Autor: Monika Rauch
Meine Sichtweise
Oft sind es die selben Wege, die ich laufe, oft ähneln sich meine Fotomotive, und doch unterscheidet sich die Landschaft von Tag zu Tag.
Ändere ich ein klein wenig den Blickwinkel, eröffnen sich neue Perspektiven.
Lege ich den Fokus auf Kleinigkeiten, sehe ich die Schönheit im Detail.
Schweift mein Blick in die Weite, erkenne ich, dass das große Ganze von all den Kleinigkeiten um uns herum gebildet wird.






Bin ich draußen, nehme ich unweigerlich Kontakt mit dem Ort auf. In meinen Bildern packe ich meine eigenen Gefühle und Gedanken dazu. Wer meine Bilder anschaut, betrachtet sie also ein Stück weit aus meinen Augen.
Selbstbemächtigung = die eigene Sichtweise erkennen.
Grüne Soße
schmeckt in jeder Jahreszeit.

Die klassischen Kräuter für das Gericht sind: Borretsch, Estragon, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Zironenmelisse. Man kann natürlich auch junge Wildkräuter dazugeben z.B. Vogelmiere, Knoblauchsrauke, Bärlauch.

Wichtig: Es müssen mindestens 7 Kräuter drinnen sein. Warum auch immer.

Dazu gibt es Pellkartoffeln. Lecker!
Für die Soße nehme ich das, was im Kühlschrank so rumsteht. Meine Oma und meine Eltern rührten Dickmilch mit einem Stärkebrei an und schnitten die Kräuter ganz fein. Ich esse das so am liebsten, auch wenn sich das für manche befremdlich anhört. Dann gibt es noch die Menschen, die Mayonnaise reingeben und behaupten, dass sei ein Originalrezept. Das wäre für meine Oma allerdings Frevel. Manche reichen die hartgekochten Eier dazu und manche schnippeln sie rein; so wie ich. Für meine Vorfahren wäre es ebenso undenkbar, die Kräuter durch einen Fleischwolf zu quetschen. Ich muss zugeben: Ich mag alle Arten der Zubereitung. Hauptsache, es sind genügend Kräuter drin und das Ganze ist nicht zu fettarm. 😇

Das Originalrezept, für das Goethe angeblich so sehr schwärmte, hat jeder, auch die Mayonnaise-Fraktion. Es gibt sogar ein „Grie-Soß-Festival“ in Frankfurt, wo jährlich das beste Rezept gekürt wird.
Und was ist hierbei die Selbstbemächtigung?
Auch bei der Essenszubereitung darfst Du immer frei entscheiden, was Du magst und Deiner Kreativität freien Lauf lassen (und Deinen Senf dazugeben).
Von Rosbach zu den Strassheimer Teichen
Spaziergang im Spätsommer





Es ist einfach schön, bei milden Temperaturen mit Hund und Freundin zu laufen. Wir haben uns in frischer Luft bewegt, es war weder zu heiß, noch zu kalt und wir konnten in aller Ruhe quatschen.
Selbstbemächtigung
Brotzeit
Samstags habe ich die meiste Zeit zum Brot „bearbeiten“:





Am Sonntag wird gebacken und gut gefrühstückt.
Wetterau Poem
Wenn mich der Heimat Muse küsst
ich den Boden küssen müsst
reim ich lieber mit Methode
eine wetterauer Ode.





Bist Du selbst mit Dir im Fluss
kannst Du reden jeden Stuss.
Selbstbemächtigung
Texte und Fotos von mir (mora2021)
Holundriö
Es holundert mächtig!
Gerade ist Erntezeit für die schwarzen Holunderbeeren. Man kann sie trocknen, zu Saft, Gelee, Likör oder zu Sirup verarbeiten. Ihre Anthocyane, die wasserlöslichen Farbstoffe, sind für die intensive Färbung der Beeren verantwortlich – und darüber hinaus sehr gesund. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche vor alterungs- und krankheitsbedingten Zellschäden schützen.
Inhaltsstoffe Vitamine (C, B) Mineralien (Magnesium, Kalium, Eisen), Schleim- und Gerbstoffe, Kaffeesäurederivate ätherische Öle. Anwendung Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress, Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren.
Frau Holle
Dort wo der Hollerbusch wächst, ist Frau Holle, die Erdmutter, nicht weit. Der Baum ist der Sitz der Patronin der Spinner*innen und Kinder. Sie ist die Schutzgöttin der Unterwelt. Früher hat man Opfergaben für Frau Holle unter einen Holunderbusch gelegt. Ein Holunderstrauch birgt den Zugang zur Unterwelt. Manchmal verschwinden Menschen (besonders Kinder, die Schutz benötigen) in der Nähe … Das Märchen „Frau Holle“ bekommt mit diesem Wissen eine tiefere Bedeutung. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort Holuntar (Holun = hohl, heilig, günstig, gnädig) ab. Der Holunderbaum gilt als Bauernapotheke, da Blätter, Blüten und Früchte große Heilkräfte (entwässernd, entzündungshemmend, gegen Rheuma, Infektionen …) haben und als Nahrungsmittel dienen. Hat man einen Holunder im Garten, gilt das als Segen. Fällt man ihn jedoch, muss man mit dem Zorn von Frau Holle rechnen. https://monika-rauch.com/2021/05/23/pflanzen-am-fluss/
Verarbeitung



Stiele werden aussortiert. Waschen.







Eigentlich hätte ich auch einen Direktsaft herstellen können, also die Beeren entsaften. Das war mir aber dann doch zu viel Arbeit und der Direktsaft ist nicht so lange haltbar.
Ein Jahr später
Dieses Jahr habe ich den Dampfentsafter meiner Mutter getestet. Wir haben den Holunder ziemlich stark stutzen müssen und daher den Baum zu 90% abgeerntet. Das bedeutete viel Arbeit. Der Vorteil beim Dampfentsaften ist, dass die Stiele dabei sein dürfen. Also muss man nix mit der Gabel abfisseln – Gott sei Dank!



Selbstbemächtigung = dankbar für die Geschenke der Natur (Frau Holle) sein
Spätsommer am Beinatz
Fast erntereif
Rosengewächse, Rosaceae: Wusstet Ihr, dass sehr viele Früchte, die jetzt reif werden, Rosengewächse sind? Im Netz kann man viel darüber lesen, zum Beispiel: „Innerhalb dieser befinden sich sehr viele Obstbäume und -sträucher sowie Zierpflanzen von wirtschaftlich hoher Bedeutung. Vor allem die verschiedenen Obstsorten (so zählen nicht nur Erdbeeren und Himbeeren, sondern auch sämtliche Stein- und Kernobstsorten zu dieser großen Pflanzenfamilie) sind ernährungstechnisch für den Menschen immens wichtig.“ aus: gartenjournal.net





geistige Schwäche, Konzentrationsstörungen, Stärkung der Nerven, Stärkung des Herzens, Gicht, Venenstärkung; in der Küche.
Die Marone ist nicht mit der Roßkastanie verwandt.




blutbildend, harntreibend,
entzündungshemmend, kühlend, schleimlösend.
Rausgehen und erkunden, was Mutter Erde zu bieten hat, ist einfach schön und gibt Gelegenheit, klar zu werden und dazu zu lernen. Einfach überwinden und tun!
Selbstbemächtigung



