Autor: Monika Rauch
Frühlingskräuter sammeln

Bei meinem letzten Spaziergang habe ich ein paar Kräutlein gefunden, die ich Euch zeigen möchte:
Giersch (Aegopodium podagraria)

„Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei.“ Alte Regel, welche bedeutet, dass man den Giersch aufgrund seines dreieckigen Stängels und den drei mal drei angeordneten Blättern bestimmen kann. Der Giersch ist ein Doldenblütler, den man mit anderen giftigen Vertretern verwechseln kann. Da hilft die Regel enorm.
Gut ernten kann man ihn im Frühjahr und Frühsommer. Man verwendet ihn als Salatbeigabe ähnlich wie Petersilie oder man dünstet ihn wie Spinat, stellt ein Pesto her oder bereitet damit ein Smothie zu. Wer Giersch im Garten hat, freut sich nicht wirklich: Durch seine unterirdischen Wurzelaustriebe kann er schnell wuchern. Da hilft nur eines: aufessen, als Tee trocknen oder eine Jauche für den Garten herstellen und damit andere Schädlinge vertreiben oder als Dünger verwenden.
Inhaltsstoffe: Giersch ist sozusagen ein Superfood – er enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium und Eisen, sowie anderen Vitaminen und Mineralien. Als sekundäre Pflanzenstoffe enthält er u.a. ätherische Öle und Flavonoide. Anwendung: Giersch regt den Stoffwechsel an, entgiftet, entwässert, und entsäuert. Der Giersch kommt zum Einsatz, wenn „das Zipperlein plagt“, also bei Rheuma, Arthritis und Arthrose. Und er hilft auch bei einer Entwurmung, bei Erkältungen, Zahnweh, Verspannungen.
Taubnesseln (Lamium)

Taubnesseln gibt es in den verschiedenen Sorten (Goldnessel, Bastard-Taubnesseln, weiße und purpurfarbene Taubnesseln). Jede hat ähnliche Wirkungen. Taubnesseln sind nicht mit der Brennnessel verwandt. Sie sind ungiftig.
Inhaltsstoffe: Vitamine B + C, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Zink. Anwendung: Frauenleiden als „Kraut der lächelnden Mutter“ (reguliert Menstruation und Weißfluss), Blutungen, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Husten, Halsweh, Verdauungsstörungen – innerlich + äußerlich. Wirkweise: astringierend, auswurffördernd, schleimlösend, abschwellend, entzündungshemmend,
blutreinigend, blutstillend
Brennnessel (Urtica)

Die Brennnessel brennt dank ihrer Brennhaare. Die Signaturenlehre lehrt, dass Eigenschaften und Aussehen einer Pflanze Ähnliches heilen können. Wenn’s brennt (wie z.B. bei einer Blasenentzündung, oder einem Rheumaschub), kann sie Linderung verschaffen.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Caffeoyläpfelsäure, ungesättigte Fettsäuren Anwendung: bei Nieren- und Blasenproblemen, Hauterkrankungen, Nesselsucht, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Darmbeschwerden, Schuppen, fettiger Kopfhaut. Auf der psychischen Ebene wirkt sie wie ein Antidepressivum, da sie das Durchsetzungsvermögen stärkt (Signaturenlehre: Die Pflanze setzt auch gerne durch). Wirkweise: entzündungshemmend, blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd, schleimlösend.

Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur sehen, verstehen und annehmen
Nasse Gassirunde
Kartoffelsalbe
gegen Schwielen, Risse und trockene Haut

Die Kartoffel ist ein äußerst nährstoffreiches Powerpaket. Sie enthält ungefähr 20% Kohlenhydrate, 2%Eiweiß, 2% Ballaststoffe, 1% Mineralstoffe/ Spurenelemente wie (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen), sowie Vitamine (Vitamine C, A, B) und Wasser. Zudem enthält sie Flavonoide und Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und als Farb- und Lockstoffe dienen.
Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und Nachtschattengewächse sind giftig! Die Früchte, die sich am Blattwerk ausbilden, sowie das Blattwerk selbst, bilden Glykoalkaloide aus, hauptsächlich das Nervengift Solanin. Wenn Kartoffeln unbedeckt liegen bleiben, werden sie grün. Die grünen Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden, denn auch hier hat sich das Solanin gebildet. Auch in den Schalen ist das Gift enthalten, allerdings niedriger dosiert. Glykoalkaloide können zu Erbrechen und Durchfall, zu neurologischen Störungen, ja sogar zum Tod führen. Dafür muss man aber einige Kilo ungeschälter Kartoffeln essen. Das Solanin bleibt auch bei Hitze stabil, d.h. man kann es nicht wegkochen.
By the way: Eßbar ist nur die unterirdisch wachsende Knolle. Die grünen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, tragen Samen in sich, aus welchen man theoretisch neue Kattoffelsorten züchten kann. Üblicherweise wird die Kartoffel über Knollen vermehrt.
Die Kartoffel als Heilmittel
Neben den vielen leckeren Gerichten, hat die Kartoffel auch noch eine hohe Heilwirkung. Das liegt zum einen an den Inhaltsstoffen und zum anderen an ihrer langen Wärmespeicherzeit. Kartoffelwickel z.B. werden aus gekochten, zerdrückten Kartoffeln bereitet. Durch ihre Wärme und Wirkstoffe helfen sie gegen Halsweh, Ohrenschmerzen, Husten und Heiserkeit. Frische rohe Kartoffelscheiben können Migräne, Sonnenbrand und Verspannungen lindern. Die Wirkung ist schleimlösend, beruhigend und entzündungshemmend.
Kartoffelsalbe – Rezept
- Rohe Kartoffelschalen in einem Trägeröl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) ca. 2 Stunden warm (bei ca. 70°C) ausziehen lassen.
- Absieben und filtern.
- Kartoffelöl erwärmen und 10 – 15% Bienenwachs unterrühren und ca. 10 % Sheabutter. Z.B. benötigt man bei 100 ml Öl ca. 15 g Bienenwachs und 10 g Sheabutter.
- In Gläser einfüllen.
- Pro Glas einige Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Ich habe mich für Lavendel (zur Beruhigung), Salbei (zum Desinfizieren und gut gegen Schweißbildung) und Zitrone (wegen des belebenden Geruchs) entschieden.
- Abkühlen lassen, danach verschrauben und etikettieren.
- Unbedingt auf saubere Utensilien achten, d.h. alle Gerätschaften sind mit kochendem Wasser oder mit Alkohol desinfiziert. Bei sauberer Handhabung hält sich die Salbe ein Jahr und länger. Das liegt am Bienenwachs und an den ätherischen Ölen.

Für das Erweichen der Haut ist hauptsächlich das Solanin verantwortlich. Solanin wirkt, indem es die Mitochondrien (kleine Teilchen in den Zellen, die u.a. für die Umwandlung von Nahrung zu Energie zuständig sind) durchlässiger macht und dadurch Kalzium ins Cytoplasma (Zelleninhalt) gelangt. Diese hohe Konzentration sorgt für das langsame Absterben von Zellen. Das, so schätze ich als Laie, bewirkt den Weichmacher-Efekt. Gleichzeitig gelangen die anderen Wirkstoffe in tiefere Hautschichten und stabilisieren diese.
Kleingedrucktes Bei diesem Rezept handelt es sich um Volksmedizin. Ich gebe hier keinen wissenschaftlichen Bericht ab. Ich habe die Salbe für meine Bedarfe so kreiert, dass es für mich stimmig ist. Ein Heilversprechen gebe ich nicht ab. Bei stärkeren gesundheitlichen Problemen oder beim Auftreten von allergischen Reaktionen, das Mittel absetzen und Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker halten. Die Salbe ist nicht zum Verzehr geeignet.
Selbstbemächtigung = Wissen erweitern
Gartenschönheiten
Das Vergissmeinnicht (Myosotis)
gehört zur Familie der Raublattgewächse. Es ziert viele Gärten mit seinen blauen, rosa oder weißen kleinen Blüten. Es kommt an Beeträndern, als Füllpflanze oder in kleinen Gruppen gesetzt gut zur Geltung. Die Hauptblütezeit ist im März/April.
Als Gartenzierpflanze wurden Vergissmeinnichte ab circa 1830 in England und Deutschland gezüchtet. Das sogenannte Garten-Vergissmeinnicht hat seinen Ursprung im Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden etliche Sorten.
Wikipedia

Als Heilpflanze wirkt es leicht adstringierend, beruhigend, tonisierend und
entzündungshemmend. Daher kann es bei entzündlichen Augen, Darmerkrankungen oder leichten Hautiritationen angewendet werden, wenn kein anderes Heilmittel da ist.
In der Mythologie steht die Pflanze in vielen Ländern für Treue und ewige Liebe. Im chinesischen heißt es auch das „Nicht-Vergessen-Kraut“ und in Deutschland wurde ein Sträußchen an zahlungsunwillige Kunden verschickt.
Wie das Vergissmeinnicht zu seinem Namen kam
In der griechischen Mythologie glaubte Zeus allen Pflanzen einen Namen gegeben zu haben, daraufhin rief ein kleines blaues Blümchen: „Vergiss mein nicht!”. Der oberste der Götter machte es sich daraufhin einfach und gab der kleinen Pflanze genau diesen Namen.
Es gibt zu dieser Pflanze auch eine Legende, die aus dem Mittelalter stammt. Darin pflückte ein Ritter einen Strauß Blumen für seine Geliebte, dabei fiel er ins Wasser und seine schwere Rüstung zog in hinab. Bevor er ertrank, warf er noch schnell seiner Jungfrau die Blumen zu und rief: „Vergiss mein nicht!”
pflanzenfreude.de/vergissmeinnicht
Die Forsythie (Forsythia intermedia Zabel)
gilt als „Zeigerpflanze“ des phänologischen Kalenders. Die blühende Forsythie läutet den „Erstfühling“ und somit das „Nutzgartenjahr“ ein. Ab etwa Ende März kann es losgehen im Garten: Erbsen, Möhren, Radieschen, Erbsen und Möhren, Zwiebeln und Knoblauch können ins Freiland ausgebracht werden. Die Forsythie ist in allen Teilen giftig. Ursprünglich kommt sie aus China.

Die Hyazinthe (Hyacinthus)
gehört zur Familie der Spargelhewächse (Asparagaceae). Sie vermehrt sich über Zwiebel und Samen. Als Beetpflanze lockt sie im Frühling Hummeln, Bienen und weitere Insekten in den Garten. Ursprünglich stammt sie aus dem vorderen Orient und kam im 16. Jahrhundert als Modepflanze in die Europäischen Gärten. Die Pflanze ist in allen Teilen leicht giftig.

Wie kam die Hyazinthe zu ihrem Namen? Der junge Hyacinthus übte mit seinem Freund Apollo (der Gott des Lichts, der Reinheit und des Frühlings) das Diskuswerfen. Der Jüngling Zephyr war eifersüchtig und lenkte die von Apollo geworfene Diskusscheibe gegen den Kopf von Hyacinthus. Dieser erlag seinen Verletzungen. Apollo war so untröstlich über den Tod seines Freundes, dass seine Tränentropfen eine neue Blume wachsen ließen.

Primel (Primula)
bedeutet auf Latein „die Erste“. Das weist darauf hin, dass sie sich als eine der ersten Blüher in der Natur/im Garten zeigt. Ursprünglich kommt sie überall auf der nördlichen Halbkugel, insbesondere in China, vor. Es gibt über 500 Primel-Sorten, wovon die meisten Kulturformen sind. Primeln werden von Schmetterlingen und Faltern bestäubt. Einige Sorten enthalten das Toxin Primin und sind giftig. Eine gesundheitliche Gefahr geht besonders von behaarten Primelarten aus. Bei Kontakt wird das Toxin übertragen, das heftige Allergien auslösen kann.

Unsere heimische Primelarten sind die Echte Schlüsselblume (Primula Veris, Primula officinalis), die Hohe bzw. Waldschlüsselblume (Primula elatior) und die Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris). Sie stehen unter Naturschutz und dürfen nicht in der freien Natur gepflückt werden. Man findet sie auf trockenen Wiesen und an Waldrändern. Sie blüht von März bis Mai und sollen die Natur für den Sommer aufschließen. Die Schlüsselblume hat eine große Heilwirkung. Für die Medizin wird sie Sie aus südlichen Ländern (z.B. aus der Türkei) eingeführt. Wurzeln und Blüten enthalten Flavanoide und Saponine. Sie wirken schleimlösend auf die Bronchien und sind bei Erkältungskrankheiten wie hartnäckigem Husten, Bronchitis, aber auch bei Migräne, Neuralgie und Nervosität hoch wirksam. Die Schlüsselblume ist ungiftig.

Wie die Schlüsselblume zu ihrem Namen kam: Petrus, der Wächter des Himmelstores, sollen einer Legende zufolge, seine Schlüssel geradewegs hinunter auf die Erde gefallen sein. Dort, wo der goldene Schlüsselbund auf den Boden traf, wuchs eine kleine gelbe Schlüsselblume. Und, mit etwas gutem Willen, kann man klar erkennen, dass die Blütendolde wie ein Schlüsselbund ausschaut. Eine noch ältere Legende erzählt, dass der Urmutter Freya die Schlüssel entglitten seien.
Nach und nach werde ich über unsere bekannten Gartenblüher berichten oder etwas ergänzen. Immer mal reinschauen lohnt sich also!
Selbstbemächtigung = Altbekanntes neu entdecken
Covid begegnen
mit Kräutern
Mich hat’s erwischt! Ich bin coronabedingt erkältet: Husten, Schnupfen, Engegefühl im Brustkorb und nachts atme ich schwer und bekomme Beklemmungen. Dank meiner phytotherapeutischen Ausbildung habe ich ja einiges in meinem Kräuterschrank und greife darauf zurück. In der Umgebung wächst genau das, was gerade gebraucht wird, so heißt es in der Kräuterheilkunde. Darum bereite ich mir regelmäßig einen Tee mit Kräutern, die ich im Garten finde: Gänseblümchen, Zistrose, Lungenkraut, Salbei.



erweichend, harntreibend,
schleimlösend, schweisstreibend. Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Kieselsäure. Wissenswert: Die Blüten wechseln im Verlauf ihrer Entwicklung die Farbe von kräftig Rosa zu Violett und schließlich auch noch zu Blau. Wenn die Blüten bereits bestäubt sind, werden sie blau und basisch, d.h. Insekten nehmen das wahr und fliegen die Blüten nicht mehr an. Das Lungenkraut ist ein insektenfreundlicher Bodendecker und Frühblüher. Der Name Lungenkraut (Pulmonaria Officinalis) bezieht sich auf die Form seiner Blätter, die ein bisschen wie eine Lunge aussehen. Die Flecken auf dem Kraut stellen sozusagen die Lungenbläschen dar. Die lateinische Bezeichnung Pulmonaria Officinalis weist darauf hin, dass das Kraut seit jeher im Officin, also in der Apotheke verkauft wurde. Hinweis: Schwangere, Stillende und Kleinkinder bitte in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker anwenden. Es ist ein überliefertes Mittel aus der Volksheilkunde und wissenschaftlich noch nicht weiter erforscht.


Direkt nach dem Trinken des Tees spüre ich positive Veränderungen: Der Druck im Brustkorb lässt nach und der Hustenreiz verschwindet für eine Weile.
Wichtig für den Krankheitsverlauf und für eine Heilung ist ein stabiles Immunsystem und seelische Stabilität. Ich werde berichten, was ich dafür tue, um wieder auf „Vordermann“ zu kommen.
Allgemeiner Hinweis: Dies ist mein ganz persönlicher Umgang mit der Erkrankung. Wenn sich mein Krankheitsverlauf verschlimmert, werde ich sofort mit einer Ärztin/einem Arzt Kontakt aufnehmen. Das rate ich jedem, der einen ernsten Verlauf hat.
Gassi mit Rusty
Wieder in Rodheim
So oft bin ich schon diese Wege gelaufen. Und trotzdem erscheinen die Motive jedesmal in einem anderen Licht. Eine andere Tageszeit, Jahreszeit, das Wetter, ein veränderter Blickwinkel … und schon betrachtet man eine Sache in „einem anderen Licht“.
Rausgehen, sich bewegen, die Farben einwirken lassen, das Licht,Wind, der mich umstreicht … das alles ist Balsam für meine Seele. So bin ich froh, dass ich meinen „Leih-Hund“ habe, der mich zwingt, zu verharren, die Welt zu erschnuppern, zu schauen und langsam zu tun. Letztendlich lehrt er mich, geduldig zu sein.












Kleine Schmuseeinheiten mit Rusty und zwei Stunden in der Natur – was für ein toller Start ins Wochenende!
Selbstbemächtigung = Natur erfahren und lernen
Gartensaison vorbereiten
Die Sonne schien und der Rausgeh-Schaffensdrang war entsprechend hoch. Mein Mann und ich erledigten so nach und nach alle möglichen Arbeiten. Nebenbei erhielt ich eine gratis Akkuschrauber-Schulung. Ich habe mir nämlich eigenes Werkzeug besorgt, um unabhängiger zu sein.





Der Nachmittag endete mit einer Brotzeit in der Sonne mit anschließendem Mittagsschläfchen.
So langsam nimmt der Frühling Fahrt auf. Ich hoffe, ich schaffe auch unter der Woche so einiges an Gartenarbeit. Berichte folgen. Ich freue mich, wenn es ans Aussäen und Anpflanzen geht.
Teil II
Am folgenden Wochenende brachte ich die Blumenkübel auf Vordermann: Die intakten Pflanzen wurden geputzt und die alte mit frischer Erde, Kokosfasern, Langzeitdünger und Perlite (ein Lavagestein zur Auflockerung der Bodenstruktur) vermischt. Danach bepflanzte ich die Kübel mit jungen und den älteren Pflanzen. Größere Töpfe mulchte ich mit groben Kokosfasern.



Teil III
Heute wurden die Kübel auf der Loggia neu bepflanzt. Hauptsächlich mit Kräutern. In zwei Töpfe setzte ich Gerbera als Farbtupfer. Manche Kräuter, die ich im Februar in die Töpfe setzte, haben nicht überlebt (siehe mein Bericht „Kraft in Töpfen“: https://monika-rauch.com/2022/02/26/kraft-in-toepfen/)
Es war Ihnen zu kalt – manchmal stellte ich sie zum Aufwärmen in die 🌞. Leider wurde es dann nachts immer so plötzlich kalt und dunkel. Manchmal vergaß ich, sie danach mit einem wärmenden Vlies zu umhüllen, so wurden sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit 🙄. Nach der Pflanzaktion fegte, saugte und staubte ich die Loggia ab und stellte die Stühle in Position.

Pflanzen und säen


Teil IV
Vorgekeimte Saubohnen einpflanzen und ein Rankgitter bauen.

TEIL V
Den Garten aufhübschen
Diesmal mit Hilfe eines Gärtners ging’s einen ganzen Tag ans Werk: Unkraut rupfen, frischen Rindenmulch unter die Büsche und Bäume verteilen, den Rasen vertikutieren, düngen und (später) nachsäen, Schönheitsschnitte an einigen Bäumen + Büschen. Natürlich nur im Rahmen des Möglichen,wegen der brütenden Vögel. Unsere „grüne Wand“ zum Nachbarn, also die Koniferen, sind ganz schön ramponiert, überall bröseln die braungewordenen Zweige und Blätter runter. Außerdem breiten sie sich unten sehr aus, so dass meine Stauden, die davor wachsen, zur Seite gedrückt werden. Also haben wir das kahle Geäst unten weggeschnitten – ich finde, es sieht besser aus denn je.

Sommerküche und Schuppen aufräumen
Den Schuppen haben wir komplett ausgeräumt, gefegt, und thematisch sortiert wieder eingeräumt. Einiges haben wir entsorgt und einiges wiedergefunden. Die Sommerküche wurde nur etwas vorgereinigt und aufgeräumt. Ist ja noch kein Sommer.😍


Tomaten und Paprika auspflanzen
Ja, ich weiß: Tomaten und Paprika lieben es warm. Man sollte die „kalte Sophie“ abwarten und erst nach dem 15. Mai pflanzen. Aber was soll ich tun? Meine Tomatenpflänzchen haben bereits Blüten angesetzt und die Paprika müssten eigentlich pikiert werden. Einen Teil der Pflanzen habe ich behalten als Reserve, einen Teil verschenkt und einige Pflänzchen setzte ich geschützt in die Kübel. Ich hoffe, es ist Ihnen warm genug und ich hoffe auf reiche Ernte.

Und zwischendurch gibt’s Kräutertee

Selbstbemächtigung = Schritt für Schritt arbeiten (und plötzlich ist eine ganze Menge getan)
Mosel-Tour
Raus aus dem Alltag und schöne Eindrücke sammeln
Wir starteten in Kobern-Gondorf bei Koblenz und fuhren flußaufwärts der Mosel entlang. Hübsche Fachwerk-Dörfer, Touri-Weinstädtchen, steile Weinhänge und viele Burgruinen bestimmen die Landschaft.
„Der Name „Mosel“ entstand aus dem lateinischen Wort „Mosella“, ursprünglich keltisch „Mosea“; er bedeutet „der kleinere Fluss östlich der Maas“. Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen 735 m über dem Meer. Sie ist der größte Nebenfluss des Rheins, in den sie nach einem Lauf von 544 km bei Koblenz (NN + 59 m) mündet.“ [Quelle: wasser.rlp-umwelt.de]
Kobern-Gondorf












Burg Eltz
Die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert liegt auf 129 m über NHN im Tal der Elz, einem linken Nebenfluss der Mosel, in der Gemeinde Wierschem.






Der Abstecher nach Wierschem und der halbstündige Fußmarsch vom Parkplatz aus lohnten sich: Eine echte Burg wie aus den schönsten Ritterbüchern! Leider sind die Burgtore im März noch verschlossen. Wir werden wieder kommen, keine Frage.
Cochem
Das erste, was man sieht, wenn man in Cochem reinkommt, ist die trutzige Burg. Und ich habe kein Foto gemacht. Cochem ist Kreisstadt und der größte Ort des rheinland-pfälzischen Landkreises Cochem-Zell. Hier wird für Touristen einiges geboten: Schifffahrten auf der Mosel, eine Bimmelbahn durch den Ort, die Burg, etliche Läden mit Tünnef, Weinverkauf, Hotels und Schunkelkneipen. Es hat aber auch lauschige Stellen, und gute Restaurants. Uns hat’s gefallen.
















Nach dem Stadtbesuch fuhren wir noch ein Weilchen an der Mosel entlang und sind bei Bernkastel-Kues in Richtung Heimat abgebogen.
Es war ein schöner Tag, den wir abends bei unserer „Lieblings-Italienerin“ gemütlich abschlossen.
Selbstbemächtigung = raus aus dem Trott
Innerer Friede

Was haben meine inneren Verletzungen mit der Ukraine zu tun?
Stellt Euch doch nur mal vor, jeder wäre mit sich im Klaren und würde bewusst das tun, was er wirklich möchte.
Stellt Euch vor, jedes Loch, dass uns gerissen wurde (im Leben, in der Kindheit, im Mutterleib), würde geheilt.
Stellt Euch vor, wir wären im Einklang mit uns selbst. Die unbändige Wut, die Angst, die Leere, das Sehnen nach der Erfüllung … wären einfach weg.
Stellt Euch vor, wir ließen Schuldzuweisungen sein und übernähmen Verantwortung. Wir wissen ja, dass wir Ereignisse so deuten, wie wir gestrickt sind.
Stellt Euch vor, wir würden das Jammern über unsere schlechten Bedingungen lassen und wir würden vertrauen.
Dann brauchen wir uns nicht mehr mit Äußerlichkeiten auffüllen.
Wir übernehmen Verantwortung.
Das gesamte Kollektiv. Weltweit.
Innerer Frieden führt zu äußerem Frieden.
Das können wir tun, wenn wir etwas verändern wollen.

Selbstbemächtigung


