Naturschönheiten

Obgleich ich bei meinen Streifzügen durch die Natur oft die selben Wege gehe, gibt es jedes Mal etwas zu staunen:

Gärten
Zaunschönheiten
Gesunde Schönheit
Wilde Schönheit
Wiesenschönheit
Baumschönheit
Zarte Schönheit
Giftige Schönheit
und Schönheiten im Garten meiner Mutter

Es liegt an uns, Schönheiten zu suchen und zu finden. Jedes Ding, jede Regung, jeder Mensch, wirklich alles, hat mindestens zwei Seiten. Wir dürfen uns den Blickwinkel aussuchen. Hast Du den Fokus auf das Schöne und Gute ausgerichtet, wird Dir immer öfter Schönes und Gutes begegnen. Umgekehrt genauso. Das was Du nährst, wächst – Selbstbemächtigung.

Die goldene Wetterau – neue Perspektiven

Gassirunde zwischen Nieder-Rosbach und Ober-Wöllstadt

Die „goldene Wetterau“ hat einen äußerst fruchtbaren Boden, man nennt sie auch die Kornkammer Hessens. Auf den Feldern wachsen alle möglichen Getreidesorten, Raps, Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Kohl. Da die Wetterau ein flaches, in sanften Bögen geschwungenes Land ist, hat die Sonne genügend Raum, alles wunderbar in Szene zu setzen. Bei Sonnenschein strahlt das ganze Land, golden eben.

Der Mix aus Wolkentürmen, Sonne und Raps macht’s!
Der Rosbach
Rusty, der Wasserhund
Rosbach, Wöllstadt und dazwischenliegend
Streuobstwiesen und Taunusblick

Diese Strecke bin ich vorher nie gelaufen. Wie überraschend ist es doch, wenn man nur ein ganz klein wenig anders läuft, als man es kennt. Erstaunlich, welche Perspektiven sich aufgetan haben, obwohl ich doch die Gegend seit Kindheit kenne.

Im echten Leben ist es ganz genauso: Wir können uns nicht immer vorstellen, was eine kleine Kurskorrektur bewirken kann.

Selbstbemächtigung

Hirtentäschel (Capsella, Bursa-Pastoris) Kreuzblütler

Feines Kräutchen, große Wirkung

Bursa-Pastoris sind die lateinischen Namen für Tasche und Hirte. Der Name kommt von der Ähnlichkeit der Samenkapseln der Pflanze mit Hirtentaschen.

Vorkommen: Sog. Ruderalpflanze auf Brachflächen, in Gärten, Äckern, an Weg- und Waldrändern, Weidenflächen.

Wirkung: Blutdruckregulierend, leicht blutstillend, gegen Rheuma,  Gicht, Nasenbluten, Ekzeme.

Beim nächsten Spaziergang könnt Ihr ja mal schauen, ob Ihr vom Täschele was entdeckt. Die Natur hält eine Menge Geschenke für uns bereit.

Guggstu?

Selbstbemächtigung

So vertraut

Für mich beginnt das Wochenende mit einem ausgedehnten Gassigang mit meinem Lieblingshund. Er wartet auf mich während ich fotografiere und Pflanzen sammle. Ich warte auf ihn, wenn er schnüffelt oder einen Stock zerkaut.

Ich streife durch die Felder und da ist dieses umunstößliche Gefühl der Verbundenheit mit genau dieser Natur. Mein Impuls ist es, mich auf den Boden zu legen und die Erde zu umarmen. (Mach ich nicht, das könnte ja jemand sehen.)

Ich überlege, wie es wäre, ganz hier her zu ziehen. Es gibt so viel zu bedenken.

Pappeln
Kleines Naturschutzgebiet
Rusty hat immer was zu tun
Rapsfelder am „Alten Berg“

Das Gefühl ist im Widerstreit mit meinem Kopf. Also lasse ich das Denken und konzentriere mich auf den Augenblick. Das ist es wahrscheinlich.

Ich nehme die Vertrautheit als Geschenk und genieße es einfach und bin dankbar.

Wege zur Selbstbemächtigung

Frühlingsstimmung

Abends, nach der Arbeit, sitze ich einen Moment im Garten und lass‘ den Frühling auf mich einwirken: Das Licht, die Farben, die Düfte, das Brummen der Bienen und Zwitschern der Vögel. Es ist warm, aber nicht heiß. Alles ist klar und frisch, ausgeruht vom Winter und voller Erwartung, was der Sommer bringen mag.

Blüten des Zierapfels

Dabei fahre ich wunderbar runter. Sonnenstrahlen kitzeln meine Haut und ich wache erfrischt wieder auf …

Wege zur Selbstbemächtigung

Den Berg hoch ins Zauberreich

Kennt Ihr das kleine Land bei Bergen? Ihr braucht nur etwas Mut und Fantasie, wenn Ihr verzaubert werden möchtet.

Gleich am Anfang begrüßte uns der weise Schrat und erklärte mit strenger Mine die Regeln: „Lauft langsam. Öffnet Eure Augen. Fühlt den Wind. Riecht den Duft. Schaut, aber mischt Euch nicht ein. Lasst die anderen ihr Tagwerk tun. Ihr dürft nur den einen Weg gehen – nämlich Euren. Und ganz wichtig: Vertraut! Dann wird Euch Schönes widerfahren.“
Mit klopfenden Herzen gingen wir durch das Tor der schwarzen Dornen. Es raschelte und klapperte und wir hörten genau zu: „Wir sind wehrhafte Beschützer der Felder und Weiden und allem, was da lebt. Seid achtsam mit der Natur!“ Die Knospen wisperten uns zu: „Schaut, wie perfekt wir sind. Wir tragen bereits alles in uns.“ Als Beweis verströmen sie einen milden Duft.
Frische Böen fegten uns zwischen die Beine und trieben uns den Berg hoch. „Ha, ha, versucht mal auf dem Weg zu bleiben!“ Wir lachten zurück und liefen einfach weiter, denn wir waren stärker als der Wind.
Ungeahntes weites Land zeigte seine raue Schöheit. Wir atmeten tief ein und dabei öffnete sich unser Herz.
Oben auf dem Berger Berg empfing uns die kluge Pferdedame Charlotte: „Ihr dürft mich gerne streicheln, das mag ich wirklich sehr. Aber passt auf mein Pony auf, ich komm‘ gerade vom Friseur!“ Erst zaghaft, dann immer mutiger, ließen wir uns auf die Nähe ein. Es war unglaublich: Jede zärtliche Berührung kam doppelt zu uns zurück. Wir verabschiedeten uns von Charlotte und beobachteten, wie fleißige Wichtelmänner die Strohhalme rollten. Die mächtige Strobe weit hinten rief uns zu: „Geht weiter, lasst sie in Ruh‘ ihr Tagwerk tun!“
Die beiden Sträucher standen ganz nah am Weg: „Was meint Ihr, wer wir sind? Das weiß doch jedes Kind. Im Herbst, wenn wir unsre Früchte tragen, könnt Ihr erneut uns fragen. Aber jetzt geht. Es dämmert schon, wie Ihr seht.“

Als wir beim Auto waren, drehten wir uns noch einmal um. Ein sanfter Schleier umhüllte das Land. Und oben blinkte ein Stern: „Behaltet uns in Euren Herzen. Erinnert Euch. Folgt Eurem Weg nun ohne Schmerzen. Besucht uns wieder. Jederzeit. Dann halten wir für Euch die Früchte bereit!“

Fotos und Texte: Monika Rauch

Ganz nah

Foto: Pixabay

Zusammen
sitzen wir heute hier und erzählen wie es damals war.

Tiefe Furcht, alles zu verlieren, krank zu werden, zu sterben, nahm uns jede Freiheit. Und Freude.

Lange Zeit mussten wir mit uns selber klarkommen. Wir hatten so wenig Kontakt. Wir waren traurig und einsam. Wir mussten zuhause bleiben, bei uns.

Viele starben. Viele waren krank. Wir schauten zu und konnten nichts tun.

Wir nahmen es anderen übel, was uns geschah. Wir jammerten und schlugen um uns. Wir suchten die Schuld im außen und kamen nicht weiter. Es war kaum zu ertragen und noch weniger. Die Langeweile fraß uns auf.

Als wir es nicht mehr aushielten, fingen wir an, uns selbst zu sehen. Wir schauten nach unseren Ressourcen und wurden kreativ. Und zufrieden.

Wir erkannten, dass wir uns verloren hatten. Und fanden uns wieder. Wir fingen an, Balaste abzuwerfen und zu vertrauen. Es blieb uns nichts anderes übrig.

Die Welt veränderte sich. Wir waren gezwungen, klarzukommen und nach uns zu schauen.

Die Angst hörte auf. Die Krankheit hatte keine Gewalt über uns.

Nun sitzen wir hier und sind uns ganz nah.

Strassheimer Teiche

Spaziergang zu den Strassheimer Teichen des Angelsportvereins Friedberg (ASV)

Zwischen Rosbach und Friedberg liegt der idyllische Teich mit einem kleinen Nebengewässer. Hier kann man sich ausruhen und die Natur genießen. Mittlerweile ist ein Biber heimisch, so wie viele Singvögel. Komorane und Fischadler kommen gerne auf einen Fischsnack vorbei. In der Umgebung stehen Obstbäume mit alten Sorten. Ein schönes schützenswertes Ausflugsziel.

1972 legten Mitglieder des Angelvereins in Eigenregie die Fischteiche an. Hier werden heimische seltene Fischarten (Karauschke, Bitterlinge, Moderlieschen) gezüchtet und in den Bäche und Flüssen der Umgebung renaturiert. Diese Fische stehen unter Artenschutz und dürfen daher nicht geangelt werden. Gefischt werden hier hauptsächlich Karpfen. Falls ein geschützter Fisch anbeißt, wird er sofort zurückbefördert .

Die Lock-ups and -downs der Pandemie machen es uns nicht immer leicht, unsere freie Zeit zu gestalten. Was immer geht, um neue Eindrücke zu erhalten und den Kopf frei zu machen, ist ein Spaziergang.

(Fotos: Monika Rauch)

Nudeln mit Basilikum-Schmand und gebratene Paprika

Abends, nach der Arbeit, muss es manchmal schnell gehen. Sonst fress‘ ich den Kühlschrank leer.

Also habe ich meine drei halberfrorenen Basilikumtöpfchen abgeerntet und mit Schmand und etwas Salz gemixt. Dazu gab’s Nudeln vom Vortag und in Olivenöl gebratene Paprika. 😋

Vegetarisch, schnell, lecker! Die Soße wird kalt über die Nudeln gegeben. Bei den Paprika kann man fast alles mit essen.