Im Sommer wohnen wir fast ausschließlich im Garten. Das macht richtig Spaß, weil das Leben „draußen“ einfach erdet und Erholung bringt. In unserer Gartenküche kochen wir mit Gas und Eisenpfannen. Damit kann man schön kross anbraten, was diesem Gericht gut bekommt.
Eigentlich esse ich sehr gerne Fleisch und uneigentlich habe ich ein schlechtes Gewissen, weil Tiere eine Seele haben. Wer Haustiere zuhause hat, weiß, was ich meine. Also schau‘ ich mich nach schmackhaften Rezepten um und habe den YouTubeKanal von Sebastian Copien entdeckt. Er freut sich bestimmt über neue Abonnenten, falls Ihr seinen Kanal mal besuchen mögt: https://youtu.be/F-nIy4mCm2E
Als Fleischersatz schlägt Sebastian kleingeschnittene/geraspelte Austernpilze vor, weil die eine fleischige Textur haben. Diese werden in Olivenöl so lange gebraten, bis sie eine schöne Röstung haben. Danach kommen geraspelte Karotten und Sellerie hinzu – dies wird gebraten, bis alles leicht braun ist. Um einen noch markanteren Geschmack zu bekommen, kann man einige getrocknete kleingeschnittene Shitakepilze hinzufügen. Ich habe aber keine gefunden beim Supermarkt meines Vertrauens.Nach und nach kommen grob geschnittene Zwiebeln, Paprika, die restlichen Karotten, Selleriegrün, Lauch, Knoblauch, Mais, Kidneybohnen (inclusive Kochwasser!) und stückige Tomaten hinzu.Würze bringen: Salz, Oregano, Kreuzkümmel, frischer Koriander (wer’s mag), verschiedene Chilisorten, Tomatenmark + Saft einer halben Orange und eine kleine Tasse Espresso. Zum Abrunden des Geschmacks werden 3 bis 4 Stücke geraspelte Bitterschokolade untergehoben. Ich hätte nicht gedacht, daß Schokolade dem Ganzen den entscheidenden „Pfiff“ gibt.
Ich hab‘ mich nicht ganz ans Rezept gehalten, bin aber überrascht von dem super leckeren Ergebnis. Meinen Männern zuhause hat’s auch geschmeckt. Also ist fleischlos essen gar nicht so schwer, ich werde bestimmt öfter was nachkochen. Meinen Dank geht an Sebastian Copien, für den Kanal mache ich gerne Werbung ohne Auftrag.
Gerne ziehe ich durch die Lande: morgens, wenn die Luft noch frisch und klar ist oder abends, wenn es ruhiger wird und kühler. Ich bin dankbar für den reich gedeckten Tisch, den die Natur bereit hält. Kräuter, Gemüse und Früchte wirken sich auf unsere Gesundheit positiv aus und helfen uns, im seelischen Gleichgewicht zu bleiben.
Goldfelberich/Gilbweiderich wirkt blutstillend. Fingerhut ist stark giftig,Finger weg! (Dessen Extrakt wirkt in geringen Dosen bei Herzschwäche.) Giersch schmeckt gut als Gemüse und hilft bei Entzündungen und Erkältungskrankheiten. Pastinake unterstützt bei Magen-Darm-Beschwerden, Nierenleiden, Unruhezuständen.
Einige wenige klinische Untersuchungen bestätigen die Wirkungen der Heilpflanzen (siehe unten: ESCOP, HMPC, Kommission E). Allerdings werden oft nur einzelne Inhaltsstoffe untersucht, nicht aber die Kombination/das Zusammenspiel derselben. Klinische Forschungen über Heilpflanzen gibt es häufiger im Baltikum, in Russland und im Balkan. Wir in Deutschland tun uns schwerer, unser Heilpflanzenwissen mitForschungen zu vertiefen. Ich vermute, dass bei uns Traditionen im Allgemeinen keinen großen Stellenwert haben. Wir versuchen alles wissenschaftlich zu belegen (was seine Berechtigung hat) und lassen das Leben und dessen Mysterium nicht zu uns durchdringen. Das hat manchmal zur Folge, dass wir unseren Ursprung und unsere Wurzeln, das Wissen unserer Ahnen und somit unsere Entwicklung nicht anerkennen und leben. Manchmal sind wir von unserer Natur/von unserem Inneren abgetrennt und es fehlt was ganz Entscheidendes. Vielleicht schreibe ich darüber einen Extra-Blog.
Rosen – große Liebe https://monika-rauch.com/2022/07/01/rosen/Rotklee, enthält einen höheren Anteil an Phytohormonen als Soja, hilft bei Beschwerden der Menstruation, der Prostata, der Wechseljahre. Apfel hilft bei Durchfall, zur Zahnreinigung gegen Entzündungen und Demenz. „An apple a day keeps the doctor away.“Weißklee hilft bei Erkältungen, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Vergiftungen. Kamille beruhigt bei Entzündungen der Haut und der Verdauungsorgane. Süßkirschen können bei Bluthochdruck, Gicht und Demenz hilfreich sein. Der Hundsrose und ihrer Frucht, der Hagebutte, ist sogar ein altes Kinderlied gewidmet: “Ein Männlein steht im Walde”. Sie helfen bei Hauterkrankungen, Erkältungen, Rheuma, Gicht.Lavendel beruhigt, die Ziererbse blüht schön pink, die Wurzel des Alantes wirkt bei Appetitlosigkeit, Bronchitis, Darmentzündung, Gallenbeschwerden, Reizhusten, bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden, gegen Würmer. Hornklee findet Anwendung bei Schlafstörungen, Unruhezuständen, starker Nervosität, Angst, Herzschwäche, Hautentzündungen, Krämpfen. Die Kugeldistel sieht schön aus und ist eine Bienenweide. Sie kann bei Nieren- und Leberleiden helfen. Das rote Mädesüß ist mit unserem Mädesüß verwandt und kommt aus Amerika. Es wächst bei mir als Zierstaude im Garten.Obstsorten: Brombeere Die Frucht ist gut bei Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Zahnfleischentzündungen; die Blätter wirken bei Durchfall. Himbeeren haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und helfen bei Durchfall und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und einem geschwächten Immunsystem. Holunder im Garten ersetzt den Apotheker, er hilft bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress,Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren Pflaume (übrigens: Mirabellen, Renekloden, Zwetschgen sind Kreuzungen der Pflaume) unterstützt den Körper bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress, Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren. Traube hilft bei Gicht-, Rheuma- und Arthroseschmerzen, sie unterstützt die Gewichtsreduktion und schmeckt lecker.„Nasse Füße“ Diese Pflanzen wachsen gern in der Nähe zu Gewässern. Mädesüß hat eine starke Heilwirkung. Man nennt es auch Wiesen-Aspirin. https://monika-rauch.com/2022/07/03/maedesuess/ Fast nur heilsame Pflanzen: Fingerkraut wirkt bei Durchfall, Regelschmerzen, Entzündungen. Die kleine Braunelle ist stark antiviral, daher gut bei Herpes. Sumpfschachtelhalm ist für Tiere giftig und sollte nicht mit dem heilsamen Ackerschachtelhalm verwechselt werden. Johanniskraut ist ein starkes Mittel bei depressiven Verstimmungen und wirkt hautberuhigend bei Sonnenbrand und Mückenstichen. Die wilde Karde soll bei Hautkrankheiten, Magen-Darm-Beschwerden, Borreliose helfen. Letzteres ist umstritten. Odermennig ist gut bei Durchfall und Hautkrankheiten.
Was ist die ESCOP, HMPC und die Kommission E? Um hier eine Hilfestellung zu geben, verfassen verschiedene Institutionen Monographien. In den Monographien der ESCOP, HMPC und der Kommission E werden alle Informationen zu Studien, Tagesdosierung sowie Nebenwirkungen zusammengefasst.
Disclaimer Die beschriebenen Heilwirkungen beruhen auf Überlieferungen, sowie eigenen Erfahrungen und werden seit Jahrhunderten so angewendet. Bei schweren Symptomen/Krankheitsverläufen bitte einen Arzt konsultieren! Hilfreich ist oft eine Kombination aus einer schulmedizinischen Behandlung und einer phytotherapeutischen.
Selbstbemächtigung = Heilung durch die Natur erfahren
Zutaten: Kidneybohnen, Haferflocken, Lupinenschrot, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie (oder andere Kräuter), (Ei), Senf, Salz, Pfeffer, Paprika – verkneten, formen und in Olivenöl ausgebacken. Bei den Zutaten und Mengen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Saftig und lecker!
Ich liebe es, mit Lebensmitteln zu experimentieren. Es kommen zwar weder Spinnenbeine noch Krötengift ins Essen, doch solche gefährlichen Lebensmittel wie Kräuter und Gemüse sind durchaus dabei. Meine Männer beäugen mein Kochen schon etwas misstrauisch, aber meistens schmeckt’s ihnen dann doch. Manchmal gibt’s auch Schelte, naja nicht alles gelingt immer.
Ich gebe es zu: Ich mag gerne Fleisch essen. Ich weiß aber, dass es nicht überlebenswichtig ist und dass Umwelt und Tiere wegen des übertriebenen Konsums in den Industrieländern leiden. Wir sind direkt mit Fleisch gemästet worden und haben uns, wie in anderen Lebensbereichen auch, abhängig gemacht. Glücklicherweise setzt gerade eine Trendwende ein, die zu einem bewussteren Konsum oder Verzicht führt. Ich finde es gar nicht so leicht, auf fleischlos umzusteigen und hoffe, dass ich so nach und nach meine „Sucht“ überwinde. Die Klopse kommen schon mal gut an, auch bei meinen Männern.
Bei meinem letzten Spaziergang habe ich ein paar Kräutlein gefunden, die ich Euch zeigen möchte:
Giersch (Aegopodium podagraria)
„Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei.“ Alte Regel, welche bedeutet, dass man den Giersch aufgrund seines dreieckigen Stängels und den drei mal drei angeordneten Blättern bestimmen kann. Der Giersch ist ein Doldenblütler, den man mit anderen giftigen Vertretern verwechseln kann. Da hilft die Regel enorm.
Gut ernten kann man ihn im Frühjahr und Frühsommer. Man verwendet ihn als Salatbeigabe ähnlich wie Petersilie oder man dünstet ihn wie Spinat, stellt ein Pesto her oder bereitet damit ein Smothie zu. Wer Giersch im Garten hat, freut sich nicht wirklich: Durch seine unterirdischen Wurzelaustriebe kann er schnell wuchern. Da hilft nur eines: aufessen, als Tee trocknen oder eine Jauche für den Garten herstellen und damit andere Schädlinge vertreiben oder als Dünger verwenden.
Inhaltsstoffe: Giersch ist sozusagen ein Superfood – er enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium und Eisen, sowie anderen Vitaminen und Mineralien. Als sekundäre Pflanzenstoffe enthält er u.a. ätherische Öle und Flavonoide. Anwendung: Giersch regt den Stoffwechsel an, entgiftet, entwässert, und entsäuert. Der Giersch kommt zum Einsatz, wenn „das Zipperlein plagt“, also bei Rheuma, Arthritis und Arthrose. Und er hilft auch bei einer Entwurmung, bei Erkältungen, Zahnweh, Verspannungen.
Taubnesseln (Lamium)
Taubnesseln gibt es in den verschiedenen Sorten (Goldnessel, Bastard-Taubnesseln, weiße und purpurfarbene Taubnesseln). Jede hat ähnliche Wirkungen. Taubnesseln sind nicht mit der Brennnessel verwandt. Sie sind ungiftig.
Inhaltsstoffe: Vitamine B + C, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Zink. Anwendung: Frauenleiden als „Kraut der lächelnden Mutter“ (reguliert Menstruation und Weißfluss), Blutungen, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Husten, Halsweh, Verdauungsstörungen – innerlich + äußerlich. Wirkweise: astringierend, auswurffördernd, schleimlösend, abschwellend, entzündungshemmend, blutreinigend, blutstillend
Brennnessel (Urtica)
Die Brennnessel brennt dank ihrer Brennhaare. Die Signaturenlehre lehrt, dass Eigenschaften und Aussehen einer Pflanze Ähnliches heilen können. Wenn’s brennt (wie z.B. bei einer Blasenentzündung, oder einem Rheumaschub), kann sie Linderung verschaffen.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Caffeoyläpfelsäure, ungesättigte Fettsäuren Anwendung: bei Nieren- und Blasenproblemen, Hauterkrankungen, Nesselsucht, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Darmbeschwerden, Schuppen, fettiger Kopfhaut. Auf der psychischen Ebene wirkt sie wie ein Antidepressivum, da sie das Durchsetzungsvermögen stärkt (Signaturenlehre: Die Pflanze setzt auch gerne durch). Wirkweise: entzündungshemmend, blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd, schleimlösend.
Bin noch am überlegen, ob ich sie trocknen oder direkt als Salat weiter verarbeiten soll.
Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur sehen, verstehen und annehmen
Meine zweite „Fuhre“ Salbe dieses Jahr. Ich habe viele Töpfchen aus der ersten Produktion (s.u.) verschenkt und eine durchweg positive Resonanz erhalten: Nach dem Waschen und Pflegen die Salbe auftragen und Socken anziehen. Über Nacht einwirken lassen: Die Haut wird „butterzart“. Warum überhaupt die Füße pflegen? https://monika-rauch.com/2023/03/08/soweit-unsere-fuesse-tragen/
Die Kartoffel ist ein äußerst nährstoffreiches Powerpaket. Sie enthält ungefähr 20% Kohlenhydrate, 2%Eiweiß, 2% Ballaststoffe, 1% Mineralstoffe/ Spurenelemente wie (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen), sowie Vitamine (Vitamine C, A, B) und Wasser. Zudem enthält sie Flavonoideund Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und als Farb- und Lockstoffe dienen.
Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und Nachtschattengewächse sind giftig! Die Früchte, die sich am Blattwerk ausbilden, sowie das Blattwerk selbst, bilden Glykoalkaloide aus, hauptsächlich das Nervengift Solanin. Wenn Kartoffeln unbedeckt liegen bleiben, werden sie grün. Die grünen Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden, denn auch hier hat sich das Solanin gebildet. Auch in den Schalen ist das Gift enthalten, allerdings niedriger dosiert. Glykoalkaloide können zu Erbrechen und Durchfall, zu neurologischen Störungen, ja sogar zum Tod führen. Dafür muss man aber einige Kilo ungeschälter Kartoffeln essen. Das Solanin bleibt auch bei Hitze stabil, d.h. man kann es nicht wegkochen.
By the way: Eßbar ist nur die unterirdisch wachsende Knolle. Die grünen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, tragen Samen in sich, aus welchen man theoretisch neue Kattoffelsorten züchten kann. Üblicherweise wird die Kartoffel über Knollen vermehrt.
Die Kartoffel als Heilmittel
Neben den vielen leckeren Gerichten, hat die Kartoffel auch noch eine hohe Heilwirkung. Das liegt zum einen an den Inhaltsstoffen und zum anderen an ihrer langen Wärmespeicherzeit. Kartoffelwickel z.B. werden aus gekochten, zerdrückten Kartoffeln bereitet. Durch ihre Wärme und Wirkstoffe helfen sie gegen Halsweh, Ohrenschmerzen, Husten und Heiserkeit. Frische rohe Kartoffelscheiben können Migräne, Sonnenbrand und Verspannungen lindern. Die Wirkung ist schleimlösend, beruhigend und entzündungshemmend.
Kartoffelsalbe – Rezept
Rohe Kartoffelschalen in einem Trägeröl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) ca. 2 Stunden warm (bei ca. 70°C) ausziehen lassen.
Absieben und filtern.
Kartoffelöl erwärmen und 10 – 15% Bienenwachs unterrühren und ca. 10 % Sheabutter. Z.B. benötigt man bei 100 ml Öl ca. 15 g Bienenwachs und 10 g Sheabutter.
In Gläser einfüllen.
Pro Glas einige Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Ich habe mich für Lavendel (zur Beruhigung), Salbei (zum Desinfizieren und gut gegen Schweißbildung) und Zitrone (wegen des belebenden Geruchs) entschieden.
Abkühlen lassen, danach verschrauben und etikettieren.
Unbedingt auf saubere Utensilien achten, d.h. alle Gerätschaften sind mit kochendem Wasser oder mit Alkohol desinfiziert. Bei sauberer Handhabung hält sich die Salbe ein Jahr und länger. Das liegt am Bienenwachs und an den ätherischen Ölen.
Über die Kartoffelsalbe habe ich im Internet einiges gelesen. Ich fand das sehr interessant, weil ich gerade im Winter und Frühjahr unter sehr trockener Haut an Händen, Ellenbogen, Knien und Füßen leide. Bei der Menge habe ich etwas übertrieben und musste meinen gesamten Töpchen-Vorrat aufbrauchen. Die Salbe duftet hervorragend und lässt sich gut einmassieren.
Für das Erweichen der Haut ist hauptsächlich das Solanin verantwortlich. Solanin wirkt, indem es die Mitochondrien (kleine Teilchen in den Zellen, die u.a. für die Umwandlung von Nahrung zu Energie zuständig sind) durchlässiger macht und dadurch Kalzium ins Cytoplasma (Zelleninhalt) gelangt. Diese hohe Konzentration sorgt für das langsame Absterben von Zellen. Das, so schätze ich als Laie, bewirkt den Weichmacher-Efekt. Gleichzeitig gelangen die anderen Wirkstoffe in tiefere Hautschichten und stabilisieren diese.
Kleingedrucktes Bei diesem Rezept handelt es sich um Volksmedizin. Ich gebe hier keinen wissenschaftlichen Bericht ab. Ich habe die Salbe für meine Bedarfe so kreiert, dass es für mich stimmig ist. Ein Heilversprechen gebe ich nicht ab. Bei stärkeren gesundheitlichen Problemen oder beim Auftreten von allergischen Reaktionen, das Mittel absetzen und Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker halten. Die Salbe ist nicht zum Verzehr geeignet.
Die Sonne schien und der Rausgeh-Schaffensdrang war entsprechend hoch. Mein Mann und ich erledigten so nach und nach alle möglichen Arbeiten. Nebenbei erhielt ich eine gratis Akkuschrauber-Schulung. Ich habe mir nämlich eigenes Werkzeug besorgt, um unabhängiger zu sein.
Aus den Betonmisch-Behältern werden Gemüse-Pflanztöpfe. Daher habe ich mit dem Akkuschrauber Drainagelöcher gebohrt. Überschüssiges Wasser kann abfließen und Kleinstlebewesen dürfen eintreten. Gerade stinken die Behälter noch übelst nach Chemie. Deshalb werden sie draußen ausgelüftet und später noch mal mit Natronlauge behandelt.Im Internet habe ich mir einen stabilen Tisch zum Werkeln und Pflanzen besorgt, diesen bauten wir razfaz auf. Der Aufbau des grünen Rollbeetes war etwas anspruchsvoller (mit nur ganz wenig Gemecker). So konnten wir dann unsere Neuanschaffungen ordnungsgemäß mit Sekt „taufen“.Mein geliebtes Hochbeet kracht schon nach 2 Jahren auseinander. Der Grund dafür: zu weiches Holz und keine Folie innen. Jetzt haben wir den Salat! Erst mal haben wir Bretter drangeschraubt, auch aus Weichholz … Finde den Fehler! Wir werden uns noch etwas anderes einfallen lassen, vielleicht so etwas wie Stahlbänder. Außerdem will das Beet noch etwas farblich aufpeppen.In unsere Sommerküche kamen neue Haken und eine Seifenablage. Das durfte mein Mann mit dem „echten“ Bohrer tun. Der Nachmittag endete mit einer Brotzeit in der Sonne mit anschließendem Mittagsschläfchen.
So langsam nimmt der Frühling Fahrt auf. Ich hoffe, ich schaffe auch unter der Woche so einiges an Gartenarbeit. Berichte folgen. Ich freue mich, wenn es ans Aussäen und Anpflanzen geht.
Teil II
Am folgenden Wochenende brachte ich die Blumenkübel auf Vordermann: Die intakten Pflanzen wurden geputzt und die alte mit frischer Erde, Kokosfasern, Langzeitdünger und Perlite (ein Lavagestein zur Auflockerung der Bodenstruktur) vermischt. Danach bepflanzte ich die Kübel mit jungen und den älteren Pflanzen. Größere Töpfe mulchte ich mit groben Kokosfasern.
Die frisch bepflanzten Kübel wurden ums Haus verteilt. Hach, was für ein schöner Anblick!vorher – nachherMein neuer Arbeitstisch kam voll zum Einsatz und oben rechts quellen die Kokosfasern. Die Töpfchen hab‘ ich gleich als Mitbringsel präpariert und das Eis gab’s zur Stärkung. Was für ein schönes Wochenende!
Teil III
Heute wurden die Kübel auf der Loggia neu bepflanzt. Hauptsächlich mit Kräutern. In zwei Töpfe setzte ich Gerbera als Farbtupfer. Manche Kräuter, die ich im Februar in die Töpfe setzte, haben nicht überlebt (siehe mein Bericht „Kraft in Töpfen“: https://monika-rauch.com/2022/02/26/kraft-in-toepfen/)
Es war Ihnen zu kalt – manchmal stellte ich sie zum Aufwärmen in die 🌞. Leider wurde es dann nachts immer so plötzlich kalt und dunkel. Manchmal vergaß ich, sie danach mit einem wärmenden Vlies zu umhüllen, so wurden sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit 🙄. Nach der Pflanzaktion fegte, saugte und staubte ich die Loggia ab und stellte die Stühle in Position.
Diesmal mischte ich Langzeitdünger, Urgesteinsmehl und Perlite unter die Erde bevor ich frisch pflanzte: Oregano, Majoran, Bohnenkraut, echter Lorbeer.
Pflanzen und säen
Das Hochbeet wurde mit Erde etwas aufgefüllt, eingesäat, bepflanzt, begossen und abgedeckt. Wahrscheinlich wird das Beet aus allen Nähten platzen. Also, auf die paar Quadratmeter habe ich jetzt diese Pflanzen/Saaten: Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Möhren, Rettich Pastinaken, Kohlrabi, Eissalat. Bin gespannt, was sich wie entwickelt.😊Die Kartoffeln vom Januar entwickeln sich prächtig, also zumindest das Grün. Ich habe fleißig gehäufelt. Und die Saubohnen vom Februar keimen schon, klasse!
Teil IV
Vorgekeimte Saubohnen einpflanzen und ein Rankgitter bauen.
Es war an der Zeit, den ersten Betonkübel mit kleinen Zweigen, Blumenerde + Kokosfasern zu bestücken. So konnte ich die vorgezogenen Bohnen einpflanzen. Einige frische Zweige steckte ich tief in die Erde und verwurstelte sie mit Draht und Schnur zum Rankgitterl. Die Bauanleitung auf YouTube wirkte irgendwie einfacher … 😂
TEIL V
Den Garten aufhübschen
Diesmal mit Hilfe eines Gärtners ging’s einen ganzen Tag ans Werk: Unkraut rupfen, frischen Rindenmulch unter die Büsche und Bäume verteilen, den Rasen vertikutieren, düngen und (später) nachsäen, Schönheitsschnitte an einigen Bäumen + Büschen. Natürlich nur im Rahmen des Möglichen,wegen der brütenden Vögel. Unsere „grüne Wand“ zum Nachbarn, also die Koniferen, sind ganz schön ramponiert, überall bröseln die braungewordenen Zweige und Blätter runter. Außerdem breiten sie sich unten sehr aus, so dass meine Stauden, die davor wachsen, zur Seite gedrückt werden. Also haben wir das kahle Geäst unten weggeschnitten – ich finde, es sieht besser aus denn je.
Sommerküche und Schuppen aufräumen
Den Schuppen haben wir komplett ausgeräumt, gefegt, und thematisch sortiert wieder eingeräumt. Einiges haben wir entsorgt und einiges wiedergefunden. Die Sommerküche wurde nur etwas vorgereinigt und aufgeräumt. Ist ja noch kein Sommer.😍
Tomaten und Paprika auspflanzen
Ja, ich weiß: Tomaten und Paprika lieben es warm. Man sollte die „kalte Sophie“ abwarten und erst nach dem 15. Mai pflanzen. Aber was soll ich tun? Meine Tomatenpflänzchen haben bereits Blüten angesetzt und die Paprika müssten eigentlich pikiert werden. Einen Teil der Pflanzen habe ich behalten als Reserve, einen Teil verschenkt und einige Pflänzchen setzte ich geschützt in die Kübel. Ich hoffe, es ist Ihnen warm genug und ich hoffe auf reiche Ernte.
Die oberste Schicht in den Bottichen besteht aus Kokosfasern.
Und zwischendurch gibt’s Kräutertee
Im Garten wachsen eine Menge Kräuter, woraus die verschiedensten Tees gemixt werden, z.B. aus Löwenzahnblüten, Veilchen, Schafgarbe, Minze …
Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)
In Töpfen Gemüse ziehen, wie geht das? Das habe ich nämlich dieses Jahr vor. Mit Blumen und Kräutern klappt es ja auch, also warum nicht mit Gemüse? Ich lese mich etwas in die Materie ein, sicherlich gibt es spezielle Züchtungen für Blumentöpfe und Hochbeete. Bis dahin säe ich ein und bereite vor.
Es ist erst Ende Februar und es regt sich schon was in meinen Blumentöpfen, schaut selbst:
Kräuter
Früher tauschte ich die Erde aus und setzte neue Pflänzchen. Heute sammele ich die Samen und lasse die Stauden wieder kommen. Im Supermarkt kaufte ich ein paar Biopflänzchen, die werden dorthin gesetzt, wo Platz ist. Vielleicht entwickelt sich später auch noch etwas aus dem Samen, die auf und in der Erde ruhen?
Die Kräuter stehen geschützt auf der Loggia, Ich hoffe, sie kommen gut durch die kältere Zeit.
Samen
Unten kommt die Minze, den Samen für Blutampfer und Basilikum hebe ich auf.
Blumen und Zwiebeln
Die Primeln sind vom letzten Jahr und sie kommen tatsächlich wieder! Die meisten Frühblüher sind Zwiebelpflanzen.
Dieses Jahr möchte ich mich intensiver mit meinem Garten beschäftigen. Bisher gab es nur Blumen, Rasen, Erdbeeren, einige Obstbüsche, ein paar Kräuter, Kartoffen und Tomaten. Jetzt schaue ich, wohin es mich treibt. Mein Hochbeet, alle Töpfe und freie Stellen werden mit Gemüse bepflanzt. Ich habe einen Kompost angelegt und möchte noch ein zweites Hochbeet bauen (lassen). Außerdem hab‘ ich, glaube ich, verstanden, wie wichtig das Mulchen ist. Bin absolut neugierig, lernwillig und habe ein offenes Ohr für Eure Tipps.
Fementation – eine alte Methode, mit Hilfe von Milchsäurebakterien, Lebensmittel haltbar zu machen.
Wir kennen die Fermentation aus vielen Bereichen: Joghurt und Käse, Sauerteig, Sauerkraut, Essig, Alkohol … Das alles sind Lebensmittel, die sich durch Milchsärebakterien verändern und dadurch länger haltbar sind. Die Milchsäurebakterien befinden sich in der Luft oder „sitzen“ bereits auf/in den Lebensmitteln. Durch günstige Lebensbedingungen, wie z.B. Salz, Zucker, Wärme, Kälte vermehren die sich rasch und tun ihr Werk.
Fermentiertes ist gesund, weil durch das Verfahren Vitamine erhalten bleiben und die Speisen leichter verdaulich sind, was mit dem sauren Milieu zu tun hat.
Hier habe ich Rotkraut gesalzen und gestampft, so dass Zellwasser austreten konnte. Das Gemüse muss vollständig mit Salzlake bedeckt sein, damit nichts schimmelt. Daher halte ich das Gemüse mit einem Glasgewicht unten. Jetzt gärt es für eine Woche bei Zimmertemperatur, später wird es kühl gestellt.
Wann ist das eingelgte Gemüse fertig? Der Umwandlungsprozess dauert ungefähr 10 bis 20 Tage. Je länger es aufbewahrt wird, umso mehr säuert es nach. Nach einiger Zeit ist aber der Gärungsprozess abgeschlossen. Verzehrfertig ist das Gemüse, sobald es uns schmeckt! Das kann nach einigen Tagen oder nach Wochen der Fall sein. Je länger der Prozess dauert, umso weicher und verdaulicher wird die Rohkost.
Zubereitung von fermentiertem Gemüse: Damit die wertvollen Inhaltsstoffe und die Milchsäurebakterien erhalten bleiben, ist es ratsam, das Gemüse kalt zu essen oder nur leicht zu erwärmen. Es gibt allerdings Gemüse, das erhitzt werden muss, weil es roh leicht giftig ist – dazu zählen Bohnen (!) und evtl. Auberginen. Es passt gut zu allen Mahlzeiten, wo eine leichte Säure erwünscht ist. Z.B. zu Gegrilltem, in Suppen oder im Salat. Bei dem Rotkohl kann man z.B. einen Salat zubereiten aus je einem Teil rohem und fermentiertem Gemüse.
Haltbarkeit: Je nach Gemüseart ist Fermentiertes mindestens ein halbes Jahr genießbar, meistens aber wesentlich länger.
Einige zarte und junge Blättchen der Wildkräuter kann man bereits im Januar in den Speiseplan mit einbauen. Besonders gut geht das mit der Vogelmiere, sie duftet frisch und schmeckt sehr fein. Die anderen Kräutlein dosiere ich eher sparsam, sie haben eine leicht bittere Note, was ja gut für Leber und Galle ist.
Für das Wildkräuter-Pesto schreddere ich zunächst Mandeln, Haselnüsse mit Olivenöl. Dann kommen Knoblauch, Kräuter, Hartkäse und etwas Salz hinzu – mixen und fertig. Zum Aufbewahren gibt man das Pesto in ein Schraubglas, oben muss eine Schicht Öl schwimmen, das schützt vor Schimmel. Das Pesto schmeckt sehr lecker zu Nudeln und Reis. Es passt auch gut als Marinade für Fisch und Fleisch. 😋Die Butter wird mit Vogelmiere, Knoblauch, einer kleinen Menge der anderen Kräuter und Salz verknetet. Kräuterbutter passt gut zu frischem (warmem) Brot, Kartoffeln, Grillgemüse, Fisch, Fleisch.
Bitte achtet darauf, beim Sammeln von Wildkräutern nur das zu nehmen, was Ihr zu 100 % kennt. Bitte nicht auf Vermutung sammeln oder verarbeiten. Es gibt viele eßbare Kräuter, oder welche, die man zur Heilunterstützung verwenden kann. Und im Gegensatz dazu gibt es die Giftpflanzen, die man auch kennen sollte. Wie im echten Leben überall, gilt es, verantwortungsvoll mit Pflanzen umzugehen.