Schon morgens zeichnete es sich ab, dass es ein schöner Wintertag würde – eiskalt aber mit strahlender Sonne. „Gut, dann werde ich heute einen längeren Spaziergang machen.“, so dachte ich. Allerdings musste ich vorher noch einige Kleinigkeiten erledigen:
aufräumen,
spülen
staubsaugen,
Wäsche waschen,
einkaufen (ja, ich war so bekloppt und ging an einem Samstag in einen total überfüllten Supermarkt),
mal schnell einige Bilder auf den PC ziehen, damit der Speicher etwas frei würde (ich wollte ja beim Spazierengehen fotografieren),
die Futterstellen mit Vogelfutter auffüllen,
zur Fußpflege fahren,
noch vergessene Eier besorgen) …
Plötzlich war es kurz vor vier und ich wollte nur noch nach Hause (denn die Einkäufe mussten ja noch hochgeschleppt und verräumt werden, die Wäsche wollte auch noch auf die Leine und kochen wollte ich auch noch).
Während der Autofahrt sah ich die Schneelandschaft, schob die Bedenken zur Seite und hielt an. Eine knappe Stunde lang stapfte ich durch den Schnee und wurde belohnt mit schönen Eindrücken:
Zuhause angekommen erledigte ich meine restlichen Arbeiten und war hoch zufrieden, dass ich mich doch noch überwunden hatte.
Eigentlich sollte ich alles stehen und liegen lassen und rausgehen. Aber ich verhindere mich wohl gerne mit den „wichtigen“ Arbeiten des Alltags.
Um den Novemberblues zu entkommen, sind wir in den Taunus gefahren, um mal wieder durch den Hessenpark zu laufen. Wir hatten Glück: Die Sonne kam heraus und zudem ganz es noch im vorderen Bereich einen Bauernmarkt.
Kramladen: Manche der ausgestellten Produkte kenne ich noch aus meiner Kindheit – ich komme wohl ins museale Alter.Beim Korbflechter – ab und an werden hier Vorführungen veranstaltet. Dieser Korbflechter kommt aus Nordhessen.Hier gibt es einige Tiere: Esel, Ziegen, Schafe, Hühner, Gänse Rinder und das deutsche Sattelschwein. Es ist vom Aussterben bedroht. Es hat zuviel Speck und wächst zu langsam für die Bedarfe unserer Industriegesellschaft. Es muss ja alles schnell gehen – nicht wahr?Pechofen
Ein Pechofen (auch Teerofen oder Schmeerofen) ist eine Anlage zur Herstellung von Holzteer und Holzessig, die bei einem Verschwelen von harzhaltigem Holz entstehen.
Die Anlagen wurden auch Pechhütten genannt. Johann Christoph Adelung beschreibt sie so: eine Hütte oder ein Gebäude, in einem Walde, in welchem das Harz zu Pech gebrannt wird. Einen Pechofen verortet Adelung in einer Pechhütte: ein viereckiger Ofen in der Pechhütte, in welchem das Harz in besondern Töpfen zu Pech gebrannt wird. …
Bei der Bockwindmühle sitzt der gesamte Mühlenkörper auf dem Bock oder Kreuzwerk und kann mit Hilfe des Sterzes, eine Art schräg abfallenden Ruderbalken, bequem um die eigene Achse gedreht werden. So lassen sich die Flügelflächen der Mühle jederzeit in den Wind drehen.
Holländer-Windmühle und alte MähdrescherNach dem Spaziergang haben wir noch ein paar Kleinigkeiten auf dem Markt gekauft, z.B. Sauerkraut und Essiggurken aus dem Spreewald. Die waren so schön knackig, dass wir sie gleich verputzt haben. Und oben flogen die Kraniche gen Süden – der Winter naht.
Dieser Sonnentag vermittelte viele schöne Eindrücke und versorgte uns zusätzlich mit einer ordentlichen Portion Vitamin D. 😊
Selbstbemächtigung = sich mit neuen Eindrücken auffüllen, von essigsauer über sonnig bis lehrreich
Raus will ich Ins Grüne gehn, Luft einsaugen Farben sehn. Laufen dabei Schritt um Schritt, Allein mit mir Mit festem Tritt. Ruh breitet sich Im Herzen aus - Die gute alte Mittagspaus.
Unser letzter Urlaubstag (und mein Geburtstag) zeigte sich von seiner schönsten Seite: Nach vielen Regenstunden klarte es auf und wir konnten am frühen Mittag losmaschieren. In der Natur der Berge liegt es, dass man hoch- und runterlaufen muss – dafür gibt es hinter jeder Biegung einen neuen Ausblick und das ist einfach nur schön. Zudem fühle ich mich in den Bergen sicher und fest verbunden mit Mutter Erde.
Die Natur, die sich im Herbst langsam zurückzieht, hat ihre Wirkung auf mich; ich bin jetzt 60 Jahre alt und ich merke das körperlich schon. Hier fühle ich mich der Natur sehr nahe und merke, wie sehr mich der Alltag zu Hause immer mehr entfremdet von der Natur und von mir. In unserem Urlaub konnte ich mich mit Energie aufladen und weiß, dass ich einiges in meiner Lebensführung ändern muss, um körperlich, geistig und seelisch zu gesunden. Ich habe einen Plan im Herzen und hoffe, dass ich ihn auch einhalten kann. Vielleicht schreibe ich irgendwann einen Blog darüber.
Selbstbemächtigung = Energie tanken für neue Vorhaben
Zwei Tage nach unserer letzten Wanderung verlangte unser schon fast gestählter Körper nach Sauerstoff und Bewegung. Also ging es diesmal von Mittertal nach Niedertal, um dann hoch zur Hofstätter Alm zu laufen. Ich muss sagen: Wir kamen gut voran, wesentlich besser als bei unserer letzten Wanderung. Allerdings schnauften wir auf dem Weg hoch zur Alm doch ganz gehörig. Das klappbare Sauerstoffzelt kam aber wesentlich seltener zum Einsatz. Wir freuten uns auf die leckeren Schmankerl, die die Hütte bereithält und natürlich lechzten wir nach einem kühlen Almbier.
Überall rauschts und sprudelts
Antholz lebt vom Tourismus, der Land- und der Holzwirtschaft. Die Stromversorgung im Antholzer Tal ist autark, d.h. die Wasserkraft des Rios Anterselva wird für die Stromerzeugung genutzt. Man benötigt keinen Strom von außen.
Das Wasser wird neben das Mühltal geleitet. Ob das Rad noch genutzt wird?Der Herr Inri hängt wieder Wegesrand.Antholz-NiedertalSüdtirol – ApfellandJaaaa, wir haben es geschafft!Händewaschen am Brunnen, wir sind ja ordentliche Leut‘.Mittagssnack
Leider war die Alm geschlossen. Zum Mittagssnack gibt’s halt Gummibärchen mit Sprudelwasser – wir haben es verkraftet. Und sind dann munter runter maschiert. Die letzten Kilometer nach Mittertal fuhren wir mit dem Bus. Bei der Wanderung sind wir 16.000 Schritte gelaufen und haben insgesamt ca. 400 Höhenmeter überwunden. Für die Südtiroler ein Spaziergang …
An der Haltestelle unterhielt ich mich mit einer netten älteren Dorfbewohnerin – ich strengte mich mächtig an, den Dialekt zu verstehen. Sie erzählte mir, dass sie jetzt zum Seniorentreff führe, dort gäbe es „Törggelen“. „Sie wisset doch, was Törggelen sind?“ Ich schaute wohl etwas belämmert, dass ich das Wort erst nach drei Wiederholungen Ihrerseits verstand, aber ich wusste immer noch nix damit anzufangen. Ich meinte höflich, dass ich leichte Schwierigkeiten mit dem Dialekt hätte. Sie erwiderte, dass sie doch hochdeutsch spräche. Ok, ich spreche auch hochdeutsch allerdings hessisches, gelle? Die Dame war hart im Nehmen – trotz meines begriffstutzigen Gesichtsausdruckes erzählte sie einfach weiter. Was ich herausgefunden habe: Jetzt ist Maronen (=Törggelen)- bzw. Esskastanienzeit. Besonders dort, wo die Bäume stehen, wird zur Erntezeit gefeiert mit Schlachtessen und den süßen Herzteilchen aus Maronenbrei. Und stellt Euch vor, was wir in der Mittertaler Bäckerei sahen und bestellen mussten: die süßen Maronenherzen!
Rezept: Die Törggelen werden gekocht und aus der Schale gequetscht. Die Masse wird mit etwas Süße und Sahne vermixt, in eine Herzform gepresst und kühlgestellt. Danach kommt ein Schokoguss drüber und etwas Schlagsahne zur Verzierung – sehr lecker, ein halbes Stück hat aber gereicht.
Selbstbemächtigung = Laufen trotz schnaufen und sich zwischendurch mit Törggelen-Herzen versorgen
Endlich keinen Regen mehr! ☔️ Gestern und vorgestern war es unfreundlich, daher sind wir nuretwas spazieren gelaufen und gefahren (Story folgt). Aber heute: Von unserem Hotel sollte es nur eine Stunde und 10 Minuten zur hauseigenen Alm hochgehen. „Ist doch ein Klacks“ – so dachten wir und haben die 400 Meter Höhenunterschied irgendwie überlesen. Aber gespürt haben wir sie. Wir sind bewegungstechnisch leicht ungeübt und haben nach jedem 10. Schritt schnaufend nach einem Sauerstoffzelt verlangt. Aber irgendwann waren wir da und die Aussicht hat uns für alle Mühsal entschädigt.
Nur eine Stunden und 10 Minuten – das gilt leider nicht für hessische Bleienten.Trotz mehrfacher Bähgeräusche ließen sie sich nicht herab, mal freundlich in die Kamera zu lächeln.Wolkenverhangenes Antholzer Tal.Die Sonne dringt durch!Der Herr Inri darf hier nicht fehlen.Kumpfl AlmPlatz an der SonneFamilienportion zu zweit: Etwas fleischlastig, meint ein lieber Freund. Immerhin sind Kren, einige Gürkchen und ein paar leckere Häppchen Almkäse dabei.
Der Hinweg war arg und der Rückweg ist anders arg …
AusruhenIch liebe Ziegen …… und Rindviecher.
Wir haben es geschafft! Für den Hin- und Rückweg weg haben wir etwa drei Stunden gebraucht. Unsere Knochen schmerzen und daher geht’s gleich in die hoteleigene Sauna.
Selbstbemächtigung = sich bewegen und das auch noch gut finden
Zwischen dem österreichischen Riezlern im Kleinwalsertal und dem deutschen Tiefenbach bei Oberstdorf presst sich das Flüsschen Breitach durch das Kalkfelsengestein. Die Breitachklamm gilt als die tiefste Felsenschlucht Europas. Im Jahr 1905 wurde der ca. 2 km lange Steig gebaut und hat so die bisher arme Gegend touristisch aufgewertet. Den Klammsteig kann man in beide Richtungen begehen und es führen verschiedene Wanderwege um die Klamm herum. Parken kann man auf beiden Seiten bequem.
Wir waren auf der Durchreise in Oberstdorf und haben bei Nieselwetter die Klamm besucht. So konnten wir Frischluft schnuppern, uns bewegen und das Naturschauspiel bewundern. Übrigens sind Wanderschuhe sehr zu empfehlen, da die Wege uneben und teilweise glitschig sind.
Es ist wieder soweit! Wo es etwas wilder ist, wachsen haufenweise die Früchte der wilden Rosen. Die Gartenrosen bilden teilweise auch Früchte, welche man ebenfalls verarbeiten kann.
Die Sache geht ziemlich leicht:
Die gesäuberten (frischen oder getrockneten) Früchte mit Mandelöl oder einem anderen hochwertigen Öl zerkleinern, ca. 2 Stunden warm (bei 60/70°C) ausziehen lassen, über Nacht abdecken, nochmals erwärmen, filtern, abfüllen und etikettieren! Das Öl ist länger haltbar als andere Ölauszüge (über ein halbes Jahr). Das liegt am hohen Gehalt an den Vitaminen C und E.
Ca. 150 ml gewonnen. Den Trester verwende ich für Breiumschläge auf rauen Hautstellen oder bei Schmerzen. Das Öl hilft bei Rheuma, Hautirritationen, Neurodermitis, Rosacea, Pigmentflecken. Aus dem Öl kann man auch eine Salbe oder eine Creme herstellen. Ich mag das Öl am liebsten pur.
Seit 14 Tagen regnete es gefühlt ununterbrochen. Nach einem anstrengenden Tag mit vielen Diskussionen wollte ich nur noch raus in die Natur. Ich wurde reich beschenkt: Die Sonne blinkte hervor, der Wind pustete die Wolken zur Seite und die Luft war mild und klar. Das Abendlicht setzte besondere Akzente:
Morgens ist die Welt noch frisch und unberührt und es lohnt sich, die Umgebung zu erkunden. So viele Eindrücke: Wasserplätschern und seichter Wind, Vogelgezwitscher und Bienensummen, weiße, gelbe und violette Farbtupfer im linden Grün und duftende Blüten – herrlich! Unterwegs traf ich noch einen alten Bekannten auf ein Schwätzchen. So konnte der Tag gut starten.
„Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Maintaler Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt. Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen. …“
AngelseeDie Nilgänse beugen mich skeptisch GänsekinderLieblingsbildKleine Schleuse … ob die noch funktioniert?Sauerkirsche oder Ulme? Die App konnte nicht helfen. ???Und zu guter Letzt ein Storch.