Wenn ich es schaffe, vor dem Aufstehen hochzukommen und mich schnell fertigzumachen, hab ich einen wunderbaren Start in den Tag. Alles ist noch unberührt. Es summt und zwitschert, der Morgennebel wabert und die Sonne wärmt schon leicht das Gesicht.
Was flitzt denn da?Rusty wartet auf meine Ansage.Es ist noch ein wenig frisch.Blühwunder
Sich aufraffen, alles (Un-)Wichtige liegen lassen und in die Natur gehen. Selbstbemächtigung. 😍
Für mich beginnt das Wochenende mit einem ausgedehnten Gassigang mit meinem Lieblingshund. Er wartet auf mich während ich fotografiere und Pflanzen sammle. Ich warte auf ihn, wenn er schnüffelt oder einen Stock zerkaut.
Ich streife durch die Felder und da ist dieses umunstößliche Gefühl der Verbundenheit mit genau dieser Natur. Mein Impuls ist es, mich auf den Boden zu legen und die Erde zu umarmen. (Mach ich nicht, das könnte ja jemand sehen.)
Ich überlege, wie es wäre, ganz hier her zu ziehen. Es gibt so viel zu bedenken.
PappelnKleines Naturschutzgebiet Rusty hat immer was zu tunRapsfelder am „Alten Berg“
Das Gefühl ist im Widerstreit mit meinem Kopf. Also lasse ich das Denken und konzentriere mich auf den Augenblick. Das ist es wahrscheinlich.
Ich nehme die Vertrautheit als Geschenk und genieße es einfach und bin dankbar.
Manchmal schaffe ich es, früher vom Job wegzukommen. Dann fahre ich nach Rodheim, hole meinen Lieblingshund ab und gehe spazieren. Ich habe meine Stellen und bin erstaunt, was die Natur für mich bereit hält. Ich klappere die Wiesen und Weiden nach Kräutern und schönen Motiven ab:
Noch fließt in den Gräben das Wasser.Findest Du eine Feder, könnte Dein Schutzengel in der Nähe sein.Langsam fängt der Raps an zu blühen.Jeder Baum ist anders. Auch wenn sie knorrig oder schief da stehen, sie passen wunderbar in die Landschaft. Hanfweide/Korbweide: Aus den langen Ruten lassen sich Körbe flechten.WetterauRusty durchschnüffelt die Umgebung und wartet geduldig auf mich.
Nur ein kurzer Spaziergang lässt mich herunterfahren. Vielleicht sollte ich mir beim nächsten Mal eine Decke mitnehmen …
Typische Landschaftsbilder: Windmühlen und Apfelbäume.
Die Streuobstwiesen „Auf der Hartig“ laden zu abwechslungsreichen Spaziergängen mit Fernblicken nach Frankfurt und in den Main-Kinzig-Kreis ein. Hier gibt es noch alte Apfelsorten wie „Goldparmäne“, „Chaboulais“ und „Gute Luise“. Der Arbeitskreis Streuobst (http://www.streuobst-maintal.de/) und der Obst- und Gartenbauverein (https://www.ogv-hochstadt.de/) sorgen für den Erhalt und die Pflege des Kulturlandes. Z.B. kann man Baumschnittkurse belegen oder Vorträge über die heimische Tier- und Pflanzenwelt besuchen – soweit es die Pandemievorschriften derzeit zulassen.
Von den Streuobstwiesen hier kommt auch das hessische „Stöffche“ (Apfelwein), das von einigen Keltereien produziert wird. Außerdem gibt es den richtigen Wein, der vom Winzerverein vinifiziert wird. Genießen kann man die Weine und Säfte auf den vielen Hochstädter Festen oder in den Gasthäusern und Schenken der Umgebung.
Schon öfter habe ich über die Schlehe geschrieben. Nun machte mich meine Mutter darauf aufmerksam, dass der Winter erst dann ginge, wenn die Schlehen verblüht seien. Meine Mutter hat die Weisheit von Ihrer Schwiegermutter und das würde im Dorf auch so erzählt werden.
Meine Idee dazu ist, dass die Schlehen vielleicht Kälte benötigen, um lange blühen zu können.
Dieses Jahr ist’s ganz schön kalt und die Schlehen blühen schon geraume Zeit …
Ich habe bisher keine Überlieferung finden können, deshalb kreiere ich meinen eigenen Spruch dazu:
„Blüht der Schwarzdorn lange zart, bleibt der Winter länger hart.“
Kennt Ihr diese Weisheit oder sogar einen Spruch dazu? Habt Ihr andere Sprüche zu Natur und Pflanzen auf Lager?
Standort: Echzell/ Wetterau. Der Parkplatz läßt sich über Google Maps gut finden.
Naturschutzgebiet mit Feuchtwiesen, Auen, vielen Störchen, Gänsen, Enten, Wattvögeln, Rindern, Rehen, Bibern, Nutrias und seltenen Pflanzen. Unser Auto stellten wir am Parkplatz Bingenheimer Ried ab und liefen einmal um das Gebiet herum, wir waren etwa zwei Stunden unterwegs für ca. zehn Kilometer. Unterwegs gab kleine Stationen mit Erklärungen, außerdem gab es auch ein paar Bänke, die zum Verweilen einluden. Das raue Aprilwetter mit Wind, Sonnenschein und ein paar Schneeflocken ließ uns denken, wir seien am Wattenmeer.
Wir sahen viele verschieden Vogelarten und zwei Sprünge Rehe, die über die Felder liefen. Da ich mit dem Handy fotografiere, konnte ich keine guten Fotos davon machen. Dafür lagen aber einige Fotografen mit riesigen Objektiven auf der Lauer.
Hier gibt es über 50 Storchenpaare.
Das Ried ist etwas Besonderes. Ich war sehr bewegt von der Vielfalt dort. Die Mitglieder vom NABU leisten eine klasse Arbeit. Hier der Link ihrer Homepage: http://www.nabu-bingenheim.de/verein/chronik/
Spaziergang zu den Strassheimer Teichen des Angelsportvereins Friedberg (ASV)
Zwischen Rosbach und Friedberg liegt der idyllische Teich mit einem kleinen Nebengewässer. Hier kann man sich ausruhen und die Natur genießen. Mittlerweile ist ein Biber heimisch, so wie viele Singvögel. Komorane und Fischadler kommen gerne auf einen Fischsnack vorbei. In der Umgebung stehen Obstbäume mit alten Sorten. Ein schönes schützenswertes Ausflugsziel.
1972 legten Mitglieder des Angelvereins in Eigenregie die Fischteiche an. Hier werden heimische seltene Fischarten (Karauschke, Bitterlinge, Moderlieschen) gezüchtet und in den Bäche und Flüssen der Umgebung renaturiert. Diese Fische stehen unter Artenschutz und dürfen daher nicht geangelt werden. Gefischt werden hier hauptsächlich Karpfen. Falls ein geschützter Fisch anbeißt, wird er sofort zurückbefördert .
„Nächster Halt: Anglerteiche“
Obstplantagen (Äpfel?) mitten im Feld
Biberspuren
Weide
Wöllstadt
Wetterau – weites Land
Die Lock-ups and -downs der Pandemie machen es uns nicht immer leicht, unsere freie Zeit zu gestalten. Was immer geht, um neue Eindrücke zu erhalten und den Kopf frei zu machen, ist ein Spaziergang.
Spaziergang durch die Steuobstwiesen an derHartig in Maintal-Hochstadt
In diesem Jahr braucht der Frühling etwas länger als sonst. Der Wind ist noch recht kühl, aber in
der Sonne geht’s. Das erste Grün zeigt sich und zarte Blüten schmücken die kahlen Äste.
Schlehen/SchwarzdornMisteln – Schmarotzer, Wurzelparasiten, Segensbringer HeurollenSkyline von Frankfurt Gugg Richtung HanauSpeierling Bienenstöcke
Schon oft bin ich die gleichen Wege gegangen. Man könnte meinen, dass es dann langweilig wird. Doch jede Stunde, jeder Tag, jeder Monat, jedes Jahr zeigt sich die Natur in einem anderen Kleid. Das Licht, die Temperatur, die Wolken, der Wind setzen die Landschaft in Szene. Letztendlich ist es aber meine Sicht der Dinge, meine eigene Stimmung, die mit meinem Umfeld „korrespondiert“. Ich gehe in „Beziehung“ mit der Natur und sie mit mir. Bin ich dem Leben gegenüber negativ gestimmt, oder auch nur schlecht drauf, regt mich der Müll am Wegesrand auf oder die Mistelzweige, die die Bäume aussaugen. Ist meine Grundstimmung positiv, sehe ich den Müll ebenfalls, ich ignoriere ihn oder hebe ihn auf. Vielleicht ärgert es mich auch kurz. Mein Augenmerk ist allerdings auf das Schöne gerichtet. Gehe ich also mit freudigem offenem Herzen und staunend durch die Welt, dann entdecke ich immer etwas Neues und fühle mich reich beschenkt.
Es ist eines der Lebensgesetze: Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Laufe langsam. Atme tief. Achte auf die Schönheit. Nimm wahr, wie die Sonne in Dein Gesicht scheint und der Wind Deinen Körper umstreichelt. Höre das Gezwitscher der Vögel und das Raunen der Natur. Lass‘ Deine Gedanken kommen und gehen. Gehe neue Wege. Schau‘ Dich um. Achte auf Details. Höre zu, schaue und fühle, was Dir die Natur sagt. Atme Inspiration ein. Atme aus, was Du nicht mehr brauchst. Freue Dich, über das, was Du wahrnimmst. Sag danke.❤