Mein Kräuterjahr 2024

Eigentlich wollte ich nur mal schnell auf ein paar nützliche Kräutlein hinweisen.  Uneigentlich ist mittlerweile ein Jahr vergangen und daher wird’s Zeit, den Blog zu veröffentlichen. Ich war viel unterwegs und habe daher nach Jahreszeiten, Regionen,  Kochrezepten und Heilsamen unterschieden:

Hinterwinter und Vorvorfrühling

Haselkätzchen liefern erste Pollen-Nahrung für Bienen und Insekten. Wir können uns ebenso bedienen. Denn aus den Kätzchen lässt sich z.B. ein Frühjahrs-Kur-Tee bereiten, der den Stoffwechsel in Gang bringt. Bitte achtsam pflücken, um den Lebewesen nicht die Nahrung zu stehlen. Auch die Gänseblümchen liefern erste Vitamine als erstes Grün im Essen oder als Tee.  Zwiebelblüher und Winterjasmin erfreuen das Herz.

Frühling und Sommer

Wachstumswetter! In 2024 war es nicht zu heiß und trocken – das sind ideale Bedingungen für unsere Wildkräuter. Sie gedeihen üppig und vertreiben mit ihren Vitaminen, Bitter- und Mineralstoffen den Winter aus den Knochen. Ich richtete mein Augenmerk auf die saftigen jungen Pflanzen, die man auch verspeisen kann. Nebenbei sammelte ich auch Pflänzchen zum Verarbeiten.

Für die Weiterverarbeitung von Kräutern sollten nur junge, zarte und unbeschadete Blätter verwendet werden.

Heilsames mit Kräutern im Frühjahr

Oxymel mit Löwenzahn und frischen Fichtenspitzen

Löwenzahnblüten und die jungen Triebe der Fichte werden kleingeschnitten und mit Essig und Honig (1:3) zu einem Oxymel verarbeitet. Das steht jetzt zum Ausziehen für mindestens eine Woche im Kühlschrank. Es kann als Elexier zur Stärkung und gegen Erkältungen eingenommen werden oder als  Bestandteil eines Salatdressings.

Löwenzahnwürze

Gewürzmischung aus getrockneten Löwenzahnblüten mit Salz und Pfeffer – alles fein gemörsert. Passt gut zu Fleisch, Fisch, Gemüse mit feiner Bitternote.

Improvisieren mit Kräutern

Während meiner sechswöchigen Reha am Starnberger See sammelte und trocknete ich eine Menge an Kräutern. Als Erinnerung  konnte ich mir ein großes Glas  „Voralpentee“ mit nach Hause nehmen.

Für die Spitzwegerichtinktur gegen Mückenstiche stibitzte ich etwas Essig aus dem Speisesaal. Die Behältnisse kaufte ich günstig im nahegelegenen Kik.
Die antivirale kleine Braunelle ließ ich in Öl ausziehen, das Öl ist in Kombiation mit Teebaumöl ein hervorragendes Heilmittel gegen Herpes.

Kochen mit Wildkräutern

Am besten schmecken die Kräuter im Frühling,  wenn sie noch weich und klein sind. Später im Jahr muss man schauen, ob sie nicht zu  trocken oder bitter sind.

Salat

Wildkräuter sortieren, reinigen und klein schneiden, hier sind es u.a.: junger Spinat (aus dem Garten), Brennnesseln, Schafgarbe, Nelkenwurz, Portulak
Einen Teil der Wildkräuter friere ich in Schraubgläsern ein.

Gemüse

Pastinaken und wilder Meerrettich – da musste ich gleich mal graben und hab‘ mir dabei mein Schippchen verbogen. Wurzeln soll man nur in den Monaten ausgraben, die ein „R“ im Wort haben. Für den Meerrettich war es schon zu spät – er war so faserig, dass ich ihn an den Kompost verfüttert habe.
Möhrenstampf: Möhren, Kartoffeln, Lauch, Zwiebeln, wilde Pastinaken, Petersilie werden angebraten und mit etwas Wasser geköchelt, gestampft  mit selbstgemachter Gemüsebrühe abgeschmeckt – himmlisch! Dazu kann man vegane Bratlinge oder Bratwürste essen.

Grüne Soße

Grüne Soße: Wildkräuter fein klein schneiden, mit Quark, Sahne, Joghurt, Senf, Salz, Pfeffer verrühren. Dazu passen Eier und Salzkartoffeln. Ich schnippele die Eier in die Soße. Mehr über grüne Soße steht hier: https://monika-rauch.com/2021/09/16/gruene-sosse/
Wildkräuter und alles,  was sonst der Kühlschrank hergibt

Bärlauchpesto

Bärlauch zerkleinern und mit Olivenöl pürieren, dazu kommen etwas Salz, Nüsse und/oder Samen und italienischen Hartkäse. Die Masse wird in ein Glas gefüllt und mit Öl bedeckt. Hält einige Wochen im Kühlschrank und passt zu Pasta, Fleisch, Fisch …

Wichtiger Hinweis: Um Vergiftungen zu vermeiden,  bitte nur pflücken und konsumieren, was man zu 100 % kennt.

Quer durch Deutschland

Wir waren viel unterwegs und es ist spannend, welche regionalen Unterschiede es gibt. Das liegt an der Bodenbeschaffenheit (lehmig, sandig, mit Ton ohne …), dem Klima, der Höhe und der Umweltfaktoren. Auffälig ist, dass belastete Böden sich mittels Kräutern regenerieren können. Es gibt Kräuter, die besondere „Reinigungsfunktionen“ haben. Z.B. sind Binsen wasserreinigend. Es gibt viele Kräuter, die in unserem gesamten europäischen Raum zu finden sind in unterschiedlichen Ausprägungen.

Rhön in Hessen und Thüringen

Diese Pflänzchen entdeckte ich in der thüringischen Rhön – hier gibt es eine  größere Vielfalt als bei uns im Rhein-Main-Gebiet.
Im Schwarzen Moor in der Rhön ist – bedingt durch den sauren Boden und dem rauen Klima – das Wachstum sehr beschränkt.

Alpen/Allgäu/Oberbayern

Bei unserer Kurztour durch die Berge fand ich diese Pflänzchen.
Diese Pflänzchen fand ich im Allgäu.

Herbst und Winter = ernten + verarbeiten

Kräuter aufbewahren

Der Lavendel wird in dekorative Bündel gebunden. Blätter und lose Samen werden in Schraubgläser gefüllt. 
Getrocknete Kräuter werden von den Stengeln gestreift, gerebelt und in Gläser gefüllt. Im Oxymel werden Kräuter zu ca. 1/4, Essig zu 1/4 und Honig zu 2/4 ausgezogen. Ich habe hier Tannenspitzen vom Frühjahr beigefügt. Sie wirken schleimlösend, gegen Husten und Erkältungen und stärkend.

Die Heilwirkung der Rosskastanie nutzen

Die Rosskastanie enthält so viele Saponine (Seifenstoffe),  dass man mit ihr eine „Rosskur“ machen kann. Der Name Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) verweist auf ihre heilende Wirkung. Früher wurden mit Rosskastanienextrakten Pferde gegen Husten und Würmer behandelt. Heute nutzt man ihre Heilkraft auf Blutgefäße: Sie hemmt den Austritt von Flüssigkeit aus den Gefäßen, dichtet die Gefäßwände ab und erhöht die Spannkraft der Venen. Sie kommt bei Wadenkrämpfen, ziehenden Schmerzen in den Beinen, Schwere- und Spannungsgefühlen und auch bei Hämorrhoiden zum Einsatz. Die Frucht der Rosskastanie kann zerkleinert (in einem Säckchen) als Waschmittel dienen.
Eine Tinktur aus überfahrenen Kastanien – nach dem Waschen wurden sie noch etwas mehr zerkleinert und mit Wodka angesetzt – bereits nach kurzer Zeit lösten sich die Saponine. Die Tinktur (äußerlich angewendet) hilft bei Venenleiden und schweren Beinen.
Hier habe ich u.a. eine Venensalbe mit Auszügen von Rosskastanienblüten und Pappelknospen gemacht.

Beeren, Haselnüsse und Früchte

Liköre für Weihnachten

Wildbeeren- und Nusslikör

Weißdorn und Feuerdorn habe ich mit Zucker und Wodka angesetzt. Die klein gehackten Nüsse setzte ich mit braunem Rum und Rohrzucker an. Ich habe es ca. 7 Wochen ausziehen lassen. Danach wurde es abgesiebt und in Flaschen gefüllt. Beim Likör sollten es ca. 100 g Zucker je Liter Flüssigkeit sein.

Mandarinenlikör

Hier habe ich Mandarinen mit etwas Schale und Zucker aufgekocht, abgesiebt, Wodka dazugegeben und in Flaschengefüllt. Und ich ich habe mit dem Rest vom Wodka getrocknete (gekaufte) Schwedenkräuter zu einer Tinktur angesetzt. Die hilft für gegen alles.

Wissen erweitern

Kräuter für die Seele

Mindestens zweimal im Jahr erweitere ich mein Wissen. Diesmal ging es um Kräuter für die Seele. Da war ich bei meiner Ausbilderin Hildegard Kita im Vogelsberg.

Beruhigende und sedierende Kräuter
Beruhigendes Oxymel = Auszug aus Kalifornischem Mohn, Honig und Essig
Literatur

Traditionelles Räuchern

In einem Kurs zum Ende des Jahres lernte ich einiges über das Räuchern mit Kräutern wie Beifuß und Salbei. Es geht dabei um Reinigung und Schutz.

Jahresende

In der dunklen Zeit des Jahres hab‘ ich mich zurückgezogen, Salben gekocht,  Tees gemixt und getrunken – ab und an auch ein Glas Rotwein. Kerzenlicht und Kräuter verräuchern gehörten ebenso dazu.

Und gerade beginnt der Jahresreigen von vorne … Ich bin gespannt auf das, was das neue Jahr bereit hält. Wir bekommen eine neue Regierung und werden vom amerikanischen Präsidenten gut auf die Probe gestellt. Ich versuche, mich nicht von Angst leiten zu lassen. Eher will ich schauen, welche Chancen sich ergeben – für mich und auch für unser Land. Am Ende ist es der Kreislauf der Natur vom Geborenwerden, Wachstum und Vergehen, der uns trägt.

Selbstbemächtigung = auf die Natur vertrauen

Alles Gute, Eure Monika im März 2025

Margarine selber machen

Mal ehrlich: Ich liebe Butter!Aber: Fast alle Buttersorten sind mit Mineralölen belastet🤢. Außerdem möchte ich den Konsum von tierischen Produkten reduzieren. Margarine schmeckt mir nicht wirklich und wenn man die Inhaltsstoffe von Margarine betrachtet, finde ich die Mineralöle in der Butter fast schon wieder lecker: Neben vielen Füllstoffen findet man in der Margarine gehärtete Fette (meistens das gesundheitsschädigende Palmfett). Also ist der größte Teil der Margarinesorten keine wirkliche Alternative – mag die Werbung auch etwas Anderes vorgaukeln.

Hab‘ im Internet recherchiert – die Rezepte sind ziemlich ähnlich:

  • 3 Teile Bio-Pflanzenöl (möglichst kaltgepresstes),
  • 1 Teil Bio Kakaofett (kann man als Pastillen kaufen),
  • optional etwas Salz, Gewürze, Kräuter.

Bei ca. 30°C im Wasserbad schmelzen, würzen und im Kühlschrank aushärten lassen. Danach aufschlagen und in ein Schraubglas füllen.

Morgen wird es getestet. Ich werde es als rutschfeste Unterlage für mein Pausenbrot nutzen, wahrscheinlich mit Rohkost belegt.

Selbstbemächtigung = Grundnahrungsmittel selbst herstellen

Schnelles Weißbrot

Wir bekommen Frühstücksbesuch und haben kein Brot im Haus …

Abends setzte ich einen schnellen hellen Teig an:

ca. 500 g Weißmehl,
1 Teelöffel Trockenhefe +  1 Prise Zucker,
2 Teelöffel frischen Sauerteig (hab ich immer im Kühlschrank),
2 Teelöffel Salz,
einen guten Schuss Olivenöl
+ Wasser

Daraus knetete ich mit der Hand einen Teig, den ich erst warm stellte, faltete und dann kalt stellte.

Am Morgen kam er mir dann doch etwas mickrig vor, so bereitete ich einen schnellen Teig aus Mehl, Hefe, Salz, Quark, Distelöl, Wasser zu.

Beide Teige positionierte ich in einem gewässerten Römertopf.

Damit dieser nicht zerbricht, wird er kalt in den Ofen gestellt. So gibt er Feuchtigkeit ab und der Teig kann aufgehen. Nach ca. 40 Minuten bei 200°C wird der Deckel entfernt und das Brot backt ca. 20 Minuten nach.

Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden,  beide Brote waren sehr lecker. Ich selbst bevorzuge das „Übernachtbrot“: der Sauerteig hat einen etwas kräftigeren Geschmack und die Struktur des Teiges ist feiner. Außerdem ist ein Brot, welches länger gärt, bekömmlicher – das Gluten im Mehl hat länger Zeit, umgebaut zu werden.

Backt Ihr schon Brot oder zögert Ihr noch?

Selbstbemächtigung = sich selbst gut versorgen

Wurzelzeit

Wurzelgemüse ist etwas in Vergessenheit geraten, dabei stand es jahrhundertelang auf unserem Speiseplan. Besonders im Herbst und Winter wird nach dem nahrhaften Gemüse gegraben, wenn das oberirdische Grün schon abgestorben ist. Bei der allgemeinen Bezeichnung „Wurzeln“ differenziert man zwischen Knolle und Wurzel.

Bei der Knolle wird ein Rhizom ausgebildet. Die Wurzeln wachsen dabei an der Unterseite des Rizoms.

Meine Gartenschätze

Heilung durch Nahrung und Wurzelmedizin

Wurzeln und Knollen sind reich an Vitamin A, B und C, Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium sowie Phosphor. Zudem enthalten sie viele Nahrungsfasern. Diese wiederum regulieren die Verdauung und sorgen für eine langanhaltende Sättigung.

Die meisten Wurzeln kann man essen und einige dienen nur als Medizin.

Alantwurzeln wirken verdauungsfördernd, appetitanregend, schleimlösend, steigern die Magensäureproduktion und lindern Blähungen. Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Inulin, Bitterstoffe, Schleimstoffe. Eingesetzt wird der Alant bei Husten, Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Hildegard von Bingen empfahl die Gabe von Alantwein (oder Tinktur). Außerdem wurden früher kandierte Alantwurzeln als Süßigkeiten gereicht. Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler sollten auf Mitteln mit Alant eher verzichten, da er als hoch allergen eingestuft ist.

Alant

Arznei- Rhabarber wirkt abführend, gegen Durchfall und Verstopfung, da es die Darmperistaltik anregt. Ihre Eigenschaften sind zusammenziehend und entzündungshemmend. Wegen dieser Wirkung, besonders auf den Darm, ist vom Verzehr abzuraten. Hier sollte man auf den Speise-Rhabarber zurückgreifen. Die Wurzel des Arznei-Rhabarbers ist zudem eine Färberpflanze für das Farbspektrum gelb bis braun. Auch könnte man damit seine Haare blondieren. Dazu liegen mir keine Erfahrungswerte vor. Zudem hilft eine Tinktur aus Rhabarberwurzeln gut bei Zahnfleischentzündungen und bei Aphthen im Mund.

Arznei-Rhabarber

Beinwell In der Wurzel stecken Allantoin, Rosmarinsäure, sowie Schleim- und Gerbstoffe. Äußerlich (als Breiumschlag und Salbe) wirkt sie entzündungshemmend, schmerzlindernd und fördert die Wundheilung. Beinwell hilft bei Muskel-, Sehnen- und Faszienverletzungen, Knorpelveränderungen und Knochenbrüchen. Beinwell wirkt wie ein starker Kleber und ist eine machtvolle Heilpflanze. Da die Pflanze Pyrrolizidinalkaloide enthält, sollte man sie beim Essen nur sehr sparsam einsetzen.

Beinwell

Karotten (Wurzeln) wirken Krebs vorbeugend, Cholesterinspiegel senkend, enthalten viel Vitamin A, stärken Milz, Magen, Leber, Lunge, Darm, Niere, Augen, Haut und Herz.

Karotten

Kartoffeln (Knollen) wirken basenüberschüssig, d.h. sie wirken einer Übersäuerung entgegen, sie enthalten viel Vitamin C, sind mineralstoffreich, enthalten viel Kalium und sind daher gut fürs Herz und fürs Immunsystem. Kartoffelschalen enthalten u.a. Solanin – daraus kann man eine reichhaltige Fußcreme machen: https://monika-rauch.com/2022/04/04/kartoffelsalbe/

Kartoffeln

Knollensellerie starker Entzündungshemmer, senkt den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und den Blutdruck, enthält viele Vitamine und Antioxidantien.

Knollensellerie

Löwenzahnwurzeln stärken Nieren, Leber, Milz, Darm, Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse. Sie wirken harntreibend, verdauungsfördernd, stoffwechselanregend. Die gesäuberten kleingeschnittenen Wurzeln kann man als Tee aufgießen oder man kann sie als Kaffeeersatz nutzen. Dazu röstet man die Wurzelstückchen trocken in der Pfanne. Wenn diese braun sind, kann man sie zu Pulver vermahlen und wie Kaffee zubereiten.

Löwenzahn

Pastinaken Die essbaren Wurzeln senken den Cholesterinspiegel, fördern Verdauung und Nierentätigkeit, sind fiebersenkend, schmerzlindernd, kühlend, stärkend.

Pastinaken

Schwarzwurzeln sind schmackhaft, kalorienarm und haben viele Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamin E, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Der hohe Anteil von Inulin, einem Ballaststoff, wirkt sehr positiv auf das Verdauungssystem. Heilsam wirken sie auf Leber, bei Augen- und Herzkrankheiten und Epilepsie. Schwarzwurzeln gibt es in weiß (unter der Rinde) oder in lila. Die Rinde ist schwarz oder dunkel und färbt beim Arbeiten ab. Also lieber Handschuhe anziehen!

Schwarzwurzeln

Topinambur Die Wurzeln mit ihren knollenförmigen Verdickungen sind essbar. Sie wirken entzündungshemmend, Krebs vorbeugend, enthalten u. a. B-Vitamine und viel Inulin, (Ballaststoff, der den Blutzuckerspiegel stabil hält) und wirken positiv auf Bauchspeicheldrüse und Leber.

Topinambur

Natürlich gibt es noch andere Knollen und Wurzeln, die in unseren Breitengraden wachsen und die man kaufen kann. Dazu zählen Radieschen, Radi, Meerrettich, Petersilienwurzeln, Rote Beete, Nelkenwurz …

Zubereiten kann man die essbaren Wurzeln und Knollen recht unterschiedlich – gedünstet, gekocht, mit Butter oder Bechamelsoße, paniert, gebraten und am liebsten als Suppe.

Wärmende Wintersuppe

Quer durch Garten und Kühlschrank

Alles, was der Vorrat hergibt, kommt in die Suppe und im Garten werden die Wurzeln ausgegraben. Wie gut, dass ich ungefähr weiß, wo im Sommer der Topinambur stand und die Pastinaken wachsen eh im Hochbeet. Das Gemüse wird geschält, geputzt, geschnippelt und in Wasser geköchelt bis es gar ist. z.B. Brokkoli, Kartoffeln, Zwiebeln, Spitzkohl, Möhren, Knollensellerie, Pastinaken, Topinambur. Als Würze kann man Suppenpulver und Muskatnuss verwenden, etwas Misopaste einrühren – lecker! Für frisches Grün sorgen Pastinakenkraut, ein paar Stengel Liebstöckel oder Petersilie. Et voilá – fertig ist eine leckere warme Mahlzeit.

Lecker Süppchen – bei uns kamen noch ein paar vegetarische Gartenklöschen hinein.

Philosophisches

Winterzeit ist Ruhezeit. Viele Pflanzen ziehen sich zurück und haben ihre Kraft in den Wurzeln. Graben wir nach ihnen, so können wir von ihrer Energie profitieren. Die Natur fordert uns auf, uns ebenso zurückzuziehen und uns ganz auf unseren Wesenskern zu konzentrieren. Im Frühjahr brechen die Triebe aus den Wurzeln hervor, die Pflanzen wachsen und füllen die Erde mit Leben. Genau darum macht die Winterruhe auch bei uns einen Sinn – damit wir erholt und kraftvoll unseren Weg beschreiten können.

Selbstbemächtigung = uns auf (unsere) Wurzeln konzentrieren

Erkältungssirup

Es hüstelt und schnupft! Also wird es Zeit für ein sanftes Mittel, welches das Immunsystem nachhaltig stärkt und besonders bei Husten hilft.

Ich habe einen kalten Auszug mit Zucker als Mazerationsmittel gewählt.

Zutaten

  • Brauner (Rohr-)Zucker (konserviert, süßt, liefert schnelle Energie) – es geht auch weißer
  • Spitzwegerich (wirkt schleimlösend, hustenreizstillend,
    reizmildernd,
    zusammenziehend, entzündungshemmend,
    fördert die Wundheilung,
    bakterienhemmend)
  • Bohnenkraut (verwandt mit dem Thymian – hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, Husten, wirkt beruhigend)
  • Saft zweier Bio-Zitronen (antioxidativ, antimikrobiell, entzündungshemmend, immunstärkend, verdauungsanregend, harntreibend, abschwellend, schleimlösend)
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • Bio-Ingwer mit Schale (bei Schmerzen, Husten, Fieber, Übelkeit, Migräne, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Krämpfen, Verdauungsbeschwerden,Infekten, Bluthochdruck … Achtung, scharf!)

Ich werde nochmal einen Streifzug durch meinen Garten machen und nach Salbei, Melisse, Beifuß, Minze etc. Ausschau halten und diese dazuschichten.

Die Pflanzen werden gesäubert, kleingeschnitten und abwechselnd mit Zucker in ein Glas geschichtet. Der Zitronensaft wird über die abschließende Schicht Zucker gegeben. Das Glas wird verschraubt und für mindestens drei Wochen dunkel gestellt. Nach einiger Zeit wird der Zucker flüssig und entzieht dem Pflanzenmaterial die Wirkstoffe. Um die Sache zu beschleunigen, kann man auch das Glas im Wasserbad vorsichtig erwärmen. Wenn die Mazeration abgeschlossen ist, wird der Sirup abgesiebt und in sterile Flaschen gefüllt. Der Sirup ist für ca. ein Jahr haltbar.

Dosierung

Vorbeugend 3 x täglich je einen Teelöffel bei Kindern und 3 x täglich einen Esslöffel bei Erwachsenen. Bei akuten Beschwerden die Dosis erhöhen und beobachten. Bei Kindern maximal 5 Teel. am Tag geben. Der Sirup kann auch als Süßungsmittel im Tee verwendet werden.

Selbstbemächtigung = die eigene Heilung selbst in die Hand nehmen

Disclaimer Ich schreibe über traditionelle Verfahren, die Kraft der Kräuter zu nutzen. Ich gebe keine Heilversprechen ab. Und ich lege meine persönliche Sichtweise als Kräuterfrau dar. Bei gesundheitlichen Problemen und/oder allergischen Reaktion ist die erste Adresse zur Hilfe immer ein/e Ärztin/Arzt oder Heilpraktiker/in.

Nach Niedertal zur Hofstätter Alm

Zwei Tage nach unserer letzten Wanderung verlangte unser schon fast gestählter Körper nach Sauerstoff und Bewegung. Also ging es diesmal von Mittertal nach Niedertal, um dann hoch zur Hofstätter Alm zu laufen. Ich muss sagen: Wir kamen gut voran, wesentlich besser als bei unserer letzten Wanderung. Allerdings schnauften wir auf dem Weg hoch zur Alm doch ganz gehörig. Das klappbare Sauerstoffzelt kam aber wesentlich seltener zum Einsatz. Wir freuten uns auf die leckeren Schmankerl, die die Hütte bereithält und natürlich lechzten wir nach einem kühlen Almbier.

Antholz lebt vom Tourismus, der Land- und der Holzwirtschaft. Die Stromversorgung im Antholzer Tal ist autark, d.h. die Wasserkraft des Rios Anterselva wird für die Stromerzeugung genutzt. Man benötigt keinen Strom von außen.

Leider war die Alm geschlossen. Zum Mittagssnack gibt’s halt Gummibärchen mit Sprudelwasser – wir haben es verkraftet. Und sind dann munter runter maschiert. Die letzten Kilometer nach Mittertal fuhren wir mit dem Bus. Bei der Wanderung sind wir 16.000 Schritte gelaufen und haben insgesamt ca. 400 Höhenmeter überwunden. Für die Südtiroler ein Spaziergang …

An der Haltestelle unterhielt ich mich mit einer netten älteren Dorfbewohnerin – ich strengte mich mächtig an, den Dialekt zu verstehen. Sie erzählte mir, dass sie jetzt zum Seniorentreff führe, dort gäbe es „Törggelen“. „Sie wisset doch, was Törggelen sind?“ Ich schaute wohl etwas belämmert, dass ich das Wort erst nach drei Wiederholungen Ihrerseits verstand, aber ich wusste immer noch nix damit anzufangen. Ich meinte höflich, dass ich leichte Schwierigkeiten mit dem Dialekt hätte. Sie erwiderte, dass sie doch hochdeutsch spräche. Ok, ich spreche auch hochdeutsch allerdings hessisches, gelle? Die Dame war hart im Nehmen – trotz meines begriffstutzigen Gesichtsausdruckes erzählte sie einfach weiter. Was ich herausgefunden habe: Jetzt ist Maronen (=Törggelen)- bzw. Esskastanienzeit. Besonders dort, wo die Bäume stehen, wird zur Erntezeit gefeiert mit Schlachtessen und den süßen Herzteilchen aus Maronenbrei. Und stellt Euch vor, was wir in der Mittertaler Bäckerei sahen und bestellen mussten: die süßen Maronenherzen!

Rezept: Die Törggelen werden gekocht und aus der Schale gequetscht. Die Masse wird mit etwas Süße und Sahne vermixt, in eine Herzform gepresst und kühlgestellt. Danach kommt ein Schokoguss drüber und etwas Schlagsahne zur Verzierung – sehr lecker, ein halbes Stück hat aber gereicht.

Selbstbemächtigung = Laufen trotz schnaufen und sich zwischendurch mit Törggelen-Herzen versorgen

Tomaten (Solanum lycopersicum) verarbeiten

Es gibt unzählige Sorten: Rispen-, Fleisch-, Flaschentomaten, kleine, große, gelbe, rote, schwarze, grüne 🍅🍅🍅 …
(Foto: Pixabay)

Ursprünglich kommt die Gemüsefrucht aus Mittelamerika und ist seit Christopher Kolumbus‘ Entdeckung nach Europa eingewandert. In Deutschland wird die Tomate seit dem 19. Jahrhundert kultiviert. Seither wird sie gezüchtet und findet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in Salaten, Soßen, als Aufstrich, Pesto, Mark und Ketchup oder pur.

Ab Februar säe ich Tomaten
und andere Nachtschattengewächse aus, wie Physalis, Artischocken, Paprika.

Bereits früh im Jahr werden unterschiedlichste Tomatensorten auf der Fenstbank großgezogen. Anfangs beschrifte ich noch alles fleißig, aber nach etlichen Umtopf- und Austopfmanövern verliere ich meistens den Überblick. Dieses Jahr war ein ideales Tomatenjahr: es regnete viel und es war warm. Erst im September/Oktober schlich sich langsam die Krautfäule ein.

Tomatensalat

Tomatensalat geht immer. Am liebsten mit Olivenöl, Balsamico Essig, Zwiebeln, viel Petersilie oder Basilikum und manchmal noch mit Mozarellakäse.

Getrocknete Tomaten

Tomaten halbieren, mit etwas Meersalz würzen und im Dörrgerät bei 70°C trocknen. Im Internet steht, dass der Vorgang etwa 6 Stunden dauert. Das stimmt überhaupt nicht – höchstens bei geschälten und entkernten Minitomaten! Meine haben mit Unterbrechungen ca. 2 Tage gebraucht. 😬 Ich würde sagen, dass sich der Aufwand nicht lohnt für das Ergebnis. Lieber kaufe ich sonnengetrockne Tomaten aus einem Mittelmeerland. Getrocknete Tomaten können in Öl mit Salz und Rosmarin eingelegt werden, dann sind sie noch aromatischer.

Tomate Frito

So viele Tomaten – wer soll die denn alle essen? Daher geht es an die Produktion von Tomate frito (gebratene Tomaten), einer spanischen Tomatensoße.

(Fleisch-)tomaten häuten und klein schneiden. Ingwer, Zwiebeln, Paprika, Aubergine, Lauch, Chilis säubern, zerkleinern und bei hoher Temperatur in Olivenöl angebraten, Tomaten hinzugeben. Gewürze (Salz, Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren…) hinzufügen. Die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Heiß in saubere Gläser füllen, Gläser auf den Kopf drehen und auskühlen lassen. Die Soße kühl aufbewahren. Ich schätze, sie ist mindestens ein halbes Jahr haltbar.
Die Soße kann z.B. in eine köstliche Tomatensuppe verwandelt werden, indem sie mit Sahne, Zucker und Basilikum verfeinert wird.

Grüne Tomaten

Wenn es nachts kälter wird, können Tomaten nicht mehr richtig rot werden. Daher lasse ich sie bei Zimmertemperatur in einer dunklen Papiertüte nachreifen. Das kann mitunter 2 Wochen dauern.

Übrigens: Es gibt grüne Tomatensorten, die so gezüchtet wurden und die man ebenso wie andere Tomatensorten verarbeiten kann.

In der Regel sind grüne Tomaten unreif und enthalten Solanin, das in größeren Mengen verzehrt, zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Es gibt trotzdem einige Rezepte mit grünen Tomaten: Tomatenchutney, frittierte Tomaten, panierte und gebackene Tomaten, Tomatenmarmelade. In der Haut steckt das meiste Solanin, daher ist es ratsam, die grüne Haut abzuziehen und im Verhältnis mehrere Früchte und Gemüsearten im Rezept mitzuverarbeiten. Solanin löst sich nicht mit Hitze auf und ist in kleineren Mengen verträglich. Rezepte mit unreifen Tomaten findet Ihr zuhauf im Internet.

Interessantes über die Tomate

Botanisch gesehen ist die Tomate eine Beere.
Hierbei handelt es sich um Gemüsesorten, deren Früchte aus bestäubten Blüten entstehen. Daher werden sie als Fruchtgemüse bezeichnet. Die Tomate enthält besonders die Vitamine C und E, Beta-Carotin (eine Vorstufe von Vitamin A), zahlreiche B-Vitamine, Eisen, Folsäure und Lycopin. In ihrer Gesamtheit ist die Tomate konzentrationsfördernd, energieliefernd, und schützend, besonders vor Arterienverkalkungen. Sie stärkt unser gesamtes Immunsystem, da ihre Antioxidantien die „freien Radikalen“ bekämpfen. Tomaten sind gut für unsere Augen und für die Herzgesundheit. Mit dem Tomatenkonsum sollte man vorsichtig sein bei Niereninsuffizienz und Arthrose, das liegt u.a. an der Oxalsäure.

Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen. Das liegt an den Stoffen, wie z.B. das o.g. Solanin, das zu den Glykoalkaloiden gehört. Bei übermäßigem Verzehr kann man sozusagen „umschattet“ oder „beschadet“ sein. Zu den Nachtschattengewächsen gehören: Kartoffeln, Auberginen, Physalis, Paprika, Hülsenfrüchte, Kaffee … um nur einige aufzuzählen.

Ihr seht, das sind unsere Lebensmittel, die wir üblicherweise in größeren Mengen konsumieren. Trotzdem sollten wir sensibel sein und auf unseren Körper hören, um Unverträglichkeiten zu erkennen und den Konsum zu reduzieren, damit wir uns wohlfühlen. Die Natur hat in ihren Gewächsen immer einen Ausgleich eingerichtet. So schützt z.B. das Solanin vor Fraßfeinden. Auf der anderen Seite bieten die Früchte viele Stoffe, die wiederum den schädlichen Bestandteilen entgegenwirken. So sollte jedes Gewächs in seiner Gesamtheit beachtet werden.

Das Wort Tomate leitet sich von „Xītomatl“ ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl.

Redewendungen 🍅

„Tomaten auf den Augen haben“ bedeutet, dass man das Offensichtliche nicht erkennt. Es gibt einige Spekulationen, woher das kommt. Z.B. Hat man rote und verquollenen Augen, wenn man sehr müde oder verschlafen ist. Dann sehen die Äuglein aus wie Tomätchen, man kann nicht richtig schauen und übersieht so einiges.

„Treulose Tomate“ bedeutet, dass sich jemand nicht an Abmachungen hält. Man vermutet den Hintergrund, dass Italien (welches schon sehr früh die Tomate für sich entdeckt hatte) sich im 1.Weltkrieg auf die Seite der Alliierten schlug.

Selbstbemächtigung = Tomaten von den Augen nehmen und zu Ketchup verarbeiten

Reste verwerten: Bananenbrot und Croutons

Ich hatte Zeit und zuviel Vorräte. Jetzt hab‘ ich keine Zeit mehr, dafür aber ein Bananenbrot und ein großes Glas mit Croutons. Und der Vorratsschrank ist etwas leerer. 😊

Rezeptumwandlung: Ohne Zucker, mit nur 50 g Öl, dafür: 4 Bananen, eine Tüte gemahlene Haselnüsse + 1 Handvoll Rosinen) + ca. 1/2 Tafel Schoki in Stücken (musste alles weg), etwas Sprudelwasser ... gut mixen ... bei 160°C Umluft für ca. 55 Minuten backen.

Seit die Kinder aus dem Haus sind, kaufe ich manchmal aus alter Gewohnheit zu viel ein. Da ich nichts wegwerfen mag, versuche ich kreativ mit dem zu haushalten, was da ist bzw. was weg muss.

Hier gibt’s noch mehr aus der Resteküche:

https://monika-rauch.com/2021/12/02/schinkennudeln/

https://monika-rauch.com/2022/11/12/hyperaktivtag/

https://monika-rauch.com/2021/11/21/brotkuchen-mit-aepfeln/

https://monika-rauch.com/2023/01/22/neues-aus-der-restekueche-bulgur/

Selbstbemächtigung = kreativ kochen

Neues aus der Resteküche: Bulgur

Bulgur – Weizenschrot mit nussiger Note

„Ein weiteres Grundnahrungsmittel der orientalischen Küche ist Bulgur. Wie Couscous auch wird es in der Regel aus Hartweizen hergestellt. Die Getreidekörner werden zunächst im Dampf gegart, getrocknet und erst dann je nach Bedarf klein geschnitten. Durch dieses Verfahren bleiben mehr Nährstoffe erhalten. Da auch Bulgur bereits vorgegart ist, gelingt seine Zubereitung ähnlich schnell: Einfach den Schrot in heißem Wasser oder Brühe quellen lassen. Der Unterschied liegt im Geschmack: Bulgur schmeckt etwas kräftiger nussig als die kleinen Couscous-Kügelchen.“

https://landeszentrum-bw.de/

Unsere Küchenfrau hat es gut mit mir gemeint und mir eine riesige Tüte mit frisch gebrühtem Bulgur mitgegeben. Zu schade für die Tonne, aber was macht man damit?

Würzig

Bulgursalat Bulgur, türkische Paprikapaste, Olivenöl, Zitronensaft, Granatapfelsirup (-balsamico), Salz, Petersilie, Minze, Rohkost, Zwiebeln nach Gusto, aber sehr klein geschnitten … mischen, abschmecken … 😋😋😋

Oder süß

Süßer Bulgurauflauf ca. 600 g gequollenen Bulgur, 120 g Zucker, 3 Eier, Hafermilch, 150 g gemahlene Mandeln, gemahlene Vanilleschote, 150 g Butter, Zimt, 1 Banane, 1 Beutel TK Himbeeren, Mandelblättchen … mixen schichten, ab in den Ofen bei 160 °C für ca. 45 Minuten.

Das Rezept habe ich mir ausgedacht und der Auflauf war lecker. Beim nächsten Mal würde ich für die Menge Bulgur etwas mehr Zucker und Butter und wesentlich mehr Obst nehmen (z.B eine Zwischenschicht Aprikosen oder Pfirsiche). Als Topping schmeckt Vanillesoße oder Sahne.

Aus Bulgur kann man eine ganze Menge anderer Sachen herstellen, z.B. Bratlinge, Gemüse-, Fleisch-, Fischpfannen und -Aufläufe. Oder man ißt ihn einfach als Beilage, ähnlich wie Reis.

Beim Kochen gehe ich nie 100 % nach Rezept. Ich verändere die Mengen, die Zutaten oder alles. Meistens bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und ändere ggf. beim nächsten Mal ein wenig. Manchmal denke ich mir ein neues Rezept aus, so wie beim Bulgurauflauf. Aber auch dabei habe ich ja meine Erfahrungen mit Altbewährten im Hinterkopf .

Selbstbemächtigung = Neues wagen

Vegetarischer Wrap

Heute musste es fleischlos sein, also bastelte ich mir 2 Eiweißwraps, die mich satt machten und auch noch lecker waren. 😋

So geht’s:

  • 1 Aubergine in Scheiben schneiden und in Olivenöl weich braten, etwas salzen
  • 6 Salatblätter vorbereiten
  • 1 Handvoll Tomaten schneiden
  • 1/2 Zwiebel in Scheiben schneiden
  • 6 Falafelbällchen halbieren, anbraten
  • 1/2 Saure Sahne mit Kräutern und Salz verrühren (ich habe frische Vogelmiere verwendet)
  • 2 Eiweißwraps in der Pfanne erwärmen
  • Kräutercreme und Zutaten verteilen, Wraps rollen und mit Papier umhüllen… reinbeißen und genießen! PS Papier nicht (!) mitessen

Bei den Zutaten kann natürlich variiert werden.

Die Teile sind langanhaltend sättigend und haben nur „gute“ Kohlenhydrate.

Selbstbemächtigung = gesundes Essen genießen