Unsere Sommertour2026

Liebe Leute, lange ist er her – unser Sommerurlaub. Viel ist passiert seither, das ist aber eine andere Geschichte. Ich möchte Euch unsere letzte Tour zeigen. Sie war etwas ganz besonderes: Wir waren nämlich wirklich ganz gechillt und hatten eine gute Route. Ich zeig hauptsächlich Bilder und vielleicht fällt mir das eine oder andere dazu ein. Schaut halt selbst:

Von Maintal nach Kärnten an den Weißensee

Wie gut, dass wir um 4:00 Uhr in der Früh gestartet sind. So kamen wir recht entspannt voran.

Den Weißensee nennt man auch“Karibik der Alpen“: Das klare, türkise Wasser und die gute Wasserqualität (Trinkwasserqualität) machen ihn zu einem beliebten Badesee. Außerdem liegen die Orte in einer „Sackgasse“, d.h. es führt keine Straße drum herum, so dass man nicht einfach vorbei fährt, sondern gezielt dort hinreist, so wie wir eben. Der Weißensee ist mit 945 m der höchstgelegene See Kärntens.

Nach zwei Tagen sind wir weitergereist in Richtung Kroatien.

Über Land nach Poreč

Wir sind so gerne in Poreč in der Villa Rausch – hier hats eine schöne Atmosphäre mitten auf dem Lande.

Von Istrien nach Dugi Otok

Vom Hafen in Zadar sind wir mit der Fähre zur Insel Dugi Otok gefahren. Die Fahrt mit der Fähre dauerte etwas über 2 Stunden, für die Strecke von Poreč  bis Zadar haben wir ca. 4 Stunden gebraucht.

Auf Dugi Otok gehen die Uhren langsamer – hier ist es ursprünglich und es sind wenige Touristen vor Ort. Unsere Unterkunft war ein kleines Haus mit Garten mitten in einem kleinen Dorf. Nachdem wir die Insel erkundet hatten, sind wir am liebsten mittags zum kleinen Strand im Dorf gegangen.  Meist haben wir danach in der Konoba am Hafen gespeist. Tatsächlich spielten hier noch die einheimischen Kinder so „richtig“, also ohne Handy. Das war wie in einer anderen Welt.

Lest gerne meinen Blog über energetische Pflanzen auf der Insel: https://monika-rauch.com/2026/01/18/kraeuter-als-wegweiser/

Von Dugi Otok zu den Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen liegt im bergigen Karstgebiet Zentralkroatiens, etwa auf halber Strecke zwischen Zagreb und der Adriaküste. Er besteht aus 16 terrassenförmig angeordneten Seen, die durch über 90 Wasserfälle miteinander verbunden sind.

Die Seen sind in obere und untere Seen gegliedert und von dichten Buchen-, Tannen- und Fichtenwäldern umgeben. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und türkis, was auf den hohen Gehalt an Kalk (Calciumcarbonat) zurückzuführen ist. Durch natürliche chemische und biologische Prozesse bilden sich ständig neue Sinter- bzw. Travertinbarrieren, die die Seen voneinander trennen. Genau diese fortlaufende, dynamische Landschaftsentwicklung macht den Park einzigartig.
Daher gehört er zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Um dieses empfindliche Ökosystem zu schützen, werden Besucher zeitlich gestaffelt in festen Besucherblöcken in den Park eingelassen. Die tägliche Besucherzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung bzw. der Ticketkauf im Voraus ist dringend notwendig, besonders in der Hauptsaison. Die Eintrittskosten liegen bei ca. 40 Euro in der Hauptsaison. Ein Besuch in der Nebensaison lohnt sich auf alle Fälle, weil weniger los ist und die Kosten geringer ausfallen.

Baden im Fluß in der Nähe des Naturschutzgebietes

Nach einem heißen Tag mit glühenden Füßen im Nationalpark fanden wir ein Kleinod ganz in der Nähe – das Naturbad im Fluss Korona in Slunj. Hier konnten wir im Fluß schwimmen und es gab fast keine Touristen.

Von den Plitvicer Seen in die Steiermark und Graz

Wir checkten für einige Tage ein Gasthaus direkt an einem kleinen Badesee ein. Von dort machten wir eine Tour in die Landeshauptstadt Graz.

Nach Hause

Nach ca. neun Stunden sind wir zuhause angekommen erfüllt mit schönen Erlebnissen. Ich schreibe diesen Blog als Reiseerinnerung für mich und meinen Mann und für alle, die es interessiert.

Selbstbemächtigung = reisen und lernen

Schönes Fichtelgebirge

Endlich mal wieder ein Kurzurlaub! Reiseziel war ein Hotel in Weißenstadt im Fichtelgebirge. Leider war ich ziemlich erkältet, so konnte ich keine anstrengenden Touren laufen – und doch habe ich einiges gesehen und konnte das genießen.

Das Fichtelgebirge liegt in Nordostbayern in Deutschland und erstreckt sich über die Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Hof und Kulmbach. Das Mittelgebirge grenzt im Norden an das Vogtland, im Osten an das Egerland (Tschechien), im Süden an die Fränkische Schweiz und im Westen an das Obermainische Hügelland. Der höchste Berg ist der Schneeberg (1.051 m). Wichtige Flüsse wie die Saale, Eger, Naab und die Quellflüsse des Mains entspringen hier.

Das Fichtelgebirge ist eine reizvolle Urlaubs- und Erholungsregion mit  weitläufigen Fichtenwäldern, markanten Granitbergen mit eindrucksvollen Felstürmen und Steinformationen.

Die Gesteinsblöcke, die überall in den Wäldern zu finden sind, regen zu allerlei Sagen an, z.B. diese:

Die Sage vom Riesen auf dem Schneeberg

Bild: Pixabay

Vor langer Zeit lebte auf dem höchsten Berg des Fichtelgebirges, dem Schneeberg (1.051 m), ein gewaltiger Riese. Er war so groß, dass er mit wenigen Schritten die umliegenden Täler durchqueren konnte.

Obwohl er furchteinflößend aussah, war der Riese gutmütig und tat den Menschen nichts Böses. Doch er hatte eine merkwürdige Angewohnheit: Wenn ihm langweilig war, spielte er mit riesigen Felsbrocken. Er hob sie hoch, warf sie in die Luft oder rollte sie den Berg hinunter ins Tal. Oft donnerte es dann so laut, dass die Menschen glaubten, ein Unwetter ziehe auf.

Eines Tages jedoch übertrieb es der Riese. Ein besonders großer Felsen rollte mit solcher Wucht ins Tal, dass er mehrere Bäume entwurzelte und einen Bach staute. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fürchteten sich sehr und baten die Götter um Hilfe.

Daraufhin erschien ein alter, weiser Mann auf dem Schneeberg. Er sprach ein mächtiges Wort und plötzlich erstarrte der Riese. Seine Gestalt verwandelte sich in Felsen und wurde eins mit dem Berg. Bis heute sollen die großen Granitblöcke auf dem Schneeberg Überreste des versteinerten Riesen sein.

Manche Wanderer berichten, dass sie bei starkem Wind manchmal ein tiefes Grollen hören – als ob der Riese im Inneren des Berges noch immer schlafe.

Am Felsenlabyrinth

Die Luisenburg, in der Nähe von Wunsiedel, ist Europas größtes Felsenlabyrinth und Nationales Geotop. Leider konnten wir nicht rein wegen der Winterschließung. Aber auch am Rande konnten wir sehen, welche Kräfte hier gewirkt haben:

Bergbau im Fichtelgebirge

Bereits seit dem frühen Mittelalter betrieb man im Fichtelgebirge Erzbergbau. Abgebaut wurden vor allem Gold, Zinn, Eisen, Minerale, Erden und Steine (Basalt, Braunkohle, Diabas, Granit, Lehm, Speckstein, Ton, Torf). In jüngerer Zeit entdeckte man Uranerzlagerstätten. In Hammerwerken (siehe Ortsnamenendungen mit -hammer) an den Fichtelgebirgsflüssen, in Schmelzöfen und Schmiedebetrieben erfolgte die Weiterverarbeitung der Metalle. Die Wälder des Gebirges lieferten das erforderliche Holz für die Herstellung von Holzkohle. Im 30jährigen Krieg ging der Bergbau danieder, die Erzlagerstätten waren weitgehend ausgebeutet. Alexander v. Humboldt versuchte im 18. Jahrhundert den Bergbau nochmals zu beleben. Viele Städte und Orte (z.B. Wunsiedel, Weißenstadt, Arzberg, Fichtelberg-Neubau, Goldkronach) verdanken ihre Entstehung dem Bergbau.

Quelle:  Bayern-Fichtelgebirge.de

Pflanzen und Tiere

Man bezeichnet das Fichtelgebirge als Drehscheibe der Artenvielfalt. Große zusammenhängende Wälder bieten scheuen Waldbewohnern mit weiträumigen Lebensraumansprüchen ausreichend Platz und Ruhe. Hier leben Luchse, Europäische Wildkatzen, Auerhühner, Schwarzstörche, Sperlings- und Raufußkauze, Uhus und Rothirsche. Auch gibt es hier eine Population von Kreuzottern, den einzigen Giftschlangen Deutschlands. Es gibt einige Spinnenarten, Insekten und viele Kleintiere, die hier ihren Rückzugsort gefunden haben. An und in den Gewässern tummeln sich unter anderem Eisvogel, Wasseramsel und Biber. In den sauberen Bächen konnte die Flussperlmuschel überleben, in ihrem Umfeld gibt es Feuersalamander.

Das Fichtelgebirge ist für seine Ureinwohner bekannt. Hier lebt die letzte natürliche Population von Auerhühnern Bayerns außerhalb der Alpen. (Bilder: Pixabay)
In den Moorgebieten wachsen Pflanzen, die gut mit saurem Boden klarkommen: Binsen, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Fichten uvm.
Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist eine Pionierpflanze, die höchstens um die 120 Jahre alt werden kann. Sie ist anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, grundwasserbeeinflussten oder zeitweise überschwemmten oder sumpfigen Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, wie  im Spreewald südlich von Berlin. Im Volksglauben wird sie mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht, da sie an unwirtlichen Standorten gedeiht. Erlenholz ist äußerst beständig im Wasser. Es wurde in der Jungsteinzeit für Pfahlbauten verwendet. Auch Venedig wurde auf Eichen- und Erlenholz errichtet.
Heilwirkung: Die Schwarzerlenknospen zeigen eine entzündungshemmende Wirkung. Sie lindern Infektionen im Atem- und Verdauungstrakt und helfen bei Allergien mit Ekzemen. Das Knospen stärken das Immunsystem und beugen so beispielsweise grippalen Infekten vor.
Baumschwämme sind Pilze, die sich von Holz ernähren. Sie schädigen zwar gesunde Bäume, sorgen aber auch für den Abbau von toten Bäumen. Ihr Geflecht befindet sich im Innern der Stämme. Sichtbar sind lediglich die Fruchtkörper der Pilze. Dieser Baum ist eine abgestorbene Rotbuche.

Weißenstadt

Im Stadtgebiet von Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis. Zudem findet man sehr viele Scheunen außerhalb des  Weißenstädter Ortkerns. Sie sind eine städtebauliche Besonderheit. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1823 wurden die  Scheunen aus der Stadt gelagert. Sie reihen sich am Rande der Altstadt und prägen noch heute das Ortsbild.

Am Fichtelsee

Im März bei 14°C und Sonnenschein ist der See noch gefroren. Ein Rundweg führt um den See.

Über die Jahrhunderte intensiven Torfabbaus schrumpfte das Hochmoor. Im Jahr 1607 wurde ein Damm gebaut – der Fichtelsee entstand. Ein kleiner abgetrennter Teil konnte als Moor erhalten bleiben.

Ente beim Schlittern

Die Bezeichnung „Fichtel“ stammt eher nicht von den vielen Fichten und Nadelbäumen, sondern von der alten Bezeichnung „Vyth“, von der sich später der Name „Vichtelberg“ ableitete und aus dem dann „Fichtel“ wurde. In alten oder regionalen Schreibweisen könnte „Vyth“ eine Variante von „Vith“, „With“ oder „Wyth“ sein, möglicherweise mit Bezug auf Wälder (engl. wood) oder Wasser (wyth in alten Sprachen).

Übergang zum kleinen Hochmoor
Moor
Der alte Damm trennt den See vom Hochmoor.

Mit dem Lift auf den Ochsenkopf (1.024 m ü.NN.)

Mit der Gondel ging es bequem nach oben. Unten links sieht man die Quelle des Weißen Mains.

Der Name Ochsenkopf wird 1495 in Bergwerksakten genannt. Das in Fels eingemeißelte Stierhaupt auf dem Berggipfel in der Nähe eines Stolleneingangs war vermutlich der Namensgeber für den ganzen Berg. Heute gibt es hier zwei Gondellifte und einige Schlepplifte. Etwas unterhalb der Bergstation befindet sich die Quelle des Weißen Mains,  der sich bei Kulmbach mit dem Roten Main zum Strom Main (an dem ich lebe) vereint.

Es war ein sonniges und inspirierendes Wochenende,  an dem ich viel gesehen und gelernt habe, trotz langer Regenerationspausen. Zunächst wollte ich zuhause bleiben und bin froh, dass ich zu der Reise überredet wurde. Als ich wieder zuhause war, war ich fast wieder auf dem Damm.

Selbstbemächtigung = reisen, lernen, gesund werden

Tour de Pfalz

Pfälzische Weinstraße

Diesmal verschlug es uns über ein langes Wochenende in die Pfalz. Die Sonne kam eher weniger raus, dafür hatten wir ein paar nette Städtchen entdeckt – und natürlich den Wein, der hier vorzüglich gedeiht.

Bad Dürkheim

hat eine nette Innenstadt, einen Kurpark und als Hauptattraktion ein riesiges Weinfass, welches ein Restaurant beherbergt.

Deidesheim

Auf dem Weg nach Landau sind wir durch das entzückende Städtchen gefahren und legten spontan einen Stopp ein:

Landau

Nachdem wir Deidesheim erkundet hatten, schauten wir uns das Städtchen Landau an,  welches auch sehr hübsch ist, allerdings nicht ganz so beschaulich:

Erlebnislandschaft Erdekaut

„Das Landschaftsschutzgebiet wurde 1985 eingerichtet. Der Name leitet sich her von der pfälzischen Bezeichnung Kaut für „Grube“ und verweist auf den vormaligen Abbau von Tonerde, der sich über Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. In Spitzenzeiten waren 800 Bergleute beschäftigt. ..“ Wikipedia

Wir hatten einen schönen, wenn auch trüben, Tag mit viel Natur.

Nachmittags fuhren wir nach Grünstadt und genossen einen guten Tropfen vom Winzer Gaul in der Eckbar.

Die kleine Herbsttour tat der Seele gut, wir entdeckten einen für uns unbekannten Landstrich und konnten dabei gut entspannen.

Selbstbemächtigung = auf Entdeckungsreise gehen

Unterwegs mit dem Cabrio

Maintal – Rhön – Allgäu – Tirol – Voralberg – Allgäu – Blaubeuren – Maintal

Osterferien und wir hatten einen Plan! Ab dem 1. April durften wir das Cabriolet aktivieren und loslegen. Die Inspirationen für die Tour holten wir uns aus der Motorrad-Zeitschrift „Ride“.

Unser Reisealltag sah so aus: Übernachtung im Hotel – genauere Planung beim Frühstück – Tour – Snack am Mittag – reichhaltiges Abendessen – Kartenspielen – Schlafen.

Unsere Absicht war, zuerst ins Allgäu zu fahren und als Abschluss wollten wir etwas Wellness in der Rhön (im Sonnentauhotel) machen. Eigentlich. Uneigentlich regnete es die ersten Tage nach Ostern Bindfäden und es war bitterkalt. Wir sind ja flexibel,  so kehrten wir die Reiseroute kurzerhand um:

Bei Fladungen (nördlichste bayrische Stadt)

In der Rhön sind wir immer wieder gern. Daher hab ich schon einiges über die Region geschrieben:

https://monika-rauch.com/2023/04/10/fladungen/

https://monika-rauch.com/2023/04/05/rund-um-fladungen/

https://monika-rauch.com/2019/06/10/ostheim-vor-der-rhoen/

Das Leben in der Rhön ist rau. Der Wind fegt einem durch die Knochen und die Landschaft ist karst. Mir gefällt es hier gut, hier kann ich frei atmen.

Im schwarzen Moor

Über das Moor habe ich einen Extra-Blog geschrieben: https://monika-rauch.com/2024/04/04/im-schwarzen-moor/

Grenzgebiet Hohe Geba (Thüringen)

Auf der „Hohen Geba“ im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet kann man wunderbar in die drei Bundesländer der Rhön blicken: Hessen, Bayern und Thüringen.

Memmingen (Westallgäu,Bayern)

Vor einiger Zeit war ich in Memmingen und wollte meinem Mann die schöne Kleinstadt zeigen. Übernachtet haben wir dort wieder in der Pension Erb. In meinem Blog erfahrt ihr mehr über den Ort: https://monika-rauch.com/2022/09/03/memmingen/

Unten rechts ist der Hexenturm mit Wärterhäuschen zu sehen. Die armen Frauen, die dort darben mussten!

Vom Westen ins Ostallgäu (Baden-Württemberg)

Wir sind viele schmale Landstraßen gefahren – die Sonne kam raus und beleuchtete die saftigen Wiesen.
Überall Löwenzahn!
Zwischenstopp im Glasmacherdorf Schmidsfelden
Übernachtet haben wir in Akam bei Immenstadt (Hotel zum Lustigen Hirschen, sehr empfehlenswert). Nachmittags fand ich ein ruhiges Plätzchen unter einer Rosskastanie.

Spritztour durch die Alpen in Österreich (Tirol, Vorarlberg) nach Wiggensbach (Westallgäu)

Ab ca. 1700 Höhenmetern waren die Skilifte noch teilweise in Betrieb.

Bergbrennerei und Gasthaus Löwen in Voralberg

Ein uraltes Haus, in dem ein Gasthof mit schönem Garten und hervorragender Küche untergebracht ist.
Hier wird destilliert: Gin und verschiedene andere Spirituosen.
Im Verkaufsraum darf gerne probiert werden. Nach zwei Kräuterschnaps-Pfützen war ich platt.

Zurück im Allgäu, übernachteten wir in Wiggensbach (Hotel Alpenherz) mit hervorragender Küche, tollem Ambiente, sowie einem kleinem Spa-Bereich.

Ostallgäu — Leukirch -— Blaubeuren — Maintal

Schönes Allgäu

Auf dem Nachhauseweg fuhren wir zur Allgäuer Genussmanufaktur in Leukirch. Das ist ein altes Fabrikgebäude in dem verschiedene Manufakturen untergebracht sind. Mit einem kleinen Eintritt von 3 Euro unterstützt man die Handwerker dort.

In der Kaffeerösterei duftet es wunderbar nach hochwertigem Kaffee, da kann man gleich ein Tässchen genießen, es gibt u.a. zwei Brauereien und eine Gin-Destillle.
In der Bibliothek kann man lesen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Kaufen kann man hier z. B.  Keramik, Kräuterkram, Öle, Silberschmuck und hochwertige Wollartikel.
Dorfrundgang durch Leukirch

Stopp in Blaubeuren

Am Rand der Schwäbischen Alb, 20 km westlich von Ulm, liegt Blaubeuren die Perle der Schwäbischen Alb. … Der Blautopf spielt, neben der historischen Altstadt, eine zentrale Rolle: Sei es als Einstieg in ein riesiges Höhlensystem, das sich über 9,5 km unter der Schwäbischen Alb verzweigt. Der Blautopf war ebenso Inspiration und Schauplatz für die Historie der „schönen Lau“ des Lyrikers Eduard Mörike.

http://www.blaubeuren.de/

Die Stadt ist ein Besuch wert, allerdings möglichst nicht an einem Sonntag. So wie wir, hatten viele hundert anderer Menschen die gleiche Idee. Der Blautopf ist schon sehr sehenswert,  allerdings machte mir der Tripp keinen Spaß  – zuviel Gedränge, überteuerte Preise (z.B. 1 Kugel Eis = 1,80 Euro) und uns sind einige „muffeligen“ Menschen über den Weg gelaufen.Vielleicht stimmt es doch, was man über die Schwaben und Badenser so sagt? Böse Zungen behaupten nämlich, dass selbst eine Beerdigung in Baden lustiger sei, als der durchorganisierte Pflichthumor auf der schwäbischen „Fasnet“.

Wenn man die Menschenmassen ausklammert, ist es wirklich schön am Blautopf. Der blauschimmernde Teich ist der Einstieg für ein riesiges Unterwasser-Höhlensystem.

Fazit

Wir hatten eine tolle Woche mit Wellness und Sauna, ausschließlich gutem Essen, komfortablen Unterkünften und wunderschönen Landschaften. Bei unserer nächsten Tour werden wir uns mehr bewegen und weniger konsumieren. Also brauchen wir mehr Zeit, um in den Landschaften anzukommen. Die Idee ist, dass wir uns ein Ferienhaus mieten und von dort aus unsere Touren per Pedes und/oder mit dem Auto erkunden. Außerdem können wir uns so versorgen, wie wir Lust haben.

Unser Cabriolet samt meinem persönlichen Fahrer.

Selbstbemächtigung = sich von der Landschaft inspirieren lassen

Im schwarzen Moor

Auf der Langen Rhön, in der Nähe des Dreiländerecks von Hessen, Thüringen und Bayern, liegt das Schwarze Moor. Unter den Mooren der Hochrhön ist das Schwarze Moor eines der wenigen noch weitgehend naturnahen Hochmoore, zugleich auch deren Größtes. Dies hat schon früh dazu beigetragen, das Schwarze Moor unter Schutz zu stellen. Heutzutage zählt das Schwarze Moor zu den schönsten Geotopen Bayerns und ist als Kernzone im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön streng geschützt.

https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/tourismus-gastronomie-und-erholung/schaetze-der-rhoen/das-schwarze-moor

Pflanzen

Fakten

  • Im Hochmoor gibt es drei Zonen: Das Hoch- und das Niedermoor und die Randgebiete.
  • Ein Moor entsteht, wenn sich Wasser in einer Senke ansammelt und nicht abfließen kann. Das geschieht häufig,  wenn der Boden verdichtet ist z.B. durch eine Ton- oder Lehmschicht.
  • Durch einen Mangel an Sauerstoff im Moor werden Pflanzenteile nicht vollständig zersetzt und bilden pro Jahr einen Millimeter Torf.
  • Torf wird/wurde als Brenn- und Baumaterial, sowie als Blumenerde genutzt.
  • Torfabbau führt dazu, dass die Moorlandschaft verlandet.
  • Ein Moor hat eine wichtige Funktion im  Kreislauf der Natur – als Rückzugsort für seltene Pflanzen- und Tierarten und als Wasserauffangbehälter bei starken Niederschlägen. Bei Hitze gibt es Feuchtigkeit ab und kühlt die Umgebung.
  • Das Schwarze Moor hat im Schnitt 200 Tage mit Niederschlägen (Regen, Schnee, Nebel) im Jahr.
  • Die Lebensbedingungen im Moor sind hart, daher gibt es hier nur ausgesuchte Pflanzen (s.o.) und Tiere (z.B. das Birkhuhn, Mader, Fuchs, Rehe, Hasen, Enten, Libellen …).
  • Fische haben keine Lebenschance – die Säure würde ihre Gräten zersetzen.
  • Das Moor mumifiziert. bedingt durch die Gerbsäure. Menschen- und Tierleichen bleiben Jahrhunderte lang erhalten. Daher werde ich mir gleich mal eine Moorpackung verordnen – vielleicht nutzt es ja was?
  • Das Moor kann tückisch sein – tritt man auf eine schwimmende Grasinsel, kann das der Untergang sein.
  • Früher wurden Verbrecher im Moor versenkt.
  • Oder Verbrechen vertuscht, indem man Tote im Moor verschwinden ließ.

Von oben betrachtet

Es lohnt sich, auf den Aussichtsturm im schwarzen Moor zu steigen und die Welt von oben zu betrachten:

Hier im Moor sind Vegetation und Wachstum langsam und spärlich, es ist aber ein einzigartiges Ökosystem, das  seinen Platz im Großen und Ganzen hat. Pflanzen und Tiere passen sich dem unwirtlichen Lebensbedingungen an und erstarken im Kleinen. 

Wir hatten einen einstündigen Spaziergang mir viel Wind und etwas Regen. Wir fanden es hier gar nicht gruselig und haben auch keine Moorleichen entdeckt. Im Gegenteil: Nach dem Spaziergang fühlten wir uns belebt und inspiriert.

Selbstbemächtigung = bei Widrigkeiten erstarken

Von Mittertal zur Berger Alm

Unser letzter Urlaubstag (und mein Geburtstag) zeigte sich von seiner schönsten Seite: Nach vielen Regenstunden klarte es auf und wir konnten am frühen Mittag losmaschieren. In der Natur der Berge liegt es, dass man hoch- und runterlaufen muss – dafür gibt es hinter jeder Biegung einen neuen Ausblick und das ist einfach nur schön. Zudem fühle ich mich in den Bergen sicher und fest verbunden mit Mutter Erde.

Die Natur, die sich im Herbst langsam zurückzieht, hat ihre Wirkung auf mich; ich bin jetzt 60 Jahre alt und ich merke das körperlich schon. Hier fühle ich mich der Natur sehr nahe und merke, wie sehr mich der Alltag zu Hause immer mehr entfremdet von der Natur und von mir. In unserem Urlaub konnte ich mich mit Energie aufladen und weiß, dass ich einiges in meiner Lebensführung ändern muss, um körperlich, geistig und seelisch zu gesunden. Ich habe einen Plan im Herzen und hoffe, dass ich ihn auch einhalten kann. Vielleicht schreibe ich irgendwann einen Blog darüber.

Selbstbemächtigung = Energie tanken für neue Vorhaben

Nach Niedertal zur Hofstätter Alm

Zwei Tage nach unserer letzten Wanderung verlangte unser schon fast gestählter Körper nach Sauerstoff und Bewegung. Also ging es diesmal von Mittertal nach Niedertal, um dann hoch zur Hofstätter Alm zu laufen. Ich muss sagen: Wir kamen gut voran, wesentlich besser als bei unserer letzten Wanderung. Allerdings schnauften wir auf dem Weg hoch zur Alm doch ganz gehörig. Das klappbare Sauerstoffzelt kam aber wesentlich seltener zum Einsatz. Wir freuten uns auf die leckeren Schmankerl, die die Hütte bereithält und natürlich lechzten wir nach einem kühlen Almbier.

Antholz lebt vom Tourismus, der Land- und der Holzwirtschaft. Die Stromversorgung im Antholzer Tal ist autark, d.h. die Wasserkraft des Rios Anterselva wird für die Stromerzeugung genutzt. Man benötigt keinen Strom von außen.

Leider war die Alm geschlossen. Zum Mittagssnack gibt’s halt Gummibärchen mit Sprudelwasser – wir haben es verkraftet. Und sind dann munter runter maschiert. Die letzten Kilometer nach Mittertal fuhren wir mit dem Bus. Bei der Wanderung sind wir 16.000 Schritte gelaufen und haben insgesamt ca. 400 Höhenmeter überwunden. Für die Südtiroler ein Spaziergang …

An der Haltestelle unterhielt ich mich mit einer netten älteren Dorfbewohnerin – ich strengte mich mächtig an, den Dialekt zu verstehen. Sie erzählte mir, dass sie jetzt zum Seniorentreff führe, dort gäbe es „Törggelen“. „Sie wisset doch, was Törggelen sind?“ Ich schaute wohl etwas belämmert, dass ich das Wort erst nach drei Wiederholungen Ihrerseits verstand, aber ich wusste immer noch nix damit anzufangen. Ich meinte höflich, dass ich leichte Schwierigkeiten mit dem Dialekt hätte. Sie erwiderte, dass sie doch hochdeutsch spräche. Ok, ich spreche auch hochdeutsch allerdings hessisches, gelle? Die Dame war hart im Nehmen – trotz meines begriffstutzigen Gesichtsausdruckes erzählte sie einfach weiter. Was ich herausgefunden habe: Jetzt ist Maronen (=Törggelen)- bzw. Esskastanienzeit. Besonders dort, wo die Bäume stehen, wird zur Erntezeit gefeiert mit Schlachtessen und den süßen Herzteilchen aus Maronenbrei. Und stellt Euch vor, was wir in der Mittertaler Bäckerei sahen und bestellen mussten: die süßen Maronenherzen!

Rezept: Die Törggelen werden gekocht und aus der Schale gequetscht. Die Masse wird mit etwas Süße und Sahne vermixt, in eine Herzform gepresst und kühlgestellt. Danach kommt ein Schokoguss drüber und etwas Schlagsahne zur Verzierung – sehr lecker, ein halbes Stück hat aber gereicht.

Selbstbemächtigung = Laufen trotz schnaufen und sich zwischendurch mit Törggelen-Herzen versorgen

Auf zur Kumpfl Alm!

Endlich keinen Regen mehr! ☔️ Gestern und vorgestern war es unfreundlich, daher sind wir nur etwas spazieren gelaufen und gefahren (Story folgt). Aber heute: Von unserem Hotel sollte es nur eine Stunde und 10 Minuten zur hauseigenen Alm hochgehen. „Ist doch ein Klacks“ – so dachten wir und haben die 400 Meter Höhenunterschied irgendwie überlesen. Aber gespürt haben wir sie. Wir sind bewegungstechnisch leicht ungeübt und haben nach jedem 10. Schritt schnaufend nach einem Sauerstoffzelt verlangt. Aber irgendwann waren wir da und die Aussicht hat uns für alle Mühsal entschädigt.

Der Hinweg war arg und der Rückweg ist anders arg

Wir haben es geschafft! Für den Hin- und Rückweg weg haben wir etwa drei Stunden gebraucht. Unsere Knochen schmerzen und daher geht’s gleich in die hoteleigene Sauna.

Selbstbemächtigung = sich bewegen und das auch noch gut finden

Breitachklamm bei Oberstdorf

Zwischen dem österreichischen Riezlern im Kleinwalsertal und dem deutschen Tiefenbach bei Oberstdorf presst sich das Flüsschen Breitach durch das Kalkfelsengestein. Die Breitachklamm gilt als die tiefste Felsenschlucht Europas. Im Jahr 1905 wurde der ca. 2 km lange Steig gebaut und hat so die bisher arme Gegend touristisch aufgewertet. Den Klammsteig kann man in beide Richtungen begehen und es führen verschiedene Wanderwege um die Klamm herum. Parken kann man auf beiden Seiten bequem.

Mehr Infos, wie Eintrittspreise und Öffnungszeiten stehen auf der Homepage: https://www.breitachklamm.com/

Kopf einziehen und hereinspaziert!

Wir waren auf der Durchreise in Oberstdorf und haben bei Nieselwetter die Klamm besucht. So konnten wir Frischluft schnuppern, uns bewegen und das Naturschauspiel bewundern. Übrigens sind Wanderschuhe sehr zu empfehlen, da die Wege uneben und teilweise glitschig sind.

Selbstbemächtigung = kleine Abenteuer mitnehmen

Grožnjan in Istrien

Etwa 300 Meter über dem Mirna-Tal erhebt sich der Hügel mit dem Dorf.

In den 60er Jahren setzte sich der Bildhauer Aleksandar Rukavina für den Erhalt des heruntergekommenen Dörfchens ein. Bis dato galt der Ort als ausgestorben. Dabei besagen erste Aufzeichnungen im Jahr 1102, dass sich Grožnjan im Besitz der Patriarchen von Aquileia befände. Später sind die Einwohner abgewandert und Grožnjan war dem Verfall preisgegeben. Seit Aleksandar Rukavina seine Arbeit im Dorf begann, haben sich hier unzählige Kunstschaffende angesiedelt und die Häuser restauriert. Heute betreiben sie Ateliers, Ausstellungen, Manufakturen und kleine Boutiquen. Die mittelalterliche Altstadt ist mittlerweile zu einer Touristenattraktion herangewachsen mit urigen Konobas und kleinen Läden, wo man hochwertiges Olivenöl, Weine, Liköre, Trüffelprodukte und Kunsthandwerke erstehen kann. Zudem finden hier regelmäßig Musikevents statt.

Bed&Breakfast im Ponte Porton

Wir haben die Nacht 5 Kilometer entfernt von Grožnjan verbracht und können die Pension wärmstens empfehlen. Das „Ponte Porton“ ist eine liebevoll renovierte Lokation, wo man hervorragend speisen kann und das Frühstück ist einfach einzigartig.

Nach dem Frühstück sind wir frühzeitig nach Grožnjan gefahren und konnten gemütlich durch den Ort schlendern – von der Temperatur war es erträglich und es gab keine Touristenströme.

Wir werden den Ort sicherlich nochmals in einer kälteren Jahreszeit besuchen und vielleicht direkt dort übernachten.

Selbstbemächtigung = neue Orte erkunden