Zwischen dem österreichischen Riezlern im Kleinwalsertal und dem deutschen Tiefenbach bei Oberstdorf presst sich das Flüsschen Breitach durch das Kalkfelsengestein. Die Breitachklamm gilt als die tiefste Felsenschlucht Europas. Im Jahr 1905 wurde der ca. 2 km lange Steig gebaut und hat so die bisher arme Gegend touristisch aufgewertet. Den Klammsteig kann man in beide Richtungen begehen und es führen verschiedene Wanderwege um die Klamm herum. Parken kann man auf beiden Seiten bequem.
Wir waren auf der Durchreise in Oberstdorf und haben bei Nieselwetter die Klamm besucht. So konnten wir Frischluft schnuppern, uns bewegen und das Naturschauspiel bewundern. Übrigens sind Wanderschuhe sehr zu empfehlen, da die Wege uneben und teilweise glitschig sind.
Kennt Ihr das auch? Ich scanne schon beim Autofahren die Wiesen und Wegeränder. Wenn ich dann begehrliche Objekte entdecke, muss mein Chauffeur auch schon mal drehen und halten.
Wenn mein Jagdinstinkt geweckt ist, gibt’s kein Halten mehr. Heute z.B. wollte ich nur mal kurz „guggen“ – mein Mann wartete dann geduldig die 1,5 Stunden und räumte derweil das Auto auf. Vielen Dank!!!
Auf der „Pirsch“ bewege ich mich langsam, dankbar und behutsam von Pflanze zu Pflanze. Die Kräuter meiner Wahl sammle ich so, dass noch genügend übrig bleibt. Ich nehme nur das, was ich gut kenne, um giftige Verwechsler auszuschließen. Wenn ich mir unsicher bin, versuche ich über eine PflanzenApp (PlantNet) herauszufinden, welches Gewächs ich gerade entdeckt habe. Zuhause (und manchmal vor Ort) recherchiere ich im Internet oder Büchern über Nutzen und Heilwirkung. Manchmal frage ich auch meine liebe Kräuterfrau und Lehrmeisterin. Ich schreibe meine Blogs, stelle die Bilder ein und erweitere so mein Wissen.
Pflanzen lehren mich, inne zu halten und behutsam zu sein. Sie zeigen mir auf, wie wunderbar die Natur ist und wie heilsam sie ist.
Meine Beute wurde sortiert, gewaschen und zum Trocknen ausgelegt.Bunte Vielfalt: Die Saat-Esparsette ist eine Futterpflanze und ein Bodenverbesserer. Die Blüten des Gabel-Leimkrautes öffnen sich abends und der starke Duft lockt Nachtfalter an, die als Bestäuber dienen.Heckengewächse: Hagebutten und SchlehenEin Hahnenfußgewächs: die wilde Clematis, schön , aber giftig
Zuhause werde ich die gesammelten Kräuter weiter verarbeiten:
Spitzwegerich, getrocknet aus Tee und als Alkoholauszug – wirkt gegen Mückenstiche und bei Husten
Echtes Johanniskraut, getrocknet als Tee oder ausgezogen in Öl (Rotöl) hilft äußerlich gegen leichte Verbrennungen und beruhigt innerlich bei Verstimmungen
Hagebutten getrocknet als wohlschmeckender Tee mit hohem Vitamin-C-Gehalt oder als Mandelöl-Auszug für die Haut
Odermennig als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden (bitter)
Wiesenlabkraut als Tee oder Alkoholauszug bei Magen-Darm-Beschwerden, als natürlicher Cholesterinsenker, bei Harnwegsinfekten (bitter)
Echte Luzerne als Tee gegen gegen Arthritis, Harnwegsinfektionen, Nieren-, Blasen- und Prostatabeschwerden, als Cholesterinsenker (bitter)
Wegwarte als Tee/ Alkoholauszug bei Reizmagen, Leber- und Verdauungsstörungen, bei Hautunreinheiten ,(bitter)
Die bitteren Kräuter sind auch sehr gut geeignet zum Ausleiten von Giftstoffen, Schwermetallen, Medikamentenrückständen etc. Dafür kann eine 4- bis 6-wöchige Kur, mit einigen Tassen Tee über den Tag verteilt, geeignet sein.
Falls eine Kur sinnvoll erscheint, bitte sich selbst gut beobachten und einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen, besonders bei schweren Erkrankungen oder Allergien.
Etwa 300 Meter über dem Mirna-Tal erhebt sich der Hügel mit dem Dorf.
In den 60er Jahren setzte sich der Bildhauer Aleksandar Rukavina für den Erhalt des heruntergekommenen Dörfchens ein. Bis dato galt der Ort als ausgestorben. Dabei besagen erste Aufzeichnungen im Jahr 1102, dass sich Grožnjan im Besitz der Patriarchen von Aquileia befände. Später sind die Einwohner abgewandert und Grožnjan war dem Verfall preisgegeben. Seit Aleksandar Rukavina seine Arbeit im Dorf begann, haben sich hier unzählige Kunstschaffende angesiedelt und die Häuser restauriert. Heute betreiben sie Ateliers, Ausstellungen, Manufakturen und kleine Boutiquen. Die mittelalterliche Altstadt ist mittlerweile zu einer Touristenattraktion herangewachsen mit urigen Konobas und kleinen Läden, wo man hochwertiges Olivenöl, Weine, Liköre, Trüffelprodukte und Kunsthandwerke erstehen kann. Zudem finden hier regelmäßig Musikevents statt.
Wir haben die Nacht 5 Kilometer entfernt von Grožnjan verbracht und können die Pension wärmstens empfehlen. Das „Ponte Porton“ ist eine liebevoll renovierte Lokation, wo man hervorragend speisen kann und das Frühstück ist einfach einzigartig.
Nach dem Frühstück sind wir frühzeitig nach Grožnjan gefahren und konnten gemütlich durch den Ort schlendern – von der Temperatur war es erträglich und es gab keine Touristenströme.
Wir werden den Ort sicherlich nochmals in einer kälteren Jahreszeit besuchen und vielleicht direkt dort übernachten.
Endlich Urlaub, drei Wochen Zeit, die östliche Adria zu erkunden:
Slowenien: Portorož
Der erste Stopp ist gebucht – Hotel Marko in Portorož an der slowenischen Küste.
Das Hotel hat einen schönen Garten mit unbequemen Klappstühlen – es brauchte etwas Zeit, sich herauszuwuchten – dafür gibt es aber die Möglichkeit vom zuvorkommenden Personal ein Getränk serviert zu bekommen. Eine Straße trennt das Hotel von der Strandpromenade. Eigentlich wollten wir uns dort zwei Liegen unterm großen Sonnenschirm mieten – uneigentlich haben wir das gelassen, weil eine Liege 30 Euro kostet. Ich dachte: „Naja, opfern wir mal den Wucherpreis, ist ja nur für einen Tag.“ Erst nach der dritten Wiederholung des Betrages raffte ich, dass die 30 Euro pro Person galten. Also machten wir es uns im Hotelgarten gemütlich. Zum Schwimmen sind wir dann über die Straße gelaufen.
Hotelgarten mit gutem Restaurant und einem hervorragenden Frühstück. Das hat auch den Spatzen zugesagt.
Die Fahrerei Vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Hotel in Slowenien brauchten wir mit kleinen Pausen 10 Stunden ohne größere Staus. Die A3 in Deutschland ist gefühlt eine einzige Baustelle, wo wir meist mit Tempo 80, 100 oder 110 fahren konnten. Das Tempolimit hat Deutschland auch ohne Gesetzesänderung längst erreicht – das nur am Rande. Wir sind deshalb gut durchgekommen, weil wir bereits um 2:00 Uhr starteten. Überhaupt: Als wir 2019 das letzte Mal hier unten Urlaub machten, waren die Autobahnen frei und das Fahren war entspannt. Dieses Jahr ist wirklich alles verstopft: die Straßen, Restaurants, Strände, Einkaufspassagen.
Dalmatien: Srima, Vodice, Insel Murter
Von Slowenien fuhren wir via Autobahn ca. 500 Kilometer nach Srima/Vodice in Dalmatien. Dort kamen wir in einem kleinen Mittelklassehotel (Duje) unter. Eigentlich wollten wir uns langsam südlich „schrauben“, doch es war wirklich schwer, spontan ein Hotel zu finden – auch das war die Jahre zuvor kein Problem. Vodice kennen wir noch von vergangenen Urlauben, daher wissen wir, wo man gut ins Wasser kann:
Abendsonne – Insel Murter, Strand SlanicaMurter, Strand Slanica
In Kroatien gibt es einige wenige Sand- oder Kiesstrände – und die sind meist überlaufen und bieten wenig Schatten. Wir ziehen uns dann gerne an die Seiten der Buchten zurück. Dort kann man es gut in den Pinienwäldern aushalten. Allerdings muss man über Felsen zum Wasser klettern. Ich mutiere dann gerne zur geschickten Gemse. Im Wasser sollte man gut darauf achten, nicht in einen Seeigel zu treten. Daher sind Wasserschuhe das Mittel der Wahl.
Die Sessel werden mitgeschleppt, denn wer will schon gerne auf Steinen liegen? Katzi machte es sich unter meinem Stuhl gemütlich.Insel Murter, Strand Podvrške
Wirtschaftliche Situation Die Preise im touristischen Bereich sind stark angestiegen und haben sich dem europäischen Preisniveau angeglichen. Seit Anfang des Jahres gibt es in Kroatien den Euro, einhergehend mit dem Beitritt zum Schengenabkommen – das macht die Einreise nach Kroatien attraktiver als in den Vorjahren. Die Inflationsrate beträgt hier derzeit 7,8% (in Deutschland 6,2%). Was schwerwiegender ist, sind die hohen Mehrwertsteuersätze auf Lebensmittel. Diese betragen je nach Lebensmittel, bis zu 25 %. Das wiederum beeinträchtigt das Geschäft zahlreicher Produzenten der Milch- und Fleischindustrie und gefährdet deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem in- und ausländischen Markt erheblich. Da auch die Grundnahrungsmittel seit einigen Jahren mit Mehrwertsteuern belegt sind, sind die Preise der Nahrungsmittel angezogen, was den Menschen hier das Leben erschwert. Im Jahr 2022 hat das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kroatien geschätzt rund 17.486 Euro betragen (im Vergleich Deutschland 46.182 Euro). Kroatien hat hier aber sehr gute Entwicklungsprognosen (im Gegensatz zu Deutschland).
Am Morgen – Blick vom Balkon, Hotel DujeVodice HafenCa. 20 km nördlich von Vodice liegt die kleine Insel Murter, die man über eine Klappbrücke erreichen kann. Hier geht es beschaulich zu und der Hafen der Inselhauptstadt bietet nette Restaurants und schöne Ausblicke.
Wasser
Wasserqualität 94% der Badegewässer in Kroatien haben eine hervorragende Wasserqualität. Viele Strände wurden mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Auch das Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität – es unterliegt einer strengen behördlichen Kontrolle und kann fast überall im Land unbedenklich verbraucht werden.
Warum ist Kroatiens Wasser klar, sauber und blau? Eine Kombination verschiedener Faktoren spielt dabei eine Rolle:
eine hohe Salzkonzentration = 38,30 Promille, d.h. in einem Kilogramm Wasser sind 38,30 g Salz aufgelöst
verschiedene Sedimente am Meeresboden = Reliktsand, felsige Böden, sandige Buchten
eine Verbindung zu Afrika: Strömungen und Wind tragen Nährstoffe, wie das Phytoplankton, in die kroatische Adria
Phytoplankton wächst und vermehrt sich, dabei setzt es Sauerstoff frei und absorbiert Kohlendioxid, was die Klarheit des Wassers erhält
die durchschnittliche Wassertemperatur im Sommer beträgt 25 °C und im Winter 13°C – hohe Temperaturen über 26 °C begünstigen die Bildung von schädigenden Algen
Hier hat’s die schönsten Boote und Schiffe – passt ja irgendwie zum Wasser😊
Jadranska Magistrala
(Adriatische Küstenstraße) Sie ist ein Teilabschnitt der Europastraße 65, die in Malmö, Schweden, beginnt und in Chania, Griechenland, endet. Die E65 hat eine Gesamtlänge von 3.800 Kilometern. Die Jadranska Magistrala verläuft 600 km entlang der östlichen Adriaküste von Rijeka nach Dubrovnic. Wir sind davon einen Teilabschnitt in nördlicher Richtung gefahren von Zadar nach Rijeka. Die Straße ist gut ausgebaut und führt durch kleine Dörfer, ist sehr kurvenreich (Tempo 40 mitunter) und bietet reizvolle Aussichten. Wir waren ca. 1,5 Stunden länger unterwegs als wenn wir die A1 gefahren wären, die Fahrerei war dafür sehr entspannt.
Jadranska Magistrala
Istrien: Poreč
Wieder hier! 2019 hatten wir dieses Kleinod entdeckt, ein Landhotel, mit großen stilvoll eingerichteten Zimmern und einem kleinen Wellnessbereich auf der Dachterrasse. Die Besitzerin, Frau Rausch, spricht auch Deutsch. Sie ist eine hervorragende Gastgeberin, man kann sich mit beinahe jeder Frage an sie wenden. Sie empfiehlt gute Strände, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, sie wäscht und trocknet unsere Wäsche und bereitet ein individuelles Frühstück zu, dass in einer lauschigen Ecke im Garten eingenommen wird. Die Villa liegt etwas außerhalb von Poreč inmitten schönster Natur. Zum Meer sind es ca. 4 Kilometer.
Villa Castello Rausch
Turbulentes Poreč Abends ist hier ordentlich was los: Kleine Geschäfte, Bars und Restaurants sind über Altstadt und Hafen verteilt. Leider schieben sich Massen von Touristen durch die Gassen und das bei schwülen 30°C (Mitte August).Mir macht das dann wirklich keinen Spaß mehr, daher suchen wir uns lieber kleine Restaurants außerhalb des Gewimmels.
Umgebung und Strände von Poreč
Dorf Veleniki, hier speisen wir öfter in der Konoba Daniela (reservieren!) Strände beim Hotel Delfin und der Plava Laguna
Essen und Trinken
wird meist in Konobas serviert – das sind kleine Restaurants mit landestypischen Gerichten.
In Kroatien gibt es häufig gegrillten Fisch oder Fleisch – Veganer/Vegetarier können durchaus gut mit dem typischen Mangoldgericht, gegrilltem Gemüse, Salaten, Suppen, Kartoffel- und Eierspeisen, klarkommen. In guten Restaurants/Konobas hilft eine freundliche Anfrage und man bekommt etwas Schmackhaftes gezaubert.
Neben den klassischen Gerichten (Ćevapčići, Djuvec-Reis, Ajvar …), die wir schon von unserem „Kroaten“ zuhause kennen, gibt es eine unglaubliche Vielfalt:
Deftiges Schwarzes Risotto (Crni rižot), Oktopussalat, Mangoldkuchen (Soparnik), Trüffel Krautrouladen (Sarma), Bohnensuppe (Grah), Pager Käse (Paski Sir), Fleischeintopf (Cobanac), kroatischer Schinken (Prosciutto), Muscheln in Wein (Buzara), Trüffel (Tartuf): Istrien ist mit seinem dunklen Boden und den Eichenwäldern ein Trüffelparadies und allerorts stehen sie auf der Speisekarte, Spanferkel oder Lamm: sieht man hier entlang der Straße brutzeln, allerdings sind das eher Gerichte, die in Bosnien beheimatet sind.
Süßes Palatschinken, verschiedene Kuchen, gefüllte Kekse (Breskvice), frittierte Teigbällchen (Fritule) - diese bekommt man oft automatisch als Nachspeise gereicht.
Getränke Bier, Rotwein, Weißwein, Marillenschnaps, Birnenschnaps, Sljivovica (Pflaumenschnaps), Cedevita (Brausepulver-Getränk), Pasareta (rotes Erfrischungsgetränk), Oranzada (Erfrischungsgetränk mit Orange), verschiedene Kaffeesorten
Travarica - ein hochprozentiger mit Kräutern angereicherter Schnaps hilft so ziemlich für gegen alles: zur Verdauung, gegen Mückenstiche und Reisekrankheit, gegen oder für Kopf- und Zahnweh, oder als Haushaltsreiniger. Jedes Haus, das etwas auf sich hält, hat eine eigene Rezeptur. Zur Not kauft man sich diesen im Supermarkt. Ich, als Kräuterfrau, finde es sehr reizvoll, ein gutes Rezept zu ergattern. Mal schauen ...
Leckeres Essen in den Konobas und als Digestif hilft ein Travarica
Es gibt noch so viel zu berichten über Kroatien. Über Pflanzen und Kräuter von hier verfasse ich einen eigenen Blog. Vielleicht wird es die nächsten Tage etwas kühler, dann folgen noch Berichte über die Natur und Sehenswürdigkeiten. Fürs erste schließe ich diesen Blog und danke für Euer Interesse.
Selbstbemächtigung =sich für Hintergründe interessieren
Schon letztes Jahr waren wir in Ahornach in Taufers im Hotel Moosmair und sind dieses Mal auch wieder dort untergekommen. Der Ort liegt rund 1400 Meter hoch, so dass man einen fantastischen Blick ins Tal und auf die Berge rings herum hat.
Wir sind nicht gerade das, was man passionierte Wanderer nennt. Eher ist unser Bewegungsapparat schon etwas in die Jahre gekommen. Trotzdem haben wir Lust, die Gegend per Pedes zu erkunden.
Am Ankunftstag strahlte die Sonne und wir wollten uns die gut 5 Kilometer Entfernung mit ca. 200 Metern Höhenunterschied zum Roanerhof etwas „einlaufen“. 200 Höhenmeter sind wirklich nicht viel, aber wir kamen schon ganz schön ins Schnaufen. Mein Körper fuhr von Null auf hundert hoch, mein Herz pumpte und ich musste immer wieder stehen bleiben, um nicht zu kollabieren. Aber, am Ziel angekommen, waren alle Strapazen vergessen. Wir genossen die herrliche Aussicht, die Sonne auf der Haut, das laue Lüftchen und natürlich ein Bierchen mit einer leckeren Flädlesuppe. Der Rückweg war etwas leichter, da es sanft bergab ging. Nach der Tour gab es ein paar Saunagänge und wir waren herrlich entspannt.
Ahornach (Acereto)
Dankbarkeit und Gottvertrauen begleiten das harte Leben in den Bergen.HerbstprachtHier gibt’s noch frische Milch.Paragleiting ins Tal nach Sand in TaufersViel WasserViele WandermöglichkeitenRast am Roanerhof
Bäuerliches Leben
Über die Einfachheit
Das kleine Museum unseres Hotels zeigt die Entwicklungsgeschichte vom Bauernhof zum Gasthof. Gleichzeitig vermitteln die Bilder und Ausstellungsstück e wie die Menschen im Ahrntal gelebt haben und heute noch leben und „ticken“.
Die Natur bestimmte das Leben: mit dem ersten Hahnenschrei aufstehen, die Tiere versorgen, die Felder bestellen, säen und ernten. Männer und Frauen teilten sich die Arbeit. Im Winter lebte man von den Vorräten, reparierte, flickte, webte, schnitzte und stickte und erzählte sich Geschichten. Es kehrte Ruhe ein und man tankte Kraft für das neue Jahr. Manchmal wurde das Essen knapp und das Holz reichte nicht, d.h. frieren, Krankheiten und Hunger gab es in manchen Jahren. Trotzdem haderte man nicht, sondern nahm die Herausforderungen an.
Ob der harten Arbeit könnte man meinen, die Menschen fühlten sich vom Schicksal gebeutelt und führten ein freudloses Dasein. Das Gegenteil war der Fall – die Menschen hier nahmen ihr „Los“ an und lebten gläubig und dankbar für das, was sie hatten. Eine einheimische junge Frau erzählte mir, dass ihre Großmutter gerne von früher erzählte. Zum Beispiel, wenn sie sich als Kind einmal so richtig satt essen konnte, dankbar lehnte sie sich zurück, rieb sich über den Bauch und war einfach zufrieden.
Der Frau oblag Kindererziehung und Haushaltsführung.Hauptlebensmittel von damals: Getreide, Gewürze und Kräuter
Zufrieden sein, besonders nach einem reichhaltigen Essen? Ich esse mich immer satt, das ist normal. Und hier im Urlaub gibt es abends ein Sechsgängemenue. Echt, das kann man mal machen, auf die Dauer macht das mir keinen Spaß mehr. Eigentlich fühle ich mich übersättigt und bin nicht zufrieden, sondern fühle mich eher schlecht. Ich denke, unsere gesamte Gesellschaft hat sich "überfressen" im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Wir sind "bekifft" vom Konsum, dabei können wir uns nicht mehr richtig freuen oder dankbar sein. Wir ballern uns mit Äußerlichkeiten zu und dringen dabei nicht mehr zu unserem inneren Kern vor. Dabei werden wir immer unzufriedener, obwohl es uns doch so gut geht. Komische Entwicklung: Wir lenken uns von uns selber ab und verlieren uns dabei. Allerdings merken immer mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann. Manche suchen ihre spirituelle Seite, essen bewusst anders, engagieren sich im Umweltschutz oder entscheiden sich für ein einfacheres abgespecktes Leben.
Im Gestell wurde das Brot getrocknet, das man später hart kaute, in Milch aufweichte oder zu Mahlzeiten verarbeitete (Brotsuppe, süße Aufläufe).
Pragser Wildsee
Rund 40 Kilometer von Ahornach, am Tor zu den Dolomiten, liegt der See. Die Schönheit der Natur führt dazu, dass es hier in der Hauptsaison vor Touristen nur so wimmelt. Jetzt im Herbst ist es aber „überschaubar“.
Feenfelsen – um den See ranken sich allerlei Mythen von Feen und Geistern.Einmal den See umrundenLärchen werfen im Herbst ihre Nadeln ab.Abstecher hoch zur GrünwaldalmEine kleine Rast in der SonneBlick vom Platz ausUnd wieder zurückWieder am See
Rein in Taufers – Knuttenalm
Der letzte Ort im Ahrntal Richtung Österreich ist Rein in Taufers. Hier hat es einige schöne Täler und unser Ziel war die Knuttenalm.
Knuttenalm in Sicht … aber dann geht’s noch mal richtig hoch.Sonnenbad mit ButtermilchFrisch gebacken mit KümmelMilchlieferantinZurück am Ausgangspunkt nach 4,5 Stunden
Brixen (Bressanone)
In Brixen ist’s schon eindeutig italienischer als im nördlichen Teil Südtirols: das Flair, das südländische Aussehen der Menschen, die Sprache und auch die Temperaturen sind um einige Grade höher.
DomIm DomZusammenfluss von Eisack und Rienz Chiesa dei Santi Gottardo ed ErardoArkadengängeDas SonnentorAltstadt
Kloster Neustift
Das Augustiner Chorherrenstift Neustift gilt als eine der größten Klosteranlagen Tirols und ist bis heute Mittelpunkt von Bildung, Kunst und Weinkultur. Wir waren kurz dort, weil man im Laden sehr leckere Äpfel und andere Spezialitäten kaufen kann. Und in der kleinen Wirtschaft kann man es gut aushalten.
An diesem Tag wollten wir eigentlich nur ein bisschen ebenerdig laufen und vielleicht Rast in einem der Almen machen. Unser Auto parkten wir am Langlaufzentrum und marschierten los. Schon nach 30 Minuten war die letzte Jausenstation erreicht. Das war etwas arg kurz, also entschieden wir uns, hoch zur Furtalm zu laufen. Sind ja nur ca. eine Stunde zu laufen. Die Tour dauerte dann doch länger, weil wir einmal falsch abgebogen sind und wieder zurück mussten. Unterwegs sind uns einige Rehe über den Weg gelaufen und auf der Furtalm war es sehr idyllisch. Alles in allem waren wir fast vier Stunden unterwegs.
Jausenstation SägeMilchliftUi! Es geht hoch. Immer schön am Bach entlang.Die Furtalm – einsam liegt sie da, eingebettet in grandioser Natur.Sitzplatz in der Sonne – gut, dass wir unseren eigenen Proviant dabei hatten.
Jetzt sind bereits viele Monate nach dem Urlaub vergangen und ich habe vergessen, den Blog abzuschließen und zu veröffentlichen. Gerade überlegen wir, wo wir dieses Jahr im Herbst Urlaub machen. Natürlich in Südtirol, vielleicht an einem anderen Ort …
Selbstbemächtigung = vom vergangenen Augenblick profitieren
Morgens ist die Welt noch frisch und unberührt und es lohnt sich, die Umgebung zu erkunden. So viele Eindrücke: Wasserplätschern und seichter Wind, Vogelgezwitscher und Bienensummen, weiße, gelbe und violette Farbtupfer im linden Grün und duftende Blüten – herrlich! Unterwegs traf ich noch einen alten Bekannten auf ein Schwätzchen. So konnte der Tag gut starten.
„Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Maintaler Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt. Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen. …“
AngelseeDie Nilgänse beugen mich skeptisch GänsekinderLieblingsbildKleine Schleuse … ob die noch funktioniert?Sauerkirsche oder Ulme? Die App konnte nicht helfen. ???Und zu guter Letzt ein Storch.
Oberhalb des Städtchens Maintal-Hochstadt lohnt sich ein Spaziergang im Naherholungsgebiet Hartig. Hier hat’s einen sagenhaften Blick auf die Skyline von Frankfurt. Und gerade ist die Apfelblüte in vollem Gange. Anschließend kann man im Café Pearson & Puppe (meine Empfehlung) oder in einem der vielen Restaurants auf der Hauptstraße für’s „leibliche Wohl“ sorgen.
Wenn Ihr noch ein paar Bilder von Hochstadt haben wollt, schaut mal auf meine anderen Blogs:
Unser Kurzurlaub führte uns nach Fladungen. Das ist die nördlichste Stadt Bayerns, bzw. Frankens. Von unserem Hotel aus hatten wir einen schönen Gugg auf das Örtchen. Näher betrachtet sieht es so dort aus:
Ausblicke entlang der StadtmauerÜberall Wasser: Entlang des Ortes fließt die Streu, ein Zufluss der Saale. Vom Leubach und Erlesbach führen etliche Kanäle Wasser zu den Fladunger Mühlen: Die Reßmühle steht auf dem Gelände eines Freilandmuseums und ist eine vollfunktionsfähige Getreidemühle. Dann gibt/gab es hier die Obere (Foto), die Mittlere und die Untere Mühle. St. Kiliankirche
Fladungen hat einiges Interessantes zu bieten, z.B. gibt es noch ein altes Backhaus, in dem regelmäßig gebacken wird. Es hat hier, neben einigen historischenGebäuden, ein Heimatmuseum und etwas außerhalb ein Freilandmuseum. Unterwegs trafen wir einen älteren Herren, der uns mit Fladunger Geschichten unterhielt. Er erzählte zum Beispiel, warum Fladunger auch heute noch Stadtrechte hätte: Stadturkunden wurden üblicherweise von anderen Urkunden kopiert und dabei wurden nur Namen, Gemarkungen usw. ausgetauscht. Für Fladungen wählte man den Wortlaut der Gelnhäuser Stadtrechte und auch den Wortlaut „für immer“. So hat Fladungen auch heute noch Stadtrechte, obwohl es mit den eingemeindet Orten nur 2300 Einwohner hat.
Osterbrunnen und Deko – warum die Straßenlaterne umstrickt ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich vermute einen ungeübten Autofahrer in der Nähe.
Viel Fachwerk und Brunnen
Fladungen ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen und ein staatlich anerkannter Erholungsort. … Im Jahre 789 wurde Fladungen in einer Urkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. 1335 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht. … Der Besitz der Stadt war zwischen dem Würzburger Bischof und dem Fürstabt von Fulda umstritten. Seit den Verträgen von Paris (1814) gehören der Ort Fladungen und die Umgebung endgültig zu Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde. …
Urlaub! Die paar freie Tage nutzen wir für einen Wellness-Aufenthalt in der Rhön. Hier ist’s klimatechnisch etwas rauer als bei uns im Rhein-Main-Gebiet – es gefällt uns, wenn der Wind die Köpfe freibläst. Wir haben ein nettes Hotel mit einem schönen Wellnessbereich. Also gehen wir nachmittags in die Sauna und vormittags geht’s auf Wanderschaft.
Mir persönlich dient dieser Urlaub, meinen Rhythmus zu finden. D.h. ich entschleunige und versuche, eine Strategie zu entwickeln, die mir im normalen Alltag weiterhilft. Bewegung und Natur unterstützen mich dabei.
Selbstbemächtigung = Unterstützung in der Natur finden
Es wurde Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang mit meiner Freundin und unserem Lieblingshund. Diesmal ging es zum Alten Berg, dem kleinen Waldstück zwischen Nieder Wöllstadt und Petterweil. Wir starteten in Rodheim bei der Feuerwehr und hielten uns links parallel zur Landstraße nach Wöllstadt. Vorbei an einem Bauernhof, an Gärten, furchterregenden Wachhunden, neugierigen Ziegen und fruchtbaren Feldern, gelangten wir schließlich an unser Ziel. Während des Laufens unterhielten wir uns angeregt und bewunderten die üppige Natur. Wir sahen ein großes Rudel Rehe über die Felder flitzen, Gänse, Hasen und einen Gabelweiher. Und in den Feldern zwitscherten die Lerchen. Es war erhebend. Nach dem Spaziergang war das Engegefühl, was ich in letzter Zeit öfter im Brustbereich habe, verschwunden. Ich fühlte mich locker und frei.