Lateinisch tinctura = Färbung, zu: tinctum, Tinte
Lateinisch essentia = Wesenheit, Kern, Auszug, Extrakt (lat. Verb esse = existieren, sein)
Man könnte auch sagen, dass die Seele der Pflanze in die Tinktur übergeht.

Tinkturen sind in Alkohol (alternativ in Essig, Aceton, Wasser, Wein, Weingeist …) gelöste Wirkstoffe von Pflanzenteilen (oder tierischen Bestandteilen🤢). Soweit mir bekannt ist, nutzen Apotheken ungefähr 30% Pflanzenmaterial und 70% Alkohol. Meine Mischungen sind ungefähr halbe/halbe. Für meine Tinkturen nutze ich klaren 38-prozentigen Alkohol (Wodka, Doppelkorn). Bei festem Material (Wurzeln, Rinde) nehme ich 98-prozentiges Ethanol (Primasprit), das später verdünnt wird.
Bei einer Tinktur werden getrocknete Pflanzen verwendet und bei einer Urtinktur nimmt man frische Bestandteile.
Es war an der Zeit, meine (Ur-)Tinkturen abzusieben:
Duftveilchen

Die Duftveilchen-Urtinktur riecht sehr angenehm, hilft bei Husten und Halsentzündung.

Steinklee


Fichte


Rhabarber-Wurzeln


Beifuß

Dosierung (bei erwachsenen, lebergesunden und alkoholUNabhängigen Menschen): bei akuten Beschwerden 3 – 5 x täglich 1 Teelöffel der Tinktur
Eine alte Kräuter-Weisheit besagt, dass Du das in Deiner Nähe findest, was Du gerade brauchst. Also Augen und Herz öffnen, damit Dir Heilung widerfahren kann!
Naturseele
Horchet, prüfet, fraget, welches Unheil Euch hier plaget.
Vertrauet und spüret, wohin es Euch führet.
Mit Mutter Erde Euch verbindet, dass sie Euch findet.
Denn sie dient, dass Euch nichts fehle – Naturessenz ist Seele.
Mit dankbarem Herzen nehmt an die Gabe, dass sie Euch labe.
Monika Rauch
Was mache ich eigentlich mit dem ganzen Kräuter-Kram, den ich im Laufe der Zeit so herstelle? Das frage ich mich tatsächlich oft auch. Die Tinkturen nutze ich selber oder verschenke sie im Familien- und Bekanntenkreis. Ich bin erstaunt, wie gut sie wirken – nichts wirkt aber bei jedem gleich. Daher verlasse ich mich auf meine Intuition und teste zusätzlich mittels „Swaytest“* aus.
*Swaytest: To „sway“ bedeutet auf Englisch „schwanken“ – d.h. ich stelle leise für mich eine Ja/nein-Frage, anschließend beobachte ich meinen Körper. Neige ich mich leicht nach vorne, bedeutet es Zustimmung/Zuneigung also „ja“. Neige ich mich nach hinten bedeutet es Ablehnung/Distanzierung, d.h. „nein“.
Monika Rauch
Disclaimer: Letztendlich trägt jeder die Verantwortung für sein Tun selbst. Bei starken Krankheitssymptomen empfehle ich, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Meine Erfahrungen entspringen der traditionellen Volksheilkunde.
Selbstbemächtigung = Augen und Herz für die Essenzen der Pflanzen öffnen
Bilder: Monika Rauch und Pixabay












