Kräuternacht

Normalerweise lebe ich im Juni im Garten. Bei den frischen Temperaturen jedoch ziehe ich meine Küche vor. Gestern hatte ich meine „lange Nacht der Kräuter“, in der ich mir Zeit für meine „Aufträge“ nahm.

Um mich einzustimmen,  kochte ich mir einen griechischen Bergtee mit ein paar Oliven- und Orangenblättern.

Haartonikum gegen Schuppen, zur Anregung des Haarwachstums und Hemmung von Haarausfall

Mein Sohn bat mich, etwas Kräuteriges gegen seine Kopfschuppen zu kreieren.

Schuppen äußern sich durch fettig weißlich-gelbe oder graue Hautschuppen auf der Kopfhaut und im Haar. Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung von Kopfschuppen: Trockene Kopfhaut, eine Dermatitis, ein erhöhtes Vorkommen des Hautpilzes „Malassezia furfur“, Stylingprodukte, innere Faktoren wie Stress und Hormonschwankungen und Umwelteinflüsse. Meistens ist es eine Kombination verschiedener Faktoren.

Nach einigen Recherchen stellte ich ein Haartonikum zusammen:

Die Kräuter köcheln ca. 15 Minuten bei kleiner Flamme im Wasser mit geschlossenem Deckel. Nach dem Absieben wird der Sud ca. 1:1 mit Apfelessig gemischt. Anwendung Nach dem Haarewaschen in die Kopfhaut einmassieren, nicht ausspülen. Mit Wasser verdünnen, wenn die Kopfhaut angegriffen ist.

Zutaten

  • Wasser
  • Apfelessig – die Milchsäurebakterien entfernen Rückstände auf der Kopfhaut und bauen den Säureschutzmantel der Haut auf. Außerdem bringt der Essig Glanz für die Haare.
  • Brennnesselwurzeln –  in der Kräuterheilkunde arbeitet man mit der Signaturenlehre. Diese besagt,  dass Ähnlichkeiten darauf hinweisen, wo ein Kraut helfen kann. Die Wurzeln der Brennnessel sehen aus wie Haare und tatsächlich werden sie dort eingesetzt. In ihnen sind bis zu 20 %  Mineralstoffe wie Kieselsäure und Kalium zu finden. Flavonoide schützen die Zellwände vor „freien Radikalen“. Die Inhaltsstoffe fördern das Wachstum und stärken die Haare. Entzündungen und Irritationen der Kopfhaut werden reduziert, Haarausfall kann gestoppt werden. Sie hemmen das Wachstum von Bakterien, enthalten viel Vitamin C, Eisen sowie Magnesium.
  • Zistrose – der kleine Strauch ist eine starke Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum. Sie wirkt adstringierend (zusammenziehend),  fungizid (pilztötend) bakterizid (bakterientötend) und antiviral (gegen Viren), was dazu führt, dass  Hautwunden rascher heilen und Juckreiz gelindert wird. Die letzten beiden Eigenschaften lassen die Zistrose zu einem wichtigen Bestandteil der ganzheitlichen Therapie bei Neurodermitis werden. Die Haut wird gestrafft, was eine Schuppenbildung verhindern kann. Die starke antioxidative Wirkung ist auf ihren hohen Polyphenolgehalt zurückzuführen. Außerdem schützt die Pflanze vor UV-Strahlungen.
  • Rosmarin –  das enthaltene ätherische Öl Eucalyptol (Cineol) fördert die Durchblutung der Kopfhaut und versorgt somit die Haarfollikel mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen. Es kann das Haarwachstum ankurbeln und Haarausfall lindern.
  • Ackerschachtelhalm – enthält Vitamine und Mineralien, darunter Vitamin C, Vitamin E, Folsäure, Riboflavin und Zink. Zusätzlich beinhaltet die Pflanze große Mengen an Silizium in Form von Kieselsäure (Siliziumoxid), die   Haare, Haut und Nägel stärken. Die Pflanze hat einen hohen Gehalt an Flavonoiden, welche die Zellen schützen.

Geliebtes Hagebuttenöl

Es lohnt sich, im Herbst loszuziehen um Hagebutten zu sammeln. Ich trockne sie immer im Ganzen auf der Heizung oder im Dörrautomaten. Für mein Heilöl vermixe ich die trocknen Früchte mit Oliven- oder Madelöl und lasse sie warm ausziehen. Das Öl hilft  bei verschiedenen Hauterkrankungen,  gegen Rheuma und Arthritis.

Mehr Infos darüber in meinen Blogs:

https://monika-rauch.com/2022/01/16/hagebuttenoel/

https://monika-rauch.com/2023/09/29/kostbares-hagebuttenoel/

https://monika-rauch.com/2022/06/04/hagebutten-ringelblumen-creme/

Abfüllen und absieben

Die getrockneten Pflanzen werden in Gläser gefüllt und beschriftet. Das Oxymel aus Tannenwipfeln, Essig und Honig zog 6 Wochen im Kühlschrank aus und wurde danach abgesiebt. Ich nehme es täglich esslöffelweise zur Immunstimmulierung ein.

Wenn ich unterwegs bin, sammle ich an geschützten Stellen meine Kräuter (wo ein Hund nicht  so schnell hinpieselt, nicht an Äckern, die womöglich gespritzt werden und nicht direkt neben einer viel befahrenen Straße … ). Ich sammle nur einen Bruchteil des Bestandes und achte auf unbeschädigte Pflanzen. Ich sammle nur, was ich kenne und was nicht unter Naturschutz steht. Manchmal hilft mir meine Kräuterlehrerin bei der Bestimmung oder eine Pflanzenapp. Wenn es giftige Verwechsler gibt, lasse ich die Pflanze lieber stehen.

Der Abend war lang und hat mir viel Ruhe und Muße bei der Arbeit geschenkt.

Was man hier nicht sieht, sind die vielen zu reinigenden Utensilien. Die Küche muss noch aufgeräumt werden und das geht spät abends nicht immer so locker von der Hand.

Und trotzdem: Das ganze „Kräuterln“ macht einfach nur Spaß und ich lerne selbst sehr viel, wenn ich darüber schreibe.

Selbstbemächtigung = einfach tun

Jagdfieber

Kennt Ihr das auch? Ich scanne schon beim Autofahren die Wiesen und Wegeränder. Wenn ich dann begehrliche Objekte entdecke, muss mein Chauffeur auch schon mal drehen und halten.

Wenn mein Jagdinstinkt geweckt ist, gibt’s kein Halten mehr. Heute z.B. wollte ich nur mal kurz „guggen“ – mein Mann wartete dann geduldig die 1,5 Stunden und räumte derweil das Auto auf. Vielen Dank!!!

Auf der „Pirsch“ bewege ich mich langsam, dankbar und behutsam von Pflanze zu Pflanze. Die Kräuter meiner Wahl sammle ich so, dass noch genügend übrig bleibt. Ich nehme nur das, was ich gut kenne, um giftige Verwechsler auszuschließen. Wenn ich mir unsicher bin, versuche ich über eine PflanzenApp (PlantNet) herauszufinden, welches Gewächs ich gerade entdeckt habe. Zuhause (und manchmal vor Ort) recherchiere ich im Internet oder Büchern über Nutzen und Heilwirkung. Manchmal frage ich auch meine liebe Kräuterfrau und Lehrmeisterin. Ich schreibe meine Blogs, stelle die Bilder ein und erweitere so mein Wissen.

Pflanzen lehren mich, inne zu halten und behutsam zu sein. Sie zeigen mir auf, wie wunderbar die Natur ist und wie heilsam sie ist.

Zuhause werde ich die gesammelten Kräuter weiter verarbeiten:

  • Spitzwegerich, getrocknet aus Tee und als Alkoholauszug – wirkt gegen Mückenstiche und bei Husten
  • Echtes Johanniskraut, getrocknet als Tee oder ausgezogen in Öl (Rotöl) hilft äußerlich gegen leichte Verbrennungen und beruhigt innerlich bei Verstimmungen
  • Hagebutten getrocknet als wohlschmeckender Tee mit hohem Vitamin-C-Gehalt oder als Mandelöl-Auszug für die Haut
  • Odermennig als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden (bitter)
  • Wiesenlabkraut als Tee oder Alkoholauszug bei Magen-Darm-Beschwerden, als natürlicher Cholesterinsenker, bei Harnwegsinfekten (bitter)
  • Echte Luzerne als Tee gegen gegen Arthritis, Harnwegsinfektionen, Nieren-, Blasen- und Prostatabeschwerden, als Cholesterinsenker (bitter)
  • Wegwarte als Tee/ Alkoholauszug bei Reizmagen, Leber- und Verdauungsstörungen, bei Hautunreinheiten ,(bitter)

Die bitteren Kräuter sind auch sehr gut geeignet zum Ausleiten von Giftstoffen, Schwermetallen, Medikamentenrückständen etc. Dafür kann eine 4- bis 6-wöchige Kur, mit einigen Tassen Tee über den Tag verteilt, geeignet sein.

Falls eine Kur sinnvoll erscheint, bitte sich selbst gut beobachten und einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen, besonders bei schweren Erkrankungen oder Allergien.

Selbstbemächtigung = achtsam und dankbar jagen

Neues aus der Hexenküche

"Es raschelt und gluckert,  wie duftet's im Haus, da segnet die Frau den Kräuterstrauß. Sie rebelt und füllt in die Gläser hinein, was heilsam wird sein. Und jedes Elexier dient Mensch und Tier."  M.Rauch

Für meinen Urlaub hatte ich mir vorgenommen, die getrockneten Kräuter zu rebeln und die Mazerate abzufiltern und in Gläser zu füllen. Unsere Sommerküche hängt voller trockener Kräutersträuße, und die Gläser mit den Auszügen stehen im Haus verteilt. Gestern war mein letzter freier Tag und es war höchste Zeit! Außerdem war es draußen so heiß, dass es angenehm kühl war, im Haus zu arbeiten.

Die Pflanzenauszüge, die schon einige Wochen im Glas waren, wurden gefiltert und abgefüllt: Oxymel von Süßkirschen und Rosenblättern – mein Oxymel besteht aus den Pflanzen plus einer Mischung von Essig und Honig im Verhältnis von 2:1. Ölauszüge von Cistus und Organo, Alkoholauszüge/ Tinkturen aus Rotklee, Kirsch-, Pappel-, und Apfelknospen, Cistus, Oregano.
"Käutersalbe,Tee,Tinktur - hilft der Pflanzen Signatur.  Kraut wächst gegen jedes Leid - Herz und Sinn mach' weit. Dienen, helfen, heilen ist in Dir geboren - nichts ist je verloren."   M.Rauch 
Die Kräuter wurden von den Zweigen gestreift oder komplett kleingeschnitten: Johanniskraut, Mädesüß, Herzgespann, Isop, Bohnenkraut, Gartenzistrose und mein Mix-Max-Tee – da kommen alle Reste rein, sowie kleinere Sammelschätze, (diesmal Wiesenlabkraut, Kamille, einige Löwenzahnblüten). Die meisten der getrockneten Kräuter verwende ich als Tee, oder mache bei Bedarf Tinkturen oder Ölauszüge daraus.

Weitere Links über Kräuter und deren Nutzen

Ich bin froh, dass ich diese Arbeit getan habe. In der Sommerküche ist es aufgeräumt und ich habe einen schönen Schatz im Schrank. Die Arbeit mit Kräutern bringt mir tiefen Frieden und Freude. Ich bin mit Hingabe dabei und somit wird das Tun zum Segen für mich.

Selbstbemächtigung = sich der Aufgabe hingeben

Auszüge aus Zistrose und Oregano

Kräuter und Olivenöl aus Kreta, Weizenkorn aus Deutschland und saubere Gläser.

Kürzlich berichtete ich über meine Erfahrung mit Borrelien – siehe: https://monika-rauch.com/2022/07/31/meine-borreliose/. Dabei bin ich auf die starke Heilwirkung der Zistrose und des Oreganos gestoßen. Die Kräuter habe ich mir von Kreta mitgebracht, eigentlich als Tee und Gewürz und uneigentlich mache ich jetzt davon Auszüge. Mazerate kann man mit frischen oder getrockneten Pflanzen machen. Ein Tee ist ebenso ein Auszug/Mazerat auf Wasserbasis.

Ölauszug

2 bis 3 Stunden müssen die Kräuter bei ca. 70°C in Olivenöl ausziehen. Danach werde ich sie noch für 1 bis 2 Tage im Glas lassen und anschließend fein absieben. Das Oreganoöl werde ich hauptsächlich zum Würzen nutzen. Vom Öl der Zistrose möchte ich später eine Heilsalbe/Gesichtscreme rühren. Nur mal zur Info: Ein kleines Döschen Zistrosencreme kostet um die 25 Euro.

Alkoholische Auszug/Tinktur

Alkoholische Auszüge nennt man auch Tinkturen. Die Kräuter werden in hochprozentigem Alkohol ausgezogen. Fünf bis sechs Wochen bleiben sie im Glas an einem warmen Platz. Zwischendurch wird das Glas immer mal geschüttelt, sodass die Wirkstoffe besser gelöst werden können. Die Tinkturen werden tropfenweise über den Tag verteilt als Medizin genutzt, bei Bedarf. Man kann sie natürlich auch äußerlich, z.B. verdünnt als Auflage auf die Haut.

Wirkweisen

Oregano wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid. Es fördert die Durchblutung, ist entzündungshemmend und schmerzstillend. [Ätherisches Oreganoöl wird auch als Pflanzenantibiotikum bezeichnet.] Oregano ist als Würzkraut in der Mittelmeerküche nicht wegzudenken. (Foto:Pixabay)
Kretischer Zistustee/Cistrose hat eine besonders gute Qualität: Seine rauen Blätter haben u.a. sehr viele Gerbstoffe, Polyphenole, Farbstoffe und Tannine. Seine Eigenschaften sind antibakteriell, antiviral, fiebersenkend, fungizid, krampflösend, verdauungsfördernd. So kann die Zistrose bei Grippe (Corona?), Borreliose, Magen-Darm-Beschwerden, Hautbeschwerden wie Aphten, Candida, Neurodermitis, bei Atemwegserkrankungen,
Rheuma, Arthrose usw. wirken. Zudem wirkt sie anregend für den Stoffwechsel und unterstützt bei der Ausleitung von Giftstoffen. (Foto: Pixabay)

Selbstbemächtigung = altes Wissen erhalten und weitergeben

Disclaimer Ich schreibe über traditionelle Verfahren, die Kraft der Kräuter zu nutzen. Und ich lege meine persönliche Sichtweise als Kräuterfrau dar. Bei gesundheitlichen Problemen ist die erste Adresse zur Hilfe immer ein/e Ärztin/Arzt oder Heilpraktiker/in.

Gartensaison vorbereiten

Die Sonne schien und der Rausgeh-Schaffensdrang war entsprechend hoch. Mein Mann und ich erledigten so nach und nach alle möglichen Arbeiten. Nebenbei erhielt ich eine gratis Akkuschrauber-Schulung. Ich habe mir nämlich eigenes Werkzeug besorgt, um unabhängiger zu sein.

Aus den Betonmisch-Behältern werden Gemüse-Pflanztöpfe. Daher habe ich mit dem Akkuschrauber Drainagelöcher gebohrt. Überschüssiges Wasser kann abfließen und Kleinstlebewesen dürfen eintreten. Gerade stinken die Behälter noch übelst nach Chemie. Deshalb werden sie draußen ausgelüftet und später noch mal mit Natronlauge behandelt.
Im Internet habe ich mir einen stabilen Tisch zum Werkeln und Pflanzen besorgt, diesen bauten wir razfaz auf. Der Aufbau des grünen Rollbeetes war etwas anspruchsvoller (mit nur ganz wenig Gemecker). So konnten wir dann unsere Neuanschaffungen ordnungsgemäß mit Sekt „taufen“.
Mein geliebtes Hochbeet kracht schon nach 2 Jahren auseinander. Der Grund dafür: zu weiches Holz und keine Folie innen. Jetzt haben wir den Salat! Erst mal haben wir Bretter drangeschraubt, auch aus Weichholz … Finde den Fehler! Wir werden uns noch etwas anderes einfallen lassen, vielleicht so etwas wie Stahlbänder. Außerdem will das Beet noch etwas farblich aufpeppen.
In unsere Sommerküche kamen neue Haken und eine Seifenablage. Das durfte mein Mann mit dem „echten“ Bohrer tun.

Der Nachmittag endete mit einer Brotzeit in der Sonne mit anschließendem Mittagsschläfchen.

So langsam nimmt der Frühling Fahrt auf. Ich hoffe, ich schaffe auch unter der Woche so einiges an Gartenarbeit. Berichte folgen. Ich freue mich, wenn es ans Aussäen und Anpflanzen geht.

Teil II

Am folgenden Wochenende brachte ich die Blumenkübel auf Vordermann: Die intakten Pflanzen wurden geputzt und die alte mit frischer Erde, Kokosfasern, Langzeitdünger und Perlite (ein Lavagestein zur Auflockerung der Bodenstruktur) vermischt. Danach bepflanzte ich die Kübel mit jungen und den älteren Pflanzen. Größere Töpfe mulchte ich mit groben Kokosfasern.

Die frisch bepflanzten Kübel wurden ums Haus verteilt. Hach, was für ein schöner Anblick!
vorher – nachher
Mein neuer Arbeitstisch kam voll zum Einsatz und oben rechts quellen die Kokosfasern. Die Töpfchen hab‘ ich gleich als Mitbringsel präpariert und das Eis gab’s zur Stärkung. Was für ein schönes Wochenende!

Teil III

Heute wurden die Kübel auf der Loggia neu bepflanzt. Hauptsächlich mit Kräutern. In zwei Töpfe setzte ich Gerbera als Farbtupfer. Manche Kräuter, die ich im Februar in die Töpfe setzte, haben nicht überlebt (siehe mein Bericht „Kraft in Töpfen“: https://monika-rauch.com/2022/02/26/kraft-in-toepfen/)

Es war Ihnen zu kalt – manchmal stellte ich sie zum Aufwärmen in die 🌞. Leider wurde es dann nachts immer so plötzlich kalt und dunkel. Manchmal vergaß ich, sie danach mit einem wärmenden Vlies zu umhüllen, so wurden sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit 🙄. Nach der Pflanzaktion fegte, saugte und staubte ich die Loggia ab und stellte die Stühle in Position.

Diesmal mischte ich Langzeitdünger, Urgesteinsmehl und Perlite unter die Erde bevor ich frisch pflanzte: Oregano, Majoran, Bohnenkraut, echter Lorbeer.

Pflanzen und säen

Das Hochbeet wurde mit Erde etwas aufgefüllt, eingesäat, bepflanzt, begossen und abgedeckt. Wahrscheinlich wird das Beet aus allen Nähten platzen. Also, auf die paar Quadratmeter habe ich jetzt diese Pflanzen/Saaten: Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Rettich Pastinaken, Kohlrabi, Eissalat. Bin gespannt, was sich wie entwickelt.😊
Die Kartoffeln vom Januar entwickeln sich prächtig, also zumindest das Grün. Ich habe fleißig gehäufelt. Und die Saubohnen vom Februar keimen schon, klasse!

Teil IV

Vorgekeimte Saubohnen einpflanzen und ein Rankgitter bauen.

Es war an der Zeit, den ersten Betonkübel mit kleinen Zweigen, Blumenerde + Kokosfasern zu bestücken. So konnte ich die vorgezogenen Bohnen einpflanzen. Einige frische Zweige steckte ich tief in die Erde und verwurstelte sie mit Draht und Schnur zum Rankgitterl. Die Bauanleitung auf YouTube wirkte irgendwie einfacher … 😂

TEIL V

Den Garten aufhübschen

Diesmal mit Hilfe eines Gärtners ging’s einen ganzen Tag ans Werk: Unkraut rupfen, frischen Rindenmulch unter die Büsche und Bäume verteilen, den Rasen vertikutieren, düngen und (später) nachsäen, Schönheitsschnitte an einigen Bäumen + Büschen. Natürlich nur im Rahmen des Möglichen,wegen der brütenden Vögel. Unsere „grüne Wand“ zum Nachbarn, also die Koniferen, sind ganz schön ramponiert, überall bröseln die braungewordenen Zweige und Blätter runter. Außerdem breiten sie sich unten sehr aus, so dass meine Stauden, die davor wachsen, zur Seite gedrückt werden. Also haben wir das kahle Geäst unten weggeschnitten – ich finde, es sieht besser aus denn je.

Sommerküche und Schuppen aufräumen

Den Schuppen haben wir komplett ausgeräumt, gefegt, und thematisch sortiert wieder eingeräumt. Einiges haben wir entsorgt und einiges wiedergefunden. Die Sommerküche wurde nur etwas vorgereinigt und aufgeräumt. Ist ja noch kein Sommer.😍

Tomaten und Paprika auspflanzen

Ja, ich weiß: Tomaten und Paprika lieben es warm. Man sollte die „kalte Sophie“ abwarten und erst nach dem 15. Mai pflanzen. Aber was soll ich tun? Meine Tomatenpflänzchen haben bereits Blüten angesetzt und die Paprika müssten eigentlich pikiert werden. Einen Teil der Pflanzen habe ich behalten als Reserve, einen Teil verschenkt und einige Pflänzchen setzte ich geschützt in die Kübel. Ich hoffe, es ist Ihnen warm genug und ich hoffe auf reiche Ernte.

Die oberste Schicht in den Bottichen besteht aus Kokosfasern.

Und zwischendurch gibt’s Kräutertee

Im Garten wachsen eine Menge Kräuter, woraus die verschiedensten Tees gemixt werden, z.B. aus Löwenzahnblüten, Veilchen, Schafgarbe, Minze …

Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)

Stockrosenträume

Familie: Malvengewächse

Im August ist ihre Hsuptblütezeit. Sie blühen in Bauern- und Klostergärten, aber auch am Wegesrand. Oder sie quetschen sich durch Risse im Asphalt.

Stockrosen bilden Samen und sterben ab, weil ihre Kraft in die Produktion der Samen geht. Die Pflanze trägt erst im 2. Jahr Blüten. Ein Absterben der Pflanze kann man verhindern,  indem man sie vor der Samenbildung zurückschneidet.

Setzt die Pflanze „Rost“ (eine Pilzerkrankung) an, ist es am besten, die befallenen Triebe abzuknipsen. Und noch ein Trick: Die Pflanze in den Wind stellen, dass die Blätter gut abtrocknen können.

Die Pflanzen brauchen viel Licht und einen durchlässigen Boden. Die Erde sollte trocken  sein oder leicht feucht.

Als Heilpflanze kann man sie auch nutzen: Blätter, Blüten, Samen, Wurzeln kann man für Tees oder Auszüge trocknen. Die Heilkräfte sind wie bei Eibisch, Hibuskus und Malve, da sie mit diesen Pflanzen verwandt ist. Die Droge enthält hauptsächlich Schleimstoffe. Sie wirkt schleimlösend bei Entzündungen der Schleimhäute, bei Husten und Asthma, zur Heilung chronischer Magen- und Darmentzündungen und bei Verstopfungen.

Und ich freue mich einfach nur, wenn ich sie in ihrer vollen Größe sehe.

Fotos: M. und C. Rauch