März
Habt Ihr das alte Kinderlied bzw. Volkslied auch im Kopf? In den ersten Strophen heißt es: „Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt. Er pflanzt und er schneidet die Bäume im Land. Er ackert, er egget. Er pflüget und sät und regt seine Hände
gar früh und noch spät.“
Bei meinen Spaziergängen durch die Felder ging mir das Lied nicht mehr aus dem Sinn. Jetzt ist März, die Luft ist rau, aber die Sonne scheint und manchmal ist es sogar warm. Was wächst da eigentlich jetzt schon auf den Feldern und in den Gärten? Wird nicht erst im März ausgesät, wenn man dem Lied glauben will?

Im März startet das landwirtschaftliche Leben. Felder werden für die Frühjahresaussaat vorbereitet. Davor wird die Erde mit Egge, Grubber und Pflug bearbeitet. Dies dient dazu, die Erde zu durchmischen, zu zerkleinern und unerwünschte Pflanzen klein zuhalten. Viele Landwirte sind dazu übergegangen, den Boden mit Gründüngung vorzubereiten: Nach der letzten Ernte im Herbst wird Gründünger ausgebracht. Das sind Pflanzen, die die Oberfläche begrünen und deren Wurzeln die Erde auflockern (Kreuzblütler wie Gelbsenf, Ölrettich oder Winterraps, Lupinen, Klee, Erbsen). Gründünger vermodert und dient Kleinstlebewesen als Nahrung. Das wiederum hält Schädlinge fern. Als Nebeneffekt werden Nährstoffe an den Boden abgegeben. Die Durchwurzelung belüftet und lockert die Erde, was das tiefgehende Pflügen ersparen kann. So wird der Boden vor Austrocknung und bewahrt.

Wenn die Felder im März schon grün sind, ist das entweder noch der Gründünger oder es ist Winterweizen. Dieser sieht aus wie Gras und wurde im Spätherbst/Winter ausgesät und wird ab Juli geerntet. Auf den Feldern in der Wetterau werden im Frühjahr meist Kartoffeln, Dickwurz, Zuckerrüben, Sommerweizen, Sommergerste, Hafer und Mais ausgebracht. Diese Pflanzen werden im Spätsommer oder Frühherbst geerntet.


haben die meisten Bäume bereits Knospen.
Offizieller Frühlingsanfang ist dieses Jahr der 20. März. Die Natur erwacht zum Leben, auch wenn sich der Winter mit Kälteeinbrüchen, Schnee und Regen verabschiedet. Die Tage werden länger und die Sonne gewinnt an Kraft. Die Wärme lässt die Pflanzen schneller wachsen. Die meisten Tiere werden im Frühjahr geboren, weil die Jungtiere höhere Überlebenschancen in der warmen Jahreszeit haben: Die Eltern können sich gut ernähren, was eine gute Milch bedeutet, das wachsende Laubwerk bietet Sichtschutz, Vögel profitieren von den Insekten und Würmern.

Übrigens: Bienen überwintern, indem sie in ihrem Stock eine Traube bilden, in der sie sich gegenseitig wärmen.
Im März beginnt der Reigen: Das Leben erwacht, die Natur bricht sich Bahn. Auch wir Menschen verlassen unser „Winterquartier“ und suchen die Nähe zur Natur, die uns inneren Frieden schenkt, indem wir sie „bearbeiten“ oder einfach nur spazieren gehen. Wir sind natürliche Wesen und der März lockt uns heraus zu unserem Ursprung. Hören wir auf den innerlichen Ruf, werden wir mit Licht, Wärme und schönen Düften beschenkt. Biochemisch können wir Vitamin D aufbauen, was uns vor Krankheiten und Depressionen schützt. Die Gerüche stimulieren unser Gehirn und fördern die kognitive Entwicklung und den Tatendrang.
„Im Märzen der Bauer die Rosse einspannt …“ , das bedeutet im übertragenen Sinne: Jetzt ist es an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen. Also … Was hindert uns daran, herauszugehen und aktiv zu werden?
Fotos und Text: Monika Rauch




