Unser Garten

Unser Garten ist in stetem Wandel. Ich pflanze an, säe aus, experimentiere und lerne dabei. Bin noch nicht mal eine „Halb-Profitöse“, bin aber mit Freude dabei.

Kräuterbeet

In unserem Garten, besonders im Kräuterbeet, haben sich einige Pflänzchen vermehrt, die ich bisher noch gar nicht im jungen Stadium kannte . Im Herbst knappe ich immer mal ein paar Samen von Wildblumen ab und werfe sie ins Beet, wahrscheinlich kommen daher die Nachtkerzen und die wilden Möhre. Den Samen hatte ich allerdings schon vor zweü Jahren ausgestreut.

Manche wilde Pflänzchen ernte ich mit Wurzeln und versuche sie zu „kultivieren“.

Von rechts nach links: Storchenschnabel und Klettlabkraut zum Wurzelziehen, Gänseblümchen, Nachtkerze, Feldsalat?, ein Stück Kräutergarten, Schaumkraut, Braunelle, wilde Möhre, Gäbsedistel, Efeu, ?, Gänseblümchen, rote Johannisbeere, Nachtkerze, Oregano, Pippau oder Distel.

Ich versuche, möglichst viele heimische Pflanzen in den Garten zu holen, besonders ins Kräuterbeet, aber auch zwischen den „normalen“ Blumen.

Sommerküche

Im Frühjahr 2020 habe ich zwei neue Küchen bekommen: eine neue aus hellem Eichenholz im Haus und eine Sommerküche. Mein Mann hat dafür den Schuppen mit Fliesenresten, günstigen Bodenfliesen aus dem Bauhaus und Farben vorangegangener Renovierungen verschönert. Als Herd haben wir ein Campinggestell mit Gasanschluss konstruiert. Wasser und Strom waren eh schon im Schuppen, also wurden Durchlauferhitzer, Spülbecken, Armaturen und einen Kühlschrank erneuert und Teile der alten Holzküche drumherum gebaut.

Im Sommer leben wir wir im Garten, es ist einfach schön, dort zu schnippeln und brutzeln, lange Abende zu sitzen, mit Freunden oder unseren Kindern zu palavern. Das möchten wir gar nicht mehr missen.

Gartenhaus mit Sommerküche, der Süßkirschbaum und die noch einigermaßen intakte Tujahecke.

Vogelbesuch

In diesem Jahr sind wesentlich weniger Vögel bei uns zu Besuch. Daher habe ich Futter- und Wasserstellen errichtet und Nistkästen aufgehängt. Die Vögel, die das gerne annehmen, sind Tauben, die überall ihren „Dreck“ hinterlassen und freche Elstern, die die kleineren Vögel abschrecken. Die Elstern sind schon irgendwie clever, denn regelmäßig schaukeln sie ein Futterhäuschen so stark, dass Futter auf den Boden fällt. Das wird dann gleich aufgepickt.

Gartenteich

Letztes Jahr hatte ich eine alte Plastikwanne mit Steinen und Wasserpflanzen ausgestattet. Leider ist der Kunststoff über den Winter porös geworden. Daher besorgten wir uns einen Holzbottich und siedelten die Pflanzen um und kauften noch einige hinzu:

Hochbeete

In meinen Hochbeeten wachsen das Jahr über Pastinaken, Kohlrabi, Zwiebeln, Salate, Gurken,Tomaten, 
Kapuzzinerkresse und andere Kräuter.

Erntezeit

Im Spätsommer und im frühen Herbst ist der Tisch reich gedeckt und ich freue mich aufs Verarbeiten.

Das war ein vergangenes Gartenjahr und ich schreibe gerade einen neuen Gartenblog. Also wird dieser schnell – sozusagen „post mortem“ veröffentlicht.

Selbstbemächtigung = in und mit der Natur leben

Wurzelzeit

Wurzelgemüse ist etwas in Vergessenheit geraten, dabei stand es jahrhundertelang auf unserem Speiseplan. Besonders im Herbst und Winter wird nach dem nahrhaften Gemüse gegraben, wenn das oberirdische Grün schon abgestorben ist. Bei der allgemeinen Bezeichnung „Wurzeln“ differenziert man zwischen Knolle und Wurzel.

Bei der Knolle wird ein Rhizom ausgebildet. Die Wurzeln wachsen dabei an der Unterseite des Rizoms.

Meine Gartenschätze

Heilung durch Nahrung und Wurzelmedizin

Wurzeln und Knollen sind reich an Vitamin A, B und C, Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium sowie Phosphor. Zudem enthalten sie viele Nahrungsfasern. Diese wiederum regulieren die Verdauung und sorgen für eine langanhaltende Sättigung.

Die meisten Wurzeln kann man essen und einige dienen nur als Medizin.

Alantwurzeln wirken verdauungsfördernd, appetitanregend, schleimlösend, steigern die Magensäureproduktion und lindern Blähungen. Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Inulin, Bitterstoffe, Schleimstoffe. Eingesetzt wird der Alant bei Husten, Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Hildegard von Bingen empfahl die Gabe von Alantwein (oder Tinktur). Außerdem wurden früher kandierte Alantwurzeln als Süßigkeiten gereicht. Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler sollten auf Mitteln mit Alant eher verzichten, da er als hoch allergen eingestuft ist.

Alant

Arznei- Rhabarber wirkt abführend, gegen Durchfall und Verstopfung, da es die Darmperistaltik anregt. Ihre Eigenschaften sind zusammenziehend und entzündungshemmend. Wegen dieser Wirkung, besonders auf den Darm, ist vom Verzehr abzuraten. Hier sollte man auf den Speise-Rhabarber zurückgreifen. Die Wurzel des Arznei-Rhabarbers ist zudem eine Färberpflanze für das Farbspektrum gelb bis braun. Auch könnte man damit seine Haare blondieren. Dazu liegen mir keine Erfahrungswerte vor. Zudem hilft eine Tinktur aus Rhabarberwurzeln gut bei Zahnfleischentzündungen und bei Aphthen im Mund.

Arznei-Rhabarber

Beinwell In der Wurzel stecken Allantoin, Rosmarinsäure, sowie Schleim- und Gerbstoffe. Äußerlich (als Breiumschlag und Salbe) wirkt sie entzündungshemmend, schmerzlindernd und fördert die Wundheilung. Beinwell hilft bei Muskel-, Sehnen- und Faszienverletzungen, Knorpelveränderungen und Knochenbrüchen. Beinwell wirkt wie ein starker Kleber und ist eine machtvolle Heilpflanze. Da die Pflanze Pyrrolizidinalkaloide enthält, sollte man sie beim Essen nur sehr sparsam einsetzen.

Beinwell

Karotten (Wurzeln) wirken Krebs vorbeugend, Cholesterinspiegel senkend, enthalten viel Vitamin A, stärken Milz, Magen, Leber, Lunge, Darm, Niere, Augen, Haut und Herz.

Karotten

Kartoffeln (Knollen) wirken basenüberschüssig, d.h. sie wirken einer Übersäuerung entgegen, sie enthalten viel Vitamin C, sind mineralstoffreich, enthalten viel Kalium und sind daher gut fürs Herz und fürs Immunsystem. Kartoffelschalen enthalten u.a. Solanin – daraus kann man eine reichhaltige Fußcreme machen: https://monika-rauch.com/2022/04/04/kartoffelsalbe/

Kartoffeln

Knollensellerie starker Entzündungshemmer, senkt den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und den Blutdruck, enthält viele Vitamine und Antioxidantien.

Knollensellerie

Löwenzahnwurzeln stärken Nieren, Leber, Milz, Darm, Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse. Sie wirken harntreibend, verdauungsfördernd, stoffwechselanregend. Die gesäuberten kleingeschnittenen Wurzeln kann man als Tee aufgießen oder man kann sie als Kaffeeersatz nutzen. Dazu röstet man die Wurzelstückchen trocken in der Pfanne. Wenn diese braun sind, kann man sie zu Pulver vermahlen und wie Kaffee zubereiten.

Löwenzahn

Pastinaken Die essbaren Wurzeln senken den Cholesterinspiegel, fördern Verdauung und Nierentätigkeit, sind fiebersenkend, schmerzlindernd, kühlend, stärkend.

Pastinaken

Schwarzwurzeln sind schmackhaft, kalorienarm und haben viele Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamin E, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Der hohe Anteil von Inulin, einem Ballaststoff, wirkt sehr positiv auf das Verdauungssystem. Heilsam wirken sie auf Leber, bei Augen- und Herzkrankheiten und Epilepsie. Schwarzwurzeln gibt es in weiß (unter der Rinde) oder in lila. Die Rinde ist schwarz oder dunkel und färbt beim Arbeiten ab. Also lieber Handschuhe anziehen!

Schwarzwurzeln

Topinambur Die Wurzeln mit ihren knollenförmigen Verdickungen sind essbar. Sie wirken entzündungshemmend, Krebs vorbeugend, enthalten u. a. B-Vitamine und viel Inulin, (Ballaststoff, der den Blutzuckerspiegel stabil hält) und wirken positiv auf Bauchspeicheldrüse und Leber.

Topinambur

Natürlich gibt es noch andere Knollen und Wurzeln, die in unseren Breitengraden wachsen und die man kaufen kann. Dazu zählen Radieschen, Radi, Meerrettich, Petersilienwurzeln, Rote Beete, Nelkenwurz …

Zubereiten kann man die essbaren Wurzeln und Knollen recht unterschiedlich – gedünstet, gekocht, mit Butter oder Bechamelsoße, paniert, gebraten und am liebsten als Suppe.

Wärmende Wintersuppe

Quer durch Garten und Kühlschrank

Alles, was der Vorrat hergibt, kommt in die Suppe und im Garten werden die Wurzeln ausgegraben. Wie gut, dass ich ungefähr weiß, wo im Sommer der Topinambur stand und die Pastinaken wachsen eh im Hochbeet. Das Gemüse wird geschält, geputzt, geschnippelt und in Wasser geköchelt bis es gar ist. z.B. Brokkoli, Kartoffeln, Zwiebeln, Spitzkohl, Möhren, Knollensellerie, Pastinaken, Topinambur. Als Würze kann man Suppenpulver und Muskatnuss verwenden, etwas Misopaste einrühren – lecker! Für frisches Grün sorgen Pastinakenkraut, ein paar Stengel Liebstöckel oder Petersilie. Et voilá – fertig ist eine leckere warme Mahlzeit.

Lecker Süppchen – bei uns kamen noch ein paar vegetarische Gartenklöschen hinein.

Philosophisches

Winterzeit ist Ruhezeit. Viele Pflanzen ziehen sich zurück und haben ihre Kraft in den Wurzeln. Graben wir nach ihnen, so können wir von ihrer Energie profitieren. Die Natur fordert uns auf, uns ebenso zurückzuziehen und uns ganz auf unseren Wesenskern zu konzentrieren. Im Frühjahr brechen die Triebe aus den Wurzeln hervor, die Pflanzen wachsen und füllen die Erde mit Leben. Genau darum macht die Winterruhe auch bei uns einen Sinn – damit wir erholt und kraftvoll unseren Weg beschreiten können.

Selbstbemächtigung = uns auf (unsere) Wurzeln konzentrieren

Gemüsebrühe aus Gemüseabfällen

Als ich mein Gemüsechilie zubereitete, ist einiges an Gemüseabfällen angefallen. Diese habe ich gewaschen, grob zerkleinert und mit je einem Büschel Bohnenkraut und Isop, Salz, Muskatnuss und etwas Sonnenblumenöl gewürzt. Dann ließ ich alles für gut eine Stunde köcheln, siebte und füllte es ab. Eine Flasche steht im Kühlschrank und ist einige Tage haltbar. Die Gläser mit Brühe habe ich eingefroren.

Gemüseabfälle aus: Mangoldblättern, Isop, Bohnenkraut, Schalen, Grünes und Strünke von Karotten und Sellerie, Lauchzwiebeln, Porree, weichen Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Paprikaresten … ergeben einen aromatischen Sud. Damit habe ich z.B. Bulgur gekocht. Nach dem Kochen wandert das ausgekochte Gemüse in den Kompost.

In unserer Sommerküche lebt es sich natürlicher als in der normalen Küche im Haus. Einiges vom Gemüse kommt direkt aus dem Garten, die meisten organischen Abfälle landen im Kompost und das Waschwasser wird in die Blumenkübel gegossen. Insgesamt produzieren wir ungefähr 1/3 des sonstigen Mülls. Das ist schon ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Und wir sind kreativer beim Kochen, so entstand die Idee, die Gemüseabfälle sinnvoll zu verwerten, nämlich als Gemüsebrühe.

Selbstbemächtigung = nachhaltig wirtschaften

Kartoffelsalbe

gegen Schwielen, Risse und trockene Haut

Meine zweite „Fuhre“ Salbe dieses Jahr. Ich habe viele Töpfchen aus der ersten Produktion (s.u.) verschenkt und eine durchweg positive Resonanz erhalten: Nach dem Waschen und Pflegen die Salbe auftragen und Socken anziehen. Über Nacht einwirken lassen: Die Haut wird „butterzart“. Warum überhaupt die Füße pflegen? https://monika-rauch.com/2023/03/08/soweit-unsere-fuesse-tragen/

Die Kartoffel ist ein äußerst nährstoffreiches Powerpaket. Sie enthält ungefähr 20% Kohlenhydrate, 2%Eiweiß, 2% Ballaststoffe, 1% Mineralstoffe/ Spurenelemente wie (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen), sowie Vitamine (Vitamine C, A, B) und Wasser. Zudem enthält sie Flavonoide und Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und als Farb- und Lockstoffe dienen.

Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und Nachtschattengewächse sind giftig! Die Früchte, die sich am Blattwerk ausbilden, sowie das Blattwerk selbst, bilden Glykoalkaloide aus, hauptsächlich das Nervengift Solanin. Wenn Kartoffeln unbedeckt liegen bleiben, werden sie grün. Die grünen Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden, denn auch hier hat sich das Solanin gebildet. Auch in den Schalen ist das Gift enthalten, allerdings niedriger dosiert. Glykoalkaloide können zu Erbrechen und Durchfall, zu neurologischen Störungen, ja sogar zum Tod führen. Dafür muss man aber einige Kilo ungeschälter Kartoffeln essen. Das Solanin bleibt auch bei Hitze stabil, d.h. man kann es nicht wegkochen.

By the way: Eßbar ist nur die unterirdisch wachsende Knolle. Die grünen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, tragen Samen in sich, aus welchen man theoretisch neue Kattoffelsorten züchten kann. Üblicherweise wird die Kartoffel über Knollen vermehrt.

Die Kartoffel als Heilmittel

Neben den vielen leckeren Gerichten, hat die Kartoffel auch noch eine hohe Heilwirkung. Das liegt zum einen an den Inhaltsstoffen und zum anderen an ihrer langen Wärmespeicherzeit. Kartoffelwickel z.B. werden aus gekochten, zerdrückten Kartoffeln bereitet. Durch ihre Wärme und Wirkstoffe helfen sie gegen Halsweh, Ohrenschmerzen, Husten und Heiserkeit. Frische rohe Kartoffelscheiben können Migräne, Sonnenbrand und Verspannungen lindern. Die Wirkung ist schleimlösend, beruhigend und entzündungshemmend.

Kartoffelsalbe – Rezept

  • Rohe Kartoffelschalen in einem Trägeröl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) ca. 2 Stunden warm (bei ca. 70°C) ausziehen lassen.
  • Absieben und filtern.
  • Kartoffelöl erwärmen und 10 – 15% Bienenwachs unterrühren und ca. 10 % Sheabutter. Z.B. benötigt man bei 100 ml Öl ca. 15 g Bienenwachs und 10 g Sheabutter.
  • In Gläser einfüllen.
  • Pro Glas einige Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Ich habe mich für Lavendel (zur Beruhigung), Salbei (zum Desinfizieren und gut gegen Schweißbildung) und Zitrone (wegen des belebenden Geruchs) entschieden.
  • Abkühlen lassen, danach verschrauben und etikettieren.
  • Unbedingt auf saubere Utensilien achten, d.h. alle Gerätschaften sind mit kochendem Wasser oder mit Alkohol desinfiziert. Bei sauberer Handhabung hält sich die Salbe ein Jahr und länger. Das liegt am Bienenwachs und an den ätherischen Ölen.
Über die Kartoffelsalbe habe ich im Internet einiges gelesen. Ich fand das sehr interessant, weil ich gerade im Winter und Frühjahr unter sehr trockener Haut an Händen, Ellenbogen, Knien und Füßen leide. Bei der Menge habe ich etwas übertrieben und musste meinen gesamten Töpchen-Vorrat aufbrauchen. Die Salbe duftet hervorragend und lässt sich gut einmassieren.

Für das Erweichen der Haut ist hauptsächlich das Solanin verantwortlich. Solanin wirkt, indem es die Mitochondrien (kleine Teilchen in den Zellen, die u.a. für die Umwandlung von Nahrung zu Energie zuständig sind) durchlässiger macht und dadurch Kalzium ins Cytoplasma (Zelleninhalt) gelangt. Diese hohe Konzentration sorgt für das langsame Absterben von Zellen. Das, so schätze ich als Laie, bewirkt den Weichmacher-Efekt. Gleichzeitig gelangen die anderen Wirkstoffe in tiefere Hautschichten und stabilisieren diese.

Kleingedrucktes Bei diesem Rezept handelt es sich um Volksmedizin. Ich gebe hier keinen wissenschaftlichen Bericht ab. Ich habe die Salbe für meine Bedarfe so kreiert, dass es für mich stimmig ist. Ein Heilversprechen gebe ich nicht ab. Bei stärkeren gesundheitlichen Problemen oder beim Auftreten von allergischen Reaktionen, das Mittel absetzen und Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker halten. Die Salbe ist nicht zum Verzehr geeignet.

Selbstbemächtigung = Wissen erweitern

Kraft in Töpfen

In Töpfen Gemüse ziehen, wie geht das? Das habe ich nämlich dieses Jahr vor. Mit Blumen und Kräutern klappt es ja auch, also warum nicht mit Gemüse? Ich lese mich etwas in die Materie ein, sicherlich gibt es spezielle Züchtungen für Blumentöpfe und Hochbeete. Bis dahin säe ich ein und bereite vor.

Es ist erst Ende Februar und es regt sich schon was in meinen Blumentöpfen, schaut selbst:

Kräuter

Früher tauschte ich die Erde aus und setzte neue Pflänzchen. Heute sammele ich die Samen und lasse die Stauden wieder kommen. Im Supermarkt kaufte ich ein paar Biopflänzchen, die werden dorthin gesetzt, wo Platz ist. Vielleicht entwickelt sich später auch noch etwas aus dem Samen, die auf und in der Erde ruhen?

Die Kräuter stehen geschützt auf der Loggia, Ich hoffe, sie kommen gut durch die kältere Zeit.

Samen

Unten kommt die Minze, den Samen für Blutampfer und Basilikum hebe ich auf.

Blumen und Zwiebeln

Die Primeln sind vom letzten Jahr und sie kommen tatsächlich wieder! Die meisten Frühblüher sind Zwiebelpflanzen.

Dieses Jahr möchte ich mich intensiver mit meinem Garten beschäftigen. Bisher gab es nur Blumen, Rasen, Erdbeeren, einige Obstbüsche, ein paar Kräuter, Kartoffen und Tomaten. Jetzt schaue ich, wohin es mich treibt. Mein Hochbeet, alle Töpfe und freie Stellen werden mit Gemüse bepflanzt. Ich habe einen Kompost angelegt und möchte noch ein zweites Hochbeet bauen (lassen). Außerdem hab‘ ich, glaube ich, verstanden, wie wichtig das Mulchen ist. Bin absolut neugierig, lernwillig und habe ein offenes Ohr für Eure Tipps.

Selbstbemächtigung = Möglichkeiten austesten

Erntezeit

Wie schnell das Jahr vergeht! Es ist doch noch gar nicht lange her, da haben wir den Frühling gefeiert. Viele Getreidesorten, Fürchte, Kräuter, Gemüse sind reif für die Ernte.

Pflaumen, Sauerkirschen, Birnen, Äpfel, Brombeeren, Kirschpflaumen
Feuerdorn, Marone, Sand-Brombeere, Distel, Rote Heckenkirsche, Schneeball

Ewiger Reigen: Am Anfang ist die Saat. Sie keimt, wächst, bildet Früchte und neue Saaten, stellt ihre Produktion ein und stirbt …

Jakobs-Greiskraut, Berufkraut, Große (essbare) Klette, Waldgeißblatt, Blutweiderich, Ringelblume
Gelb: Johanniskraut, gemeine Nachtkerze, Färberkamille Leinkraut

Die Vielfalt läßt mich ehrfürchtig und dankbar sein. Ich gehöre dazu.

Selbstbemächtigung

Eiweißwraps mit Guacamole, Bratgemüse und Pecorino

Leckeres Veggi-Gericht

Wenn ich abends zur Ruhe komme, schau ich mir meine Vorräte an und überlege, worauf ich Lust habe. Zwei schon recht weiche Avocados und ein paar Tomätchen? Daraus zaubere ich eine Guacamole: Avocados pürieren, Salz, Zitrone (alternativ einen Schluck Apfelessig) und kleingeschnittene Tomaten rein.

Ich hab doch mal beim Aldi Wraps gekauft … gefunden! Das sind sogar Eiweißwraps, noch besser … rein damit in die Grillpfanne!
Sellerie, Möhren und einen Rest Fenchel kleinschneiden, in Olivenöl braten,  leicht salzen. Italienischen Hartkäse (Pecorino) reiben.
Alles schön anrichten … und versuchen, mit Würde zu kleckern (hilfreich: Lätzchen mit Auffangschale).

Um den Eigengeschmack der Zutaten zu erhalten, bin ich weggekommen von raffinierten Würzmischungen – ich salze nur leicht. Was ich mag bei gebratenem Gemüse, sind die Röstaromen, die sich beim scharfen Anbraten bilden. Tatsächlich komme ich mit dieser Art des Kochens gut ohne Fleisch aus.

Gesund und lecker: Vegetarische/vegane Nudeln

Dieses Gericht mögen sogar meine Männer, obwohl es fleischlos ist. Das Gemüse bleibt knackig und das scharfe Anbraten sorgt für ein tolles Röstaroma. Beim Anbraten kommt das festere Gemüse zuerst dran.

Die Zutaten: Alles, was der Kühlschrank so hergibt putzen und schnippeln.
Zwiebel, Knoblauch in Olivenöl anbraten, Sellerie und Karotten dazugeben, rösten. Eine Wokpfanne ist für die Menge ideal.
Den Weißkohl mit anbraten.
Mit Salz, Pfeffer, Currypulver und Sojasoße würzen. Mit Lauchzwiebeln bestreuen.
Spaghetti al dente kochen, absieben, etwas Butter dazugeben.
Nudeln mit Gemüse servieren, mit Parmesankäse bestreuen (oder es lassen).
Bon profit!